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	<title>Winter-Linde-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Winter-Linde-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 15:43:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/">Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Winter-Linde (<em>Tilia cordata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Stadt Schlieben im gleichnamigen Amt Schlieben, auf dem weithin sichtbaren Weinberg (Langer Berg) an der Kellergasse, für die Anreise eingeben: Martinstraße 29; dort befindet sich die Linde – vom Ortskern aus Norden kommend – auf der Anhöhe über den Weinkellern rechts oberhalb der Straße (in unmittelbarer Nähe führt eine Treppe von der Straße hinauf); Parken unten im Stadtzentrum 200 m entfernt; Elbe-Elster-Kreis, Brandenburg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 425 Jahre (400-450 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Standort und Ortshistorie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,25 m in 1,3 m Stammhöhe (Taille hinter Efeu, gemessen August 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 20 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 51.720563, O 13.384896</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">03. Oktober 2024 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/10/04/ausrufung-der-linde-zwischen-weinkellern-in-schlieben-brandenburg-perfekt-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/51.7200/13.388" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun hat es also endlich wieder mal eine richtig alte und starke Winter-Linde auf&#8217;s &#8222;NEB-Treppchen&#8220; geschafft, etwas versteckt auf einer Anhöhe zwischen anderen Bäumen inmitten eines Areals mit 34 Weinkellern. Dort ragen überall im Gelände aus dem Boden Entlüftungsrohre heraus, damit darunter der Wein und die Keller nicht zu sehr schwitzen – man muss daher beim Herumlaufen etwas aufpassen, um nicht darüber zu stolpern. Zur Beschattung des Bodens hat man damals vor allem Linden über die Keller gepflanzt, wenn nicht schon Bäume dort standen (Kastanien gab es damals noch nicht, die später zur Kühlung von Bierkellern bevorzugt wurden). Meist hat man dafür Sommer-Linden gewählt, da sie schneller wachsen und größere Blätter haben, also besser beschatten. Dies ist dort eine von wenigen Winter-Linden im Gebiet und zugleich auch der älteste Baum noch aus der Zeit der Kelleranlage – interessant: das Areal ist heute auf großen Flächen waldartig bewachsen, mit vielen Wiederaustrieb-Bäumen (vor allem Sommer-Linden, Flatter-Ulmen und Ahorne).</p>
<p>Bei dieser eindrucksvollen Winter-Linde handelt es sich um eine der 5 stärksten von Deutschland, da etliche als Winter-Linden bekannte bei genauer Untersuchung sich dann doch als Sommer- oder Holländische Linden &#8222;entpuppen&#8220;. Sie hat wohl schon einiges mitgemacht und ist ein sehr wertvoller Kandidat für unser Anliegen: das würdige Altern von Baumveteranen zu begleiten und zu fördern. Als ich mit dem Anliegen zur jetzt so neu benannten Weinkeller-Linde als Nationalerbe-Baum bei der Gemeinde anfragte, war man sofort vollkommen begeistert. Das extrem engagierte Amts-Verwaltungsteam hat innerhalb weniger Tage alle von mir erbetenen Informationen zusammengetragen und nach einer extra sofort dafür angesetzten Beratung die Zustimmung mitgeteilt, inclusive unterschriebener Vereinbarung innerhalb nur einer Woche – das ist Rekord! Da kam ich direkt etwas außer Puste, und zudem haben sie auch schon gleich den Ausrufungstermin in 4 Wochen festgelegt, nämlich als Highlight auf dem am Feiertag 3. Oktober stattfindenden Weinkellerfest. Ich bin enorm beeindruckt vom Arbeitstempo in dieser Kleinstadt und dem Enthusiasmus, den man in der Stadt auch woanders spürt – da hatte ich gleich noch ein paar schöne Erlebnisse und habe sogar auf Anhieb einen Bäcker mit leckerer Torte gefunden…</p>
