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	<title>Schleswig-Holstein-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Schleswig-Holstein-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Eiche im Hofpark vom Gut Klostersee bei Grömitz (Kreis Ostholstein)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 10:15:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eiche-im-hofpark-vom-gut-klostersee-bei-groemitz-kreis-ostholstein/">Eiche im Hofpark vom Gut Klostersee bei Grömitz (Kreis Ostholstein)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Eiche im Hofpark vom Gut Klostersee bei Grömitz (Kreis Ostholstein)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Park des Gutshofes Klostersee, 23743 Grömitz-Cismar; Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 350 Jahre (300 &#8211; 400 Jahre, aus Standort, Baumgestalt und Hofgeschichte hergeleitet)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">6,50 m (in 1,2 m Stammhöhe (Taille), gemessen April 2026)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 54.192251, O 11.01592</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">10. Oktober 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/10/11/traumhafte-ausrufung-der-hofeiche-klostersee-ostholstein/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn man auf dem Hof ankommt (&#8218;Hof Klostersee&#8216; ins Navi eingeben, den gibt&#8217;s nur einmal), wird man mit offenen Armen empfangen: alles ist auf Gästebetreuung und Kundenversorgung ausgerichtet. Der Hofladen mit eigener Bäckerei ist voll biologisch mit vielen eigenen Produkten vom Hof und weiteren aus der Umgebung. Darin und mit Außenterrasse gibt es auch ein Cafè, mit Kuchen und Torten (die ich natürlich getestet und sehr genossen habe – ist ja klar…).</p>
<p>Die große Eiche steht im Park (wenn man ankommt, links hinter den Gebäuden) und ist frei zugänglich – bitte ggf. die Privatsphäre der dort Wohnenden respektieren. Sie beeindruckt durch ihre riesige und breite, intakte Krone mit weitgehend komplett erhaltenen Ästen. Diese wachsen eichentypisch deutlich geschlängelt und bilden eine gegen den Himmel gerichtete Halbkreis-Krone von über 30 m Breite. Von der Wiese hinter der Eiche hat man einen fast freien Blick auf den gesamten Riesenbaum und seinen beeindruckenden Stamm mit turbulenten Borkestrukturen, Astnarben, Wülsten und Rissen sowie brettartigen Wurzelanläufen. Die Eiche ist mit Sicherheit der wichtigste Gutstreffpunkt der Einwohnerschar seit Jahrhunderten, es geht eine phänomenale Wirkung von ihr aus und man möchte sich 1-2 Stunden an ihrem Stammfuß einnisten oder unter ihrer Krone auf die Wiese legen (natürlich alles getestet, ist ja klar).</p>
<p>Die Hofeiche ist mit ihren 6,50 m Stammumfang eine der 10 stärksten Stiel-Eichen von Schleswig-Holstein und prägt mit ihrer Riesenkrone maßgeblich das Hofgut.</p>
<p>Auf meine Anfrage zur Eiche – gleich beim Ortstermin – wurde spontan sofort(!) eine Vereins-Versammlung einberufen und mir bereits 30 min später die überwältigte Zustimmung des Vereins mitgeteilt, dass sie Nationalerbe werden kann. So soll es sein, was für eine Freude! Und anschließend wurde auch die Vereinbarung zur Hofeiche zeitnah erstellt und unterzeichnet, dann nachfolgend wie immer bei Naturdenkmal-Bäumen die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Ostholstein einbezogen. Und auch dort war und ist man vollkommen begeistert: &#8222;Vielen Dank – das ist doch genau, was wir als UNB auch bezwecken wollen: den Schutz und die Pflege dieser Eiche langfristig sichern.&#8220;</p>
<p>In Ostholstein gibt es viele alte Eichen, etliche davon mit Grundwasseranschluss – dann kann man bei einigen das &#8222;jugendliche&#8220; Alter kaum glauben: z.B. die ebenfalls private und zu Fuß frei zugängliche Eiche auf Gut Güldenstein (bei Lensahn) mit einem aktuellen Stammumfang von 8,70 m wird vom Eichenkenner Jeroen Pater in seinem monumentalen Baumbuch &#8222;Riesige Eichen&#8220; (2015) nachvollziehbar mit einem Alter von etwa 300 Jahren eingeschätzt, und auch die Kattholzeiche bei Perdöl (steht öffentlich zugänglich an einem Feldweg) mit einem Stammumfang von sogar 12,20 m ist kaum älter. Somit wachsen dort etliche Eichen bei Grundwasseranschluss der Wurzeln mit einer sagenhaften Geschwindigkeit, und ihr Alter wird dann meist vollkommen überschätzt: mit bis zu 1000 Jahren bei den beiden zuvor genannten 300-jährigen Beispielen – das ist sehr beeindruckend.</p>
