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	<title>Sommer-Linde-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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		<title>Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 10:13:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hoflinde-gut-burgstall-rothenburg-ob-der-tauber-reg-bez-mittelfranken-landkreis-ansbach-bayern/">Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gut Burgstall bei 91541 Rothenburg o.d. Tauber, privater Hof in Alleinlage (Zufahrt frei, Baum darf angesehen werden, bitte dabei das private Eigentum achten, parken im Hof ist möglich); etwa 5 km Anfahrt von Rothenburg o.d.T. nach Südwesten über Ortsteil Wildbad auf der St1022, Abfahrt links nach Burgstall (Schild), nach 200 m Rechtsknick der Zufahrt, dann nochmal etwa 500 m auf einspuriger Straße; Landkreis Ansbach, Regierungsbezirk Mittelfranken, Bundesland: Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 700 Jahre (600-800 nach Baumgestalt, Standort und Gutshistorie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,70 m (an Taille in 1,30 m Stammhöhe, gemessen Okt. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 15 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 49.353028, O 10.143819</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;"> 7. Mai 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/05/10/sehr-wuerdiges-hoffest-zur-ausrufung-der-hoflinde-burgstall-rothenburg-o-d-tauber-lkr-ansbach-mittelfranken-bayern/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn man zu dem Baum anreist, kommen sicher die meisten über das deutschlandweit für seine einmalige Architektur berühmte und attraktive Städtchen Rothenburg ob der Tauber. Dorthin reisen Touristenbusse aus ganz Deutschland und dem Ausland an, was man entsprechend auch zu jeder Jahreszeit merkt und das etwas einplanen sollte: Wenn man sich die sensationell schöne Innenstadt ganz ungestört ansehen will, ist es günstig, eine ungewöhnliche Tageszeit oder eine Woche außerhalb der Ferienmonate und der Adventswochen zu wählen. Es lohnt in jedem Falle unbedingt.</p>
<p>Zur Hoflinde Burgstall muss man dann aber wieder herausfahren aus dem Städtchen, etwa 5 km nach Südwesten (Richtung Blaufelden/Schwäbisch Hall, s. genaue Routenbeschreibung im Kasten). Dorthin wird es schnell immer einsamer, bis schließlich nur noch dieser Hof in der freien Landschaft mit Blick in die weite Ferne kommt. Die besondere Linde ist nicht zu übersehen im Hof des Gutes, und man kann nah an sie herantreten. Die Baumbesonderheit ist neben ihrer Hofbaum-Funktion und dem altertümlichen Umfeld ihr dicker Stamm mit fast 9 m Umfang und die mächtige Krone. Der Stamm besteht aus zwei Stammteilen, die zusammengehörig sind, was man an ihrer beider halbringförmigen Gestalt erkennt. Wie öfters bei so alten Bäumen sieht man diesem Baumveteran an, dass er schon viel erlebt hat: die beiden Stammfußhälften haben wilde Strukturen mit gewaltigen Innenwurzel-Stämmen. Von der Krone sind immer wieder Teile abgebrochen (meist bei Sturm und Gewittern) und mussten regeneriert werden, was für Linden aber i.d.R. kein Problem darstellt. Hier wird ein junges engagiertes Arboristen-Team aktiv werden und sich um den Baum kümmern.</p>
<p>Zur Besprechung Ende November bin ich von einem anderen Baumtermin bei Regensburg mit 3 Std. Anfahrt durch starken Dauerschneefall gefahren, die Familie hat mich sehr gespannt und freudig empfangen. Natürlich wollten sie gerne erfahren, wie wir auf ihren Hofbaum gekommen sind und das habe ich erzählt: 2 Monate zuvor hatte ich 5 Kandidaten in dieser Region von Bayern detailliert angesehen und für unser Anliegen bewertet. Ihrer war der Sieger, da er alle Bedingungen am besten erfüllte (die anderen 4 Bäume hat und wird wie immer niemand erfahren).</p>
<p>Aus der vom Eigentümer überreichten Hofchronik geht hervor, dass es das Gut seit 1142 gibt – eine Gründung des Staufers Konrad III. Man nimmt an, dass die Linde auch von damals stammt (zusammen mit einer zweiten Linde 30 m entfernt auf dem Hof, die nicht ganz so groß ist). Dies kann bei ihrem heutigen Stamm aber nicht der Fall sein, allerdings ist bei Linden häufig der Wiederaustrieb eines Vorgängerbaumes möglich. Die Entstehung und Ursache dieses Wiederaustriebes lässt sich nicht mehr herleiten, da von einem Baum vor 900 Jahren nichts mehr übrig ist. Die heutige Sommer-Linde steht günstig neben der Dachentwässerungsrinne des nahen Gebäudes und müsste daher meist gut mit Wasser versorgt worden sein und werden.</p>
<p>Die Vorfahren der heutigen Besitzer erwarben das Gut Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis in die 1990er Jahre wurde hier die älteste Zucht des Merino-Landschafes in Süddeutschland betrieben. Sämtliche heute vorhandenen Gebäude stehen unter Denkmalschutz, die beiden Linden auch.</p>
<p>Wir freuen uns sehr, hier mal wieder einen Privatbaum gefunden zu haben, der alle Bedingungen erfüllen kann und dass die Eigentümer von der hohen Auszeichnung so begeistert sind.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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		<title>Dorflinde Harbach (Marktgemeinde Hilders, in der Rhön, Hessen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/dorflinde-harbach-marktgemeinde-hilders-in-der-rhoen-hessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 15:00:30 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=4034</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/dorflinde-harbach-marktgemeinde-hilders-in-der-rhoen-hessen/">Dorflinde Harbach (Marktgemeinde Hilders, in der Rhön, Hessen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Dorflinde Harbach (Marktgemeinde Hilders, in der Rhön, Hessen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Ortsteil Harbach der Marktgemeinde Hilders in der Rhön; im Dorf an der Hauptstraße zwischen den Höfen Harbach 4 und Harbach 5  (Straßennamen gibt es dort nicht) auf einer Böschungsnase mit 70 cm hoher Mauer; Landkreis Fulda, Bundesland: Hessen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 500 Jahre (400-600 nach Ortshistorie, Standort und Baumgestalt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,10 m (an Taille in 1,20 m Stammhöhe, gemessen Juli 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 19 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 50.570842, O 9.923880</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB ab:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">25. August 2025 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/04/27/ueberwaeltigende-ausrufungs-und-500-jaehrige-geburtstagsfeier-der-dorflinde-in-harbach-lkr-fulda-rhoen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Dorf Harbach besteht aus etwa 10 Höfen und Häusern, die Größe ist also sehr überschaubar und es gibt daher keine Straßennamen, sondern als Adressen schlicht Harbach Nr. 1, 2, 3,… bis 10. Und der offizielle Name des Baumes &#8222;Dorflinde&#8220; passt so wunderbar – genauso stellt man sich eine Dorflinde vor: an der Hauptstraße mitten im Ort, wo man sich trifft (oder zumindest früher getroffen hat). Dort kennt vermutlich jeder jeden und man wird sich oft zu aktuellen Themen austauschen. Daran besteht ja derzeit kein Mangel. Der Baum steht zudem markant erhöht auf einer Böschungsnase mit einer 70 cm hohen Mauer, der Stammfuß ist darum etwa 1,50 m erhöht über der Hauptstraße und einer Hofeinfahrt, und der Baum wirkt dadurch noch gewaltiger als er mit seinen über 8 m Stammumfang sowieso aussieht. Wahrlich ein würdiger Prachtbaum!</p>
<p>Gemeldet als Nationalerbe-Kandidat hat ihn eine 5-köpfige Familie aus Weinböhla bei Meißen, die im Rhöngebiet 2024 ihren Sommerurlaub Urlaub verbracht haben und sich dabei immer gerne alte Bäume ansehen. Dort waren es 4 Bäume und diese Linde fanden sie besonders eindrucksvoll. Es folgte eine sehr schöne längere Beschreibung des Baumes mit Vermessung und Bildern, so dass ich ihn mir gleich gut vorstellen konnte und er mit in die Auswahl von Rhön-Kandidaten kam. Diese habe ich mir dann im Sommer 2025 angesehen, und die Harbacher Dorflinde ist tatsächlich der Champion dieser Kandidatensuche dort geworden.</p>
<p>So nahm ich kurz danach Kontakt zur Marktgemeinde Hilders auf und es fand zeitnah ein Treffen mit dem Bürgermeister, der Tourismusbeauftragten und weiteren Beteiligten statt. Dabei wurde mir vom Bürgermeister gleich die unterschriebene Vereinbarung überreicht (die er im Vorhinein zur Durchsicht erhalten hatte), was ich natürlich besonders schön finde, wenn es so flott damit klappt. Es war dann noch der Landkreis als UNB (Untere Naturschutzbehörde) mit einzubeziehen, da die Linde seit 1939 Naturdenkmal ist.</p>
<p>Als ich beim Ortstermin von der Melder-Familie erzählte, hat der Bürgermeister diese gleich zur Ausrufung der Linde in die Gemeinde Hilders zu einem kostenlosen Wochenend-Aufenthalt eingeladen. Das hat natürlich zu großer Freude bei den Meldern geführt: sie haben die Reise in die Rhön am letzten April-Wochenende fest im Kalender stehen und freuen sich schon sehr darauf. Die Rhön ist touristisch ein deutschlandweit hochattraktives Reiseziel (Naturpark), besonders beliebt wegen sehr schöner Fern- und Nahwanderwege, etlicher Bergkuppen mit 800 bis über 900 m hohen Gipfeln (die Wasserkuppe als höchster mit 950 m, nicht weit von Hilders und gut zu sehen) und befindet sich im Dreiländereck von Hessen, Thüringen und Bayern. In unmittelbarer Nähe von Hilders verläuft ein sehr bekannter Panorama-Höhenwanderweg mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, was ihn sehr spannend und attraktiv macht.</p>
