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	<title>Sachsen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Sachsen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Steinbank-Eiche im Fürst-Pückler-Park Muskau (Oberlausitz, Sachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/steinbank-eiche-im-fuerst-pueckler-park-muskau-oberlausitz-sachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:26:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/steinbank-eiche-im-fuerst-pueckler-park-muskau-oberlausitz-sachsen/">Steinbank-Eiche im Fürst-Pückler-Park Muskau (Oberlausitz, Sachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Steinbank-Eiche im Fürst-Pückler-Park Muskau (Oberlausitz, Sachsen)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Fürst Pückler-Park Bad Muskau: im Ort ist der Park von überall ausgeschildert, Parkplätze und etliche Zugänge gibt es von der Clara-Zetkin-Straße und der Parkstraße vom polnischen Grenzübergang in nordwestlicher Richtung. Die Eiche steht am sog. Petzoldweg, etwa 100 m von der Neiße (Grenze zu Polen) entfernt auf freier Wiese. Ostsachsen: Oberlausitz; Landkreis Görlitz, Sachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 450 Jahre (350 – 550 Jahre, aus Standort, Baumgestalt, historischen Bildern und Parkgeschichte hergeleitet)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">7,10 m (an Taille in 1,1 m Stammhöhe, gemessen April 2026)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 22 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 51.551211, O 14.724901</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">29. Mai 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/05/30/erfolgreiche-60-ausrufung-der-steinbank-eiche-im-fuerst-pueckler-park-bad-muskau-oberlausitz-sachsen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die ausgewählte Eiche steht am Petzoldweg im Muskauer Park, nicht weit von der Neiße und ist einfach zu finden, wenn man im deutschen Parkteil auf dem nah am Fluss verlaufenden Weg von der Doppelbrücke nach Nordwesten läuft: dann ist es die vierte alte Eiche am Weg, durch die Steinbank nicht zu verfehlen. Dies ist nun neuerdings der östlichste Nationalerbe-Baum Deutschlands! Die große Steinbank an dieser Eiche wurde vor etwa 170 Jahren am Stammfuß platziert, inzwischen wächst sie in die Eiche ein – dies wird weiter fortschreiten und bleibt spannend mitzuverfolgen.</p>
<p>Solche alten Eichen sind auch immer ein bedeutender Lebensraum  für eine große Anzahl seltener, bedrohter Tierarten (im Stamminneren und in ihrer Krone): vor allem Insekten, darunter ganz besonders viele Käferarten. Daher sind ihre Baumpflege und ggf. -Sicherungsmaßnahmen auch immer eine Herausforderung, um dabei möglichst viele dieser Habitatstrukturen zu erhalten.</p>
<p>Was mag die damals Verantwortlichen bewogen haben, die Steinbank genau an dieser Eiche zu platzieren? Dazu ist nichts bekannt, aber man darf annehmen, dass sie ihnen besonders wichtig war. Vermutlich war es sogar einer ihrer Lieblingsplätze damals: mit Blick über die Wiesen der Auenlandschaft auf all die besonderen alten Bäume. Das Alter der Eiche ist schwer zu schätzen: hat sie Grundwasser-Anschluss? Das ist dort in etwa 10 m Tiefe für Eichen zwar erreichbar, die Neiße wird allerdings immer mal in längeren Trockenperioden zu einem beschaulichen Flüsschen mit wenig Wasser. Und sie kann auch zu extremen Hochwassersituationen führen wie zuletzt im August 2010.</p>
<p>Es gibt ein eindrucksvolles naturgetreues Aquarell der Steinbank-Eiche von etwa 1860: damals sah sie auch schon älter aus mit großer Krone, aber wohl kaum über 250 Jahre. Und in den letzten Jahrzehnten wird sie eher langsamer gewachsen sein, da ihre Krone nicht mehr groß ist.</p>