<p>Der Weinanbau dort seit dem 13. Jahrhundert und die Weinkeller-&#8222;Anlage&#8220; seit etwa 500 Jahren im Weinberg ist ein äußerst beeindruckendes Kulturdenkmal, am meisten direkt bei der Linde: dort führt das schmale Sträßchen Martinstraße als Hohlweg über den Weinberg, und rechts und links in der Böschung bzw. der Mauer folgt ein Weinkeller neben dem anderen mit Türen oder Toren zur Straße. Im Internet kann man eindrucksvoll anschauen, was sich dort alles in, bei und an den Kellern abspielt: www.weinbau-schlieben.de. Die Weinlage &#8222;Schliebener Langer Berg&#8220; ist eine von zwei gesetzlich zugelassenen Rebflächen im Land Brandenburg, auf denen hochwertiger Qualitätswein erzeugt wird, der sogar schon Preise erhalten hat. Weinrechtlich gehört der Weinberg zum Bereich Elstertal im Weinbaugebiet Sachsen!</p>
<p>Der Ort hat es in sich: Schlieben im südbrandenburgischen Elbe-Elster-Kreis ist bereits über 1000 Jahre alt und hat 2006 sein 1050-jähriges Bestehen gefeiert. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen (von &#8222;Sliwa&#8220; für Pflaume) und weist auf ein historisch bedeutsames Pflaumenanbaugebiet hin.</p>
<p>Heute ist die Stadt nun als eines der nördlichsten Weinbaugebiete Deutschlands bekannt. Seit 1992 werden hier die Sorten &#8222;Bacchus&#8220; und &#8222;Müller-Thurgau&#8220; auf knapp 2 ha Fläche auf der Südseite des Weinberges angebaut. Besucher können sich beim örtlichen Weinbau-Verein anmelden, um den Weinberg zu besichtigen oder in den restaurierten Weinkellern verschiedene Weinsorten zu verkosten. Die Lagerräume der Weinkeller sind Tonnengewölbe, von denen das längste über 30 m lang ist. In der Tourist-Information im historischen Hofensemble Drandorfhof kann man sich über Veranstaltungen informieren und die Flämingtrachten bestaunen. (<em>dieser</em> <em>Absatz aus Wikipedia, etwas verändert und gekürzt</em>)</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-01-IMG_20240821_104241.jpeg" title="ein mystischer Baum an einem mystischen Ort, absolut beeindruckend (unten Martinstraße)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-02-IMG_20240821_104331.jpeg" title="klasse Erläuterungstafel mit emotionalem und anschaulichem Text zur Linde">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-09-IMG_20240903_125046.jpeg" title="idealer Standort zwischen den Kellergewölben (Blick von Anhöhe auf einem Weinkeller gegenüber)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-10-IMG_20240903_121651-ps.jpeg" title="eindrucksvolle Erläuterungstafel im Ort zum Weinbau, zum Wanderweg und zu den Weinkellern">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-10-IMG_20240903_121651-ps-400x284.jpeg" alt="Weinkeller-Linde Schlieben: eindrucksvolle Erläuterungstafel im Ort zum Weinbau, zum Wanderweg und zu den Weinkellern" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-10-IMG_20240903_121651-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-10-IMG_20240903_121651-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3341" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-11-IMG_20240903_121721-ps2.jpeg" title="Lageplan der 34 Weinkeller, Platz der Linde obere Mitte rechts (als rotes Sechseck eingefügt)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-12-IMG_20240903_124105.jpeg" title="ein besonders stark wirkender &#039;Lost Place&#039;: ehemalige Grabanlage in Sukzession über den Weinkellern">
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				</a>
				</div></div></div><div class="et_pb_gallery_pagination"></div></div><style>@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }</style><style>.et_pb_gallery_0 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img { object-fit: initial !important; }</style>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/weinkeller-linde-amt-und-stadt-schlieben-elbe-elster-kreis-in-brandenburg/">Weinkeller-Linde (Amt und Stadt Schlieben, Elbe-Elster-Kreis) in Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2023 18:07:49 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2432</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/">Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</strong></h1></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_1 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div>