<p>Der Baum ist eine Sommer-Linde mit sehr dickem Stamm. Seriöse Altersangaben zum Baum – wie fast immer alles Schätzungen (da die Pflanzung nicht dokumentiert ist und man keine Jahrringe zählen kann, denn der Baum ist komplett hohl: innen ist ein riesiger Hohlraum, in dem ein Bläsertrio gut Platz hätte) sind Angaben von 400 bis 600 Jahren, wir landen in der Mitte bei etwa 500 Jahren, da der Baum auf einer erhöhten Böschungsnase steht mit begrenztem Wurzelraum und wenig Wasser. Der Stamm ist wie genannt vollkommen hohl. Die große Krone breitet sich gleichmäßig um den mächtigen Stamm über die Straße und mehrere Grundstücke aus.</p>
<p>Die große Besonderheit neben ihrer Dimension ist die Verwachsung zweier dicker Äste auf der Hinterseite der Krone, die sich vor langer Zeit ständig berührt und bei Wind etwas aneinander gescheuert haben, um dann in der Folge miteinander zu verwachsen. Das sieht heute wie eine umgekehrte Astgabel aus, die sich nicht wie üblich nach oben teilt, sondern wo der Wasserstrom sich aus 2 Ästen vereinigt und gemeinsam weiter zu den Blättern fließt. Eine sehr interessante baumbiologische Erscheinung, die in dieser Dimension (über 10 cm Astdicke) sehenswert ist – sie kann in der Baumpflege auch als Kronensicherung künstlich herbeigeführt werden (wird dann als &#8218;Bridging&#8216; bezeichnet). Wenn man intensiv danach sucht, findet man in Kronen von sehr alten Linden öfters solche Zweigverwachsungen, aber meist nur dünnere Stadien.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20250507_161151-ps.jpeg" title="beeindruckender Baumveteran bei der Anreise durch&#039;s Dorf">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20250507_161151-ps-400x284.jpeg" alt="Dorflinde Harbach: beeindruckender Baumveteran bei der Anreise durch&#039;s Dorf" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20250507_161151-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20250507_161151-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4026" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-02-IMG_20250507_161227-ps.jpeg" title="typische Dorflinde mit mächtiger Krone, die Ortschaft absolut prägend">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-04-IMG_20260122_105533-ps.jpeg" title="rückseitige Stammöffnung mit Blick…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-06-IMG_20260122_110400-ps.jpeg" title="Baumansicht von hinten mit dem starken Stamm">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-07-IMG_20260122_105510-ps.jpeg" title="die Baumbesonderheit einer Astverschmelzung in der Krone (Bildmitte)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-08-IMG_20260122_105338.jpeg" title="Detailansicht der Astverschmelzung aus anderer Perspektive">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/dorflinde-harbach-marktgemeinde-hilders-in-der-rhoen-hessen/">Dorflinde Harbach (Marktgemeinde Hilders, in der Rhön, Hessen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 18:20:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/">1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Ortsteil der Stadt Bockenem im Ambergau bei Hildesheim; im Dorf ausgeschildert und über die 3 Sträßchen Zur Linde, Unter der Linde und Zum Krug erreichbar; Bundesland: Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 1.000 Jahre (900-1.100 nach Ortshistorie, Standort und Baumgestalt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">11,90 m (an Taille in 1,05 m Stammhöhe, gemessen April 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 12 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.034184, O 10.070076</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">11. Oktober 2025  (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/10/12/erste-1000-jaehrige-linde-in-upstedt-lkr-hildesheim-mit-bewegender-inszenierung-am-baum-ausgerufen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
            <iframe loading="lazy" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.0376/10.0701"></iframe>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Ortschaft Upstedt wurde 850 gegründet – zur Zeit der Christianisierung, und damals pflanzte man &#8222;Marienlinden&#8220;. So gibt es die Sage, dass die heutige Upstädter Linde damals als eine solche &#8222;Marienlinde&#8220; gepflanzt wurde. Das ist aber frei erfunden und durch nichts belegbar. Hingegen heißt der Platz mit dem Lindenstandort seit etwa 1000 Jahren &#8222;Am Thie&#8220; und war daher seit damals ein wichtiger Versammlungs- und Verhandlungsort (Thing), der zudem strategische Bedeutung hatte: man kann von dort weit in die Landschaft schauen über den &#8222;Ambergau&#8220;, eine große fruchtbare Muldenebene. Weiter gibt es auch noch die Aussage, dass die Linde im Jahr 1100 in einer Urkunde erwähnt wurde und dann schon ein älterer Baum gewesen muss. In einer anderen Version zu dieser Urkunde von 1100 heißt es, dass darin die Baumpflanzung genannt wurde – was nicht sein kann, denn Baumpflanzungen wurden damals nie beurkundet. Beides ist also nicht belegt und unglaubwürdig, und es konnte trotz intensiver Recherchen auch keine solche Urkunde gefunden werden.</p>
<p>Aber dass die heutige Upstedter Linde aus dieser Zeit der Jahrtausendwende stammen kann, zeigt ihre unbeschreibliche Stammgestalt: nur aus Beulen, zu Stämmen erstarkten autarken Innenwurzeln und zwei größeren Urstammresten bestehend, die noch bis vor kurzem am Kronenansatz verbunden waren: es passen in etwa 5 m Höhe die beiden Stammteile wie Schloss und Schlüssel zusammen. Die wollen wir nun mit Zweig-Überbrückungen wieder verbinden, was eine Weile dauern wird und dann wie eine natürliche Kronensicherung funktioniert – damit gibt es gute Erfahrungen. Nach einer Baumbeschreibung von 1950 gab es damals im Stamm 3 Öffnungen und er war begehbar. Heute sind es am Stammfuß 2 völlig voneinander getrennte Stammteile, die oben noch (fast) zusammenhängen.</p>
<p>Somit ist nun also bei diesem Nationalerbe-Baum die größte bisherige Überraschung eingetreten: die Sommer-Linde in Upstedt wird von uns als etwa 1000 Jahre alter Baum eingestuft. Damit haben wir endlich den ersten glaubhaften Tausender gefunden! Die belegte Orts- und Baum-Historie der Upstedter Linde lässt diesen Schluss zu, und vor allem passt die Baumgestalt dazu. So sind wir also bei unserer intensiven Suche erstmalig fündig geworden, und wollen dies hiermit auch schnellstmöglich bekanntmachen.</p>
<p>Was diese Linde alles schon erlebt und überlebt hat, ist einfach unglaublich: am Anfang des 2. Jahrtausends war sie eine Thingstätte und wurde dann etwa im 13. Jahrhundert ein Gerichtsbaum. Während eines Rechtsstreites mit gewaltsamen Auseinandersetzungen (&#8222;Hildesheimer Stiftsfehde&#8220; 1519 – 1523) wurde fast das ganze Dorf niedergebrannt, aber die damals etwa 500-jährige Linde überlebte das Feuer wie durch ein Wunder. In den 1890er Jahren schlug ein Blitz in den Baum ein und kappte die Krone. 1932 entzündeten spielende Kinder ein Feuer im Baum und das Stamminnere brannte aus, konnte von der Feuerwehr aber noch mühsam gelöscht werden. 1959 wurde die Linde &#8222;baumchirurgisch saniert&#8220; – so nannte man Baumpflege- und -sicherungsmaßnahmen mit dem damaligen Wissensstand – und dabei wurde die Krone gekappt. 1973 brachen bei einem Sturm alle bis dahin wieder erstarkten Äste der Krone aus dem morschen Stammmantel ab. Und sie lebt immer noch!</p>
<p>Daher heißt es so treffend und schön in einer Chronik zu dieser Linde: es ist jedes Frühjahr ein unbeschreibliches Wunder, wenn und dass sie wieder austreibt! Zudem bringt sie an ihren aktuellen Wipfeltrieben der eingekürzten Krone immer noch Jahrestrieblängen von bis zu einem halben Meter zustande – weshalb sie nun auch dringend wieder behutsam eingekürzt werden muss und das weiterhin etwa alle 5 Jahre, damit sie nicht zu kopflastig über den Stammruinen darunter wird. Auch die beiden rechts und links dahinter befindlichen Bedrängerlinden müssen dabei auf dieselbe Höhe eingekürzt werden, sonst könnten sie im Lauf der nächsten 100 Jahre die Uraltlinde womöglich durch Überwachsen zum Absterben bringen – die Situation ist jetzt schon kritisch.</p>
<p>Ich kenne die Linde seit über 40 Jahren (seit meinem Forststudium in Göttingen), damals hatte ich aber noch keine Ahnung und Erfahrung mit der Altersermittlung uralter Bäume und war nur einfach sehr beeindruckt von dem Baumveteran.</p>
<p><a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-im-Text-Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch-ps.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-im-Text-Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch-ps-244x300.jpeg" width="244" height="300" alt="Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch" class="wp-image-3890 alignleft size-medium" /></a>Bei der Vorbesprechung Anfang August wurde auch ausführlich über das Stammumfeld und den Platz am Baum diskutiert: ob da noch etwas zu optimieren ist – aber einmütig entschieden: am besten nichts verändern, denn dieser Methusalem ist ja bisher 1000 Jahre gut damit klargekommen. Es bleibt also (fast) alles wie es ist und das sieht ziemlich gut aus: Kies an der Oberfläche und ein Plattenweg einseitig hinter dem Stamm.</p>
<p>Diese Linde hat seit längerem 2 Namen: Dicke Linde und 1000-jährige Linde. Vor Ort hat man sich auf unseren Vorschlag hin für den zweiten Namen auf der Baumtafel entschieden: denn in diesem Fall trifft also das &#8218;1000-jährig&#8216; zum ersten Mal unter unseren Nationalerbe-Bäumen tatsächlich zu.</p>
