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	<title>Brandenburg-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Brandenburg-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 07:47:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/">Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming)</strong><strong>, </strong><strong>Brandenburg</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">vor dem Alten Schloss Baruth/Mark am Schlossplatz, gegenüber vom Haus Hauptstraße 68 auf einer großen Wiese unmittelbar vorm Schloss; auf dem 50 m-Weg vom Parkplatz an der Hauptstraße zum Schloss läuft man unweigerlich auf die Eibe zu; sie steht auf einer kleinen Erhebung links des Weges (es sind nicht die Eiben rechts vorm Schloss gemeint)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 350 Jahre (teils Wiederaustrieb einer etwa 150-jährigen Vorgängereibe, hergeleitet aus Baumgestalt, Standort und Schloss-Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">4,20 m in 0,6 m Stammhöhe (Taille oberhalb der Wurzelanläufe, gemessen August 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 8 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.051085, O 13.505814</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">10. April 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/04/12/toller-auftakt-der-ausrufungs-saison-2026-mit-der-schlosseibe-in-baruth-mark-brandenburg/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_0">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das nette Städtchen Baruth in der sog. Mark Brandenburg hat einige Sehenswürdigkeiten, aber die Schlosseibe war bisher noch weitgehend unbekannt geblieben. Eine Beschreibung in der Baum-Zeitschrift &#8218;Der Eibenfreund&#8216; (Jahrgang 2022, Download über Google möglich) vom Dendrologen und Baumkenner Andreas Gomolka hatte mich auf sie aufmerksam gemacht, und ich hatte diese Eibe seitdem in &#8222;Wartestellung&#8220;. Denn er schrieb in seinem Artikel über bemerkenswerte Eiben in Brandenburg (S. 59): &#8222;Diese Eibe habe ich aufgenommen, weil ich sie außergewöhnlich schön finde.&#8220; Der Satz hat es mir damals beim Lesen angetan.</p>
<p>Und als ich im Juli 2025 auf einer Baum-Suchtour durch die südliche Mark Brandenburg dort vorbeikam, stand sie mit weiteren 5 Kandidaten im Programm und dann seitdem als Kandidat für unsere Nationalerbe-Bäume in dieser Region fest. Bereits kurz danach kam ein Ortstermin beim Bürgermeister der Stadt zustande, und er hatte zur Besprechung schon den unterschriebenen Vertrag vorbereitet (so liebe ich das!). Denn er war so überwältigt von unserem Vorhaben und die Stadt empfindet es als große Ehre, dass wir ihre Eibe ausgewählt haben.</p>
<p>So haben wir dabei auch gleich über die Ausrufungsfeier und schöne Details zu ihrem Ablauf im Frühjahr 2026 gesprochen, wofür ggf. bei schlechtem Wetter oder auch sonst für einen Teil der Zeremonie sogar das Schloss zur Verfügung stehen wird. Rundherum um die beiden Schlösser gibt es einen sehenswerten romantischen Landschaftspark (angelegt 1828) mit vielen weiteren beeindruckenden Baumsolitären. Es macht Freude, dort herumzuspazieren und seltene Baumarten zu suchen (z.B. Scharlach-Eiche und Sumpfzypresse) sowie die wunderschönen Ausblicke in die Auenlandschaft zu genießen.</p>
<p>Einige andere Eiben um das Schloss sind bereits Naturdenkmale, aber unauffällig mit dünneren Stämmen und ohne besondere Erscheinungsform, wie sie bei der Schlosseibe ausgeprägt ist.</p>
<p>Diese Eibe ist in Teilen der Wiederaustrieb eines Vorgängerbaumes, was man an ihren vielen Stämm(ch)en, dem gewaltigen Stammsockel und der darüber tief angesetzten Krone erkennt. Daher ist eine Altersschätzung hier schwierig, aber die Vorgängereibe dürfte aufgrund ihres Stammumfanges (der noch grob erkennbar ist) etwa 150 Jahre alt gewesen sein, als sie aus unbekannten Gründen abbrach oder abgesägt wurde. Die heutigen Wiederaustriebe danach sind wohl an die 200 Jahre alt. So landet man zusammen bei etwa 350 Jahren, was erstaunlich gut dem Zeitpunkt der Schlossausbau-Fertigstellung um 1670 nahekommt. Der Vorgängerbaum könnte also damals gepflanzt worden sein – eine schöne Vorstellung, aber leider durch nichts zu beweisen. Immerhin gibt es ältere Bilder vom Schlossplatz, z.B. ein Luftbild von 1938 (im historischen Stadtinventar), wo die heutige Schlosseibe schon als großer alter Baum zu erkennen ist.</p>
<p><span>Allerdings könnte die Vorgängergeschichte der Eibe auch schon bis zur Burg-Fertigstellung im 13. Jahrhundert zurückreichen (mit ggf. 2 Vorgängerbäumen!). Oder wesentlich kürzer sein, denn bei all den vielen Baumaßnahmen, die auf dem Gelände des Alten Schlosses und am Schloss selbst Jahrhunderte lang erfolgt waren, könnte die Eibe (bzw. ihr Vorgänger) auch im Weg gestanden haben und deshalb abgesägt worden sein. Es sei denn, ihr Wuchsort war schon seit damals ein heiliger Ort. Es ist also viel Spielraum für ihre Entstehungsgeschichte, und wer dazu noch etwas mehr weiß oder herausfindet, bitten wir sehr um Mitteilung oder Hinweise (z.B. auch noch ältere Bilder).</span></p>
<p>Da sich die Eibe auf einer kleinen, aber deutlichen Erhöhung befindet, macht dies den Eindruck einer absichtlichen Pflanzung zu einem bestimmten Anlass mit langfristigem Zweck (was auch für eine längere Baum-Lebensgeschichte spricht als nur die der heute vorhandenen Wiederaustriebe).</p>