<p>Zu alten Eichen Im Muskauer Park und Umgebung ist gerade ein spannendes und sehr schönes Buch erschienen: &#8222;Odin, Thor, Hermann: die Generation 500+ (ein Spaziergang zu den Muskauer Uralteichen)&#8220; von der Stiftung &#8218;Fürst-Pückler-Park Bad Muskau&#8216; (Cottbus 2026, Umfang 132 Seiten mit 175 Abbildungen: alte und neue Fotos, Aquarelle und Karten).</p>
<p>Auf der Website <a href="http://www.muskauer-park.de/welterbe">www.muskauer-park.de/welterbe</a> erfährt man, dass der Muskauer Park seit 2004 auf der UNESCO-Welterbeliste steht <em>&#8222;…und maßgeblich Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) zu verdanken ist. Er schuf beiderseits der Neiße ein Meisterwerk, das als der klassische Landschaftsgarten bezeichnet wird. Der grüne Fürst gilt als Begründer der modernen Landschaftsgestaltung mit Einflüssen, die über Europa hinaus bis nach Amerika reichten. Pücklersche Prinzipien sind nach wie vor aktuell: Mit seinen 1834 erschienenen „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ verfasste er ein bis heute viel zitiertes Lehrbuch. Neben allgemeinen Hinweisen zur Anlage eines Landschaftsgartens beschreibt Pückler darin seine Vision des Muskauer Parks, der sich heute auf dem Territorium zweier Staaten erstreckt. Durch einen gemeinsamen deutsch-polnischen Antrag gelangte der Park auf die Welterbe-Liste. Nicht zuletzt wurde damit das grenzüberschreitende Management bei der Pflege des kulturellen Erbes von Pückler gewürdigt</em>.&#8220; Viele weitere interessante Informationen schließen sich auf dieser Website an.</p>
<p>Der Geschäftsführer der Stiftung &#8218;Fürst-Pückler-Park Bad Muskau&#8216; und sein Team sind begeistert über die nun erfolgte höchstrangige Auszeichnung ihrer Steinbank-Eiche als Nationalerbe-Baum und fassen dies (zu Recht) als Anerkennung ihres Engagements für Erhalt, Schutz und Entwicklung der riesigen Parkanlage auf. Es ist eine große Verantwortung, dieses Erbe zu bewahren, und sehr eindrucksvoll, wie erfolgreich ihnen das gelingt. Und nun kommt also die Steinbank-Eiche auch noch als Nationalerbe mit hinzu, dabei unterstützen wir die Verantwortlichen auch mit fachlichem Beirat.</p>
<p>Eindrucksvoll: Fürst Pückler kaufte damals privat etliche alte Eichen in der Umgebung mit dem zugehörigen Grundstück, um sie zu schützen! Daher gibt es in der Region (im Park und in den nahen Siedlungen) eine beachtliche Anzahl noch lebender alter Eichen, die sehr beeindrucken. Sie alle wurden in die Auswahl für unsere Nationalerbe-Baumsuche einbezogen, aber schnell war sehr deutlich, dass die Steinbank-Eiche unser Favorit für diese Region in Sachsen ist.</p>
<p>Die Lage der Parkanlage ist sehr einmalig, das wird auch Fürst Pückler schon damals so empfunden haben und hat sich deshalb gerade dort so in die Landschaftsgestaltung hineingesteigert (sein Wirken in Bad Muskau erfolgte etwa 1815 – 1845). Dies wird sogar von manchen als &#8222;Parkomanie&#8220; bezeichnet – den Begriff kannte ich bisher noch nicht. Das Besondere der Landschaft für den Park ist die Neiße mit ihren hügeligen Wiesenlandschaften, dies hat Pückler aufgegriffen sowie genial verstärkt und inszeniert mit den vielen alten einzeln stehenden Bäumen. Daher ist der Park auch dendrologisch sehr bedeutsam und europaweit bekannt.</p>
<p>Heutzutage sind solche Parkanlagen eine Herausforderung für die Verantwortlichen durch den Klimawandel: infolge von immer mehr sowie längeren und extremeren Hitze- und Trockenperioden sind in den letzten 10 Jahren besonders viele Altbäume abgestorben, so auch in Bad Muskau. Parks im Klimawandel zu managen, ist ein kompliziertes Thema, denn man möchte einerseits das Kunst- und Lebenswerk – hier von Pückler – erhalten, muss aber den Baumartenbestand an die Veränderungen anpassen. Es gibt inzwischen einige Parkanlagen, wo eine eindrucksvolle Mischung aus den schon bisher vorhandenen Baumarten mit neuen einheimischen und nichtheimischen gelungen ist, die testweise nun im Park eingeführt werden. Das