<p>Im sehr alten aktuellen Ortswappen von Upstedt ist die Uraltlinde markant dargestellt, das sieht sehr treffend aus (Quelle: Wikipedia / <span>Wappenbuch Landkreis Hildesheim-Marienburg 1966).</span></p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731.jpeg" title="Wenn man ankommt, sieht man den Baum an seinem sehr würdigen Standort wie auf einer Bühne (Mitte links).">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731-400x284.jpeg" alt="Wenn man ankommt, sieht man den Baum an seinem sehr würdigen Standort wie auf einer Bühne (Mitte links)." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3881" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps.jpeg" title="mit einem sehr gelungenen urtümlichen Aufgang zum &quot;Heiligen Hain&quot; unter der Uraltlinde">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps-400x284.jpeg" alt="mit einem sehr gelungenen urtümlichen Aufgang zum &quot;Heiligen Hain&quot; unter der Uraltlinde" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3882" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-03-IMG_20250718_094604.jpeg" title="ein Stamm wie eine riesige Skulptur mit wilden Strukturen und ungewöhnlich weitreichenden Wurzeln">
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					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-04-IMG_20250718_094729-400x284.jpeg" alt="als hätte hier ein großer Kampf ums Überleben stattgefunden (was auch mehrmals eintrat bei diesem Methusalem)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-04-IMG_20250718_094729.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-04-IMG_20250718_094729-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3884" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-05-IMG_20250805_124810-ps.jpeg" title="die Wurzeln mit enormen Ausmaßen und aufregenden Strukturen, einige Innenwurzeln zu autarken Stämmen erstarkt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-08-IMG_20250718_094720.jpeg" title="Diese Wurzel scheint Jahrhunderte lang etwas gesucht (und gefunden) zu haben.">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/">1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 14:35:44 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3297</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/">Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">mitten im Ortsteil Schmorsdorf der Gemeinde Müglitztal, nicht zu verfehlen im Zentrum des 17 Häuser-Dorfes; von überall ausgeschildert etwa 50 m südlich der Hauptstraße; etwa 10 km südöstlich von Dresden; Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700-850 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">11,20 m in 1,3 m Stammhöhe (Taille, gemessen Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 24 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 50.931195, O 13.820479</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">27. September 2024 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/09/28/ausrufung-der-schmorsdorfer-linde-mueglitztal-bei-dresden-mit-wunderbarer-inszenierung-am-baum-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/50.9314/13.8214" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für den mächtigen Stamm sollte man sich unbedingt etwas Zeit nehmen, um seine Wirkung richtig zu spüren. Beim Anblicken der Stammstrukturen kann man sich gut vorstellen, wie lange dieser Baum bereits dort steht und was er alles schon erlebt hat, sowohl was das Klima, die Umwelt und Umgebung betrifft als auch die menschliche und sächsische Geschichte&#8230; So war diese Region vor langer Zeit von Sorbenwenden besiedelt und damals soll auch der Dorfname entstanden sein.</p>
<p>Seit dem 19. Jahrhundert ist die Schmorsdorfer Linde vielfach illustriert und fotografiert worden und so ihre Entwicklung und ihr Aussehen seitdem sehr gut dokumentiert. Hat oder kennt aber vielleicht noch jemand eine Abbildung vom frühen 19. oder sogar aus dem 18. Jahrhundert? Dann gibt&#8217;s eine Buch-Belohnung! Die Schmorsdorfer Linde war und ist seit Jahrhunderten ein beliebter Treffpunkt im Dorf und überregional auch von Künstlern (und von Verliebten, wie ich aus sicherer Quelle weiß). Heute werden oft Hochzeitsfotos vor der Linde gemacht und gestorbene Bürger des Dorfes trägt man auf ihrem letzten Weg an der Linde vorbei, ein sehr bemerkenswertes Ritual.</p>
<p>Die erste schriftliche Erwähnung der Linde fand sich um 1630 im Dreißigjährigen Krieg, als Truppen an dem schon damals riesigen Baum vorbeizogen und dabei unter ihr Rast machten oder strategische Beratungen in ihrem Schatten abhielten. Mehrmals wurde die Linde erheblich durch Feuer, Sturm und Holznutzung geschädigt, und vor 130 Jahren war sie nach einem Bild von damals viel größer als heute (nämlich 44 m hoch) und die Krone relativ schlank. Man führt jetzt ab und zu sehr behutsame Einkürzungen durch, um sie nicht wieder zu hoch wachsen zu lassen. Denn sonst wäre sie Stürmen zu sehr ausgesetzt und es könnten Äste abbrechen oder Stammteile herausbrechen. Zur Vorbeugung sind auch Kronensicherungen eingebaut, welche die Stämmlinge miteinander verbinden, so dass sie sich gegenseitig halten.</p>
<p>Schon im Jahr 1892 wird beschrieben, dass in der vollkommen hohlen Linde mit Eingang 12 – 15 Personen Platz fanden und nach Überlieferungen noch früher sogar Gerichtsversammlungen darin stattgefunden haben sollen. Seit langer Zeit haben sich im hohlen Stamminneren am Stammmantel Innenwurzen entwickelt und sind inzwischen zu Stammstärke erstarkt, so dass der Hohlraum wieder kleiner wird – absolut typisch für Linden in diesem hohen Alter.</p>
<p>Die &#8222;Körpersprache&#8220; dieser Sommer-Linde ist sehr spannend: was sie uns alles erzählen kann (wenn man sie versteht) über ihre Lebensgeschichte und zurückliegende Ereignisse. Das werde ich bei der Ausrufung ausgiebig erläutern, eine kleine Lehrstunde der Baumbiologie – da freu ich mich schon drauf! Der Stamm hat 2 Öffnungen.</p>
<p>Direkt neben dem Baum gibt es seit 2006 ein sehr liebevoll eingerichtetes und fachkundig gestaltetes Miniatur-Lindenmuseum, das einzige in Deutschland was sich mit den Linden befasst. Dort findet man viel Interessantes gut aufgearbeitet, sowohl zur Linde als auch zur Dorfgeschichte – ein Besuch ist sehr lohnenswert. Das Museum ist nach der Musikerin Clara Schumann benannt, die Mitte des 19. Jahrhunderts öfters von Maxen aus zur Linde wanderte, auch nachts und darüber sowie über die Erlebnisse dort in ihrem Tagebuch schreibt. Das Museum ist 24 Stunden täglich geöffnet, worüber man ins Staunen gerät.</p>
<p>Im kuppenreichen Umland der Linde hat man immer wieder von Anhöhen wunderbare Ausblicke ins Müglitztal, nach Dresden und zum Erzgebirge – eine traumhafte Landschaft!</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900.jpg" title="gewaltiger und sehr beeindruckender Stamm mit gut erhaltenen Usprungsteilen…">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900-400x284.jpg" alt="Schmorsdorfer Linde: gewaltiger und sehr beeindruckender Stamm mit gut erhaltenen Usprungsteilen…" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3295" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps.jpg" title="…und mächtiger Krone, die immer noch zum Himmel strebt">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps-400x284.jpg" alt="Schmorsdorfer Linde: …und mächtiger Krone, die immer noch zum Himmel strebt" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3296" />
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/">Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, Oberfranken)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/tanzlinde-effeltrich-landkreis-forchheim-oberfranken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 12:23:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tanzlinde-effeltrich-landkreis-forchheim-oberfranken/">Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, Oberfranken)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, <span>Oberfranken</span>) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">mitten im Dorf Effeltrich der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft, an der Kreuzung von Hauptstraße und Neunkirchener Straße/Lindenstraße, nahe der großen Wehrkirche; Landkreis Forchheim, Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 700 Jahre (600-800 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Behandlung, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,02 m in 0,7 m Stammhöhe (Taille, gemessen Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 8 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 49.659544, O 11.092795</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">10. August 2024 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/08/14/ausrufung-der-tanzlinde-effeltrich-oberfranken-als-eine-wunderbar-regionaltypische-zeremonie/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_4">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/49.6587/11.0965" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_18  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dieser besonderen Linde ist nun auch eine bisher noch sehr große freie Fläche auf der Deutschlandkarte rund um Nürnberg mit einem Nationalerbe-Baum abgedeckt. Sie befindet sich in der Tourismusregion Fränkische Schweiz, die wegen ihrer Berg- und Hügellandschaft und der vielen Burgen, Felsformationen und Höhlen berühmt und als Urlaubsziel sehr beliebt ist.</p>
<p>Die dort ausgewählte Tanzlinde erhält seit Jahrhunderten eine enorme Wertschätzung wegen ihrer kulturellen Bedeutung und ihrer sehr intakten geleiteten Krone. Geleitet nennt man dies deshalb, weil die Hauptäste seit langer Zeit auf einer Stützkonstruktion waagerecht weit nach außen geleitet werden. Entstanden ist dies durch den hohen Bastbedarf umliegender Gartenbaubetriebe, die den Baum regelmäßig geschnitten haben zur jährlichen Zweiggewinnung. Denn Linden haben einen besonders reißfesten Bast in der Rinde und eignen sich daher vorzüglich zu seiner Nutzung. Er wird verwendet zur Veredlung von Obstbäumen und Formgehölzen für Baumschulen: dabei wird ein Pfropfreis mit einer Unterlage verbunden und mit Lindenbast umwickelt, damit beide Baumteile miteinander verwachsen und die Krone dann mit Sicherheit ganz bestimmte Merkmale wie Fruchtqualität/-sorten oder z.B. eine als Straßenbaum gewünschte schlanke Kronenform aufweisen.</p>