<p>Die Taille des wulstigen Stammes befindet sich in 0,6 m Stammhöhe, darüber teilt er sich in zahlreiche Stämmlinge auf. Der dadurch kurze imposante Stamm mit noch erhaltenen Teilen vom Ursprungsbaum ist aber absolut prägend für den Baum und seine Wirkung wie bei etlichen Methusalem-Eiben in England mit einem Alter von dort 1000 und mehr Jahren.</p>
<p>Bis vor 10 Jahren wurde diese Eibe gar nicht beachtet, da sie einfach – wie bei vielen älteren Eiben typisch – ein grüner &#8222;Busch&#8220; war mit rundherum tief herabhängenden immergrünen Ästen, die 365 Tage des Jahres den Stamm verdeckten. Erst durch ein erfolgtes Freischneiden der Unterkronenäste vor 10 Jahren trat ihr sensationeller Stamm dann in Erscheinung, was nun regelmäßig durch Entfernen der unteren Zweige erhalten bleiben soll. Dies ist für den Baum absolut unproblematisch, da sich diese Äste im tiefsten Schatten der darüber vorhandenen großen Krone befinden und daher vom Baum nur mit Mühe am Leben erhalten werden können. Evtl. verbrauchen sie sogar mehr Zucker als sie dort im Tiefschatten jährlich selbst produzieren können.</p>
<p>Es handelt sich hier übrigens um eine weibliche Eibe, denn die Blütengeschlechter kommen bei Eiben nur auf verschiedenen Bäumen vor. Diese Eibe produziert also jedes Jahr rote Samen mit einer fleischigen Hülle, aus der man sogar Marmelade herstellen kann (die allerdings nicht schmeckt und viel Arbeit macht). Und Vorsicht: dabei muss man unbedingt die Kerne herauslösen, da sie wie die Nadeln giftig sind!</p>
<p>Das Alte Schloss Baruth sieht neuer aus als sein Name (da es restauriert und saniert ist), und nicht weit links dahinter am Wiesenende steht das &#8222;Neue Schloss&#8220; (der Name stammt noch aus alter Zeit), welches eher zum Namen Altes Schloss passen würde, da es noch im ursprünglicheren Zustand vor sich &#8222;hinschlummert&#8220;.</p>
<p>Das Alte Schloss Baruth bei unserer Nationalerbe-Eibe wurde auf den Fundamenten einer alten Burganlage aus dem 13. Jahrhundert errichtet. <span>Deren Bodendielen waren noch so gut erhalten, dass sie dendrochronologisch (mit Hilfe ihrer Jahrringabfolge) datiert werden konnten: die Fällung der Bäume dafür war im 13. Jahrhundert erfolgt.</span> Der heutige Bau stammt in seiner Form aus der Zeit um 1670 und wurde von 2009 bis 2013 umfassend saniert. Zuvor waren darin Wohnungen untergebracht, und im darin befindlichen großen Saal wurden Kinofilme gezeigt. Heute ist das Schloss kultureller städtischer Veranstaltungsort und Treffpunkt für besondere Gelegenheiten.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-01-IMG_20250820_123119.jpeg" title="toller Anblick der Schlosseibe, wenn man ankommt (rechts dahinter das Alte Schloss, links hinten das &quot;Neue Schloss&quot;)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-05-IMG_20250820_123319.jpeg" title="Solch ein Stammfuß muss noch zu größeren Teilen vom Vorgängerbaum stammen.">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-06-IMG_20250820_123157.jpeg" title="wilde wulstige Strukturen des Stammes mit gewaltigen Rippen – typisch für alte Eiben">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-08-IMG_20250723_093653-ps.jpeg" title="der attraktive Landschaftspark gleich nahbei mit freien Blickachsen in die Urstromtal-Landschaft">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/">Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 15:43:08 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3344</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/">Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Winter-Linde (<em>Tilia cordata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Stadt Schlieben im gleichnamigen Amt Schlieben, auf dem weithin sichtbaren Weinberg (Langer Berg) an der Kellergasse, für die Anreise eingeben: Martinstraße 29; dort befindet sich die Linde – vom Ortskern aus Norden kommend – auf der Anhöhe über den Weinkellern rechts oberhalb der Straße (in unmittelbarer Nähe führt eine Treppe von der Straße hinauf); Parken unten im Stadtzentrum 200 m entfernt; Elbe-Elster-Kreis, Brandenburg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 425 Jahre (400-450 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Standort und Ortshistorie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,25 m in 1,3 m Stammhöhe (Taille hinter Efeu, gemessen August 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 20 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 51.720563, O 13.384896</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">03. Oktober 2024 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/10/04/ausrufung-der-linde-zwischen-weinkellern-in-schlieben-brandenburg-perfekt-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/51.7200/13.388" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun hat es also endlich wieder mal eine richtig alte und starke Winter-Linde auf&#8217;s &#8222;NEB-Treppchen&#8220; geschafft, etwas versteckt auf einer Anhöhe zwischen anderen Bäumen inmitten eines Areals mit 34 Weinkellern. Dort ragen überall im Gelände aus dem Boden Entlüftungsrohre heraus, damit darunter der Wein und die Keller nicht zu sehr schwitzen – man muss daher beim Herumlaufen etwas aufpassen, um nicht darüber zu stolpern. Zur Beschattung des Bodens hat man damals vor allem Linden über die Keller gepflanzt, wenn nicht schon Bäume dort standen (Kastanien gab es damals noch nicht, die später zur Kühlung von Bierkellern bevorzugt wurden). Meist hat man dafür Sommer-Linden gewählt, da sie schneller wachsen und größere Blätter haben, also besser beschatten. Dies ist dort eine von wenigen Winter-Linden im Gebiet und zugleich auch der älteste Baum noch aus der Zeit der Kelleranlage – interessant: das Areal ist heute auf großen Flächen waldartig bewachsen, mit vielen Wiederaustrieb-Bäumen (vor allem Sommer-Linden, Flatter-Ulmen und Ahorne).</p>