bleibt spannend und man muss bei Bäumen lange Geduld haben, bis eine grundlegende Beurteilung der neuen Arten möglich ist…</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20260228_113618.jpeg" title="der eindrucksvolle Eichensolitär mit Steinbank: ein sehr beliebtes Fotomotiv (Bild nicht gestellt)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-04-IMG_20260228_113903-af.jpeg" title="die Bank wird umwachsen: in 100 Jahren könnte sie von der Eiche &quot;verschlungen&quot; sein">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-05-IMG_20260228_114235.jpeg" title="Standort am Petzoldweg, einem besonders schönen Weg durch die Parkanlage nah an der Neiße">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-06-IMG_20260228_113153.jpeg" title="die &quot;Hohle Eiche&quot; nicht weit entfernt: hohl sind alle Uralteichen, aber hier sieht man es mal…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-07-P5171094-af-Bad-Muskau.jpeg" title="direkt am Oder/Neiße-Fernradwanderweg: schon vor 10 Jahren ein Stopp an der Eiche (von Görlitz nach Stettin)">
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		<title>Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 14:35:44 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3297</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/">Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">mitten im Ortsteil Schmorsdorf der Gemeinde Müglitztal, nicht zu verfehlen im Zentrum des 17 Häuser-Dorfes; von überall ausgeschildert etwa 50 m südlich der Hauptstraße; etwa 10 km südöstlich von Dresden; Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700-850 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">11,20 m in 1,3 m Stammhöhe (Taille, gemessen Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 24 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 50.931195, O 13.820479</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">27. September 2024 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/09/28/ausrufung-der-schmorsdorfer-linde-mueglitztal-bei-dresden-mit-wunderbarer-inszenierung-am-baum-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für den mächtigen Stamm sollte man sich unbedingt etwas Zeit nehmen, um seine Wirkung richtig zu spüren. Beim Anblicken der Stammstrukturen kann man sich gut vorstellen, wie lange dieser Baum bereits dort steht und was er alles schon erlebt hat, sowohl was das Klima, die Umwelt und Umgebung betrifft als auch die menschliche und sächsische Geschichte&#8230; So war diese Region vor langer Zeit von Sorbenwenden besiedelt und damals soll auch der Dorfname entstanden sein.</p>
<p>Seit dem 19. Jahrhundert ist die Schmorsdorfer Linde vielfach illustriert und fotografiert worden und so ihre Entwicklung und ihr Aussehen seitdem sehr gut dokumentiert. Hat oder kennt aber vielleicht noch jemand eine Abbildung vom frühen 19. oder sogar aus dem 18. Jahrhundert? Dann gibt&#8217;s eine Buch-Belohnung! Die Schmorsdorfer Linde war und ist seit Jahrhunderten ein beliebter Treffpunkt im Dorf und überregional auch von Künstlern (und von Verliebten, wie ich aus sicherer Quelle weiß). Heute werden oft Hochzeitsfotos vor der Linde gemacht und gestorbene Bürger des Dorfes trägt man auf ihrem letzten Weg an der Linde vorbei, ein sehr bemerkenswertes Ritual.</p>
<p>Die erste schriftliche Erwähnung der Linde fand sich um 1630 im Dreißigjährigen Krieg, als Truppen an dem schon damals riesigen Baum vorbeizogen und dabei unter ihr Rast machten oder strategische Beratungen in ihrem Schatten abhielten. Mehrmals wurde die Linde erheblich durch Feuer, Sturm und Holznutzung geschädigt, und vor 130 Jahren war sie nach einem Bild von damals viel größer als heute (nämlich 44 m hoch) und die Krone relativ schlank. Man führt jetzt ab und zu sehr behutsame Einkürzungen durch, um sie nicht wieder zu hoch wachsen zu lassen. Denn sonst wäre sie Stürmen zu sehr ausgesetzt und es könnten Äste abbrechen oder Stammteile herausbrechen. Zur Vorbeugung sind auch Kronensicherungen eingebaut, welche die Stämmlinge miteinander verbinden, so dass sie sich gegenseitig halten.</p>