<p>Es gibt auch die Sage, die Linde sei mit ihrer Krone umgekehrt in die Erde gepflanzt worden, was bei Linden aber baumbiologisch undenkbar ist (das kann nur bei Weiden klappen).</p>
<p>Der auffallend flache, niedrige Habitus dieser Linde wird durch zweijährigen behutsamen Rückschnitt aller immer wieder nach oben treibenden Zweige erhalten. So ist die Maßnahme mit relativ wenig Aufwand verbunden und führt zu keiner nennenswerten Schädigung des Baumes. Immerhin ist er so schon 700 Jahre alt geworden. Das hohe Alter leitet sich her aus den am Wuchsort mitten im Siedlungsbereich ziemlich problematischen Bodenverhältnissen (Bodenverdichtung und -versiegelung, wenig Wurzelraum, Trockenheit etc.), den regelmäßigen Schnittmaßnahmen (Verlust von Zweigen und Blattfläche) und starkem Besucherverkehr im Wurzelraum (Versammlungen, Feste, Märkte, Tanzveranstaltungen…). Linden sind bekannt dafür, dass sie all dies erstaunlich gut verkraften, sonst gäbe es im Stadtbereich nicht so viele Altbäume.</p>
<p>Der Stamm dieses Baumes besteht noch zu größeren Anteilen aus dem Ursprungsstamm, es handelt sich bei ihm nicht wie oft bei &#8222;tausendjährigen&#8220; Linden komplett um Wiederaustriebe. Bei diesen würde das Alter ihrer Wiederaustriebe gezählt werden, nicht das des Vorgängerbaumes, von dem die Wurzeln für die Nachkömmlinge weitergenutzt werden konnten.</p>
<p>Starke Wurzeln dieser Linde wurden schon in 40 m entfernten Hauskellern gefunden, auch die Gärten in der Nähe hat sie sicher alle &#8222;gecheckt&#8220; und in ihre Versorgung eingebaut. Zudem soll sich unter ihr auch eine kräftige Wasserader befinden.</p>
<p>Die aufwändige Stützkonstruktion aus Eichenholz für die schweren, weit ausladenden Äste muss regelmäßig kontrolliert und einfühlsam ausgebessert werden, das ist hier sehr verantwortungsvoll und fachmännisch seit langer Zeit erfolgt. Sehr gut gelöst ist die Abgrenzung des Kronenraumes mit einer niedrigen Mauer als Umrandung im Achteck, mit Hinweisschildern gegen das Beklettern des Baumes, aber ansonsten freiem Zutritt durch mehrere Mauerlücken.</p>
<p>Sehr intensiv hat sich der ehemalige Pfarrer und heute Geistlicher Rat Albert Löhr für die Linde eingesetzt, zudem hat er eine längere Abhandlung über den Baum erarbeitet. Die Linde war früher Rats- und Gerichtsort, Dorftreffpunkt und Festplatz. Höhepunkt ihrer aktuellen kulturellen Nutzung sind gelegentliche Versammlungen oder Feiern (z.B. abends mit Beleuchtung unter der Krone), musikalische Veranstaltungen, als Station der Fronleichnamsprozession im Juni (Mai) oder für Treffen von Vereinen.</p>
<p>Die Tanzlinde Effeltrich ist schon seit langem sehr verantwortungsvoll und fachlich versiert von der Gemeinde Effeltrich und vom Landratsamt Forchheim als zuständige Untere Naturschutzbehörde gepflegt und gesichert worden, das verdient unsere Hochachtung. Wir möchten bei dieser außergewöhnlichen Linde mit unserer Auszeichnung und Förderung ein Altern in Würde mit unterstützen und ihre Beachtung und ihren Schutz weiter verstärken.</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_14">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_4  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816.jpg" title="ein sehr imposanter Anblick des Baumes auf dem zentralen Dorfplatz von Effeltrich im April">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816-400x284.jpg" alt="Tanzlinde Effeltrich: ein sehr imposanter Anblick des Baumes auf dem zentralen Dorfplatz von Effeltrich im April" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3173" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937.jpg" title="mit mächtigem kurzen und wulstigen Stamm">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937-400x284.jpg" alt="Tanzlinde Effeltrich: mit mächtigem kurzen und wulstigen Stamm" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3175" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_2"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/03-IMG_20240417_122851.jpg" title="beeindruckende Stützkonstruktion der Krone, auf welcher die weit ausladenden und schweren Äste liegen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/03-IMG_20240417_122851-400x284.jpg" alt="Tanzlinde Effeltrich: beeindruckende Stützkonstruktion der Krone, auf welcher die weit ausladenden und schweren Äste liegen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/03-IMG_20240417_122851.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/03-IMG_20240417_122851-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3176" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/04-IMG_20240417_122958.jpg" title="der Stamm einfühlsam vor Beklettern geschützt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/05-IMG_20240417_123135-ps.jpg" title="gelungene Umgrenzung des Kronenbereiches durch eine achteckige Mauereinfassung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/06-IMG_20240529_114430.jpg" title="im Sommer ein gänzlich anderer Anblick mit dunkler Krone und geschütztem Unterstand darunter">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/07-IMG_20240529_112856.jpg" title="Gewirr von Stammteilen, Ästen, Wülsten, Hohlkehlen, Wiederaustrieben und Fäulebereichen im Kronenkopf">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/08-IMG_20240417_123634.jpg" title="gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite die eindrucksvolle Wehrkirche des Ortes">
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		<title>Reformationslinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/reformationslinde-steinbergkirche-kreis-schleswig-flensburg-schleswig-holstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2024 09:54:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/reformationslinde-steinbergkirche-kreis-schleswig-flensburg-schleswig-holstein/">Reformationslinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gemeinde Steinbergkirche, Kreis Schleswig-Flensburg, ca. 25 km östlich der Stadt Flensburg; unübersehbar an der Hauptstraße B 199 in Ortsmitte neben der Kirche (an der Einmündung Gintofter Straße 1); Bundesland: Schleswig-Holstein</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 500 Jahre (zur Reformation etwa 1520 gepflanzt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">9,30 m in 1,1 m Stammhöhe (an der Taille um beide Stammteile herum, gemessen im Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 13 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 54.755062, O 9.759721</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">13. Juli 2024<span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/07/14/ausrufung-der-reformationslinde-steinbergkirche-bei-flensburg-mit-festlichem-gottesdienst-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_5">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/54.7548/9.7628" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_22  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun haben wir also auch das absolute &#8222;Nordlicht&#8220; unter unseren Kandidaten gefunden – mit dieser Linde ist die nördliche Grenze Deutschlands nahe Flensburg vertreten, und so werden auch die Ost-, Nord-, West- und Südflanken unseres Landes auf der Karte immer besser durch Uraltbäume &#8222;markiert&#8220;.</p>
<p>In Schleswig-Holstein gibt es nicht sehr viele alte Bäume über 400 Jahre wegen all der Stürme (und Sturmfluten), durch das verbreitet hoch anstehende Grundwasser (mit der Folge flacher Bewurzelung) und auf großen Flächen im Westen sehr intensiver landwirtschaftlicher Nutzung – dort ist deshalb bisher kein einziger Baum über 400 Jahre bekannt (habe persönlich alles danach abgesucht und unter Baumkennern herumgefragt). Zudem können viele der dort im Norden vorkommenden Baumarten nicht über 500 Jahre alt werden, wie z.B. schnell wachsende Pappeln, Birken, Weiden und Spitz-Ahorne.</p>
<p>Die Reformationslinde hat einen sehr beeindruckenden wilden Stamm mit extrem vielen &#8222;Macken&#8220;, sieht für ihr Alter sehr mitgenommen aus: sie zeigt eine enorme Vielfalt von Symptomen der Körpersprache an Bäumen – das wird auf der Ausrufung dann näher erläutert.</p>
<p>Das angegebene Alter 500 Jahre passt gut zum Stamm mit über 9 m Umfang, denn urkundlich erwähnt gab es 1576 ein bedeutsames Treffen unter der Linde – damals wäre die Linde dann etwa 55 Jahre alt gewesen, so dass man sich schon gut unter ihr beraten konnte. Somit ist die Pflanzung ca. 1520 glaubhaft und hat hervorragend passend zu ihrem Namen geführt.</p>
<p>Das Ambiente an der Kirche auf dem (noch aktiven) Friedhof ist sehr ansprechend. Der Raum um die Linde wird perspektivisch nicht wieder neu mit Gräbern belegt, um den Baum mehr zu würdigen und gelegentlich dort feiern zu können. Dieses &#8222;Freilenken&#8220; wird sich allerdings bis zu 50 Jahre hinziehen.  Die Ausrufungsfeier ist dann die erste solcher Veranstaltungen am Baum – dafür sind natürlich ein paar wichtige Dinge beim Feiern auf einem Friedhof zu beachten.</p>
<p>Die Reformationslinde hat für den Ort und die Gemeinde eine herausragende Bedeutung, dies nun erst recht durch unsere Ehrung und damit deutschlandweite Würdigung seiner Besonderheiten. Alleine während meines Aufenthaltes dort am Baum vor der Besprechung kamen 10 Bauminteressierte vorbei (die meisten mit Rädern), um die Linde zu fotografieren und zu bewundern.</p>
<p><span>Einiges an vorsichtigen Pflege- und Sicherungsmaßnahmen wird notwendig, die wir begleiten und finanzieren wollen. Es gibt hier eine sehr engagierte Untere Naturschutzbehörde (UNB) beim Landkreis, die sich sehr </span>motiviert<span> um die alten Bäume im riesigen Landkreis Schleswig-Flensburg kümmert – das möchten wir auch besonders würdigen.</span></p>
