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	<title>Thüringen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Thüringen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Flehmüllers Eiche Nordhausen (Landkreis Nordhausen am Südharz, Thüringen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/flehmuellers-eiche-nordhausen-landkreis-nordhausen-am-suedharz-thueringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 10:57:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/flehmuellers-eiche-nordhausen-landkreis-nordhausen-am-suedharz-thueringen/">Flehmüllers Eiche Nordhausen (Landkreis Nordhausen am Südharz, Thüringen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Flehmüllers Eiche Nordhausen (Landkreis Nordhausen am Südharz, Thüringen)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">am Rand des Liethberges, nördlich vom nordöstlichen Rand des Nordhäuser Stadtteils Krimderode auf einem Höhenweg 400 m über Wiesen, oder direkt von der B4 (keine Parkplätze dort) etwa 100 m Aufstieg auf einem Trampelpfad am Waldrand; Landkreis Nordhausen, Thüringen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 650 Jahre (600-700 Jahre nach Standort, Baumhistorie und -gestalt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">7,35 m (in 1,3 m Stammhöhe, gemessen Nov. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 20 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 51.533872, O 10.780689</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">05. Juni 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/06/10/wunderschoene-ausrufung-der-flehmueller-eiche-in-nordhausen-mit-bundesumweltminister-schneider/">Fotos &amp; Bericht</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Name &#8222;Flehmüllers Eiche&#8220; (ist sogar in Navis mit diesem Namen zu finden) geht auf eine nette Geschichte zurück, die sich so tatsächlich zugetragen haben kann: am Flüsschen Zorge, im Tal unterhalb der beeindruckenden Eiche, stand früher eine Gipsmühle. Die Zorge führte fast regelmäßig im Frühjahr und Herbst Hochwasser. Der Sage nach musste der damalige Besitzer der Gipsmühle daher oft vor den Wassermassen flüchten, rettete sich dann mit seiner Familie auf den nahen Berg und suchte unter dieser Eiche Schutz. Dort flehte der Müller dann (&#8222;Fleh-Müller&#8220;), dass seine Mühle von einer Katastrophe verschont bleiben und durch das Hochwasser nicht zerstört werden möge – was Erfolg gehabt hat!</p>
<p>Ab 1829 wurde der alte Hutewald um die Eiche begonnen abzuholzen. Aus den genannten Gründen von Flehmüllers Wunschgebeten hat sich ein örtlicher Rittergutsbesitzer damals vehement für den Erhalt dieser &#8222;sagenumwobenen&#8220; Eiche eingesetzt, und das wurde tatsächlich befolgt. Sie hat also auch große Bedeutung für die lokale Waldgeschichte dort.</p>
<p>Und das Besondere an dieser Eiche ist nun zudem, dass sie Bundesumweltminister Carsten Schneider persönlich als Nationalerbe-Baum ausgesucht hat. Dafür wurde ihm ein Exposé mit 4 Thüringer Kandidaten übersandt (ausgewählt aus den bisher 26 Baummeldungen für Thüringen). Da es ein Baum der Stadt Nordhausen als Eigentümer ist, freut es die Nordhäuser Stadtverwaltung mit ihrem Oberbürgermeister und den Stadtgrün-Verantwortlichen natürlich ganz besonders, dass sich der Minister für ihre uralte Eiche entschieden hat: dies wird zu Recht als große Ehre empfunden. Und zudem hat der Bundesminister auch gleich seinen Wunschtermin für die Ausrufung mitgeteilt, dem natürlich gerne entsprochen wird, da er persönlich daran teilnehmen will.</p>
<p>Die eindrucksvolle Eiche ist markantes Wahrzeichen vor den Toren der Stadt Nordhausen und wurde bereits dreimal vorgeschlagen, u.a. von der Stadt selbst. Sie steht sehr exponiert auf dem Höhenrücken und im Regenschatten des Harzes am Südharzer Karstgebiet (einer Trockenregion), so dass sie – noch dazu mit ihrem früheren Aufwuchs im Wald – einen deutlich geringeren Zuwachs gehabt haben dürfte als viele andere Eichen. Das ist bei der Alterseinschätzung zu berücksichtigen, so dass wir bei etwa 650 Jahren landen und damit also ihr Alter sogar höher einschätzen als viele andere. Eigentlich würde man dort eher eine Trauben-Eiche als eine Stiel-Eiche erwarten, unter dem Baum lagen im Herbst aber vor allem Stieleichen-Blätter, weniger Traubeneichen-Blätter. Das wird natürlich im kommenden Sommer nochmal gezielt überprüft.</p>