<p>Schon im Jahr 1892 wird beschrieben, dass in der vollkommen hohlen Linde mit Eingang 12 – 15 Personen Platz fanden und nach Überlieferungen noch früher sogar Gerichtsversammlungen darin stattgefunden haben sollen. Seit langer Zeit haben sich im hohlen Stamminneren am Stammmantel Innenwurzen entwickelt und sind inzwischen zu Stammstärke erstarkt, so dass der Hohlraum wieder kleiner wird – absolut typisch für Linden in diesem hohen Alter.</p>
<p>Die &#8222;Körpersprache&#8220; dieser Sommer-Linde ist sehr spannend: was sie uns alles erzählen kann (wenn man sie versteht) über ihre Lebensgeschichte und zurückliegende Ereignisse. Das werde ich bei der Ausrufung ausgiebig erläutern, eine kleine Lehrstunde der Baumbiologie – da freu ich mich schon drauf! Der Stamm hat 2 Öffnungen.</p>
<p>Direkt neben dem Baum gibt es seit 2006 ein sehr liebevoll eingerichtetes und fachkundig gestaltetes Miniatur-Lindenmuseum, das einzige in Deutschland was sich mit den Linden befasst. Dort findet man viel Interessantes gut aufgearbeitet, sowohl zur Linde als auch zur Dorfgeschichte – ein Besuch ist sehr lohnenswert. Das Museum ist nach der Musikerin Clara Schumann benannt, die Mitte des 19. Jahrhunderts öfters von Maxen aus zur Linde wanderte, auch nachts und darüber sowie über die Erlebnisse dort in ihrem Tagebuch schreibt. Das Museum ist 24 Stunden täglich geöffnet, worüber man ins Staunen gerät.</p>
<p>Im kuppenreichen Umland der Linde hat man immer wieder von Anhöhen wunderbare Ausblicke ins Müglitztal, nach Dresden und zum Erzgebirge – eine traumhafte Landschaft!</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900.jpg" title="gewaltiger und sehr beeindruckender Stamm mit gut erhaltenen Usprungsteilen…">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900-400x284.jpg" alt="Schmorsdorfer Linde: gewaltiger und sehr beeindruckender Stamm mit gut erhaltenen Usprungsteilen…" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/01-IMG_20240205_111900-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3295" />
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					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps-400x284.jpg" alt="Schmorsdorfer Linde: …und mächtiger Krone, die immer noch zum Himmel strebt" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/02-IMG_20240205_112048-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3296" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/08/12-PB230549-PS-Schmorsdorf.jpg" title="Vor 20 Jahren (Bild von Nov. 2003) waren die beiden Stammöffnungen noch größer und sind inzwischen durch wachsende Wülste kleiner geworden.">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schmorsdorfer-linde-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-sachsen/">Schmorsdorfer Linde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2022 09:26:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/">Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 572.844px;">im Dorf Collm, Ortsteil der Gemeinde Wermsdorf (Landkreis Nordsachsen), direkt an der Kirche auf dem Kirchanger am Dorfplatz/Kirchberg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 800 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.844px; height: 23px;">11,05 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Okt. 