<p>Eigentümer vom Hof Klostersee ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, der Kultur und der Sozialarbeit auf dem Lande: https://klostersee.org/verein/ Durch dessen Satzung wird sichergestellt, dass auf dem Hof dauerhaft biologisch-dynamisch gewirtschaftet wird. So ist der Hof ein Demeter-Betrieb. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele. Dazu gehören vor allem Umweltbildung, Umweltschutzmaßnahmen, Förderung der Kultur auf dem Land sowie von Wissenschaft und Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Es gibt auch Ferienwohnungen zum Abschalten in der wunderbaren Natur der Hofanlage. Die Ostseeküste mit Sandstrand in Kellenhusen (zwischen Dahme und Grömitz) ist nur etwa 4 km entfernt.</p>
<p>Der Kreis Ostholstein erstreckt sich von Lübeck bis zur Insel Fehmarn, ist also ein sehr attraktives Feriengebiet an der Lübecker Bucht mit einer Küstenlänge von 185 km: von der Lübecker Bucht bis zum Fehmarnsund und mit großen Teilen der Holsteinischen Schweiz, einer hügeligen Moränenlandschaft mit vielen Seen und Waldflächen. Es lohnt sich sehr, dort mal eine Auszeit einzuplanen!</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/08/Gross-01-IMG_20260415_135553.jpeg" title="Wenn man ankommt, sieht man sofort, welche Eiche gemeint ist.">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/08/Gross-02-IMG_20260415_115112-Klostersee.jpeg" title="Blick aus dem hinteren Gartenbereich auf den enorm riesigen Baum">
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		<title>Reformationslinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/reformationslinde-steinbergkirche-kreis-schleswig-flensburg-schleswig-holstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2024 09:54:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/reformationslinde-steinbergkirche-kreis-schleswig-flensburg-schleswig-holstein/">Reformationslinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Reformationslinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gemeinde Steinbergkirche, Kreis Schleswig-Flensburg, ca. 25 km östlich der Stadt Flensburg; unübersehbar an der Hauptstraße B 199 in Ortsmitte neben der Kirche (an der Einmündung Gintofter Straße 1); Bundesland: Schleswig-Holstein</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 500 Jahre (zur Reformation etwa 1520 gepflanzt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">9,30 m in 1,1 m Stammhöhe (an der Taille um beide Stammteile herum, gemessen im Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 13 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 54.755062, O 9.759721</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">13. Juli 2024<span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/07/14/ausrufung-der-reformationslinde-steinbergkirche-bei-flensburg-mit-festlichem-gottesdienst-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/54.7548/9.7628" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun haben wir also auch das absolute &#8222;Nordlicht&#8220; unter unseren Kandidaten gefunden – mit dieser Linde ist die nördliche Grenze Deutschlands nahe Flensburg vertreten, und so werden auch die Ost-, Nord-, West- und Südflanken unseres Landes auf der Karte immer besser durch Uraltbäume &#8222;markiert&#8220;.</p>
<p>In Schleswig-Holstein gibt es nicht sehr viele alte Bäume über 400 Jahre wegen all der Stürme (und Sturmfluten), durch das verbreitet hoch anstehende Grundwasser (mit der Folge flacher Bewurzelung) und auf großen Flächen im Westen sehr intensiver landwirtschaftlicher Nutzung – dort ist deshalb bisher kein einziger Baum über 400 Jahre bekannt (habe persönlich alles danach abgesucht und unter Baumkennern herumgefragt). Zudem können viele der dort im Norden vorkommenden Baumarten nicht über 500 Jahre alt werden, wie z.B. schnell wachsende Pappeln, Birken, Weiden und Spitz-Ahorne.</p>
<p>Die Reformationslinde hat einen sehr beeindruckenden wilden Stamm mit extrem vielen &#8222;Macken&#8220;, sieht für ihr Alter sehr mitgenommen aus: sie zeigt eine enorme Vielfalt von Symptomen der Körpersprache an Bäumen – das wird auf der Ausrufung dann näher erläutert.</p>
<p>Das angegebene Alter 500 Jahre passt gut zum Stamm mit über 9 m Umfang, denn urkundlich erwähnt gab es 1576 ein bedeutsames Treffen unter der Linde – damals wäre die Linde dann etwa 55 Jahre alt gewesen, so dass man sich schon gut unter ihr beraten konnte. Somit ist die Pflanzung ca. 1520 glaubhaft und hat hervorragend passend zu ihrem Namen geführt.</p>
<p>Das Ambiente an der Kirche auf dem (noch aktiven) Friedhof ist sehr ansprechend. Der Raum um die Linde wird perspektivisch nicht wieder neu mit Gräbern belegt, um den Baum mehr zu würdigen und gelegentlich dort feiern zu können. Dieses &#8222;Freilenken&#8220; wird sich allerdings bis zu 50 Jahre hinziehen.  Die Ausrufungsfeier ist dann die erste solcher Veranstaltungen am Baum – dafür sind natürlich ein paar wichtige Dinge beim Feiern auf einem Friedhof zu beachten.</p>