<p>Die Flehmüller-Eiche vermag Geschichten zu erzählen wie kaum ein anderer Baum in der Region. Als ausgewiesenes Naturdenkmal genießt sie sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Verantwortlichen eine besondere Wertschätzung und Aufmerksamkeit.</p>
<p>Beeindruckend sind ihre mächtigen Wurzelanläufe, die zeigen, dass der Untergrund an dieser Stelle schwer durchwurzelbar war und ist. Das könnte z.B. an einem größeren Gesteinsblock liegen, der sich dort im Boden befindet. Denn die Eiche steht direkt am 250 km langen Südharzer &#8222;Karstwanderweg&#8220; durch eine sehr besondere Landschaft, die auf die gesteinsauflösende Wirkung des Wassers in den Gipsböden des Südharzes zurückgeht: mit Höhlen, Erdfällen und Dolinen, Karstquellen, Bachschwinden und Flussversinkungen, Karstkegeln, Schlotten, geologische Orgeln, Felsen und weißen Wänden – so nennen das Besondere dort die Geologen…</p>
<p>Also Waidmannsheil für Ihre demnächst 10-tägige traumhafte Wanderung von Sangerhausen bis Bad Grund entlang dem südlichen Harzrand! So hatte uns auch ein begeistertes Wandererpaar diese Eiche gemeldet, als sie staunend daran vorbeikamen, denn der Mega-Wanderweg führt unmittelbar am Baum vorbei – dort hat man etwa die Hälfte der Gesamtstrecke geschafft, also Zeit für ein Bergfest auf dem 245 m hohen Liethberg… Für bequeme Rast- und Sitzmöglichkeiten ist dort gesorgt. Vom Bahnhof und von der Innenstadt sind es 4,5 km zur Eiche.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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		<title>Dicke Lärche in Brotterode-Trusetal (Thüringer Wald), Thüringen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-laerche-in-brotterode-trusetal-thueringer-wald-thueringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2024 14:54:40 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3047</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-laerche-in-brotterode-trusetal-thueringer-wald-thueringen/">Dicke Lärche in Brotterode-Trusetal (Thüringer Wald), Thüringen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Dicke Lärche in Brotterode-Trusetal (Thüringer Wald), Thüringen</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Lärche (<em>Larix decidua</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">südöstlich von Trusetal (Ortsteil der Stadt Brotterode-Trusetal) an dem Waldsträßchen L 2608 im Thüringer Wald, nordöstlich der Ferienhaussiedlung Nüßleshof, in über 500 m Höhe ü. NN; Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen (zwischen 2 Waldwegen)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 280 Jahre (250-300 Jahre, hergeleitet aus Baumgestalt, Standort und Umfeldsituation)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">5,03 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen April 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 47 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 50.771450, O 10.427450</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">8. Juni 2024 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/06/09/ausrufung-der-dicken-laerche-trusetal-thueringer-wald-mit-ueberwaeltigender-resonanz-erfolgt/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/50.7717/10.4282" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie es zu dieser Riesenlärche im Wald bei Trusetal gekommen ist, bleibt ein Geheimnis – niemand weiß dazu etwas Genaueres. Falls es dazu doch noch etwas Interessantes gibt, bitte melden! Aber die Geschichte dieser Baummeldung ist auch ergreifend. Der private Waldbesitzer (von Thüringen Forst betreut) hatte auf unsere Anfrage hin (im Dez. 2020) zur Auswahl seiner Lärche als Nationalerbe-Baum großes Interesse geäußert.</p>