			</div>
				
				
				
				
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1200" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526.jpg" alt="Klosterlinde Pehlitzwerder: …die wohl kaum zu toppen ist: Wülste, Beulen, Rippen, Löcher, Risse – es fehlt an nichts" title="…die wohl kaum zu toppen ist: Wülste, Beulen, Rippen, Löcher, Risse – es fehlt an nichts" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526.jpg 1600w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-1280x960.jpg 1280w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-980x735.jpg 980w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-20230208_130526-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1600px, 100vw" class="wp-image-2426" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 192px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Winter-Linde (<em>Tilia cordata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Amt Britz-Chorin-Oderberg, Landkreis Barnim; am Südufer vom Parsteiner See auf der Halbinsel Pehlitzwerder im Campingplatz-Gelände unmittelbar neben der Klosterruine; etwa 20 km nordöstlich von Eberswalde: Fahrt über Chorin nach Pehlitz, an der schmalen Straße &#8222;Am Parsteinsee&#8220; (von Pehlitz nach Parsteinsee) Abzweig zum Campingplatz: Parkplatz vor der Schranke rechts, von dort zu Fuß oder mit Fahrrad immer Zutritt möglich; auf befestigtem Fahrweg ca. 500 m bis zum Erreichen der Campingplatz-Gebäude, dann rechts am Waldrand dem Weg entlang der Wiese oder geradeaus im rechten Bogen dem Hauptweg weiterfolgend bis zur Klosterruine (ausgeschildert und dort ist der Baum nicht zu verfehlen, gleich daneben); Bundesland: Brandenburg</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 600 Jahre (500-700)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">7,20 m in 1 m Stammhöhe (Taille, gemessen Feb. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 22 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">N 52.913597, O 14.003360</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">15. April 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/04/16/ausrufung-der-klosterlinde-pehlitzwerder-erfolgreich-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.9159/14.0034" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mehrere Winter-Linden als Kandidaten für Nationalerbe-Bäume stellten sich in den letzten Monaten bei den Vorortterminen der Baumsuche dann als Sommer-Linden heraus, was etwas irritiert – denn so schwierig ist die Unterscheidung beider Baumarten eigentlich nicht (s. Tabelle unten). Daher war es besonders spannend, wie der vom Campingplatz-Pächter gemeldete Baum wohl bei näherem Ansehen aussieht und es war eine wunderbare Überraschung, dass wir hier mit dieser Baumart zum 2. Mal tatsächlich bei einer Winter-Linde fündig geworden sind. Der Baum war auch schon vorher von mehreren angesehenen Dendrologen aus der Forststadt Eberswalde überprüft worden, daher konnte man das auch erwarten.</p>
<p>Das Areal um den Baum ist teilweise waldartig, die frühere Insel wurde Jahrhunderte lang mit Schafen beweidet, so dass sich die ausgewählten geschützten Bäume lange Zeit frei von Konkurrenz wunderbar entwickeln konnten (sog. Hutebäume): z.B. etliche alte Stiel-Eichen, Rot-Buchen, Hainbuchen, Birnbäume und Linden. Daher sind diese Bäume auch eindrucksvolle Zeugen der Kulturgeschichte vor Ort mit all ihren Besonderheiten. Es gibt eine sehr interessant geschriebene und bebilderte Broschüre &#8222;Gespräche mit Bäumen auf dem Pehlitzwerder&#8220; (vom Ökodorf Brodowin e.V. 2022), mit Lageplan und Beschreibung von 23 besonderen Bäumen im Areal des Campingplatzes. <a href="https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1WKZ90keVJ0SNs9HZ2kpar9IEV-es3uSa&amp;ll=52.91454320429903%2C13.999825896792938&amp;z=17" target="_blank" rel="noopener">Auf einer Karte</a> im Internet sind alle besonderen Bäume incl. der Naturdenkmale verortet und benannt.</p>
