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	<title>Berlin-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Berlin-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Große Flatter-Ulme im Treptower Park (Bundeshauptstadt Berlin)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/grosse-flatter-ulme-im-treptower-park-bundeshauptstadt-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 18:57:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/grosse-flatter-ulme-im-treptower-park-bundeshauptstadt-berlin/">Große Flatter-Ulme im Treptower Park (Bundeshauptstadt Berlin)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Große Flatter-Ulme im Treptower Park (Bundeshauptstadt Berlin)</strong></h1>
<h1></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Flatter-Ulme (<em>Ulmus laevis</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick: von S-Bahn Station Treptower Park am südlichen Spreeufer etwa 750 m auf dem Promenadenweg an den Schiffsanlegern vorbei gehen, dann nochmal etwa 150 m weiter steht der große Baum unübersehbar unmittelbar rechts am Promenadenweg; mit Pkw vom Parkplatz Rosengarten direkt an die Spree-Uferpromenade laufen, dort 150 m rechts / östlich von den Schiffsanlegern; Bundesland: Stadtstaat Berlin</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 250 Jahre (200-300)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">6,35 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen April 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.491303, O 13.471320</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">25. September 2025 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/09/27/eine-ganz-besondere-hauptstadt-ausrufung-der-grossen-flatter-ulme-im-edlen-ambiente-an-der-spree/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es gibt in Berlin zwar viele Bäume, Parkanlagen, waldartige Baumbestände und Gärten, aber richtig alte Bäume sind verständlich durch die jahrhundertelange menschliche Flächennutzung selten geworden. Für unsere Zwecke sollen sie möglichst über 400 Jahre alt sein – das schafft diese Ulme zwar noch nicht, sie stammt aber aus einer Zeit lange vor der Parkgründung vor 150 Jahren und hat den erforderlichen Mindest-Stammumfang von 4 m bereits deutlich überschritten.</p>
<p>Der Stamm ist eine Augenweide, und dafür sollte man sich schonmal 15 Minuten Zeit gönnen (vom vorbeiführenden Weg): so sieht ein Kraftprotz von Ulme aus! Und dann am besten auf die benachbarte große Wiese gehen und den Baum mit seiner Riesenkrone von dort bestaunen, in diesem wunderschönen Park-Ambiente am Spreeufer. An Sommertagen ist dies eine der Lieblingswiesen unzähliger Freiluftgenießer und in der Nähe gibt es viel Interessantes entlang der Promenaden-&#8222;Flaniermeile&#8220; (vom S-Bahnhof Treptower Park aus etwa 2 km nach Osten am Spreeufer): z.B. Restaurants/Imbisse/Cafés/Biergärten, die Schiffsanleger für Rundfahrten, Themengärten und Kunst/Skulpturen im Treptower Park, ein riesiger &#8222;Weltspielplatz&#8220; sowie die Insel der Jugend.</p>
<p>Diese Ulme trinkt mit ihren Wurzeln das Spreewasser aus 1,5 – 2 m Tiefe und hat dementsprechend eine relativ gleichmäßige Jahrringentwicklung, wie man an einer Ulmen-Stammscheibe in der Nähe sehen konnte. Daraus lässt sich gut ein ungefähres Alter unserer Kandidatin herleiten, wobei hier der Doppelstamm zu berücksichtigen ist und man nicht einfach den Stammumfang des Baumes heranziehen darf.</p>
<p>Sie ist eine der 10 stärksten und ältesten Bäume Berlins, im Osten Berlins unter den ersten 5. Die Auszeichnung der Ulme als Nationalerbe-Baum wird am Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick als große Anerkennung des enormen dortigen Engagements für ein gesundes, artenreiches und beeindruckendes Stadtgrün verstanden, und genauso ist es auch von uns gemeint: macht bitte weiter so! Und das soll jetzt bald an der Ulme gefeiert werden, mit spannenden Ehrengästen: am 25. September 2025 nachmittags ist ihre Ausrufung als Nationalerbe-Baum vorgesehen.</p>