<p>Daraufhin bin ich nach seinen Beschreibungen des Baumes sofort (am übernächsten Tag, war 2. Weihnachtstag) hingefahren, um ihn mir anzusehen. Und habe gejubelt: eine Lärche im besonders schönen gebirgigem Ambiente des Thüringer Waldes, wo sie sich sichtlich wohlfühlt wie sonst kaum irgendwo in Deutschland. Rundherum etliche Fichten abgestorben, in der weiteren Umgebung auch ganze Bestände, aber die Lärche strotzt, als wäre das jetzt die beste Zeit ihres Lebens.</p>
<p>Der Waldeigentümer hat dann bei der Besprechung zu unserer Auswahl seiner Lärche angeregt, den Waldbestand mit der Lärche einzutauschen gegen einen anderen Waldteil der Stadt Brotterode-Trusetal, worauf die Stadt begeistert reagierte, da es eine Attraktion für ihr Umland und Touristen des Thüringer Waldes werden soll. Tja, aber so ein Grundstückstausch dauert natürlich, und so gingen fast 3 Jahre ins Land, bis im Frühjahr 2024 alles plötzlich ganz schnell lief, nachdem der Tausch amtlich vollzogen war. Da der Baum länger &#8222;in Warteschleife&#8220; für Thüringen stand, kam er tatsächlich auch sofort dran – die Vereinbarung wurde im April unterzeichnet und nun können wir uns alle über dieses neue Highlight unserer Uraltbäume freuen und es hiermit bekanntmachen: die Ausrufung findet am 8. Juni um 14 Uhr statt.</p>
<p>Dieser Baum ist relativ unbekannt, u.a. da er nicht ganz einfach zu finden und nur etwas mühsam erreichbar ist. Andererseits ist es eine ganz besondere Lärche mit Ihrem Stammumfang und vor allem ihrer Baumhöhe, daher lohnt das Suchen. Außerdem soll es hierzulande starke ältere Lärchen von Natur aus nur im südlichsten Zipfel Deutschlands in den Allgäuer Alpen bei Oberstdorf geben (allerdings habe ich sie dort nicht gefunden, und die Förster auch nicht) – das Bemerkenswerte ist, dass die Lärche deshalb in ganz Deutschland, bis nach Flensburg, als einheimisch gilt, da dies nach Landesgrenzen entschieden wird. Daher passt der Standort in über 500 m Höhe in einem besonders schönen Teil des Thüringer Waldes besonders gut zu ihr. Als ich das erste Mal dort war, lag gerade satt Schnee (s. Bilder), was die Wirkung dieses Baumes erheblich verstärkt. Alte Gebirgslärchen in den Alpen sind oft eindrucksvolle Monumente und Skulpturen – das traue ich dieser Lärche in höherem Alter auch zu. Sie ist nun behutsam von einigen Konkurrenzbäumen freigestellt worden, damit sie ihre Krone besser ausbreiten und etwas nach unten zurückbauen kann, um die Transportwege für das Wasser bis zur Baumspitze zu verkürzen, denn sie muss es derzeit dorthin 47 m hoch transportieren!</p>
<p>Die Europäische Lärche wirft als einzige heimische Nadelbaumart ihre Nadeln im Herbst ab. Eine vollkommen schlüssige Erklärung dafür gibt es nicht, aber sicher ist dies von Vorteil, wenn es im Verbreitungsgebiet einer Baumart entweder extrem kalt oder extrem trocken werden kann. Nur wenige andere heimische Baumarten sind so frosthart wie die Lärche: bis unter -40°C. Der beste Frostschutz für einen Baum ist nun einmal, wenn die Blätter vor dem Winter abgeworfen werden. Das setzt aber voraus, dass der Baum vorher wichtige Nährstoffe aus den Nadeln abzieht – der Grund für die wunderschöne goldene Herbstfärbung der Lärche.</p>
<p>Die Lärche bildet – für einen Nadelbaum ungewöhnlich – Kurz- und Langtriebe. An den sehr früh (bereits im März/April) ergrünenden vielen Kurztrieben stehen bis zu 50 Nadeln dicht gedrängt im Büschel zusammen. Die Langtriebe hingegen erscheinen erst 4 Wochen später und wachsen dann bis zum Spätsommer immer weiter. Da Kurztriebe (und auch die Zapfen!) zu Langtrieben durchwachsen können, besteht ein großes Potenzial der Kronengestaltung und -anpassung.</p>
<p>Der biegsame Stamm erweist sich bei Lawinenabgängen im Gebirge als Vorteil. Die Stammbasis ist dort in Hanglagen oft säbelartig gebogen und kann dadurch malerisch gekrümmt aussehen – das hat schon viele Künstler und Fotografen inspiriert. Oft liegt davor noch ein Felsblock oder Gesteinsschutt, den die Lärchen am Weiterrollen gehindert haben. Die Borke zeigt im Alter eindrucksvolle Plattenstrukturen: die rötlich-braunen Borkeschuppen werden sehr dick und ähneln dann dem nordamerikanischen Riesenmammutbaum. Das ist bei diesem Prachtexemplar besonders eindrucksvoll entwickelt!</p>
