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	<title>Trauben-Eiche-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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		<title>Hohne-Eiche im Nationalpark Harz (Sachsen-Anhalt)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2025 08:46:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hohne-eiche-im-nationalpark-harz-sachsen-anhalt/">Hohne-Eiche im Nationalpark Harz (Sachsen-Anhalt)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Hohne-Eiche im Nationalpark Harz (Sachsen-Anhalt)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Trauben-Eiche (<em>Quercus petraea</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">ca. 350 m nordwestlich vom Bahnhof Drei Annen Hohne der Harzer Schmalspurbahnen bzw. Harzquerbahn, etwa 8 km östlich vom Brocken; vom Bahnhof oder von den Parkplätzen in Bahnhofsnähe 150 m dem leicht ansteigenden Hauptweg Richtung Westen bis zum Wegeabzweig an der Brücke folgen und über den ausgeschilderten Löwenzahn-Entdeckerpfad zur Eiche gehen, dann sieht man den sehr besonderen Altbaum schon von Weitem; Landkreis Harz, Bundesland Sachsen-Anhalt</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 500 Jahre (400-600, gefundene Angaben reichen von 350 bis 700 Jahre)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">5,10 m in 1,5 m Stammhöhe (über großer Stammknolle gemessen im Feb. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 13 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 51.771679, O 10.723526</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">26. Juni 2025 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/08/16/wunderschoene-bedingungen-und-stimmung-zur-ausrufung-der-oberharzer-hohne-eiche-im-nationalpark-harz-sachsen-anhalt/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Endlich kommt nun mal wieder eine Trauben-Eiche zum Zuge: denn dies ist erst die zweite unter den Nationalerbe-Bäumen, da sich 80% der gemeldeten und überprüften Trauben- als Stiel-Eichen herausgestellt haben. Diese Trauben-Eiche im Ostharz hat aber alle Merkmale, die sie typischerweise aufweisen sollen:</p>
<ul>
<li>Blattstiellängen über 1 cm,</li>
<li>keine Seitennerven in die Buchten zwischen den Blattlappen (wie bei Stiel-Eichen),</li>
<li>die Hauptnerven auf der Blattunterseite behaart</li>
<li>und die Früchte ungestielt.</li>
</ul>
<p>Zudem ist sie ein Traum von Eiche: ihr wilder Stamm und ihre wilde Krone mit allen Zerfallsstadien, Beulen, Rissen und Gesichtern sowie ein großer abgebrochener Ast unter dem Baum liegend. Damit und mit ihrem hohen Alter ist sie absolut nationalparkwürdig und Lebensraum für unzählige Käfer- und weitere Insektenarten, Vögel, Kleinsäuger, Flechten, Moose und mehr. Für die forstliche Nutzung wäre sie damit unattraktiv, konnte stattdessen aber ihren Charakter lebenslang enorm entwickeln, was zur Ausdrucksstärke ihrer einmaligen Gestalt geführt hat. Nehmen Sie sich unbedingt genügend Zeit, um das in Ruhe zu erfassen, zu genießen und wirken zu lassen.</p>
<p>Von verschiedenen Stellen dort oben hat man einen großartigen Blick über den Ostharz, und in der Umgebung gibt es etliche attraktive Harzstädtchen, (Ski-)Wandergebiete, Mountainbike-Touren – mit reißenden Bächen, Felskuppen und Talsperren in ausgedehnten Waldgebieten. Nicht weit vom Baum (etwa 500 m entfernt und ausgeschildert) befindet sich das Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit seinen vielfältigen Angeboten für Naturentdecker und einem hinreißend rustikalen Café, wo man wunderbar auftanken, interessante Snacks probieren und plaudern kann.</p>
<p>Hier oben kommt es häufiger vor, dass mal richtig wildes Wetter herrscht mit Sturmböen und waagerechten Regenschauern, im Winter meterhohe Schneeverwehungen – allerdings deutlich abgeschwächt durch den in Hauptwindrichtung westlich vorgelagerten Brocken mit 1.141 m Höhe. Bis dorthin hoch hinauf fährt die Harzer Dampflok-Schmalspurbahn vom Bahnhof bei der Eiche, und man kann dann wieder bergab zur Bahnstation Drei Annen Hohne zurücklaufen (sind etwa 10 km). Ich habe mir bei meiner zweiten Anreise absichtlich die Dampflokfahrt von Wernigerode bis Drei Annen Hohne gegönnt – man kann sogar von Nordhausen und auch von Quedlinburg (mit Umsteigen) bis dorthin fahren. Es lohnt sich unbedingt und ist ein Highlight der Anreise zum Baum. Das Deutschlandticket gilt auf allen Strecken der Harzer Schmalspurbahnen! (ausgenommen von Drei Annen Hohne hoch zum Brocken)</p>