<p>Bei dieser eindrucksvollen Winter-Linde handelt es sich um eine der 5 stärksten von Deutschland, da etliche als Winter-Linden bekannte bei genauer Untersuchung sich dann doch als Sommer- oder Holländische Linden &#8222;entpuppen&#8220;. Sie hat wohl schon einiges mitgemacht und ist ein sehr wertvoller Kandidat für unser Anliegen: das würdige Altern von Baumveteranen zu begleiten und zu fördern. Als ich mit dem Anliegen zur jetzt so neu benannten Weinkeller-Linde als Nationalerbe-Baum bei der Gemeinde anfragte, war man sofort vollkommen begeistert. Das extrem engagierte Amts-Verwaltungsteam hat innerhalb weniger Tage alle von mir erbetenen Informationen zusammengetragen und nach einer extra sofort dafür angesetzten Beratung die Zustimmung mitgeteilt, inclusive unterschriebener Vereinbarung innerhalb nur einer Woche – das ist Rekord! Da kam ich direkt etwas außer Puste, und zudem haben sie auch schon gleich den Ausrufungstermin in 4 Wochen festgelegt, nämlich als Highlight auf dem am Feiertag 3. Oktober stattfindenden Weinkellerfest. Ich bin enorm beeindruckt vom Arbeitstempo in dieser Kleinstadt und dem Enthusiasmus, den man in der Stadt auch woanders spürt – da hatte ich gleich noch ein paar schöne Erlebnisse und habe sogar auf Anhieb einen Bäcker mit leckerer Torte gefunden…</p>
<p>Der Weinanbau dort seit dem 13. Jahrhundert und die Weinkeller-&#8222;Anlage&#8220; seit etwa 500 Jahren im Weinberg ist ein äußerst beeindruckendes Kulturdenkmal, am meisten direkt bei der Linde: dort führt das schmale Sträßchen Martinstraße als Hohlweg über den Weinberg, und rechts und links in der Böschung bzw. der Mauer folgt ein Weinkeller neben dem anderen mit Türen oder Toren zur Straße. Im Internet kann man eindrucksvoll anschauen, was sich dort alles in, bei und an den Kellern abspielt: www.weinbau-schlieben.de. Die Weinlage &#8222;Schliebener Langer Berg&#8220; ist eine von zwei gesetzlich zugelassenen Rebflächen im Land Brandenburg, auf denen hochwertiger Qualitätswein erzeugt wird, der sogar schon Preise erhalten hat. Weinrechtlich gehört der Weinberg zum Bereich Elstertal im Weinbaugebiet Sachsen!</p>
<p>Der Ort hat es in sich: Schlieben im südbrandenburgischen Elbe-Elster-Kreis ist bereits über 1000 Jahre alt und hat 2006 sein 1050-jähriges Bestehen gefeiert. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen (von &#8222;Sliwa&#8220; für Pflaume) und weist auf ein historisch bedeutsames Pflaumenanbaugebiet hin.</p>
<p>Heute ist die Stadt nun als eines der nördlichsten Weinbaugebiete Deutschlands bekannt. Seit 1992 werden hier die Sorten &#8222;Bacchus&#8220; und &#8222;Müller-Thurgau&#8220; auf knapp 2 ha Fläche auf der Südseite des Weinberges angebaut. Besucher können sich beim örtlichen Weinbau-Verein anmelden, um den Weinberg zu besichtigen oder in den restaurierten Weinkellern verschiedene Weinsorten zu verkosten. Die Lagerräume der Weinkeller sind Tonnengewölbe, von denen das längste über 30 m lang ist. In der Tourist-Information im historischen Hofensemble Drandorfhof kann man sich über Veranstaltungen informieren und die Flämingtrachten bestaunen. (<em>dieser</em> <em>Absatz aus Wikipedia, etwas verändert und gekürzt</em>)</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_1  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-01-IMG_20240821_104241.jpeg" title="ein mystischer Baum an einem mystischen Ort, absolut beeindruckend (unten Martinstraße)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-01-IMG_20240821_104241-400x284.jpeg" alt="Weinkeller-Linde Schlieben: ein mystischer Baum an einem mystischen Ort, absolut beeindruckend (unten Martinstraße)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-01-IMG_20240821_104241.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-01-IMG_20240821_104241-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3331" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-02-IMG_20240821_104331.jpeg" title="klasse Erläuterungstafel mit emotionalem und anschaulichem Text zur Linde">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-03-IMG_20240903_123017-ps.jpeg" title="mächtiger Stamm mit großen ursprünglichen Anteilen und zahlreichen Neuaustrieben">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-07-IMG_20240903_123601.jpeg" title="der Hohlweg von Süden in Richtung Stadtkern kommend, rechts ein Weinkeller auf der Höhe">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-10-IMG_20240903_121651-ps.jpeg" title="eindrucksvolle Erläuterungstafel im Ort zum Weinbau, zum Wanderweg und zu den Weinkellern">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-12-IMG_20240903_124105.jpeg" title="ein besonders stark wirkender &#039;Lost Place&#039;: ehemalige Grabanlage in Sukzession über den Weinkellern">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/">Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Drillingseiche Markendorf in Frankfurt (Oder)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/drillingseiche-markendorf-in-frankfurt-oder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 18:19:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/drillingseiche-markendorf-in-frankfurt-oder/">Drillingseiche Markendorf in Frankfurt (Oder)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Drillingseiche Markendorf in Frankfurt (Oder), Brandenburg</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im &#8222;Friedhofspark&#8220; (kleine Parkanlage bzw. ehemaliger Kirchort mit Friedhof) im Ortsteil Markendorf der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder), an der B 87: Müllroser Chaussee/Ecke Wildbahn, kurz vor der südwestlichen Stadtgrenze; unmittelbar bei der Endstation &#8222;Markendorf Ort&#8220; der Straßenbahn-Linie 4 von der Europa-Universität, Stadtmitte und vom Bahnhof kommend</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 600 Jahre (500-700 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension und -strukturen sowie Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">9,00 m in 1,0 m Stammhöhe (Taille, gemessen Aug. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 22 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.294105, O 14.470567</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">12. April 2024 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/04/14/wunderbare-ausrufung-der-drillingseiche-in-frankfurt-oder-mit-der-bundesumweltministerin/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.2942/14.4703" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Diese Eiche ist der stärkste und wohl auch der älteste Baum von Frankfurt (Oder), die Stadt ist mächtig stolz auf ihn. Zudem gehört die Eiche zu den 10 stärksten Bäumen Brandenburgs und zu den 15 stärksten Stiel-Eichen Deutschlands.</p>
<p>Der Name Drillingseiche für den Baum ist durch die Teilung des Hauptstammes in etwa 4 m Höhe in drei Stämmlinge begründet. Diese Stammteilung kam während des Aufwuchses durch Verlust des Wipfels zustande oder (hier zutreffend) erst später durch Beschädigung des Stammes, was zum Ersatz durch drei dominante Wipfeltriebe geführt hat. Dies muss schon sehr lange her sein, da die drei Stämmlinge inzwischen imposante Ausmaße haben: einer hat mittlerweile über einen Meter Durchmesser erreicht. Früher hieß der Baum meist einfach &#8222;Alte Eiche&#8220;, aber davon gibt es viele in Frankfurt (Oder), Brandenburg und Deutschland – Drillingseichen hingegen nur wenige, daher passt dieser neuere Name besser, auch weil er gleich die Besonderheit des Baumes beschreibt.</p>
<p>Der Hauptstamm hat auf der West- und Südostseite (zur Mauer hin) je einen Spalt, und an einem der Stämmlinge erkennt man einen ehemaligen Blitzschaden. Auch durch solch einen Blitzeinschlag vor sehr langer Zeit könnte die Dreizahl von Wipfeltrieben entstanden sein. Die Drillingseiche hat zudem eine sehr beeindruckende Borkestruktur, besonders etwa in Kopfhöhe unter der Stammgabelung auf der Nordseite des Stammes. Dort erkennt man turbulente gewaltige Borkerippen und dazwischen teilweise über 10 cm tiefgehende Borkespalten (Abb. 8) – diese Strukturen müssen mindestens 500 Jahre zur Entwicklung gebraucht haben.  </p>
<p>Man findet in einigen Stämmen der 8 Eichen noch Einschusslöcher und -spuren von Granaten – sie stammen von Kampfhandlungen am Ende des 2. Weltkrieges (vom 16. bis 19. April 1945). Dadurch sehen die Eichen mittlerweile besonders imposant und eindrucksvoll aus. Es führt ein Rundweg im Park an den 8 Eichen entlang, und die dickste dieser Eichen wird im April 2024 als Nationalerbe ausgerufen. Der unmittelbare Zutritt unter den ausgewählten Baum wird durch ein Geländer verhindert, da Äste herunterfallen können.</p>
<p>Jetzt wird es etwas kompliziert: Nach der <strong>Dorfgeschichte</strong> (rekonstruiert von Regionalhistorikerin Hannelore Skirde, mein großer Dank dafür) ist die Siedlung mit <strong>erster Kirche</strong> Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet worden, die erste Erwähnung in einer alten polnischen Urkunde gibt es 1354 als <em>Margrabiow</em> und die erste deutsche urkundliche Erwähnung der Ortschaft ab etwa 1400, damals noch mit anderen mehrmals wechselnden Namen und schließlich seit 1538 als Markendorf. Die bereits <strong>zweite Kirche</strong> hier am Ort ist dann etwa 1405 erbaut worden: das passt perfekt zum hergeleiteten Alter der Drillingseiche mit 600 Jahren. Die 1540 erstmals erwähnte <strong>dritte Kirche</strong> wurde dann im Dreißigjährigen Krieg wiederum zerstört. Die Einweihung der <strong>vierten Kirche</strong> erfolgte 1721, das könnte ein Anhaltspunkt für die Pflanzung der weiteren 7 von den 8 Eichen sein, die deutlich jünger sind. Die ausgewählte Drillingseiche muss aufgrund ihrer Dimensionen also damals schon lange einzeln dort gestanden haben, sie war daher wohl bereits der zweiten Vorgängerkirche zugehörig und zuvor möglicherweise sogar Bestandteil eines mittelalterlichen Gerichts­ortes.</p>
<p>Die Winkelreihe von den 8 alten Eichen wurde als Begrenzung des Kirchhofes um den Friedhof der damals wohl bereits vierten Dorfkirche gepflanzt, unmittelbar südwestlich nahe 5 der 8 Eichen befindet sich noch heute die ehemalige Friedhofsmauer. Auch die letzte Kirche am Ort wurde am Ende des 2. Weltkrieges wieder schwer beschädigt (es stand nur noch der Turm) und dann vor 70 Jahren abgerissen. Ihr Fundament ist noch vorhanden (nämlich genau dort, wo heute in der Parkmitte Robinien wachsen!) und könnte somit auch weiterhin genutzt werden. Es hat dann seit 1955 nochmals ein provisorisches Notkirchlein gegeben – nunmehr die <strong>fünfte Kirche</strong> an der Eiche, die aber 1994 von einem herabfallenden Starkast der Drillingseiche beschädigt und danach auch wieder beseitigt wurde. Insgesamt also eine tragische Geschichte dieses Kirchenortes, aber: die Eiche (mit ihren &#8222;7 Geschwistern&#8220;) hat das alles problemlos seit etwa 600 Jahren überstanden und wird nun geadelt!</p>