<p>Nach neuen Untersuchungen an 30 Baumarten in England ist die Lärche die Baumart mit dem höchsten Potenzial zur Verbesserung der Luftqualität in Städten. Sie ist zudem ein gut geeigneter Garten- und Stadtbaum, da sie viel Licht durchlässt, im Frühling sehr früh austreibt und sich im Herbst sehr spät und leuchtend verfärbt. In den Alpen ist sie zusammen mit dem Berg-Ahorn die beliebteste Hausbaumart und übernimmt dort die Funktion des Schutzpatrons für Haus und Hof.</p>
<p>Wir freuen uns sehr, dass es mit dieser außergewöhnlichen Lärche nach der längeren Wartezeit geklappt hat und wir damit nun auch den 2. Nationalerbe-Baum Thüringens sowie insgesamt 2 Lärchen unter unseren Ehrenbäumen haben!</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240409_091409-ps.jpg" title="Wenn man dort ankommt, scheint es zunächst eine ganz normale große Lärche zu sein.">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240409_091409-ps-400x284.jpg" alt="Dicke Lärche in Brotterode-Trusetal: Wenn man dort ankommt, scheint es zunächst eine ganz normale große Lärche zu sein." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240409_091409-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/01-IMG_20240409_091409-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3039" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/05/06-IMG_20201229_123644.jpg" title="im Winter mit Schnee nochmal monumentaler und sattes Feeling von Hochgebirge">
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			</item>
		<item>
		<title>Mahllinde (Vogtei, Westthüringen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/mahllinde-vogtei-westthueringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 19:00:32 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=1791</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/mahllinde-vogtei-westthueringen/">Mahllinde (Vogtei, Westthüringen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><b><span>Mahllinde (Vogtei, Westthüringen)</span></b></h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0" style="height: 191px;">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px;">in der Gemeinde Vogtei bei Mühlhausen (an der Grenze zwischen den Ortsteilen Oberdorla zu Niederdorla, Eisenacher Straße/Ecke Mahllindenweg, Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen), unübersehbar auf einer Anhöhe</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887.188px;">400-500 Jahre (hergeleitet: 500)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 887.188px; height: 23px;">9,95 m (gemessen 12.2021 in 1,3 m Höhe)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887.188px;">N 51.161782, 10.435577</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB ab:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 887.188px;">07. Mai 2022 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/05/08/offizielle-ausrufung-mahllinde-vogtei-in-thueringen-ist-nun-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/51.1622/10.4359"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ein Naturdenkmal, welches die Bewohner:innen der Gemeinde Vogtei zu Recht mit besonderem Stolz erfüllt, sind die drei Mahllinden genau auf der Grenze zwischen Ober- und Niederdorla bei Mühlhausen direkt an der Landstraße. Hier kann man bei Wetterwechseln aufgrund des weiten Rundumblicks mit Sicht auf den bis zu 500 m hohen Höhenrücken vom Nationalpark Hainich spektakuläre Wolkenbilder erleben.</p>
<p>Wer den Platz unter den Linden betritt, wird (hoffentlich) spüren, dass dies ein besonderer Ort ist. Und das war schon lange so, denn es soll sich um einen historischen Gerichtsplatz des Mittelalters – mit Vollstreckung von Todesurteilen – handeln. Und es war nach verschiedenen Quellen bereits in noch weit früherer Zeit eine Thingstätte oder ein strategischer Ort, so wie er sich auf einer Anhöhe mit Blick weit in die Landschaft befindet. Nördlich von Niederdorla ist beim Torfabbau im Moor eine kulturhistorisch bedeutsame Stätte gefunden worden, wo am heutigen Opfermoor der Vogtei von 600 vor bis 600 nach Christus von verschiedenen Völkern und Kulturen Kultstätten errichtet wurden.</p>