<p>Dies ist der zweite Nationalerbe-Baum von Schleswig-Holstein, da es zu den 5 kleinsten Bundesländern gehört. Hier wurde bereits 2019 die erste Eibe unserer Ehrenbäume gefunden (ebenfalls ein Kirchenbaum, in Flintbek bei Kiel).</p>
<p>Unbedingt lohnend ist von dort aus in der Nähe die Wasserstadt Flensburg und ein Abstecher zur Flensburger Förde (&#8222;Ostseefjord&#8220;) z.B. beim Schloss Glücksburg mit NSG Holnis und zur Ostseeküste ab NSG Geltinger Birk – ich könnte jetzt 10 weitere Locations dafür empfehlen, aber das ist ja nun nicht das Thema…</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_17">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_5  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche.jpg" title="eindrucksvoller mächtiger Stamm mit kurzer Krone und zwei Kronenteilen neben der Kirche (Foto Sept. 2021)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche-400x284.jpg" alt="Reformationslinde Steinbergkirche: eindrucksvoller mächtiger Stamm mit kurzer Krone und zwei Kronenteilen neben der Kirche (Foto Sept. 2021)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3108" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps.jpg" title="und dieselbe Perspektive der Reformationslinde fast 3 Jahre später (Mai 2024)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps-400x284.jpg" alt="Reformationslinde Steinbergkirche: und dieselbe Perspektive der Reformationslinde fast 3 Jahre später (Mai 2024)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3101" />
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				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_2"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-20210916_085545-ps.jpg" title="Stamm aufgerissen, mit größeren Fäulen und intensiven Baumreaktionen, z.B. Knollen und Innenwurzeln (Foto Sept. 2021)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-20210916_085545-ps-400x284.jpg" alt="Reformationslinde Steinbergkirche: Stamm aufgerissen, mit größeren Fäulen und intensiven Baumreaktionen, z.B. Knollen und Innenwurzeln (Foto Sept. 2021)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-20210916_085545-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-20210916_085545-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3102" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/04-IMG_20240502_090807-ps.jpg" title="2 Stamm- und Kronenteile, aber definitiv ein einziger Baum, auf aktivem Friedhofsbereich">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/05-IMG_20240502_083445-ps.jpg" title="imposantes Innenleben des Stammes">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/06-IMG_20240502_083249-ps.jpg" title="und auf der anderen Seite relativ intakt, rechts intensive lindentypische Stammaustriebe, die zur schnelleren Fäule-Eingrenzung zunächst erhalten bleiben sollen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/07-IMG_20240502_084706-ps.jpg" title="Details von Symptomen der Baum-Körpersprache im Stamminneren (links vorne unten und oben Ursprung von Innenwurzeln)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/08-IMG_20240502_084642-ps.jpg" title="…und sogar im Stamminneren aus Wundgewebe und Innenwurzen entspringende Austriebe!">
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		<title>Burkhartlinde am Haldenhof (Überlingen am Bodensee), Baden-Württemberg</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/burkhartlinde-am-haldenhof-ueberlingen-am-bodensee-baden-wuerttemberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2024 14:13:32 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3034</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/burkhartlinde-am-haldenhof-ueberlingen-am-bodensee-baden-wuerttemberg/">Burkhartlinde am Haldenhof (Überlingen am Bodensee), Baden-Württemberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">Sommer-Linde (<em>Tilia plyatyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572px;">beim Gasthaus Haldenhof, am Zuweg vom Wirtshaus zum Aussichtspunkt rechts an Hangkante; zur Stadt Überlingen gehörend: im westlichen Teil vom Nordufer des Bodensees; Anreise mit Pkw von Überlingen 11 km über Nesselwangen (oder von Westen über Bonndorf), oder steiler Aufstieg zu Fuß von Sipplingen 2 km (von Überlingen 8 km); Höhenlage 635 m ü.NN; Bodenseekreis, Baden-Württemberg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 450 Jahre (400-500 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Standort und Historie: Entstehung wahrscheinlich durch Wiederaustrieb aus dem Stock einer Vorgängerlinde)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572px; height: 23px;">8,25 m in 1,2 m &#8222;Stammhöhe&#8220; (Messung am Steilhang sehr schwierig: oberseits bodennah, April 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 9 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572px;">N 47.806099, O 9.092167</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">27. Juni 2024 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/06/30/ausrufung-der-burkhartlinde-am-haldenhof-ueberlingen-bodensee-sehr-feierlich-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_6">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/47.80701/9.095" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir trauen diesem beeindruckenden Lindenveteran zu, dass er noch etliche weitere Jahrhunderte durchhält. Das hängt aber entscheidend davon ab, ob es gelingen kann, ihn vor weiteren Beschädigungen durch unachtsame Besucher und Baumliebhaber zu schützen. Dafür wird nun zeitnah eine dezente, aber deutliche Zaunkonstruktion aus Holz um den Baum errichtet, um möglichst viele Menschen am Laufen über die Baumwurzeln um den Baum sowie vor allem Kinder am Klettern in und auf den Baum zu hindern.</p>
<p>Beim Ausblick vom Aussichtspunkt 50 m hinter dem Baum sieht man gleich vorne unten am Bodensee die Uferstadt Sipplingen und dahinter Teile von Überlingen, gegenüber die Blumeninsel Mainau, Teile von Konstanz und weitere große Flächen des Bodensees mit dem südlichen Schweizer Ufer. Im Winterhalbjahr hat man noch mehr &#8222;Durchblick&#8220; als im Frühjahr und Sommer, da die Baumkronen dann ohne Blätter sind.</p>
<p>Bei mir hat es bei allen bisherigen 3 Besuchen dort geklappt, dass die schneebedeckte Alpenbergkette am Horizont den phantastischen Blick über einen großen Teil des Bodensees nach Südosten krönte. Der Ausblickpunkt ist zudem enorm gelungen inszeniert: mit geologischer Erläuterungstafel, Liegestühlen sowie Freischnitt und Kurzhalten von zuviel Baumwuchs.</p>
<p>Aber nun zum Baum, der Burkhartlinde. Sie war mir bekannt durch ihre Vorstellung im ungemein beeindruckenden Buch &#8222;Baumschätze Baden-Württembergs&#8220; von Jürgen Blümle (2023), einem der besten Altbaumkenner dieses Bundeslandes.</p>
<p>Der Name Burkhartlinde wurde schon vor langer Zeit für den Baum benannt nach einem Minnesänger der damaligen Burg Alt-Hohenfels (heute noch ihre Ruine unterhalb des Baumes), zu welcher in einer Urkunde erwähnt wird, dass er Anfang des 13. Jahrhunderts gerne unter einer Linde sang. Das ist eine schöne Vorstellung, aber unter dieser Linde kann es mit Sicherheit nicht gewesen sein. Hingegen ist es gut möglich, dass an dieser Stelle schon ein Vorgängerbaum stand, den Burkhart liebte und verehrte – und unter diesem daher öfters gesungen hat.</p>
<p>Wohl alle Altbaumkenner sind sich einigermaßen einig, dass dies heute unmöglich der Ursprungsbaum aus dem 12. Jhdt. sein kann – denn dann wäre er jetzt 900 Jahre alt! Aber es könnte sich also um seinen direkten Nachfolger mit inzwischen dann etwa 450 Jahren Alter handeln. Denn Linden haben die regelmäßige Angewohnheit, bei Totalschaden durch Feuer, Sturm oder Umstürzen aus dem Stock (den noch vorhandenen Wurzeln) wieder auszutreiben. Die Folgebäume sind dann genetisch identisch zum Ursprungsbaum, aber das Alter zählt man wieder neu, wenn nicht wesentliche Stammbereiche vom Vorgängerbaum damals noch erhalten geblieben sind und seitdem ununterbrochen weiterleben. Das ist hier definitiv nicht gegeben.</p>
<p>Der heutige imposante Stammumfang beträgt 8,25 m. Vor über 100 Jahren ist ein zweiter Stammteil über dem Weg weggebrochen und seitdem der Stamm offen, so dass der verbliebene Baumteil sehr schräg &#8222;in den Hang gekrallt&#8220; sein Weiterleben meistern musste.  Man stelle sich vor, es gäbe den verlorenen Stammteil noch: dann wäre der Umfang heute deutlich über 10 m.</p>
<p>Die Burkhartlinde zeigt einen enormen Lebenswillen, sie treibt an vielen Stamm- und Astbereichen aus und repariert zudem fortlaufend die natürlichen und menschverursachten Schäden. Da sie weitgehend hohl im Stamminneren ist, verlockt dies regelmäßig Kinder zum Hineinklettern und zum Verstecken im höhlenartigen Stammfuß.</p>
<p>Offizieller Baumeigentümer sind nicht wie vielleicht zu erwarten die Gasthofbetreiber, sondern ist ein &#8222;Spital- und Spendenfond Überlingen&#8220;, welcher durch den Überlinger Oberbürgermeister vertreten wird. Alle 3 genannten Beteiligten: Gasthofbetreiber, Stadt und Stiftung sind enorm engagiert, den Baum zu pflegen, zu sichern und zu schützen und befürworten die jetzt erfolgenden Schutzmaßnahmen.</p>
<p>Im Umfeld der Linde gibt es einen sehr attraktiven Mischwald, welcher sich den steilen Hang hinauf- und herunter erstreckt. Ich habe dort an den Wegen sofort über 30 Baumarten gefunden, darunter auch etliche seltene. Und nicht weit von der Burkhartlinde (etwa 1,5 km entfernt in nördlicher Richtung) gibt es hier noch ein weiteres berühmtes Baum-Highlight: die Hildegard-Lärche im Wald, mit fast 46 m Höhe und über 5 m Stammumfang eine der höchsten und dicksten Lärchen Deutschlands. Sie ist sogar im Navi eingetragen, ansonsten GPS: 47.816427, 9.090517.</p>