<p>Für die deutlich verschiedenen Stammumfänge (von etwa 4,50 m bis 6 m) der 7 später gepflanzten Eichen können sich unterschiedliche Mikrostandorte über die Jahrhunderte als natürliche Ursache ausgewirkt haben: möglicherweise haben einzelne der Eichen Grundwasseranschluss gefunden, wodurch sich ihr Wachstum beschleunigt hat, andere sind im Krieg zu stark beschädigt worden.</p>
<p>Im ostdeutschen Baumarchiv von Andreas Gomolka heißt es (https://www.ostdeutsches-baumarchiv.de): &#8222;<em>Kirche und fast das ganze Dorf wurden bei Kriegshandlungen in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges zerstört, die Kirchenruine später abgerissen. Als lebende Zeitzeugen und Mahnmale ragen die acht Eichen mit ihren zerzausten Gestalten auf dem Friedhof empor. Ihre beschädigten Stämme und Kronen lassen heute noch zahllose Wunden durch Einschüsse und Explosionen erkennen</em>.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_2  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/01-20230809_094330.jpg" title="imposante Stammansicht vom Parkweg aus mit der ehemaligen Friedhofsmauer dahinter">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/01-20230809_094330-400x284.jpg" alt="Drillingseiche Markendorf: imposante Stammansicht vom Parkweg aus mit der ehemaligen Friedhofsmauer dahinter" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/01-20230809_094330.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/01-20230809_094330-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2815" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/02-20230809_101214.jpg" title="mächtiger Stammfuß mit 9 m Umfang an der &quot;Taille&quot;">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/03-20230809_095135.jpg" title="Teilung des Stammes in etwa 3 m Höhe in 3 Stämmlinge">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/03-20230809_095135-400x284.jpg" alt="Drillingseiche Markendorf: Teilung des Stammes in etwa 3 m Höhe in 3 Stämmlinge" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/03-20230809_095135.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/03-20230809_095135-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2817" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/04-20230809_095624.jpg" title="Stammansicht (von Nordwesten) mit eindrucksvollen Strukturen, rechts die Friedhofsmauer">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/04-20230809_095624-400x284.jpg" alt="Drillingseiche Markendorf: Stammansicht (von Nordwesten) mit eindrucksvollen Strukturen, rechts die Friedhofsmauer" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/04-20230809_095624.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/04-20230809_095624-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2818" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/05-20230809_100220-ps.jpg" title="Gesamtansicht des Baumes (vom Weg)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/05-20230809_100220-ps-400x284.jpg" alt="Drillingseiche Markendorf: Gesamtansicht des Baumes (vom Weg)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/05-20230809_100220-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/05-20230809_100220-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2819" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/06-20230809_095742-ps.jpg" title="5 der 8 Eichen im Bild mit Winkel der Friedhofsmauer hinten rechts (Drillingseiche vorne links)">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_6"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/07-20230809_101646.jpg" title="Stammansicht aufwärts mit Blitzschaden am rechten und Einschusswunden am linken Stämmling">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_7"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/08-20230809_101552-ps.jpg" title="Turbulente, gewaltige und sehr tiefe Borkestrukturen deuten auf ein hohes Alter hin">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/08-20230809_101552-ps-400x284.jpg" alt="Drillingseiche Markendorf: Turbulente, gewaltige und sehr tiefe Borkestrukturen deuten auf ein hohes Alter hin" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/08-20230809_101552-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/11/08-20230809_101552-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2822" />
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				</div></div></div><div class="et_pb_gallery_pagination"></div></div><style>@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }</style><style>.et_pb_gallery_2 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img { object-fit: initial !important; }</style>
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			</div>
				
				
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/drillingseiche-markendorf-in-frankfurt-oder/">Drillingseiche Markendorf in Frankfurt (Oder)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2023 18:07:49 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2432</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/">Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</strong></h1></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_3 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div>
			</div>
				
				
				
				