<p>Die Ortschaft Oberdorla ist seit 805 urkundlich erwähnt, Niederdorla seit 1223 und der Platz mit den 3 Linden befindet sich genau zwischen diesen beiden Ortsteilen der Gemeinde Vogtei, es handelt sich also um sog. Grenzbäume. Sie bilden zusammen eine beeindruckend harmonierende Einheit und sollen wohl auch genau das ausdrücken.</p>
<p>Man könnte also vermuten, dass die dickste der 3 Linden (unser Nationalerbe-Baum) noch von 1223 stammen könnte, dann wäre sie fast genau 800 Jahre alt – für eine Linde dieser Ausmaße von 10 m Stammumfang wäre das ein &#8222;normales&#8220; Alter. Viele andere Gemeinden hätten dies auch einfach so behauptet und ohne Beweise festgelegt (wie es z.B. nicht weit entfernt mit angeblich 1.250 Jahren im hessischen Schenklengsfeld gemacht wird), hier in Vogtei ist man jedoch zurückhaltender und gibt das Baumalter mit 300-500 Jahren an – meinen großen Respekt für diese vorsichtigen Angaben. So einfach kann es unter annähernd normalen Umständen allerdings nicht sein, denn sonst müsste die Linde auf einer Quelle stehen, um so rasant gewachsen zu sein. Steht sie aber nicht, sondern im Gegenteil auf einer Anhöhe. Dies hat mich bei meinem ersten Besuch der Mahllinden sehr verwirrt, auch da die beiden Winter-Linden deutlich schlanker und wohl dementsprechend noch jünger sind (es werden 200-300 Jahre genannt).</p>
<p>Der lokale Historiker und Kreisarchivar Michael Zeng schreibt dazu 2018: &#8222;Die drei Bäume sind Linden. Die Linden, die nach Langula und Oberdorla zeigen, sind Winterlinden. In Richtung Niederdorla wächst eine Sommerlinde. Die Langulaer und Oberdorlaer Linden sind etwa 200 Jahre alt, die Niederdorlaer Linde zählt etwa 400 Lebensjahre. Wurden vor 400 Jahren auch Sommerlinden für Langula und Oberdorla gepflanzt? Gingen die beiden Bäume ein und wurden nach 200 Jahren neu gepflanzt, diesmal als Winterlinden? Oder gab es 200 Jahre lang nur die &#8218;Niederdorlaer Linde&#8216;? Und wurde dann 200 Jahre später erstmals je eine Linde für Langula und Oberdorla gesetzt? Wir wissen es (noch) nicht. Vielleicht findet das mal jemand heraus.&#8220;</p>
<p>Aus meiner baumbiologischen Sicht kann es dafür eine sehr gute Erklärung geben, die durch die Gestalt der Linde nach kürzlicher eingehender Untersuchung bestätigt wird: es stand schon vorher eine Linde dort am Platz der besonders starken Sommer-Linde, und die heutige ist ein Wiederaustrieb von ihr, der so noch die Wurzeln des Vorgängers zur Verfügung hatte und nutzen konnte. Dazu passt ihr gewaltiger Stammumfang und ihre weite Wurzelausdehnung sehr gut, und damit konnte sie von Anfang an das Wasser in 3 m Tiefe erreichen. Zudem ist das auch zusammen mit der Ortsgeschichte schlüssig, denn hier an diesem Ort hat ganz bestimmt zur Zeit der Gerichtsbarkeit auch schon ein Baum gestanden, und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Linde. Dieser erste Baum ist dann vor etwa 500 Jahren auf der exponierten Anhöhe z.B. durch Blitzeinschlag abgebrannt oder bei Sturm umgestürzt/abgebrochen und hat – wie bei Linden üblich und absolut sicher – wieder aus dem Wurzelstock ausgetrieben. Jetzt bin ich entspannt(er), seit ich bei meinem letzten Besuch vor Ort diese Erklärung gefunden habe. Es passt damit nun alles zusammen. Das Alter der dicksten Linde ist somit 400-500 Jahre, da der oberirdische Teil mit Stamm und Krone dafür zählt, und ihr Ursprung (des Vorgängers) kann 800 Jahre zurückliegen oder (des Vorvorgängers) sogar 1.200 Jahre.</p>
<p>Nur die beiden Winter-Linden sind und bleiben noch ungeklärt (ihr Stammumfang 5,10 m und 3,75 m): wann sie warum soviel später dazu gepflanzt worden sind, muss zunächst offen bleiben. Winter-Linden wachsen zwar deutlich langsamer als Sommer-Linden und bleiben kleiner, das passt hier ja wieder, aber für 500 Jahre sind sie definitiv zu dünn. Man müsste sie jahrringanalytisch untersuchen, um das herauszubekommen, aber anbohren möchte man sie dafür nicht – also bleibt es ein Rätsel und Geheimnis, damit können wir ja auch leben. Ich könnte mir vorstellen, dass nach all den Jahrhunderten mit nur einer Mahllinde den Vogtei-Bewohnern bewusst geworden ist, dass der bis dahin einzige Symbolbaum genau im Mittelpunkt der Gemeinde nicht die gesamte Gemeinde widerspiegelt. Daher hat man dann vor etwa 200 Jahren für die beiden anderen Ortsteile 2 weitere Linden dazugepflanzt, um die vollständige Dreier-Einheit zu veranschaulichen. Dabei wurde (das kommt auch heutzutage häufiger vor, wie unten erwähnt) nicht so genau hingesehen und man hat 2 Linden dazu gepflanzt, die rein zufälllig Winter-Linden waren und sind. Fest steht, dass gerade diese Dreiergruppe mit dem Platz darunter heute das Ambiente so besonders macht.</p>