<p>Für die Betreiberfamilie des Gasthofes ist die Burkhartlinde ein kostbares Familienmitglied: sie achten ihn sehr, sind begeistert von der jetzt erfolgenden Ehrung und haben großes Interesse, ihn zu schützen, da sie schon länger mit Sorge die Beschädigung des Baumes sehen.</p>
<p>Das &#8222;Gasthaus Haldenhof&#8220; war ursprünglich seit 1440 der Wirtschaftshof zur nahen Burg Hohenfels, heute ist es (seit Mitte des 19. Jahrhunderts) ein beliebtes Ausflugsziel wegen der phantastischen und bis über 50 km weiten Aussicht auf und über den Bodensee mit Alpenpanorama im Hintergrund, sowie mit attraktiver regionaler Küche.</p>
<p>Etwas unerwartet ist der lange Anfahrtsweg von Überlingen: über Nesselwangen sind es 11 km (keine direkte Abfahrt von der B 31n, wie man nach Navi-Karte denken könnte!). Oder man wählt den lohnenden, wenn auch etwas mühsamen Aufstieg zu Fuß von Sipplingen (2 km, dauert 40-50 min je nach Aufstiegs-Kondition) oder 8 km von Überlingen.</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_6  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_6_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240320_115539.jpg" title="imposanter Anblick bei der Ankunft: vorne rechts die Burkhartlinde und im Hintergrund das Bodensee-Panorama">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240320_115539-400x284.jpg" alt="Burkhartlinde am Haldenhof: imposanter Anblick bei der Ankunft: vorne rechts die Burkhartlinde und im Hintergrund das Bodensee-Panorama" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240320_115539.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240320_115539-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3026" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_6_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240424_091452.jpg" title="Baum mit Wohlfühl-Umgebung: hier möchte man Stunden verweilen, um den Baum, den Bodensee-Ausblick und die regionale Küche zu genießen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-IMG_20240424_091539.jpg" title="&quot;Senior mit Macken&quot;: offener Stamm der Linde mit Zeichen eines sehr, sehr harten Lebens, auch heute noch (Trittschäden an den Wurzeln)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-IMG_20240424_091539-400x284.jpg" alt="Burkhartlinde am Haldenhof: &quot;Senior mit Macken&quot;: offener Stamm der Linde mit Zeichen eines sehr, sehr harten Lebens, auch heute noch (Trittschäden an den Wurzeln)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-IMG_20240424_091539.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-IMG_20240424_091539-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3028" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/04-IMG_20240424_094857.jpg" title="von unterseits: turbulenter offener Stamm mit hohlem Stammfuß">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/05-IMG_20240424_092020.jpg" title="beeindruckende Höhle unter dem Stammfuß: sehr deutliche Zeichen eines ehemaligen Vorgängerbaumes und von Hangerosion">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/06-IMG_20240424_092324.jpg" title="Die Linde krallt sich in den Hang, was bei ihrem Schiefstand sehr anstrengend sein muss">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/07-IMG_20240424_092911.jpg" title="absolutes Highlight zum &quot;Abhängen&quot;: der Aussichtspunkt mit Liegestühlen und grandiosem Blick (unten die Uferstadt Sipplingen)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/08-IMG_20240320_114459.jpg" title="…und dann ab und zu das spektakuläre Alpenpanorama, Mitte links der Überlinger Uferbogen am Stadtrand mit Uferpark">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/burkhartlinde-am-haldenhof-ueberlingen-am-bodensee-baden-wuerttemberg/">Burkhartlinde am Haldenhof (Überlingen am Bodensee), Baden-Württemberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Hohler Baum (Burglinde) am Schloss Homberg (Ohm), Hessen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/hohler-baum-burglinde-am-schloss-homberg-ohm-hessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2024 15:33:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hohler-baum-burglinde-am-schloss-homberg-ohm-hessen/">Hohler Baum (Burglinde) am Schloss Homberg (Ohm), Hessen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia plyatyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">links vor dem Eingang zum Schloss: am Ende vom Sträßchen &#8222;An der Schlossmauer&#8220; auf einer kleinen Erhöhung mit dahinter befindlichen historischen Gräbern vor der Schlossmauer; Stadt Homberg (Ohm), Vogelsbergkreis, Oberhessen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 750 Jahre (600-800 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">9,40 m in 1,2 m Stammhöhe (Taille, gemessen Jan. 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 22 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 50.727726, O 8.999552</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">20. April 2024<span> </span><span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/04/21/ausrufung-der-schlosslinde-hohler-baum-homberg-ohm-hessen-bei-bester-stimmung/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_7">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/50.728/9.001" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_30  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Man kann den Baum nicht verfehlen, es empfiehlt sich aber bei Anreise mit dem Auto unbedingt, das Fahrzeug schon in der Unterstadt abzustellen, da im Ort die Parkplätze sehr begrenzt sind und man sonst auch das Erleben des Erwanderns durch die wunderhübsche kleine Fachwerkstadt mit sehr engen Sträßchen verpassen würde. Denn dabei hat man so viel Schönes anzusehen, wodurch das Schlendern durchaus eine halbe Stunde dauern kann und darf – mit schnelleren Schritten, und ohne rechts und links zu schauen, braucht es 10 min für den Aufstieg bis zum Schloss und zur Linde. Von dort oben hat man einen phantastischen Ausblick über das Städtchen und rundherum in die traumhafte Landschaft mit dem Ohmtal. Damit wird sogar der &#8222;Aufstieg&#8220; belohnt – und DANN steht dort ja dieser Linden-Methusalem!</p>
<p>Man sieht sofort, warum die Linde im Ort schon lange einfach nur Hohler Baum genannt wird: sie ist so hohl, dass sogar &#8222;Nachwächterführungen&#8220; dort angeboten werden, wobei aus dem Baum eine Stimme spricht und dies bei Kindern (und Erwachsenen ebenso) natürlich enorm Eindruck macht. Zudem gehört zum Baumbesuch seit langer Zeit dazu, dass man durch den Baum hindurchgeht, da er einen Ein- und Ausgang sowie im Inneren einen Rundgang hat. Der Baumbesuch ist bei Kita-Gruppen, Schulklassen und Stadtführungen fest im Programm verankert. Mir war erst nicht ganz wohl bei dieser Vorstellung und wir haben diskutiert, wie man nun damit umgeht. Aber es bleibt nur, auf Rücksicht zu hoffen, die bei Baumliebhabern ja meist doch gut entwickelt ist.</p>
<p>Der Hohle Baum ist also eine Linde, bei der es nicht nur um Fakten und Baumverstehen geht, sondern ausdrücklich auch Emotionen zugelassen sind. Sicher spielt für diese Besonderheit zudem der Wuchsort eine Rolle: er steht so exponiert dort oben kurz unter dem Himmel, dass man wirklich an Elfen, Baumgeister und Zauberer glauben möchte – genießen Sie es!</p>
<p>Vor etwa 100 Jahren ist die komplette Krone der Hohlen Linde in 6 m Höhe bei einem Gewittersturm abgebrochen –  daher muss man an diesem Baumveteran nun noch mehr bewundern, was so eine alte Linde alles &#8222;wegstecken&#8220; kann. Bis vor einigen Jahren war das Burggelände in Privatbesitz und ein Besuch am und im Schloss nicht möglich. Seit 2012 ist aber alles im Eigentum der Stadt und nun öffentlich zugänglich, und ein Förderverein &#8218;Schlosspatrioten&#8216; setzt sich für die Erhaltung des Schlosses ein, organisiert kulturelle Veranstaltungen und kümmert sich intensiv um Recherchen zur Schloss-, Linden- und Stadt-Historie.</p>
<p>Nach ausgiebigem Erlebnisgenuss mit allen Sinnen incl. Laufen möglichst ohne Schuhe im Baum (&#8222;Baumbaden&#8220; nennt sich das heutzutage) erwartet Sie dann im Schloss noch ein uriges kleines Schlosscafé (Öffnungszeiten checken: meist am Sonntag-Nachmittag). Und wenn Sie dann gestärkt sind oder das Café geschlossen hat, sehen Sie sich noch die zweite alte Linde an: in(!) der Schlossmauer oberhalb – dieser Baum ist tatsächlich eine Winter-Linde. Sie ist ziemlich genau 400 Jahre alt, da sie auf dem Gewölbe eines historischen Wasserbehälters steht, der beurkundet vor 400 Jahren gebaut wurde, und sie hat einen beeindruckenden Stammumfang von über 7,50 m (schwierig messbar wegen der Mauer…). Mit ihrem noch höher gelegenen und im Boden felsigen, daher eigentlich noch trockeneren Standort als bei der Hohlen Linde wäre sie mit ihrer Stammstärke als Winter-Linde an anderen Wuchsorten schon viel älter (da Winter-Linden langsamer wachsen und kleiner bleiben als Sommer-Linden), aber sie steht auf dem gemauerten Wasserbehälter für die Burg und hat garantiert seit 350 Jahren ihre Wurzeln darin und ist deshalb sogar schneller gewachsen als die Hohle Linde.</p>
<p>Es wurde und wird hier also mal wieder nicht langweilig bei den Baum-Recherchen! Und es gibt dort sicher noch viel mehr zu entdecken und zu erleben…</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_23">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_31  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_7  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_7_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20231129_111329-ps.jpg" title="der Hohle Baum am Schloss, rechts hinter der Linde ist der Eingang in der Schlossmauer zu sehen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20231129_111329-ps-400x284.jpg" alt="Burglinde am Schloss Homberg (Ohm): der Hohle Baum am Schloss, rechts hinter der Linde ist der Eingang in der Schlossmauer zu sehen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20231129_111329-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20231129_111329-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2899" />