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1200" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526.jpg" alt="Klosterlinde Pehlitzwerder: …die wohl kaum zu toppen ist: Wülste, Beulen, Rippen, Löcher, Risse – es fehlt an nichts" title="…die wohl kaum zu toppen ist: Wülste, Beulen, Rippen, Löcher, Risse – es fehlt an nichts" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526.jpg 1600w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-1280x960.jpg 1280w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-980x735.jpg 980w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1600px, 100vw" class="wp-image-2426" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 192px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Winter-Linde (<em>Tilia cordata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Amt Britz-Chorin-Oderberg, Landkreis Barnim; am Südufer vom Parsteiner See auf der Halbinsel Pehlitzwerder im Campingplatz-Gelände unmittelbar neben der Klosterruine; etwa 20 km nordöstlich von Eberswalde: Fahrt über Chorin nach Pehlitz, an der schmalen Straße &#8222;Am Parsteinsee&#8220; (von Pehlitz nach Parsteinsee) Abzweig zum Campingplatz: Parkplatz vor der Schranke rechts, von dort zu Fuß oder mit Fahrrad immer Zutritt möglich; auf befestigtem Fahrweg ca. 500 m bis zum Erreichen der Campingplatz-Gebäude, dann rechts am Waldrand dem Weg entlang der Wiese oder geradeaus im rechten Bogen dem Hauptweg weiterfolgend bis zur Klosterruine (ausgeschildert und dort ist der Baum nicht zu verfehlen, gleich daneben); Bundesland: Brandenburg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 600 Jahre (500-700)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">7,20 m in 1 m Stammhöhe (Taille, gemessen Feb. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 22 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">N 52.913597, O 14.003360</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">15. April 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/04/16/ausrufung-der-klosterlinde-pehlitzwerder-erfolgreich-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.9159/14.0034" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mehrere Winter-Linden als Kandidaten für Nationalerbe-Bäume stellten sich in den letzten Monaten bei den Vorortterminen der Baumsuche dann als Sommer-Linden heraus, was etwas irritiert – denn so schwierig ist die Unterscheidung beider Baumarten eigentlich nicht (s. Tabelle unten). Daher war es besonders spannend, wie der vom Campingplatz-Pächter gemeldete Baum wohl bei näherem Ansehen aussieht und es war eine wunderbare Überraschung, dass wir hier mit dieser Baumart zum 2. Mal tatsächlich bei einer Winter-Linde fündig geworden sind. Der Baum war auch schon vorher von mehreren angesehenen Dendrologen aus der Forststadt Eberswalde überprüft worden, daher konnte man das auch erwarten.</p>
<p>Das Areal um den Baum ist teilweise waldartig, die frühere Insel wurde Jahrhunderte lang mit Schafen beweidet, so dass sich die ausgewählten geschützten Bäume lange Zeit frei von Konkurrenz wunderbar entwickeln konnten (sog. Hutebäume): z.B. etliche alte Stiel-Eichen, Rot-Buchen, Hainbuchen, Birnbäume und Linden. Daher sind diese Bäume auch eindrucksvolle Zeugen der Kulturgeschichte vor Ort mit all ihren Besonderheiten. Es gibt eine sehr interessant geschriebene und bebilderte Broschüre &#8222;Gespräche mit Bäumen auf dem Pehlitzwerder&#8220; (vom Ökodorf Brodowin e.V. 2022), mit Lageplan und Beschreibung von 23 besonderen Bäumen im Areal des Campingplatzes. <a href="https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1WKZ90keVJ0SNs9HZ2kpar9IEV-es3uSa&amp;ll=52.91454320429903%2C13.999825896792938&amp;z=17" target="_blank" rel="noopener">Auf einer Karte</a> im Internet sind alle besonderen Bäume incl. der Naturdenkmale verortet und benannt.</p>
<p>Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Insel durch einen Dammbau zu einer Halbinsel, auf der sich heute alleine 8 Baum-Naturdenkmale befinden, und der Campingplatz-Betreiber kümmert sich zusammen mit dem Eigentümer Amt Britz-Chorin-Oderberg und dem Landkreis Barnim (UNB) nach Kräften und sehr einfühlsam um diese Baumschätze. Wir freuen uns sehr, dass wir uns daran nun beteiligen können, um die kostbare Winter-Linde in Würde altern zu lassen. Eindrucksvoll ist ihr Zustand 1930 mit einem &#8222;deutlich zarteren Alter&#8220; noch im Freistand auf einer Weidewiese zu erkennen (Foto: S. Hueck, Quelle: Fritz Ebers, Dr. Kurt Nägler, 1920 – Die Geheimnisse des Parsteinsees. Angermünde: Verlag Schimazek).</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_4">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1386" height="870" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1.jpg" alt="" title="Bild1" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1.jpg 1386w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-1280x803.jpg 1280w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-980x615.jpg 980w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-480x301.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1386px, 100vw" class="wp-image-2435" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Wenn Sie diesen Baum das erste Mal sehen, geraten Sie garantiert in langes Staunen, dafür gibt es extra eine Bank. Denn er ist eine Skulptur ohnegleichen, der Stamm erzählt seine extrem aufregende Lebensgeschichte – die wie immer bei der Ausrufung für Laien verständlich vorgestellt wird. Hier möchte man Stunden verbringen und die Kraft des Baumes wirken lassen. Dafür habe ich mir beim ersten Aufsuchen des Baumes viel Zeit genommen. Den Campingplatz mit seinen dendrologischen Kostbarkeiten kenne ich schon seit über 10 Jahren, als 2011 die Elsbeere Baum des Jahres wurde – denn die Elsbeere auf diesem Campingplatz war und ist die dickste von Deutschland! Und ich habe sie damals gesucht und auch sofort gefunden. Man merkt ihr heute (leider) an, dass sie ihr maximales Lebensalter von über 200 Jahren bald erreicht hat.</p>