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">N 51.302758, O 13.018747</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">22. Okt. 2022 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/10/23/ernennung-der-collmer-linde-nordsachsen-mit-kirchengelaeut-eroeffnet/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/51.3038/13.0191" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im kleinen Dorf Collm am Fuße des gleichnamigen Berges (312 m ü. NN) in der Nähe von Oschatz gibt es ein Naturdenkmal, welches kaum ein Wanderer links liegen lässt. Es ist die sog. „1000-jährige Linde von Collm“. Direkt vor der kleinen romanischen Kirche überspannt die noch immer majestätische Krone dieser Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>) den südlichen Teil des Friedhofs. Schon wieder ein angeblich tausendjähriger Methusalem, mag so manch einer fragen. Und die Bedenken sind berechtigt. Schon seit 200 Jahren wird sie als „Tausendjährige Linde“ bezeichnet, wofür es aber keine eindeutigen Belege gibt. Bereits 1185 soll sich eine Linde in Chulmice, wie das Dorf damals hieß, befunden haben, als hier nachweislich am Collmberg erstmalig das Landding (Landthing) stattfand, die höchste Gerichtsversammlung des Meißener Landes. Der Markgraf von Meißen kam bis 1259 hierher (nachgewiesen sind 15-mal), um mit den wichtigsten Personen des Landes über Landkäufe, Schenkungen, familiäre Bindungen, Straftaten und ähnliches zu verhandeln. Bei der ersten Versammlung wurden, so die Überlieferung, die Grenzen des 1170 gegründeten Klosters Altzella festgelegt.</p>
<p>Ein Grund, warum die Landdinge gerade in Collm veranstaltet wurden, war möglicherweise die unmittelbare Lage am Collmberg, da diese Landmarke von überall weither sichtbar war und auch ohne Landkarte oder die heute verfügbaren Navigationsgeräte nicht zu verfehlen ist. Im Mittelalter fanden diese Gerichte häufig im Schutz eines Baumes statt, bestand doch die Pflicht, das Gericht unter freiem Himmel abzuhalten. Die zum Schutz der Gerichtsstätten gepflanzten Einzelbäume oder Baumgruppen waren der Häufigkeit nach Linden, Ulmen, Eichen, Fichten und Eschen. Es dominierte die Linde, welcher der Aberglaube besondere vielfältige u. starke magische Wirkungen zuschrieb. So sollte man unter der Linde am sichersten vor Blitzschlag geschützt sein. Für die Wahl der Linde zum Gerichtsbaum schlechthin waren sicher auch ihr hoher Wuchs, ihr rasches Wachstum, ihre lange Lebensdauer und ihr dichtes Blätterdach bestimmend. Dass Landdinge wirklich unter der Collmer Linde stattfanden, ist nicht nachgewiesen und eher unwahrscheinlich. Man geht heute davon aus, dass der in Frage kommende Ort das erst vor einigen Jahren archäologisch erforschte Schloss Osterland sein könnte, ein Ruinenkomplex in der Nähe von Collm.</p>
<p>Belegt ist, dass die örtlichen Gerichtsherren später die Linde als Pranger benutzten. Ein Eisenring wurde dem „Verbrecher“ um den Hals gelegt, und ein Zettel beschrieb seine Verfehlungen. Noch bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war das Halseisen an der Linde vorhanden. So hat sie zumindest einen Großteil der Ortsgeschichte „miterlebt“, unter anderem die Saujagden des Kurfürsten August II. (des Starken), der diese alljährlich am Collmberg abhielt.</p>
<p>Nach heutigen Erkenntnissen ist die Linde auf ein Alter von ca. 800 Jahren einzuschätzen. Damit ist sie immer noch einer der ältesten Bäume in Sachsen. Obwohl sich der Baum schon lange in der sog. Baumveteranphase befindet, sind seine Ausmaße noch beachtlich. Die Höhenangaben schwankten in den letzten Jahrzehnten zwischen 32 m und 15 m, da die Krone mehrmals zurückgenommen wurde, um deren Auseinanderbrechen zu verhindern. Dabei war der Neuaustrieb des Baumes immer wieder vital, und so hat die heute sichtbare Krone aus kräftigen Sekundärstämmen eine Höhe von ca. 25 m. 1926 und 1953 wurden Ausmauerungsarbeiten mit Bruchsteinen und Beton durchgeführt, um das sich auflösende Kernholz zu ersetzen. Im Jahre 1942 erfolgte eine „Sanierung“ des Baumes, indem u.a. der Wurzelboden aufgelockert wurde. Da man heute weiß, dass Ausmauerungen die Vitalität hohler Baumstämme eher negativ beeinflussen, wurden diese im Jahr 1992 größtenteils entnommen und die Baumkrone noch einmal fachmännisch saniert. Der ursprüngliche Stamm wird mittlerweile durch etliche Innenwurzeln unterstützt. Besonders Linden sind dafür bekannt, in alten und hohlen Baumstämmen neue, sekundäre Wurzeln und Stämme hervorzubringen, die nicht nur für eine verbesserte Stabilität sorgen, sondern zunehmend auch die Versorgung der Krone mit Wasser und Nährstoffen übernehmen.</p>