<p>Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Insel durch einen Dammbau zu einer Halbinsel, auf der sich heute alleine 8 Baum-Naturdenkmale befinden, und der Campingplatz-Betreiber kümmert sich zusammen mit dem Eigentümer Amt Britz-Chorin-Oderberg und dem Landkreis Barnim (UNB) nach Kräften und sehr einfühlsam um diese Baumschätze. Wir freuen uns sehr, dass wir uns daran nun beteiligen können, um die kostbare Winter-Linde in Würde altern zu lassen. Eindrucksvoll ist ihr Zustand 1930 mit einem &#8222;deutlich zarteren Alter&#8220; noch im Freistand auf einer Weidewiese zu erkennen (Foto: S. Hueck, Quelle: Fritz Ebers, Dr. Kurt Nägler, 1920 – Die Geheimnisse des Parsteinsees. Angermünde: Verlag Schimazek).</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1386" height="870" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1.jpg" alt="" title="Bild1" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1.jpg 1386w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-1280x803.jpg 1280w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-980x615.jpg 980w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/Bild1-480x301.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1386px, 100vw" class="wp-image-2435" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Wenn Sie diesen Baum das erste Mal sehen, geraten Sie garantiert in langes Staunen, dafür gibt es extra eine Bank. Denn er ist eine Skulptur ohnegleichen, der Stamm erzählt seine extrem aufregende Lebensgeschichte – die wie immer bei der Ausrufung für Laien verständlich vorgestellt wird. Hier möchte man Stunden verbringen und die Kraft des Baumes wirken lassen. Dafür habe ich mir beim ersten Aufsuchen des Baumes viel Zeit genommen. Den Campingplatz mit seinen dendrologischen Kostbarkeiten kenne ich schon seit über 10 Jahren, als 2011 die Elsbeere Baum des Jahres wurde – denn die Elsbeere auf diesem Campingplatz war und ist die dickste von Deutschland! Und ich habe sie damals gesucht und auch sofort gefunden. Man merkt ihr heute (leider) an, dass sie ihr maximales Lebensalter von über 200 Jahren bald erreicht hat.</p>
<p>Der Verein Naturfreunde/Campinggemeinschaft Pehlitzwerder (N/CP) e. V. betreibt den Campingplatz und kümmert sich mit um die Bäume. Man darf daher z.B. nur auf genau zugewiesenen Plätzen zelten, um die Bäume zu schonen. Dadurch sind die Zeltplätze z.T. deutlich voneinander entfernt, und man hat dort beim Camping tagsüber und nachts ein besonders intensives und individuelles Natur- und Baum-Erlebnis. Zudem ist der riesige See mit Badestellen in Sicht- und Hörweite und alles ist so naturbelassen, dass man den Campingbetrieb fast nicht merkt – traumhaft!</p>
<p>Die nahegelegene &#8222;Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#8220; (HNEE) bildet Forstleute und Umweltfachkräfte aus, dort befindet sich auch ein sehr sehenswerter Forstbotanischer Garten mit vielen interessanten Gehölzen, mit dem wir mit unserem Forstbotanischen Garten in Tharandt intensivste Kontakte haben und im ständigen Gedankenaustausch stehen.</p>
<p>Hier noch eine Hilfestellung zur Unterscheidung von Sommer- und Winter-Linde, da es offenbar in der Praxis etliche Verwechslungen gibt:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<th><strong>Winter-Linde</strong></th>
<th><strong>Sommer-Linde</strong></th>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blätter unterseits</strong></td>
<td>in den Nervenwinkeln rostrot-bärtig ± glatt</td>
<td>in den Nervenwinkeln weißbärtig; Nerven hervortretend</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Knospenschuppen</strong></td>
<td>2 (selten 3)</td>
<td>3 (selten 2)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blüten/Früchte je Blütenstand</strong></td>