<p>Der Verein Naturfreunde/Campinggemeinschaft Pehlitzwerder (N/CP) e. V. betreibt den Campingplatz und kümmert sich mit um die Bäume. Man darf daher z.B. nur auf genau zugewiesenen Plätzen zelten, um die Bäume zu schonen. Dadurch sind die Zeltplätze z.T. deutlich voneinander entfernt, und man hat dort beim Camping tagsüber und nachts ein besonders intensives und individuelles Natur- und Baum-Erlebnis. Zudem ist der riesige See mit Badestellen in Sicht- und Hörweite und alles ist so naturbelassen, dass man den Campingbetrieb fast nicht merkt – traumhaft!</p>
<p>Die nahegelegene &#8222;Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#8220; (HNEE) bildet Forstleute und Umweltfachkräfte aus, dort befindet sich auch ein sehr sehenswerter Forstbotanischer Garten mit vielen interessanten Gehölzen, mit dem wir mit unserem Forstbotanischen Garten in Tharandt intensivste Kontakte haben und im ständigen Gedankenaustausch stehen.</p>
<p>Hier noch eine Hilfestellung zur Unterscheidung von Sommer- und Winter-Linde, da es offenbar in der Praxis etliche Verwechslungen gibt:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<th><strong>Winter-Linde</strong></th>
<th><strong>Sommer-Linde</strong></th>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blätter unterseits</strong></td>
<td>in den Nervenwinkeln rostrot-bärtig ± glatt</td>
<td>in den Nervenwinkeln weißbärtig; Nerven hervortretend</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Knospenschuppen</strong></td>
<td>2 (selten 3)</td>
<td>3 (selten 2)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blüten/Früchte je Blütenstand</strong></td>
<td>5 bis 12</td>
<td>2 bis 5</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Reife Früchte</strong></td>
<td>glatt, zerdrückbar</td>
<td>mit Längsrippen, steinhart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Jahrestriebe &amp; Blattstiele</strong></td>
<td>kahl</td>
<td>behaart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Austrieb, Blüte</strong></td>
<td>später (Ende Juni/Anfang Juli)</td>
<td>zwei Wochen früher</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ansprüche</strong></td>
<td>geringer</td>
<td>höher</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230208_125408.jpg" title="Ansicht von der Ruine (vorne rechts im Bild) und Wiese: ein phänomenaler Gesamteindruck der Winter-Linde">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/03-20230208_135953.jpg" title="…mit einer eindrucksvollen Stammskulptur">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526.jpg" title="…die wohl kaum zu toppen ist: Wülste, Beulen, Rippen, Löcher, Risse – es fehlt an nichts">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/05-20230208_123357.jpg" title="große Stammöffnungen von vor langer Zeit abgebrochenen riesigen Ästen – darin ein phantastischer Lebensraum!">
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			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/">Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alte Ulme in Gülitz</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/alte-ulme-in-guelitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 17:48:18 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=1224</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/alte-ulme-in-guelitz/">Alte Ulme in Gülitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Alte Ulme in Gülitz (Landkreis Prignitz, Brandenburg)</strong></h2></div>
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			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Flatter-Ulme (<i>Ulmus laevis</i>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>auf dem Anger hinter der Kirche im Dorf Gülitz; Lkr. Prignitz, Brandenburg</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>400-500 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>10,07 m (gemessen 08.2020 in 1,3 m Stammhöhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>22 m (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 53.202130, O 11.968667</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td><span>21. Mai 2022  (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/05/22/alte-ulme-in-guelitz-brandenburg-ist-nun-offiziell-ausgerufen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_4">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#15/53.2019/11.9700"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_18  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Auf dem Rad durch die Weite und Stille der Prignitz, weit nordwestlich von Berlin: stets ein ganz besonderes Erlebnis. Sanfte in sich ruhende Landschaften, abgelegen und einsam, verführen und entführen. Alte Alleen mit ihren dichten Laubdächern, geleiten und begleiten den Radwanderer. Und doch steht hier, verborgen wie behütet, einer der spektakulärsten Baumschätze Deutschlands, die Gülitzer Ulme, mit etwa 10 m Umfang und einem Alter von ungefähr 400-500 Jahren ein wahrer Methusalem.</p>
<p>Die Flatter-Ulme in Gülitz ist die stärkste Ulme Europas, vielleicht auch der ganzen Welt und einer der stärksten Bäume Deutschlands, und doch weist bisher kein Schild den Weg hierher. Sie steht ganz hinten im Dorf, auf dem Anger direkt bei der Kirche – ehemals befand sich hier der alte Friedhof, aber Gräber findet man heute keine mehr. Einige Steine der nicht mehr vorhandenen Friedhofsmauer hat die Ulme sich unter ihre knorrigen, weit anlaufenden Wurzeln und in den hohlen Stamm einverleibt, als wolle sie so die Geschichte des Dorfes für immer bewahren.</p>