<p>Flatter-Ulmen sind zum Glück kaum von der Holländischen Ulmenkrankheit betroffen, dem sog. Ulmensterben – weshalb diese Bezeichnung auch nicht pauschal auf alle Ulmen zutrifft. Besonders betroffen ist davon vor allem die Feld-Ulme, und sie ist dadurch tatsächlich extrem selten geworden. Die Flatter-Ulme hingegen kann man wieder bzw. weiterhin bedenkenlos sogar als Stadt- und Straßenbaum empfehlen, sie kommt nicht nur mit den dortigen Stressverhältnissen gut zurecht, sondern eben auch mit der Krankheit, meist sogar besser als Züchtungen von sog. Resista-Ulmen.</p>
<p>Flatter-Ulmen heißen so, weil ihre Blüten (und später dann entsprechend die Früchte) lang gestielt sind und daher im Wind flattern. Zudem sind ihre Hauptseitennerven der Blätter in der vorderen Blatthälfte ungegabelt – im Gegensatz zu den beiden Schwesternarten Feld- und Berg-Ulme mit ihren gegabelten Blatt-Seitennerven.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250406_103634.jpeg" title="Wenn man ankommt, sieht man schon von weitem die riesige Ulme alles überragen.">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250406_103715.jpeg" title="mit ihrer gewaltigen Krone, typisch Flatter-Ulme (wenn&#039;s ihr gut geht)">
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			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/grosse-flatter-ulme-im-treptower-park-bundeshauptstadt-berlin/">Große Flatter-Ulme im Treptower Park (Bundeshauptstadt Berlin)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
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		<title>&#8222;Dicke Marie&#8220;, Berlin-Tegel</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-marie-berlin-tegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 09:40:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-marie-berlin-tegel/">&#8222;Dicke Marie&#8220;, Berlin-Tegel</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>&#8222;Dicke Marie&#8220; (Berlin-Tegel)</strong></h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>Berliner Forsten, im Forstamt Tegel, Revierförsterei Tegelsee, nahe Schloss Tegel, 100 m entfernt vom Schwarzen Weg Nr. 1 (Restauration Waldhütte), 50 m von nördlicher Seespitze Große Malche</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>500-600 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>6,10 m (gemessen 12.2020 in 1,5 m Stammhöhe), 6,72 m in 1,3 m Höhe</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>ca. 15-16 m</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 52.593599, O 13.264860</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>09. Juli 2021 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2021/07/11/stiel-eiche-dicke-marie-in-berlin-tegel-als-nationalerbe-baum-ausgerufen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#16/52.5933/13.2651"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Etwas versteckt, abseits der Wege, steht diese alte Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>) im Nordwesten Berlins, im Forstamt Tegel nahe dem Schlosspark Tegel und dem nordöstlichsten Zipfel des Tegeler Sees, der sogenannten Großen Malche. Als ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ist die Eiche auf zahlreichen historischen Ansichtskarten dieser Zeit abgebildet als „Historische Eiche Dicke Marie“.</p>
<p>Diese Stiel-Eiche im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tegeler_Forst" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tegeler Forst</a> ist ein Baum-<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naturdenkmal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Naturdenkmal</a> im Ortsteil <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Tegel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tegel</a> des Berliner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Reinickendorf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bezirks Reinickendorf</a> und einer der ältesten und dicksten Bäume der Stadt. Ihren Namen hat die &#8222;Dicke Marie&#8220; – so heißt es – von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, die unweit im Tegeler Schloss aufwuchsen und Gefallen an der alten Eiche gefunden hatten. Sie sollen den Baum nach ihrer Köchin Marie benannt haben, die &#8222;wohlbeleibt&#8220; gewesen sein soll und damit dem auffälligen &#8222;Hüftpolster&#8220; der Eiche entsprochen haben könnte. Dieser Interpretation möchte ich jetzt hier nichts hinzufügen, obwohl ich einige Fragen und Vorschläge dazu hätte…</p>