<p>Der seit dem 17.8.1949 unter Naturschutz gestellte Baum hat heute einen Stammumfang von 11,05 m. Schon Ende des 19. Jahrhunderts, als 10 m gemessen wurden, nutzte man seine imposante Gestalt zum Werbeträger als Vorläufer für das, was wir heute als Crowdfunding bezeichnen würden. 1877 wurde durch die Königliche Kircheninspektion eine Erlaubnis erteilt, an der Collmer Linde eine Sammelbüchse anzubringen. Die Erträgnisse der Lindenbüchse wurden hauptsächlich zur Verschönerung des Gotteshauses verwendet. Schon in jener Zeit war der Baum zusammen mit dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Gasthof auch ein beliebtes Postkarten-Motiv.</p>
<p>Das Naturdenkmal ist nicht nur ein Ziel für Wanderer. Der Baum bietet heute Langohrfledermäusen und vielen Insekten, insbesondere Käfern ein Zuhause. Ein beeindruckendes Erlebnis ist es, wenn sich zur Zeit der Lindenblüte tausende Hummeln und Bienen einfinden, um hier ihren Nektarhunger zu stillen.</p>
<p><em>Text zuvor: aus dem Kalender &#8222;Starke Bäume 2021&#8220; (Verlag Quelle &amp; Meyer, Wiebelsheim), September-Blatt von Hans-Roland Müller (geringfügig verändert, gekürzt und aktualisiert)</em></p>
<p>Der Baum soll nach dem Laubfall intensiv begutachtet werden (dann kann man besser die gesamte Krone durchchecken) und darauf aufbauend wird entschieden, wie stark man ihn einkürzen kann und muss, um sein Auseinanderbrechen zu verhindern. Teile der Kronensicherungen müssen erneuert werden – die Maßnahmen sollen im Spätwinter kurz vor dem Austreiben erfolgen, damit der Baum dann zeitnah auf die Eingriffe reagieren kann. Damit haben wir bei Linden sehr gute Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Es handelt sich um einen Baum, der ohne Probleme 1000 Jahre alt werden kann, wenn man sich dauerhaft behutsam um ihn kümmert. Das möchte die Dt. Dendrologische Gesellschaft nun befördern und stellt dafür Sondermittel zur Verfügung.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1.jpg" title="der monumentale Stamm – eine Skulptur sondergleichen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: der monumentale Stamm – eine Skulptur sondergleichen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220515_130027-ps1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2215" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1.jpg" title="der Drang der Linde nach oben ist unübersehbar, fast wie auf Stelzen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1-400x284.jpg" alt="Collmer Linde: der Drang der Linde nach oben ist unübersehbar, fast wie auf Stelzen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-P2222246-ps1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2216" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20210825_103836-ps.jpg" title="aus jeder Perspektive neue Ein- und Ausblicke, mit kaum noch unterscheidbaren Rindenwülsten und Innenwurzeln">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/collmer-linde-landkreis-nordsachsen/">Collmer Linde (Landkreis Nordsachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Ginkgo Schlosspark Jahnishausen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/ginkgo-jahnishausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Sep 2019 09:27:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/ginkgo-jahnishausen/">Ginkgo Schlosspark Jahnishausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Ginkgo im Schlosspark