<p>Aus diesen Gründen wäre ich sehr dankbar: falls jemand noch Fotos oder Gemälde/Zeichnungen von dieser Lindengruppe vor hundert Jahren oder früher hat oder findet, mir diese bitte zur Ansicht zukommen zu lassen (z.B. einen Scan), damit ich darauf die Entwicklung der Bäume und meine &#8222;neue Theorie&#8220; noch weiter überprüfen kann. Solche früheren Darstellungen haben bei anderen sehr alten Bäumen auch schon häufiger den Durchbruch für eine Altersherleitung gebracht. Von vor 500 Jahren wird es wohl leider nichts mehr geben…</p>
<p>Interessant: diese Ma(h)llinden werden mal mit &#8218;h&#8216; und mal ohne &#8218;h&#8216; geschrieben: als Naturdenkmal, im Duden und auf vielen Karten heißen sie Mallinden (da Denkmal in der Landschaft), im Ort und auf dem Straßenschild steht Mahllinden (vielleicht wegen der vielen Mühlen in der Umgebung?). Da der lokale Historiker und Kreisarchivar Michael Zeng vehement für Mahllinden (mit &#8218;h&#8216;) plädiert &#8222;als eingebürgerte regionale Besonderheit der lokalen Betonung und Aussprache&#8220;, haben wir es hier so übernommen.</p>
<p>Eine weitere Besonderheit an unserem Kandidaten ist, dass der Stamm dieser Sommer-Linde vor sehr langer Zeit ausgemauert und mit Beton verfüllt worden ist, wie man das im letzten Jahrhundert bei hohlen Bäumen nach damaligem bestem Wissen oft gemacht hat, da man dachte, dem hohlen Baum damit etwas Gutes zu tun. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich dadurch Fäulepilze im Holz besonders gut entwickeln und lässt solche Hohlräume deshalb inzwischen einfach offen. Die Bäume – und ganz besonders diese Baumarten mit 1000 Jahren Lebenserwartung – &#8222;wissen schon selbst am besten&#8220;, was gut für ihr Überleben ist und kommen mit den Hohlräumen klar. Man darf allerdings jetzt die Ausmauerung und Betonverfüllung auch nicht wieder entfernen, da sie z.T. bereits in den Baum eingewachsen ist und man ihn dabei sonst erheblich verletzen und destabilisieren würde. Diese Linde kommt damit erfreulicherweise gut zurecht, bei anderen Bäumen hat dies bisweilen schon zum Absterben geführt.</p>
<p>Hier noch eine Hilfe zur Unterscheidung von Sommer- und Winter-Linden, wie sie vor Ort also beide zu finden sind und nicht selten verwechselt werden:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<th><strong>Winter-Linde</strong></th>
<th><strong>Sommer-Linde</strong></th>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blätter unterseits</strong></td>
<td>in den Nervenwinkeln rostrot-bärtig ± glatt</td>
<td>in den Nervenwinkeln weißbärtig; Nerven hervortretend</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Knospenschuppen</strong></td>
<td>2 (selten 3)</td>
<td>3 (selten 2)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Blüten/Früchte je Blütenstand</strong></td>
<td>5 bis 12</td>
<td>2 bis 5</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Reife Früchte</strong></td>
<td>glatt, zerdrückbar</td>
<td>mit Längsrippen, steinhart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Jahrestriebe &amp; Blattstiele</strong></td>
<td>kahl</td>
<td>behaart</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Austrieb, Blüte</strong></td>
<td>später (Ende Juni/Anfang Juli)</td>
<td>zwei Wochen früher</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ansprüche</strong></td>
<td>geringer</td>