<p>Auf alten Postkarten ist sie als Solitär direkt neben einem breiten Fußweg und freistehend an einer Wiesenfläche zu sehen. Aufwuchs in ihrer unmittelbaren Umgebung und die daraus resultierende Beschattung über die letzten Jahrzehnte haben nachfolgend zu einem Absterben der Äste im unteren Kronenbereich geführt. Mit ihrer nunmehr deutlich reduzierten Krone über dem mächtigen walzenförmigen Stamm hat es die Eiche schwer, genügend Licht für die Photosynthese und Zuckerproduktion zu erhalten. Man darf sie jetzt aber auch nicht plötzlich freistellen. Dies muss behutsam erfolgen, sonst würde sie das übelnehmen.</p>
<p>Aufgrund des beuligen Stammes mit seiner wulstigen Verdickung im unteren Stammbereich ist der exakte Stammumfang nur etwas ungewöhnlich ermittelbar. Knapp oberhalb des verdickten Stammsockels in 1,5 m Höhe beträgt der aktuelle Umfang 6,10 m. Der jährliche Zuwachs ist gering, er wurde in genannter Stammhöhe für die letzten 10 Jahre mit lediglich 5 cm ermittelt. In 1,3 m Höhe beträgt der Umfang 6,72 m.<span style="text-decoration: line-through;"></span></p>
<p>Über das Alter der Dicken Marie gibt es viele Aussagen, 350 Jahre (Wikipedia) oder über 800 Jahre (Tafel am Baum) Jahre soll sie alt sein oder auch tausendjährig nach verschiedenen Angaben in Büchern und im Internet. Die letzten beiden Altersangaben können ganz sicher nicht zutreffen. Der besondere knorrige Habitus zeigt allerdings, dass ihr Alter höher ist, als wenn man ihn nur nach ihrem Stammdurchmesser einschätzt. Die Krone war sicher früher lange Zeit viel größer, als der Baum freistehend aufgewachsen ist, das bezeugen die sehr dicken unteren (z.T. toten) Äste. In einer alten Quelle aus dem Jahr 1906, einem Entwurf für ein Forstbotanisches Merkbuch der Provinz Brandenburg, ist diese Eiche bereits erwähnt. Dort heißt es: <em>„Im Jag 74 am Wiesenrande im Vorland des Tegeler Sees an dem zum Tegeler Schloßpark aus Jag 75 führenden Wege als Grenzbaum der Forstdienstwiese und der Tegeler Schloßwiese steht eine Steineiche, die „Dicke Marie“. 5,25 m Umfang und 10 m Höhe, Krone vom Sturm gebrochen. Der Stamm bildet aus jungen Zweigen eine neue Krone. Wird auf 500 Jahre geschätzt, weil bei einer 1890 vom Sturm gefällten benachbarten Eiche von gleicher Stärke 470 Jahresringe gezählt wurden.“ </em>Wenn man diese Angabe auf heute umrechnet, könnte sie etwa 600 Jahre alt sein, was ziemlich gut mit unserer Einschätzung auf 500-600 Jahre übereinstimmt. Genauer kann man es nicht eingrenzen.</p>
<p>Historische Umfangangaben sind immer kritisch zu hinterfragen: Wir wissen nicht, wie sorgfältig der seinerzeit Messende vorging, in welcher Höhe des Stammes er exakt gemessen hat, an welcher Stelle des Stammes er die Messhöhe ermittelt hat. Nimmt man den damaligen Stammumfang (5,25 m) und unterstellt die seinerzeit übliche Messhöhe (1 m), dann beträgt der Unterschied zum heutigen Umfang (6,72 m) in derselben Höhe 1,47 m. Auf die gesamte Lebenszeit bezogen ergäbe sich somit ein Alter von etwa 500 Jahren. Hierbei muss beachtet werden, dass der Baum vor dem Verlust seiner Krone vor etwa 115 Jahren wohl eher stärker gewachsen ist, seit diesem Verlust aber einen extrem geringen Zuwachs haben dürfte. Zusammengefasst ist daher eher von einem deutlich geringeren Zuwachs seit damaliger Zeit auszugehen, und so kommt man dann letztendlich zu einem Alter von etwa 600 Jahren.</p>
<p>Auch wirken sich die standörtlichen Verhältnisse auf engstem Raum stark aus. Sie sind hier am Fuße einer Düne aus Feinsand im Übergangsbereich zu einer Flugsandfläche zwar grundsätzlich nährstoffarm, aber wenige Meter Abstand können mehr Grundwassernähe oder -ferne bedeuten. Heute befindet sich in etwa 10 m Entfernung eine feuchte Senke, welche die Eiche seit langer Zeit mit ihren Wurzeln erreicht haben dürfte. Zudem ist der See Große Malche nur 50 m entfernt – der Grundwasserstand ist somit an der Eiche mit etwa 2 m unter Flur anzusetzen, ein ziemlich optimaler Zustand. Daher dürften ihr die Trockenjahre 2018-20 auch nicht viel ausgemacht haben.</p>
<p>Die historische Quelle weist auch auf die Funktion dieser Eiche hin. Sie war darin als Landmarke ein Grenzbaum, vermutlich ebenso die Humboldteiche am Tegeler Schloss (400 m östlich der Dicken Marie). Die Grenze trennte die Gemarkungen Tegel und Heiligensee.</p>