					<span class="et_overlay et_pb_inline_icon" data-icon="U"></span>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20231129_112141.jpg" title="mächtige Stammskulptur des Naturdenkmals mit fast 800 Jahren Lebensgeschichte…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20240221_170623-ps.jpg" title="…mit herrlichem Blick auf das Städtchen unterhalb">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/04-IMG_20231129_111750-ps.jpg" title="ungewöhnlich: tiefster Winter beim Baumbesuch im Herbst">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/05-IMG_20240221_170506.jpg" title="der Hohle Baum mit Ein- und Ausgang – möglichst nur ohne Schuhe hineinlaufen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/06-IMG_20240221_165829-ps2.jpg" title="die seit 1925 nach dem Abbruch vollständig regenerierte gewaltige Krone">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/07-2022-12-18_ps-HAUMANN.jpg" title="Burglinde in nochmals anderer traumhafter Winterstimmung (Foto: MARKUS HAUMANN)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/08-IMG_20231129_113549.jpg" title="oberhalb am Schloss in der Schlossmauer: die etwa 400-jährige Winter-Linde (mit ihren Wurzeln im Wasserbehälter, auf dem sie steht)">
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		<item>
		<title>Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2023 06:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/">Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gemeinde Wessobrunn (etwa 15 km südwestlich vom Ammersee; Landkreis Weilheim-Schongau, Oberbayern); im Ort nicht zu verfehlen, da von überall ausgeschildert: in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klostergelände; östlich vom Rathaus und Kloster, von wo ein ausgeschildeter Fußweg hinführt (5 min); oder über die Straße Tassiloweg zu erreichen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700-900 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension und -strukturen)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">14,15 m in 0,9 m Stammhöhe (Taille, gemessen Feb. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 17 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.875806, O 11.029992</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">14. Oktober 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/10/15/30-ausrufung-der-tassilolinde-wessobrunn-bayern-als-kroenender-abschluss-der-saison-2023/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_8">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/47.8762/11.0308" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_34  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die überall geschilderte schöne Legende über die angebliche Entstehung der Tassilolinde vor 1270 Jahren mit dem Traum von Herzog Tassilo III. (sog. &#8222;Klostergründungslegende&#8220;) erspare ich mir hier, da sie frei erfunden ist, wenn auch eine interessante Geschichte. Umso weitreichender wird die Diskussion über das &#8222;legendäre&#8220; Alter dieser Linde geführt – die seriösen Angaben schwanken von 400 bis 900 Jahren. Eine längere intensive Analyse der Stammstrukturen hat mich zu dem Ergebnis gebracht: ihr Alter kann maximal 700-900 Jahre sein, ich wähle davon den Mittelwert 800 Jahre als wahrscheinlichste Angabe. Denn es gibt einen Teil des heutigen Stammes (auf seiner hangabwärts orientierten Seite), der noch urtümlichste Strukturen aufweist: Knollen, Verwirbelungen, Vermischung von jungen bis sehr alten Innenwurzeln, sowie noch einen Teil des ursprünglichen äußeren Stammmantels. Da dieser deutlich aus dem Boden herausragt und also nicht zur Wurzel gehört, schätze ich ihn als Überbleibsel des Original-Stammes und auf die genannte Altersspanne ein. Alle weiteren heutigen Stämmlinge des &#8222;Stammringes&#8220; sind viel spätere Wiederaustriebe aus der Wurzel seit etwa 300 Jahren bis heute. So spannend war eine Stammanalyse selten, und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Denn dieses Alter passt auch zum Umfang des heutigen Baumes von über 14 m.</p>
<p>Hinzu kommt nun, dass es nicht eine Winter-Linde ist (wie fast überall beschrieben), sondern in allen 7 Merkmalen eindeutig eine Sommer-Linde:</p>
<ul>
<li>Früchte mit 5 Rippen, weshalb sie sich nicht zerdrücken lassen;</li>
<li>3-4 Früchte im Blüten-/Fruchtstand (nie über 5);</li>
<li>behaarte diesjährige Jahrestriebe;</li>
<li>behaarte Blattstiele;</li>
<li>unterseits in den Hauptseitennerven-Winkeln zahlreiche helle Achselbärte;</li>
<li>Blätter unterseits deutlich behaart und rein grün (nicht blaugrün);</li>
<li>Blattgröße meist über 10 cm, bis 15 cm.</li>
</ul>
<p>Für eine Sommer-Linde ist ein Alter von über 800 Jahren und der aktuelle Stammumfang von über 14 m ohne Probleme erreichbar. Dies wäre bei Winter-Linden schwierig(er), da sie deutlich langsamer wachsen und kleiner bleiben als &#8222;ihre große Schwester&#8220;.</p>
<p>In der Historie des Klosters Wessobrunn wären zu dieser Alterseinschätzung folgende Ereignisse passend (aus www.klosterwessobrunn.de): &#8222;<em>Mit dem Ende des Nonnenklosters und durch eine gewaltige Brandkatastrophe um 1220, die Kloster und Kirche bis auf die Grundmauern vernichtete, setzte eine neue und lang anhaltende Bauperiode ein. Das neue Münster konnte jedoch erst 1285 vollendet werden.</em>&#8220; Somit könnte die Linde im Zuge der Baufortschritte im 13. Jahrhundert gepflanzt worden sein, z.B. zur Vollendung des Münsters 1285. Dann wäre sie 740 Jahre alt, was auch sehr gut zu o.g. Ausführungen zur Alterseinschätzung passen würde. Erklärungsbedürftig bleibt allerdings der Pflanzort: warum wurde sie dann nicht direkt im Klostergelände gepflanzt?</p>
<p>Die Tassilolinde ist seit 1980 Naturdenkmal. Landkreis und Freistaat Bayern (Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt) kommen in vorbildlicher Weise ihrer Verantwortung fur den Erhalt dieses Baumveteranen nach. Sie übernehmen gemeinsam mit der Gemeinde diese Aufgabe einschließlich der Finanzierung der Erhaltungsmaßnahmen. Für den Erhalt und Schutz der Tassilolinde Wessobrunn ist ihre geschützte Lage am Steilhang und die Weitsicht aller bisherigen Eigentümer bzw. Bürgermeister von Bedeutung.</p>
<p>Allerdings haben zu viele Baumfreunde in den letzten Jahren die Tassilolinde aufgesucht, daher musste ihr Umfeld in diesem Jahr umfassend neu gestaltet werden: Der Weg zum Baum wurde verlegt, und der Zutritt unter die Krone ist nun nicht mehr gestattet, um Wurzel- und Stammschäden zu vermeiden. Dies wird auch von den allermeisten Besuchern akzeptiert und hat schon positive Auswirkungen. Auch die Ausrufungsfeier wird natürlich danach ausgerichtet, denn alle wollen, dass dieser Baum ein Alter von 1000 Jahren erreicht. Gemeinde, Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt und der Landkreis sind mächtig stolz auf diesen Veteran, der nun also geadelt wird.</p>
<p>Damit ist auch dieser 30. Baum mit unterschriebener Vereinbarung in der Ehrengarde angekommen, und daher geht gerade ein neues Buch zu den ersten 30 Nationalerbe-Bäumen in Druck und wird im Oktober erscheinen, worin auch die Tassilolinde schon mit enthalten ist. Das Buch ist dann wieder kostenlos als pdf von unserer Website herunterzuladen.</p>
<p>Und noch ein Baum-Highlight ganz in der Nähe sollten Sie mit ansehen, falls Sie die Tassilolinde besuchen: den Paterzeller Eibenwald. Er ist ebenfalls deutschlandweit unter vielen Bauminteressierten bekannt aufgrund seiner besonderen Bestandesstruktur mit über 1000 alten und mittelalten Eiben. Diese wachsen sehenswert in einem von Wasserläufen durchzogenen Waldstück bei Paterzell und machen mit ihrer rötlichen Rinde und den dunkelgrünen Kronen mächtig Eindruck. Der Eibenwald ist etwa 5 km von der Tassilolinde entfernt, sehr gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_26">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_35  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_8  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_8_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230426_122818.jpg" title="Tassilolinde vom Hauptzuweg kommend im April 2023">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230726_085610.jpg" title="…und im Juli, mit neu angelegtem Weg und Absperrbereichen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230726_091925-ps.jpg" title="monumentale Baumgestalt (von unterhalb)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230426_123202.jpg" title="Stammskulptur (von Südwest) mit aufregenden Strukturen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230726_091400.jpg" title="junge Innenwurzeln im Stamminneren eines älteren Wiederaustriebs">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230426_123351.jpg" title="der urtümlichste Stammbereich (großer Stammbereich links vom alten Wiederaustrieb rechts vorne mit Innenwurzeln)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/08-20230726_090509.jpg" title="Teil des originalen Ursprungsstammes mit &quot;wilden&quot; Strukturen und jungen bis alten Innenwurzeln">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/">Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2022 09:26:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/">Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 572.844px;">im Dorf Collm, Ortsteil der Gemeinde Wermsdorf (Landkreis Nordsachsen), direkt an der Kirche auf dem Kirchanger am Dorfplatz/Kirchberg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 800 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.844px; height: 23px;">11,05 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Okt. 