<p>Die Reformationslinde hat für den Ort und die Gemeinde eine herausragende Bedeutung, dies nun erst recht durch unsere Ehrung und damit deutschlandweite Würdigung seiner Besonderheiten. Alleine während meines Aufenthaltes dort am Baum vor der Besprechung kamen 10 Bauminteressierte vorbei (die meisten mit Rädern), um die Linde zu fotografieren und zu bewundern.</p>
<p><span>Einiges an vorsichtigen Pflege- und Sicherungsmaßnahmen wird notwendig, die wir begleiten und finanzieren wollen. Es gibt hier eine sehr engagierte Untere Naturschutzbehörde (UNB) beim Landkreis, die sich sehr </span>motiviert<span> um die alten Bäume im riesigen Landkreis Schleswig-Flensburg kümmert – das möchten wir auch besonders würdigen.</span></p>
<p>Dies ist der zweite Nationalerbe-Baum von Schleswig-Holstein, da es zu den 5 kleinsten Bundesländern gehört. Hier wurde bereits 2019 die erste Eibe unserer Ehrenbäume gefunden (ebenfalls ein Kirchenbaum, in Flintbek bei Kiel).</p>
<p>Unbedingt lohnend ist von dort aus in der Nähe die Wasserstadt Flensburg und ein Abstecher zur Flensburger Förde (&#8222;Ostseefjord&#8220;) z.B. beim Schloss Glücksburg mit NSG Holnis und zur Ostseeküste ab NSG Geltinger Birk – ich könnte jetzt 10 weitere Locations dafür empfehlen, aber das ist ja nun nicht das Thema…</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche.jpg" title="eindrucksvoller mächtiger Stamm mit kurzer Krone und zwei Kronenteilen neben der Kirche (Foto Sept. 2021)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche-400x284.jpg" alt="Reformationslinde Steinbergkirche: eindrucksvoller mächtiger Stamm mit kurzer Krone und zwei Kronenteilen neben der Kirche (Foto Sept. 2021)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-20210916_085654-ps-Steinbergkirche-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3108" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps.jpg" title="und dieselbe Perspektive der Reformationslinde fast 3 Jahre später (Mai 2024)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps-400x284.jpg" alt="Reformationslinde Steinbergkirche: und dieselbe Perspektive der Reformationslinde fast 3 Jahre später (Mai 2024)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/02-IMG_20240502_082847-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3101" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/03-20210916_085545-ps.jpg" title="Stamm aufgerissen, mit größeren Fäulen und intensiven Baumreaktionen, z.B. Knollen und Innenwurzeln (Foto Sept. 2021)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/04-IMG_20240502_090807-ps.jpg" title="2 Stamm- und Kronenteile, aber definitiv ein einziger Baum, auf aktivem Friedhofsbereich">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/05-IMG_20240502_083445-ps.jpg" title="imposantes Innenleben des Stammes">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/07-IMG_20240502_084706-ps.jpg" title="Details von Symptomen der Baum-Körpersprache im Stamminneren (links vorne unten und oben Ursprung von Innenwurzeln)">
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		<title>Eibe Flintbek bei Kiel</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-flintbek-kiel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 11:56:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-flintbek-kiel/">Eibe Flintbek bei Kiel</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Eibe </strong><strong>in Flintbek bei Kiel</strong></h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>etwa 70 m nördlich der Kirche auf Kirchengrund (öffentlich zugänglich); Flintbek, Kreis Rendsburg-Eckernförde bei Kiel</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>600-800 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>3,93 m (gemessen 08.2019 in 1,3 m Stammhöhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>10 m (geschätzt), Kronenbreite 13 m (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 54.238319, 10.067039</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>27. Oktober 2019 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2019/10/30/eibe-flintbeck-dritter-nationalerbe-baum/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