Jahnishausen</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Ginkgo (<em>Ginkgo biloba</em>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>Schlosspark Jahnishausen (ca. 5 km südlich von Riesa/Elbe, 50 m hinter dem westlichen Eingang durch einen Mauertorbogen); Riesa, Lkr. Meißen, Sachsen</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>ca. 210 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>5,15 m (gemessen 08.2019 an Taille in 0,8 m Stammhöhe, Stammaufteilung in etwa 1,15 m Höhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>25 m (geschätzt), Kronenbreite 26 m (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 51.274708, O 13.286014</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>19. Oktober 2019 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2019/10/20/ginkgo-jahnishausen-zweiter-neb/">Bericht, Video &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#15/51.2740/13.2880"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Einer der schönsten und stärksten Ginkgos von Deutschland steht im Schlosspark Jahnishausen (Riesa, Sachsen). Er beeindruckt durch seinen ausgeprägten Habitus mit tief geteiltem Stamm, einem sehr beuligen, gedrehten und gebogenen kurzen unteren Stammabschnitt und darüber einer breit ausladenden Krone mit überhängenden Zweigspitzen. Mit seinem Alter von über 200 Jahren und einem Stammumfang von 5,15 m in 80 cm Höhe, der &#8222;Taille&#8220; des Stammes, gehört er zu den stärksten Ginkgos unseres Landes. Dabei ist die Messhöhe am Stamm schwierig festzulegen und je nachdem, in welcher Höhe man misst, ist das Ergebnis wegen der Beulen und Knollen sowie Stammgabelung in 1,15 m Höhe und starken Wurzelanläufen jedes Mal unterschiedlich.</p>
<p>Sein Standort im Park und der Schlosspark sind traumhaft, ein Besuch lohnt sich in jedem Falle: es handelt sich um einen mittelgroßen Landschaftspark mit Wasser- und Wiesenflächen und einigen besonderen Baumexemplaren. Er soll im frühen 18. Jahrhundert entstanden sein (erste dokumentierte Erwähnung 1717) und geht fließend in ein benachbartes Auenwald-Naturschutzgebiet am Flüsschen Jahna über. Schloss und Rittergut sind in einem &#8222;romantischen Zustand&#8220;, der Park ist in Teilarealen etwas verwildert. Nahe dem Ginkgo befindet sich eine Insel mit Teepavillon und geschwungener Fußgängerbrücke. Besonders schön ist es im zeitigen Frühjahr mit tausenden Märzenbechern auf den Wiesen und zur Laubfärbungszeit des Ginkgos Ende Oktober.</p>
<p>Das Höchstalter von Ginkgos kann über 1.000 Jahre erreichen. Bei uns können die Bäume heute allerdings höchstens etwa 250 Jahre alt sein, denn die Baumart wurde erst 1730 nach Europa eingeführt und hier dann nur allmählich verbreitet. Sie erreichen Höhen von 25-30 m und hierzulande maximale Stammumfänge von 3-4 m, nur selten 5 m wie bei diesem Exemplar. In seiner Heimat China gibt es uralte Exemplare mit 15 m Stammumfang, die sehr sehenswerte Baumskulpturen sind. Die Wald-Ginkgos wurden vor über 3000 Jahren von chinesischen Mönchen entdeckt und von dort zunächst über ganz China und Japan verbreitet, dann in jüngerer Zeit über die ganze Welt.</p>
<p>Die lang gestielten, zweilappigen (deshalb <em>biloba</em> im lat. Namen) Blätter sind durch ihre fächerartige Form unverwechselbar. Am schönsten ist diese Baumart zweifellos im Herbst (Oktober bis November), wenn sich seine Blätter leuchtend goldgelb färben und die einmalige Blattsilhouette noch prägnanter in Erscheinung tritt. Gelegentlich wird der Ginkgo wegen seiner Blattform auch als Entenfußbaum bezeichnet.</p>