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">N 51.302758, O 13.018747</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">22. Okt. 2022 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/10/23/ernennung-der-collmer-linde-nordsachsen-mit-kirchengelaeut-eroeffnet/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_9">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/51.3038/13.0191" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_38  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im kleinen Dorf Collm am Fuße des gleichnamigen Berges (312 m ü. NN) in der Nähe von Oschatz gibt es ein Naturdenkmal, welches kaum ein Wanderer links liegen lässt. Es ist die sog. „1000-jährige Linde von Collm“. Direkt vor der kleinen romanischen Kirche überspannt die noch immer majestätische Krone dieser Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>) den südlichen Teil des Friedhofs. Schon wieder ein angeblich tausendjähriger Methusalem, mag so manch einer fragen. Und die Bedenken sind berechtigt. Schon seit 200 Jahren wird sie als „Tausendjährige Linde“ bezeichnet, wofür es aber keine eindeutigen Belege gibt. Bereits 1185 soll sich eine Linde in Chulmice, wie das Dorf damals hieß, befunden haben, als hier nachweislich am Collmberg erstmalig das Landding (Landthing) stattfand, die höchste Gerichtsversammlung des Meißener Landes. Der Markgraf von Meißen kam bis 1259 hierher (nachgewiesen sind 15-mal), um mit den wichtigsten Personen des Landes über Landkäufe, Schenkungen, familiäre Bindungen, Straftaten und ähnliches zu verhandeln. Bei der ersten Versammlung wurden, so die Überlieferung, die Grenzen des 1170 gegründeten Klosters Altzella festgelegt.</p>
<p>Ein Grund, warum die Landdinge gerade in Collm veranstaltet wurden, war möglicherweise die unmittelbare Lage am Collmberg, da diese Landmarke von überall weither sichtbar war und auch ohne Landkarte oder die heute verfügbaren Navigationsgeräte nicht zu verfehlen ist. Im Mittelalter fanden diese Gerichte häufig im Schutz eines Baumes statt, bestand doch die Pflicht, das Gericht unter freiem Himmel abzuhalten. Die zum Schutz der Gerichtsstätten gepflanzten Einzelbäume oder Baumgruppen waren der Häufigkeit nach Linden, Ulmen, Eichen, Fichten und Eschen. Es dominierte die Linde, welcher der Aberglaube besondere vielfältige u. starke magische Wirkungen zuschrieb. So sollte man unter der Linde am sichersten vor Blitzschlag geschützt sein. Für die Wahl der Linde zum Gerichtsbaum schlechthin waren sicher auch ihr hoher Wuchs, ihr rasches Wachstum, ihre lange Lebensdauer und ihr dichtes Blätterdach bestimmend. Dass Landdinge wirklich unter der Collmer Linde stattfanden, ist nicht nachgewiesen und eher unwahrscheinlich. Man geht heute davon aus, dass der in Frage kommende Ort das erst vor einigen Jahren archäologisch erforschte Schloss Osterland sein könnte, ein Ruinenkomplex in der Nähe von Collm.</p>
<p>Belegt ist, dass die örtlichen Gerichtsherren später die Linde als Pranger benutzten. Ein Eisenring wurde dem „Verbrecher“ um den Hals gelegt, und ein Zettel beschrieb seine Verfehlungen. Noch bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war das Halseisen an der Linde vorhanden. So hat sie zumindest einen Großteil der Ortsgeschichte „miterlebt“, unter anderem die Saujagden des Kurfürsten August II. (des Starken), der diese alljährlich am Collmberg abhielt.</p>
<p>Nach heutigen Erkenntnissen ist die Linde auf ein Alter von ca. 800 Jahren einzuschätzen. Damit ist sie immer noch einer der ältesten Bäume in Sachsen. Obwohl sich der Baum schon lange in der sog. Baumveteranphase befindet, sind seine Ausmaße noch beachtlich. Die Höhenangaben schwankten in den letzten Jahrzehnten zwischen 32 m und 15 m, da die Krone mehrmals zurückgenommen wurde, um deren Auseinanderbrechen zu verhindern. Dabei war der Neuaustrieb des Baumes immer wieder vital, und so hat die heute sichtbare Krone aus kräftigen Sekundärstämmen eine Höhe von ca. 25 m. 1926 und 1953 wurden Ausmauerungsarbeiten mit Bruchsteinen und Beton durchgeführt, um das sich auflösende Kernholz zu ersetzen. Im Jahre 1942 erfolgte eine „Sanierung“ des Baumes, indem u.a. der Wurzelboden aufgelockert wurde. Da man heute weiß, dass Ausmauerungen die Vitalität hohler Baumstämme eher negativ beeinflussen, wurden diese im Jahr 1992 größtenteils entnommen und die Baumkrone noch einmal fachmännisch saniert. Der ursprüngliche Stamm wird mittlerweile durch etliche Innenwurzeln unterstützt. Besonders Linden sind dafür bekannt, in alten und hohlen Baumstämmen neue, sekundäre Wurzeln und Stämme hervorzubringen, die nicht nur für eine verbesserte Stabilität sorgen, sondern zunehmend auch die Versorgung der Krone mit Wasser und Nährstoffen übernehmen.</p>
<p>Der seit dem 17.8.1949 unter Naturschutz gestellte Baum hat heute einen Stammumfang von 11,05 m. Schon Ende des 19. Jahrhunderts, als 10 m gemessen wurden, nutzte man seine imposante Gestalt zum Werbeträger als Vorläufer für das, was wir heute als Crowdfunding bezeichnen würden. 1877 wurde durch die Königliche Kircheninspektion eine Erlaubnis erteilt, an der Collmer Linde eine Sammelbüchse anzubringen. Die Erträgnisse der Lindenbüchse wurden hauptsächlich zur Verschönerung des Gotteshauses verwendet. Schon in jener Zeit war der Baum zusammen mit dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Gasthof auch ein beliebtes Postkarten-Motiv.</p>
<p>Das Naturdenkmal ist nicht nur ein Ziel für Wanderer. Der Baum bietet heute Langohrfledermäusen und vielen Insekten, insbesondere Käfern ein Zuhause. Ein beeindruckendes Erlebnis ist es, wenn sich zur Zeit der Lindenblüte tausende Hummeln und Bienen einfinden, um hier ihren Nektarhunger zu stillen.</p>
<p><em>Text zuvor: aus dem Kalender &#8222;Starke Bäume 2021&#8220; (Verlag Quelle &amp; Meyer, Wiebelsheim), September-Blatt von Hans-Roland Müller (geringfügig verändert, gekürzt und aktualisiert)</em></p>
<p>Der Baum soll nach dem Laubfall intensiv begutachtet werden (dann kann man besser die gesamte Krone durchchecken) und darauf aufbauend wird entschieden, wie stark man ihn einkürzen kann und muss, um sein Auseinanderbrechen zu verhindern. Teile der Kronensicherungen müssen erneuert werden – die Maßnahmen sollen im Spätwinter kurz vor dem Austreiben erfolgen, damit der Baum dann zeitnah auf die Eingriffe reagieren kann. Damit haben wir bei Linden sehr gute Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Es handelt sich um einen Baum, der ohne Probleme 1000 Jahre alt werden kann, wenn man sich dauerhaft behutsam um ihn kümmert. Das möchte die Dt. Dendrologische Gesellschaft nun befördern und stellt dafür Sondermittel zur Verfügung.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_9_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1.jpg" title="der monumentale Stamm – eine Skulptur sondergleichen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: der monumentale Stamm – eine Skulptur sondergleichen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2215" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1.jpg" title="der Drang der Linde nach oben ist unübersehbar, fast wie auf Stelzen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: der Drang der Linde nach oben ist unübersehbar, fast wie auf Stelzen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2216" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20210825_103836-ps.jpg" title="aus jeder Perspektive neue Ein- und Ausblicke, mit kaum noch unterscheidbaren Rindenwülsten und Innenwurzeln">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20210825_103836-ps-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: aus jeder Perspektive neue Ein- und Ausblicke, mit kaum noch unterscheidbaren Rindenwülsten und Innenwurzeln" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20210825_103836-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20210825_103836-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2217" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/04-P2222234-ps1.jpg" title="Erläuterungstafel am Baum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/05-20220519_150341.jpg" title="das Tharandter TU-Forstbotanik-Team auf Dienstreise am Baum im Mai 2022">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/05-20220519_150341-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: das Tharandter TU-Forstbotanik-Team auf Dienstreise am Baum im Mai 2022" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/05-20220519_150341.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/05-20220519_150341-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2219" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/06-20220519_144704.jpg" title="Spezialisten der Forstbotanik und Informatik hurtig bei der Arbeit: Bauminspektion und -vermessung">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/06-20220519_144704-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: Spezialisten der Forstbotanik und Informatik hurtig bei der Arbeit: Bauminspektion und -vermessung" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/06-20220519_144704.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/06-20220519_144704-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2220" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/07-P7223106.jpg" title="ein System von Stammresten, Innenwurzeln, Überwallungsbogen und Ständer-Neuaustrieben aus 8 Jahrhunderten">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/08-20210825_103622.jpg" title="dieser Ast hat es sich dann doch noch &quot;anders überlegt&quot;, wie er das Loch in der Krone nutzen kann">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/">Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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