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			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Diese Eibe ist mit einem Stammumfang von 393 cm in 1,30 m Stammhöhe eine der stärksten Deutschlands und mit einem von mir geschätzten Alter von 600-800 Jahren eine der ältesten des Landes. Es gibt dazu keine Untersuchungen mit sicheren Ergebnissen, so dass man nur aus dem Stammumfang, dem Standort und seiner Umgebung darüber eine Herleitung versuchen kann. Dabei ist bedeutsam, dass es sich beim Standort halbseitig um eine Kuppe handelt, da nicht weit vom Baum entfernt nach Norden und Westen das Gelände ziemlich steil abfällt, fast 10 m tief. Daher ist der Standort relativ trocken, und Eiben wachsen auch schon artbedingt nur langsam in die Höhe und Dicke. Nachforschungen haben ergeben, dass es sich um einen historischen Thingplatz handeln könnte, der schon vor dem Bau der Kirche 1223 bestanden hat. Dafür dürfte der Standort mit damals strategischen Funktionen auf der Kuppe interessant gewesen sein.</span></p>
<p>Auffallend an der Eibe sind ihre immergrünen, dunklen und oft dichten Kronen mit leuchtend roten Samen (nur an weiblichen Bäumen), ihre attraktive rötliche Schuppenborke am wulstigen, kehligen Stamm und ihre individuelle Wuchsform. Ältere Exemplare wirken daher oft monumental und sind seit Urzeiten ideale und beliebte Bäume zur Betonung von Kultstätten. Die Eibe ist die Baumart mit der größten Bedeutung in Esoterik und Mythologie. Den Kelten galt sie als heiliger Baum, den Germanen als Sinnbild für Ewigkeit. Beeindruckend ist zudem ihre enorme Schattentoleranz, so dass sie wie die Rot-Buche unter allen anderen Baumarten wachsen kann. Wildexemplare (meist in Wäldern) sind so selten, dass sie als eine von nur ganz wenigen Baumarten in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt ist.</p>
<p>Die Eibe ist ein Nadelbaum, der keine Zapfen trägt, sondern leuchtend rote fleischige &#8222;Beeren&#8220;: Samen mit einem fleischigem, roten Mantel. Ihre dunkelgrünen weichen Nadeln bleiben ca. 8 Jahre am Zweig und sind besonders ausgeprägt an Sonne oder Schatten angepasst. Dies hat zur Folge, dass Sie beim Verpflanzen älterer Eiben die Himmelsrichtung der Kronenseiten einhalten sollten (mit Hilfe einer Markierung z.B. an der Nordseite), damit die Schattennadeln weiterhin nach Norden und die Sonnennadeln nach Süden orientiert sind. Sonst kann es zum Nadelsterben und im Extremfall sogar zum Absterben des Baumes kommen, dies auch bei plötzlicher Freistellung aus dem Schatten.</p>
<p>Die Baumart ist zweihäusig, d.h. es gibt nur männliche oder weibliche Blüten auf einem Baum und demzufolge auch nur Eiben-Männer oder -Frauen. Die roten Samen an den weiblichen Bäumen entwickeln sich daher nur, wenn eine männliche Eibe in der Nähe steht (maximal 1 km entfernt). Die Verbreitung der Samen ist wegen des leuchtend rot gefärbten Samenmantels gesichert – Amseln, Drosseln und auch Kleinsäuger fressen ihn und scheiden den holzigen Samen unverdaut und keimfähig wieder aus. Eiben in Mauerritzen müssen vorher durch einen Vogel- oder Mäusedarm &#8222;gewandert&#8220; sein, sonst könnten sie dort nicht hingelangen.</p>
<p>Das Holz ist harzfrei und sehr dauerhaft, sogar dauerhafter als das der Eiche, erst recht aber elastischer. Deshalb wurde es früher für den Bogenbau genutzt, vor allem England hatte einen enormen Bedarf an Bögen. Die wunderschöne Färbung und die Härte – viel härter als alle anderen unserer Nadelhölzer – verschafft dem Holz zudem Bedeutung bei Kunsttischlern und für die Herstellung von Messern und Kämmen. Im Außenbereich ist es ein gesuchtes Bauholz und kann ohne Schutz im Freien verwendet werden, unbehandelte Zaunpfosten aus Eibe halten Jahrzehnte lang. Der älteste gefundene Speer eines Neandertalers bestand aus Eibenholz.</p>
<p>Wie immer in der Heilkunde ist die Giftigkeit auch bei der Eibe eine Frage der Anwendung und Dosierung. Nadelextrakte bewähren sich nämlich in der Krebsbekämpfung, weshalb man sie sogar lokal in Plantagen anbaut und schneidet. Sie wird daher sogar als Heilmittel der Zukunft bezeichnet. Außerdem ist die Eibe aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit eine sehr beliebte, langsam wachsende und dichte Heckenpflanze. Sie kann hervorragend zu interessanten Formen geschnitten werden, z.B. zu Kugeln, Kegeln und Tiersilhouetten. Ihre Schnittzweige sind ein optimales Deckreisig im Winter, da die Nadeln sehr lange am Zweig bleiben.</p>
<p>Die Eibe hat gute Eigenschaften zur Feinstaubbindung und für Lärmschutz, beides auch im Winter durch ihre immergrünen Nadeln. Die Baumart ist zum Baum des Jahres 1994 ernannt worden.</p>
<p><em>Text von Andreas Roloff, Tharandt (Auszug aus Buch &#8222;Der Charakter unserer Bäume&#8220; von Andreas Roloff, Ulmer Verlag Stuttgart, 2017)</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_2  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
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