<p>Die Baumart ist zweihäusig, d.h. es gibt nur weibliche oder männliche Bäume, da die verschiedengeschlechtlichen, windbestäubten Blüten auf unterschiedlichen Individuen vorkommen. Die weiblichen Blüten sondern zur Blütezeit im Mai morgens einen Flüssigkeitstropfen aus, um den Pollen aufzufangen – wenn Sie sich sehr anstrengen, können Sie ihn vielleicht in der Morgensonne glitzern sehen. Der Bestäubungstropfen trocknet dann tagsüber wieder ein, wodurch der Pollen in das Blüteninnere gelangt. Das Besondere beim Ginkgo ist die urzeitliche Befruchtung durch begeißelte männliche Spermien-&#8222;Tierchen&#8220;, die aktiv in Flüssigkeit schwimmen können, um die weibliche Eizelle zu erreichen und in sie einzudringen.</p>
<p>Hier im Park handelt es sich um einen männlichen Baum, der also keine Samen produziert. Die Samen sind bei uns bisweilen unbeliebt wegen ihres ranzigen Geruchs zur Reifezeit, in China hingegen heißbegehrt und verehrt, da man die sehr wohlschmeckenden Samen sammelt und intensiv nutzt. Dazu können wir noch viel lernen.</p>
<p><em>Text von Andreas Roloff, Tharandt (Auszug aus Buch &#8222;Die starken Bäume Deutschlands – 111 faszinierende Naturerben und ihre Geschichten&#8220;, Hrsg. Andreas Roloff, Quelle &amp; Meyer Verlag Wiebelsheim, 2020</em>)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes</li>
<li>Zurücknahme (Astentnahmen oder -Einkürzungen) umstehender Bedrängerbäume, welche den Ginkgo zu sehr beschattet haben</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_15  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_3  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P3100929.jpg" title="Frühjahrsaspekt">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P3100929-400x284.jpg" alt="Ginkgo Jahnishausen: Frühjahrsaspekt" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P3100929.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P3100929-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1111" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P2092093-ps.jpg" title="Frühjahrsaspekt">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P2092093-ps-400x284.jpg" alt="Ginkgo Jahnishausen: Frühjahrsaspekt" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P2092093-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2020/03/P2092093-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1110" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_2"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko1.jpg" title="Stamm mit Umfang 5,15 m in 80 cm Höhe (&quot;Taille&quot;)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko1-400x284.jpg" alt="Ginkgo Jahnishausen: Stamm mit Umfang 5,15 m in 80 cm Höhe (&quot;Taille&quot;)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-866" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_3"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko2.jpg" title="Baum im Schlosspark">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko2-400x284.jpg" alt="Ginkgo Jahnishausen: Baum im Schlosspark" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko2.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko2-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-867" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko3.jpg" title="einmaliger Habitus">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Jahnishasuen_Gingko4.jpg" title="Herbstfärbung bis in den November">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/06/07-PA318070-ps-Ginkgo-China.jpg" title="wohl stärkster und ältester Ginkgo der Welt im chin. Gebirge (18 m Stammumfang und 3.700 Jahre)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/06/08-PA318022-ps1.jpg" title="Ort ritueller Zeremonien und weibl. Elternteil von heutigen Ginkgos überall auf der Erde">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Der MDR hat in seiner Sendung “Sachsenspiegel” vom 19.10.2019 </span><span> einen kurzen Beitrag über die Ausrufung und die Besonderheiten des Ginkgo gedreht.</span></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/ginkgo-jahnishausen/">Ginkgo Schlosspark Jahnishausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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