<td>5 bis 12</td>
<td>2 bis 5</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Reife Früchte</strong></td>
<td>glatt, zerdrückbar</td>
<td>mit Längsrippen, steinhart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Jahrestriebe &amp; Blattstiele</strong></td>
<td>kahl</td>
<td>behaart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Austrieb, Blüte</strong></td>
<td>später (Ende Juni/Anfang Juli)</td>
<td>zwei Wochen früher</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ansprüche</strong></td>
<td>geringer</td>
<td>höher</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_1  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230208_125408.jpg" title="Ansicht von der Ruine (vorne rechts im Bild) und Wiese: ein phänomenaler Gesamteindruck der Winter-Linde">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230208_125408-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Pehlitzwerder: Ansicht von der Ruine (vorne rechts im Bild) und Wiese: ein phänomenaler Gesamteindruck der Winter-Linde" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230208_125408.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230208_125408-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2424" />
					<span class="et_overlay et_pb_inline_icon" data-icon="U"></span>
				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/03-20230208_135953.jpg" title="…mit einer eindrucksvollen Stammskulptur">
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			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-bei-chorin-amt-britz-chorin-oderberg-landkreis-barnim/">Klosterlinde bei Chorin, Amt Britz-Chorin-Oderberg (Landkreis Barnim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Prangerlinde Großpörthen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/prangerlinde-grosspoerthen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 15:08:47 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=1348</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/prangerlinde-grosspoerthen/">Prangerlinde Großpörthen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Prangerlinde Großpörthen (Burgenlandkreis)</strong></h2></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_2 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_7">
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Winter-Linde (<em>Tilia</em><i> cordata</i>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>direkt vor der Kirche Am Anger im Dorf Großpörthen; Lkr. Burgenland, Sachsen-Anhalt</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>700-900 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>9,85 m (gemessen 01.2021 in 1,5 m Stammhöhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>ca. 12 m</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 50.997678, O 12.171613</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>11. Juni 2021</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#15/50.9978/12.1713"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Diese Linde hat so einiges an schönen Überraschungen und Besonderheiten bereit, da weiß man gar nicht womit anfangen. Sie ist mit 9,85 m Stammumfang in etwa 1,5 m Höhe (schwierig mit der Messebene, da am Hang und der Stamm voller Rippen und Beulen) wohl die dickste Winter-Linde Deutschlands, obwohl sie in der Championtrees-Datenbank noch gar nicht auftaucht und auch noch kein Naturdenkmal ist (beides im Jan. 2021), weil sie – man glaubt es kaum bei ihren Ausmaßen – bis vor kurzem ziemlich unbekannt war. Aber das wird sich jetzt alles ändern, denn sie hat es zur Nr. 8 der Nationalerbe-Bäume geschafft und ist damit erster Vertreter Sachsen-Anhalts und erster Vertreter der Baumart Winter-Linde. Zur Unterscheidung von der Sommer-Linde unten mehr.</p>