<p>Die Dicke Marie wurde bereits 1987 erster Baum einer Sammelteller-Serie &#8222;Uralte Riesen&#8220; der bekannten Tirschenreuth Porzellan-Manufaktur über besondere, alte Bäume damals West-Deutschlands, was die große Bedeutung und Bekanntheit der Eiche seit langer Zeit sehr deutlich macht. Es handelt sich um eine Tellerserie mit 8 Bäumen, angestoßen von Prof. Hans Joachim Fröhlich mit seiner Initiative &#8222;Alte liebenswerte Bäume&#8220;. Der Schmuckteller zeigt ein sehr schönes Bild des Baumes aus früheren Zeiten, das tatsächlich genau diesen Baum darstellt: man findet noch alle Starkäste des heutigen Baumes auf dem Bild von 1986.</p>
<p>Auf Wikipedia heißt es: &#8222;Ihr sehr flaches, helles Rindenbild spricht für ein noch relativ junges Alter – die Borke älterer Eichen ist im Gegensatz sehr dunkel und tief zerfurcht, was bei der Dicken Marie nicht der Fall ist.&#8220; Diese gelegentlich zu hörende Einschätzung ist irreführend, denn das Borkebild hängt u.a. von genetischen Faktoren und der Zuwachsgeschwindigkeit des Baumes ab, welche bei diesem Baum aber seit 50 Jahren sehr gering ist, so dass das Borkebild dadurch &#8222;verfälscht&#8220; wird. Eine wirklich genaue Altersbestimmung durch eine Kernbohrung ist nicht mehr hilfreich, da das Stamminnere mit Sicherheit zu großem Anteil faul und hohl ist, also im Inneren des Stammes keine Jahresringe aus dem frühen Baumleben mehr zu erkennen sind.</p>
<p>Die Eiche produziert mit ihrer kleinen Krone nur eine geringe Anzahl von Eicheln, die schnell von Wildschweinen gefressen und von Besuchern gesammelt werden, so dass kaum welche zur Keimung gelangen.</p>
<p>An diesem Baum sollen nun aufgrund seiner dafür günstigen Umfeldbedingungen möglichst wenig oder keine Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden, sondern wir wollen ihn in Würde altern lassen, um zu zeigen wie dieser Prozess ohne Eingriffe verläuft. Daher darf der Standraum des Baumes auch nicht betreten werden, denn es können jederzeit Äste herunterfallen. Die Zukunftserwartung für diese Eiche ist völlig offen: es können noch 50, aber auch 500 Jahre sein – wir werden sehen, bzw. wohl eher unsere Nachkommen, denn wir sind zuversichtlich, dass er 1000 Jahre schafft. Wir haben ihn jedenfalls nun auf diese Bahn gebracht. Man muss nur immer wieder das Wachstum umstehender Bäume zurücknehmen, damit die Dicke Marie nicht einwächst und zu stark beschattet wird.</p>
<p>Bei der Dicken Marie handelt es sich um den ersten Forstbaum unter unseren Nationalerbe-Bäumen! Er steht unter Regie der Berliner Forsten im Forstamt Tegel und ist daher etwas ganz Besonderes. Uralte Forstbäume sind so selten infolge Beschattung und Konkurrenz durch jüngere Nachbarbäume und wegen der dafür notwendigen Sensibilität der Forstpraktiker über Jahrhunderte, was nicht immer gegeben ist. Hier sind die jetzigen Tegeler Forstleute beeindruckend engagiert und motiviert, das ist eine große Freude.</p>
<p><em>Text: nach Andreas Gomolka im DDG-Kalender Starke Bäume 2017, verändert und ergänzt</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes und Erneuerung seiner Abgrenzung zum Verhindern seines Betretens</li>
<li>Zurücknahme (Astentnahmen oder -Einkürzungen/Beseitigen) umstehender Bedrängerbäume, welche die Eiche zu sehr beschattet/eingeklemmt haben</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_1  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-1.jpg" title="Alter Riese mit kleiner Krone">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-1-400x284.jpg" alt="Dicke Marie: Alter Riese mit kleiner Krone" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1454" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-2.jpg" title="Im Bestand">
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-3.jpg" title="Mit &quot;Hüftpolster&quot;">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_3"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-4.jpg" title="Nähe zum See Große Malche">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-5.jpg" title="Urtümliche Gestalt">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_5"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Dicke_Marie-6.jpg" title="Tafel am Baum Dez. 2020">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_6"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
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