<p>Die Hohne-Eiche ist ein beeindruckender Solitär auf einer großen Wiese und sehr gelungen in Szene gesetzt durch eine kreisförmige Eingrenzung mit Rundholzzaun, der nicht übertreten werden soll zum Schutz des Baumes und auch seiner Besucherinnen und Besucher. Diese Uralteiche ist einer der kostbarsten Bäume des Nationalparks, nun nochmals aufgewertet durch unsere Ernennung zum Nationalerbe-Baum. In Nationalparks herrscht grundsätzlich das Motto &#8222;Natur Natur sein lassen&#8220;, d.h. die Bäume können und sollen auf einem großen Teil der Fläche wachsen, leben und sterben &#8222;wie sie wollen&#8220;. Man kann dort also spannende natürliche Abläufe studieren. Der Nationalpark Harz gehört im westlichen Teil zu Niedersachsen, im östlichen Teil mit der Eiche zu Sachsen-Anhalt.</p>
<p>Wir freuen uns über das großartige und weitsichtige Engagement der Harzer Nationalparkleitung mit ihrem kompetenten Team und wünschen der Eiche und dem Nationalpark weiterhin eine gute und ebenso erfolgreiche Zukunftsentwicklung! Dies ist inzwischen unser zweiter Nationalparkbaum: der andere ist eine Weiß-Tanne im NP Bayerischer Wald bei Zwiesel (Bayern).</p>
<p>Nicht weit von hier gibt es noch einen weiteren sehr sehenswerten Uraltbaum: den mit fast 8 m Stammumfang zweitstärksten Berg-Ahorn Deutschlands in der Siedlung Eggeröder Brunnen (am Weiher unterhalb beim östlichen Ende der Siedlung, öffentlich zugänglich) – er lohnt unbedingt die 11 km (= 15 min) Fahrt über Elbingerode dorthin, Sie werden staunen.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/05/Gross-01-IMG_20241127_111305-ps.jpeg" title="wenn man ankommt vom Bahnhof oder Parkplatz: ein enorm beeindruckender Uraltbaum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/05/Gross-02-IMG_20241127_111152-ps.jpeg" title="die imposante Trauben-Eiche mit wilder und zerzauster Krone">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/05/Gross-06-IMG_20241127_111835.jpeg" title="der Stamm hohl und an einer Seite offen: wie es sich für alte Eichen gehört">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/05/Gross-07-IMG_20250129_124942-ps.jpeg" title="besonders beeindruckend die Szenerie bei wildem Wetter">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/05/Gross-08-Postkarte-ps1.jpeg" title="Zustand der Eiche vor ca. 100 Jahren (Foto-Postkarte von etwa 1920, Privatbesitz)">
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		<title>Königseiche (im Kammerwald bei Roth an der Our, Rheinland-Pfalz)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/koenigseiche-im-kammerwald-bei-roth-an-der-our-rheinland-pfalz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 08:40:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/koenigseiche-im-kammerwald-bei-roth-an-der-our-rheinland-pfalz/">Königseiche (im Kammerwald bei Roth an der Our, Rheinland-Pfalz)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Königseiche (im Kammerwald bei Roth an der Our, Rheinland-Pfalz)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.854px;">Trauben-Eiche (<em>Quercus petraea</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 572.854px;">bei Schloss Roth in Roth an der Our (Lkr. Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz), ca. 2 km nördlich des Parkplatzes an der Johanniterstraße vor Abzweig von der B 50 unmittelbar vor der luxemburgischen Grenze, an einem Waldweg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.854px;">ca. 360 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.854px; height: 23px;">5,05 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen März 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.854px;">ca. 38 m (gemessen)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.854px;">N 49. 939017, O 6.229221</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.854px;">25. Juni 2022 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/06/26/die-koenigseiche-im-kammerwald-rh-pfalz-ist-ausgerufen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/49.9394/6.2310" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nur wenige Meter von der luxemburgischen Grenze entfernt steht die stärkste Eiche der südwestlichen Eifel, die Königseiche. Königlich sieht sie tatsächlich aus, denn sie reckt sich einstämmig etwa 38 m in die Höhe. Sie überragt damit die benachbarten Bäume, starke Douglasien, Buchen und Eichen, um einige Meter. Um sie zu schützen, wurde vor vielen Jahren ein Blitzableiter an den Stamm montiert. Bemerkenswert ist, dass es sich um eine Trauben-Eiche (<em>Quercus petraea</em>) handelt, von der nur wenige so starke Exemplare in Deutschland bekannt sind.</p>