<p>Ihr Alter ist – wie bei uralten Linden üblich – schwierig zu schätzen, aber man kann es eingrenzen auf 700-900 Jahre. Damit dürfte es wohl der älteste Baum Sachsen-Anhalts sein. Beim Stamm fehlt ein Teil hangaufwärts, der vor längerer Zeit (von einem älteren Einwohner des Dorfes wurde mir mitgeteilt: 1950) weggebrochen ist. Wenn man diesen Teil vorsichtig &amp; seriös mit hinzurechnet, wäre der Stammumfang wohl etwa 15 m. Damit käme man bei mäßigem Wachstum – da Standraum nach 2 Seiten unmittelbar begrenzt ist (nach vorne Straße/Mauer, rechts Wohnhaus) – auf 800 Jahre, vorsichtiger ausgedrückt 700-900 Jahre. Dies ist insofern bedeutsam, da das Dorf mit 107 Einwohnern ausgerechnet in diesem Jahr 2021 sein 900-jähriges Bestehen feiert! Und eine möglicherweise 900-jährige Linde gehört zu den Ureinwohnern und wird nun gleichzeitig als Nationalerbe-Baum ausgerufen. Was für ein schönes Zusammentreffen, dies ist auch für uns vom Kuratorium sehr bewegend. Eine Vorgänger-Kirche/-Kapelle vor der heutigen Kirche von 1760 muss mindestens schon 1403 gestanden haben, denn von damals ist die Glocke der Kirche (dies ist sicher dokumentiert durch Glockengravur, und damit ist sie eine der ältesten, noch in Betrieb befindlichen Kirchenglocken Deutschlands). Somit reicht auch die Geschichte des Baumplatzes mit der Kirche mindestens sechs Jahrhunderte zurück.</p>
<p>Der Baumstandort an der Kirche und früher auf Kirchengrund (jetzt Gemeindeland) hat ihn wohl in den vergangenen Jahrhunderten vor der Holznutzung in Krisenzeiten bewahrt. In Zukunft wird das die Ausrufung zum Nationalerbe-Baum sicherstellen. Ihr Name Prangerlinde im lokalen Volksmund macht eine weitere Besonderheit deutlich: es dürfte sich um einen früheren Gerichtsbaum handeln, was so nah an der Kirche und mitten im Dorf glaubwürdig erscheint und bedeutet, dass dort Gericht gesprochen sowie Urteile gefällt und z.T. auch gleich vollzogen wurden. Darauf deutet das verrostete Halseisen am Baum hin. Dazu gibt es so eine schöne Geschichte in der Geocaching-Szene, dass ich sie hier zitieren möchte (aus <a href="https://www.geocaching.com/geocache/GC3YQP3_die-3-gleichen?guid=f6746c86-695b-49d9-b17e-35dd91f4f37d" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geocaching.com</a>):</p>
<p><em>&#8222;Vor vielen Jahren brannte auf einem Felde zwischen Wildenborn und Großpörthen ein Strohhaufen nieder. Kurze Zeit später hatte man auch schon die angeblichen Brandstifter ermittelt und gefänglich festgehalten. Es handelte sich dabei um drei Handwerksburschen, die in der Nähe des Strohhaufens gesehen wurden. Diese drei kettete man tagelang an die Prangerlinde in Großpörthen. Trotz der großen Schmach, die sie über sich ergehen lassen mussten, waren sie aber nicht zu bewegen, die ihnen zur Last gelegte Brandstiftung endlich einzugestehen. </em></p>
<p><em>Da der Winter kurz bevorstand und immer noch kein Urteil gefällt war, brachte man die Gefangenen im Wildenborner Gefängnis unter. Man setzte schließlich auf ein Gottesurteil. Es wurde beschlossen, an der Brandstelle drei Eichen zu pflanzen, und zwar so, dass die Äste in die Erde kamen und die Wurzeln gen Himmel ragten. Wenn die gepflanzten Eichen nun anwüchsen und grünten, wollte man das als Beweis für die Unschuld der drei Handwerksburschen ansehen und diese wieder freilassen. Bald kam der Frühling, und was geschah? Die drei Eichen wurden grün, als hätte man sie so in die Erde gesteckt, wie das beim Pflanzen von Bäumen üblich ist. Damit war das Gottesurteil gesprochen und die Unschuld der drei Handwerksburschen nun endlich bewiesen, so dass man sie noch am gleichen Tag auf freien Fuß setzte.&#8220;</em></p>
<p>Ja, wenn das heute noch so einfach zu entscheiden wäre mit inzwischen fast regelmäßig drei Instanzen bei fast jedem Gerichtsverfahren – das würde sicher zu einer gewaltigen Baumvermehrung überall im Lande führen! Noch dazu wären das ja dann auch gleich heilige Bäume…</p>