<p>15 km sind es vom nächsten Bahnhof in Pritzwalk hierher, selten geht die Fahrt gerade auf dem kürzesten Wege, sondern meist im Zickzack, hier zwei starke Eichen, dort eine alte Linde, auch der Weg ist das Ziel. Unterwegs wächst stetig die Vorfreude: steht sie noch unversehrt, haben die Stürme des letzten Winters ihr Schaden zugeführt, ist sie noch vital? Das Ziel ist ein steter Begleiter.</p>
<p>Angekommen erfüllen sich Ruhe und Frieden, in sich ruhen Raum und Baum. Es ist die Gelassenheit, welche die alte Ulme ausstrahlt und mit der sie kraftvoll die ganze Welt um sich herum zu tragen scheint. Selbst wiederum beschützt durch das Dorf, das ihr Jahrhunderte lang Ort der Geborgenheit war und weiterhin ist. Man könnte hier stundenlang verweilen, sie betrachten, im Gras zu Füßen ihres mächtigen, vollkommen hohlen Stammes voller Knollen und Beulen liegen und dem Wind und den Vögeln in ihrer Krone lauschen, die kein Lärm einer Straße stört. Hier draußen in der entlegenen Ferne und doch geborgen unter der knorrigen Krone dieser alten Ulme.</p>
<p>Was könnte sie alles erzählen? Nicht von den großen umwälzenden Ereignissen, nicht von Kriegen und Katastrophen, nicht von berühmten Persönlichkeiten. Kein Kaiser oder Dichter wird hier je vorbeigekommen sein, keine napoleonischen Heerscharen, keine Panzer-Armeen. Sie hütet einen viel größeren Schatz: die Geschichte des Dorfes und seiner Menschen über viele Generationen hinweg. Anfangs hat sie noch die Verstorbenen auf dem heute aufgelassenen Friedhof begleitet, später die Schüler der schräg gegenüberstehenden alten Schule.</p>
<p>Wie die Menschen im Ort sie wohl über die vier Jahrhunderte gesehen haben? als jungen Baum eher beiläufig, als mächtigen hohen Riesen vielleicht furchtsam bei Stürmen, als knorrigen Methusalem bis heute ehrfurchtsvoll und voller Stolz. 13 kleine Kinder sollten schon einst in ihren hohlen Stamm gepasst haben, mindestens genauso viele braucht es heute, sie zu umfassen.</p>
<p>Mehr dazu von Einwohnern des Dorfes in <a href="https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/prignitz/landschleicher-guelitz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem 4-minütigen Beitrag des rbb</a>.</p>
<p>Über einer mächtigen hohlen Basis aus Stamm und freiliegendem Wurzelstock voller Beulen und Knollen erhebt sich eine „wirre“ Sekundärkrone. Im Laufe der Jahrhunderte ist zunächst die Hauptkrone verlorengegangen, aus dem vitalen Stamm bildete sich eine neue Krone, einige derer Stämme ihrerseits wieder ausbrechen und neu entstehen.</p>
<p>Und stets naht auch wieder die Zeit des Abschied-Nehmens, jetzt gelassen in der neu gewonnenen Gewissheit, dass sie weiterhin da sein wird, wenn man dann wiederkommt.</p>
<p>Viele, und vor allem die alten Ulmen wurden in den vergangenen Jahrzehnten durch das Ulmensterben dahingerafft. Von der dafür verantwortlichen Holländischen Ulmenkrankheit ist aber die Flatter-Ulme, wie auch die Gülitzer Ulme eine ist, weniger stark betroffen als die anderen beiden heimischen Ulmenarten Feld- und Berg-Ulme.</p>
<p>Die Unterscheidung zwischen den 3 einheimischen Ulmen ist nicht einfach und oft fehlerhaft. So wird auch die Gülitzer Ulme bisweilen als Feld-Ulme ausgewiesen. Will man sicher sein, so muss man zur rechten Zeit (im April/Mai) nach den lang gestielten, hängenden und bewimperten Früchten der Flatterulme sehen. Schauen Sie dann mal genauer hin.</p>
<p>Zudem hilft an ihren Blättern als Merkmal, dass nur bei der Flatter-Ulme in der oberen Blatthälfte (fast) keine gegabelten Haupt-Seitennerven auftreten. Am Stamm von Flatter-Ulmen gibt es immer zahlreiche Austriebe, und die Wurzelanläufe sind brettartig hervortretend. Für diesen starken Baum tragen sie entscheidend zu seiner Stand- und Bruchsicherheit bei, nach dem &#8222;Eiffelturm-Prinzip&#8220;. So kommt bei jeder Umfangmessung etwas anderes heraus wegen der vielen Beulen, Rippen und Kehlen sowie meterhoher Wurzelanläufe – damit muss man bei sehr alten Bäumen leben.</p>
<p>Dieser Baum ist also etwas sehr Besonderes und Kostbares, u.a. eine der ganz wenigen Ulmen, die es über 500 Jahre Baumalter schaffen. Dafür wollen wir sie ehren, schützen, bewahren und pflegen im Rahmen des Nationalerbebaum-Projektes.</p>
<p><em>Text (bis auf die letzten beiden Absätze) von Andreas Gomolka, Berlin: Auszug aus dem Buch &#8222;Die starken Bäume Deutschlands&#8220;, Quelle &amp; Meyer Verlag Wiebelsheim, 2020</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes</li>
<li>Kontrolle der vorhandenen Kronensicherungen</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_14">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-2.jpg" title="Schöner Solitär auf dem Anger nahe der Kirche">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-3.jpg" title="Ulme und alte Dorfschule - eine Einheit">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-4.jpg" title="Einladendes Umfeld der Ulme">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-5.jpg" title="Staunen über diese Baumskulptur">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-6.jpg" title="Beulen, Rippen, meterhohe Wurzelanläufe">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-7.jpg" title="Wurzelanlauf wie ein Dinosautierfuß">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-8.jpg" title="Und das alles bei 10m Stammumfang">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/10/Flatter-Ulme-Guelitz-1.jpg" title="Innenraum des hohlen Stammes">
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