<p>Die Königseiche wird im Moselfränkischen, der Sprache Luxemburgs und Teilen der Südwesteifel, „Moaderkoos“ genannt – Moader bedeutet Mutter, Koos ist der alte keltische Name für Eiche, der auch heute noch hier und da gebräuchlich ist und sich in einigen Ortsnamen auf beiden Seiten der Grenze wiederfindet. Sie steht nur wenige Meter von luxemburgischem Gebiet entfernt im Staatsforst Kammerwald. Die Eiche hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – gekeimt um 1650, wuchs sie noch in den Spanischen Niederlanden auf. Bald wurde das Gebiet Frankreich zugeschlagen, um kurz darauf den Österreichischen Niederlanden anzugehören. Von 1795 bis 1814 schließlich herrschte Napoleon, der Kammerwald wurde Bestandteil des Département des Forêts. Erst der Wiener Kongress 1815 machte Luxemburg nominell zu einem selbstständigen Großherzogtum. Gleichzeitig wurden Teile der Eifel zu Preußen geschlagen; auch der Kammerwald gelangte unter preußische Herrschaft. Eine Sondersituation setze nach dem 2. Weltkrieg ein: Roth und der Kammerwald gelangten als Reparation wieder zu Luxemburg; erst 1959 wurde der Status aufgehoben, seitdem gehört das Gebiet zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Diese wechselhafte Geschichte ist symptomatisch für die hiesigen Grenzgebiete – die Königseiche ist Zeugin dieser für uns kaum noch nachvollziehbaren Gebietswechsel. Fast wäre die Königseiche noch heute eine Luxemburgerin – denn die Bundesrepublik Deutschland hat das Gebiet des Kammerwaldes für 58,3 Millionen DM zurück gekauft. Eine damals wie heute stolze Summe, aber es waren Reparationszahlungen, die damit vergolten wurden.</p>
<p>In der Nähe der Königseiche stehen alte Douglasien. Sie sind um die 120 Jahre alt und weisen stolze Stammumfänge und Höhen aus. Der umgebende Wald ist jünger. Erst nach Rückkauf des Gebiets durch die Bundesrepublik wurden die stark zerschossenen alten Buchen- und Eichenbestände abgeholzt und vielfach mit Douglasien aufgeforstet, die nun um die 60 Jahre alt sind. An der unmittelbaren Grenze zu Luxemburg sind sehr viele alte Bunkeranlagen zu sehen – sie waren Teil des „Westwalls“, einer in den späten 1930er Jahren erbauten Verteidigungslinie von Bunkern, die im Abstand von wenigen Hundert Metern stehen. Nach Ende des II. Weltkriegs sind sie gesprengt worden, doch noch überall sichtbar.</p>
<p>Wer die Königseiche besuchen möchte, parkt sein Auto am besten in der Nähe des „Schlosses“ Roth auf der jenseitigen Straßenseite der B 50, unmittelbar vor der luxemburgischen Grenze. Das Schloss Roth war ab 1220 bis zur Auflösung des Ordens 1314 eine Komturei der Templer. Der Templerorden fungierte im Mittelalter als eine Art Sparkasse, in diesem Fall für die mächtigen Grafen von Vianden, deren Burg nur wenige Kilometer entfernt steht. Neben dem Gebäude befindet sich die auf romanische Ursprünge zurückgehende kleine Kirche St. Peter, vor der eine wohl 600-700 Jahre alte Wilibrodus-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>) steht; bemerkenswert ist zudem das sogenannte „Rother Männchen“, eine naive, um 1100 geschaffene Christusdarstellung an der Außenfassade der Kirche, die als eine der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten der Eifel gilt. Der Weiler Roth thront über der alten Burgstadt Vianden, einst Sitz der mächtigen Grafen von Vianden. Der in weiten Teilen erhaltene mittelalterliche Ort und das Schloss sind ebenfalls sehr sehenswert. Herrliche Wanderwege beiderseits der Grenze erschließen die Region.</p>
<p>Die Königseiche wird von den Forstleuten als stärkste Eiche der Westeifel bezeichnet; nach einer Tafel, die vor Jahren nahe der Eiche angebracht wurde, soll sie „30 Festmeter bestes Nutzholz“ liefern können. Doch gefällt wird sie deshalb nicht, denn sie ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Das zuständige Forstamt hat einen Holzzaun errichtet, mit dem die Umgebung der Eiche abgesperrt ist, um den Zugang zu unterbinden – zu groß wäre bei Sturm die Gefahr eines Astbruches. Starke Trauben-Eichen, die sich von der Stiel-Eiche (<em>Q. robur</em>) durch ungestielte Eicheln und gestielte Blätter unterscheidet, gibt es seltener als starke Stiel-Eichen. Auch deshalb ist die „Moaderkoos“ von Roth an der Our ein bemerkenswerter Baum.</p>
<p><em>Text: </em><em>Eike Jablonski, Kruchten (aktualisierte Fassung aus dem Buch &#8222;Die starken Bäume Deutschlands&#8220;, Quelle &amp; Meyer Verlag Wiebelsheim 2020) </em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/05/01-Koenigseiche-190822-ps-JABLONSKI.jpg" title="prächtiger, 38m hoher Solitär im Wald mit riesiger Krone (Foto: E. JABLONSKI)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/05/02-IMG_1248-ps-JABLONSKI.jpg" title="beim Austreiben im Mai 2022 (Foto: E. JABLONSKI)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/05/07-20220304_163933.jpg" title="Baum mit Blitzableiter, da er den Bestand überragt">
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