<p>Anzunehmen ist, dass die örtlichen Gerichtsherren die Linde tatsächlich als Pranger benutzten. Ein am Baum befestigter Eisenring wurde dem Verbrecher um den Hals gelegt, und ein Zettel beschrieb seine Verfehlungen. Noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war eine Bestrafung mit Halseisen an Bäumen verbreitet – die Übeltäter durften bespuckt und verhöhnt oder körperlich gezüchtigt werden. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht schreiben.</p>
<p>Der Zustand des Baumes ist so, dass er etwas einfühlsame Pflege gebrauchen kann, z. B.:</p>
<ul>
<li>Entfernen des Stahlbandes (das mittlerweile an einigen Stellen einwächst),</li>
<li>Erneuerung der Kronensicherung (die beide Stammteile zusammenhält und ein Wegbrechen verhindert),</li>
<li>Einkürzung der beiden Oberkronen (damit sie nicht zu kopflastig werden und das Risiko des Auseinanderbrechens der Linde erhöhen, bei vielen sehr alten Linden ein Dauerproblem).</li>
</ul>
<p>Die vorgesehenen Maßnahmen werden das weitere Überleben dieses kostbaren Baumes für eine lange Zukunft sichern. Der Baum überwallt Faulstellen und Öffnungen am Stamm intensiv und treibt überall sehr wüchsig aus – was als ein sehr gutes Zeichen hoher Vitalität anzusehen ist. Es gibt ein Foto von 1928, wo es noch ein geschlossener Stamm war.</p>
<p>Die Baumart Winter-Linde kann als die &#8222;kleine Schwester&#8220; der Sommer-Linde bezeichnet werden: mit kleineren Blättern, Zweigen und Früchten und geringeren Anforderungen an die Wasser-, Nährstoff- und Lichtversorgung. Hier eine Unterscheidungshilfe, wer sie nutzen möchte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<th><strong>Winter-Linde</strong></th>
<th><strong>Sommer-Linde</strong></th>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blätter unterseits</strong></td>
<td>in den Nervenwinkeln rostrot-bärtig ± glatt</td>
<td>in den Nervenwinkeln weißbärtig; Nerven hervortretend</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Knospenschuppen</strong></td>
<td>2 (selten 3)</td>
<td>3 (selten 2)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blüten/Früchte je Blütenstand</strong></td>
<td>5 bis 12</td>
<td>2 bis 5</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Reife Früchte</strong></td>
<td>glatt, zerdrückbar</td>
<td>mit Längsrippen, steinhart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Jahrestriebe &amp; Blattstiele</strong></td>
<td>kahl</td>
<td>behaart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Austrieb, Blüte</strong></td>
<td>später (Ende Juni/Anfang Juli)</td>
<td>zwei Wochen früher</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ansprüche</strong></td>
<td>geringer</td>
<td>höher</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Text: Andreas Roloff, aus DDG-Kalender &#8222;Starke Bäume 2022&#8220;</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes und seiner Abgrenzung zum Reduzieren des Betretens</li>
<li>umfangreiche, feinfühlige Einkürzungen der Stämmlings-Teilkronen zur Reduzierung der Kopflastigkeit und des damit verbundenen hohen Risikos des Auseinanderbrechens des Baumes</li>
<li>Erneuerung und Optimierung der Kronensicherungen (Verbindung beider Stämmlinge miteinander durch dynamische Kronensicherung)</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_2  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-1.jpg" title="Baum vor der Kirche">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-2.jpg" title="Eindrucksvoller Stammfuß">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-3.jpg" title="Massiver Eisenring">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-4.jpg" title="Ensemble an Straße">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-6.jpg" title="Strukturen mit Schnee">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-7.jpg" title="Winter war bestellt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2021/01/Prangerlinde_Grosspoerthen-8.jpg" title="Halseisen gibt zu denken">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/prangerlinde-grosspoerthen/">Prangerlinde Großpörthen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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