<td>höher</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dabei sind nach meiner Erfahrung die wichtigsten/hilfreichsten Erkennungsmerkmale der <strong>Winter-</strong>Linde die schon im Frühsommer kahlen Triebe und Blattstiele sowie die Blüten-/Fruchtzahl 5-12 und die zerdrückbaren Früchte. Zwischen beiden Linden gibt es auch einen Kreuzungsbastard, dessen Merkmale variabel zwischen beiden Eltern stehen. Diese Holländische Linde (<em>Tilia</em> x <em>europaea</em>) ist in Sorten (z.B. &#8222;Kaiser-Linde&#8220;) heute einer der beliebtesten gepflanzten Stadtbäume und vor allem als Straßenbaum inzwischen besonders häufig zu finden. Von Natur aus kreuzen sich beide Mutterarten kaum wegen des um 2 Wochen unterschiedlichen Blütezeitraums.</p>
<p><em>Nicht weit von den Mahllinden wurde in Sichtweite am 26. Februar 1991 solch eine Kaiser-Linde gepflanzt, und zwar mit schon 60 Jahren und 12 m Größe: als Wahrzeichen für den damals neuen geographischen Mittelpunkt des wiedervereinigten Deutschlands zwischen dem Opfermoor und Niederdorla!</em></p>
<p>Für die Biologie und Nutzung der Linden ist bedeutsam, dass sie erst spät blühen (im Juni/Juli) und ihre sehr wohlriechenden Blüten von Bienen bestäubt werden. Daher gibt es den besonders beliebten Lindenhonig, und die Imker kümmern sich engagiert um den Schutz von Linden – je älter desto besser, da umso mehr Blüten: bei Uraltbäumen können es über eine Million Blüten pro Baum sein, wie Hochrechnungen von eigenen Erhebungen an Kronenteilen ergeben haben. Die Blüten wurden und werden zudem auch gerne für Lindenblüten-Tee genutzt. Aus diesen Gründen standen früher an jeder größeren Hofzufahrt 2 Linden, auch heute findet man davon noch etliche Überlebende.</p>
<p><em>Text: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/01-IMG_20201229_085700.jpg" title="das Ensemble der 3 Mahllinden (links die Sommer-Linde)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/01-IMG_20201229_085700-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: das Ensemble der 3 Mahllinden (links die Sommer-Linde)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/01-IMG_20201229_085700.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/01-IMG_20201229_085700-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1783" />
					<span class="et_overlay et_pb_inline_icon" data-icon="U"></span>
				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/02-20201229_085339.jpg" title="vorne die Sommer-Linde mit ausgemauertem und betonverfülltem Stamm">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/02-20201229_085339-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: vorne die Sommer-Linde mit ausgemauertem und betonverfülltem Stamm" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/02-20201229_085339.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/02-20201229_085339-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1784" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/03-PC293745.jpg" title="ein starker Ort, der einen sofort ergreift">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/03-PC293745-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: ein starker Ort, der einen sofort ergreift" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/03-PC293745.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/03-PC293745-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1785" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/04-IMG_20201229_091204.jpg" title="Skulptur der Sommer-Linde mit sehr ansprechender Steintischgarnitur">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/05-IMG_20201229_090117.jpg" title="raum- und bodenergreifend bei unerwartetem Alter, aufgrund des Ursprungs aus Wiederaustrieb">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/05-IMG_20201229_090117-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: raum- und bodenergreifend bei unerwartetem Alter, aufgrund des Ursprungs aus Wiederaustrieb" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/05-IMG_20201229_090117.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/05-IMG_20201229_090117-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1787" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/06-20211202_133742.jpg" title="10 m Stammumfang und mächtiger Kronenansatz">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/06-20211202_133742-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: 10 m Stammumfang und mächtiger Kronenansatz" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/06-20211202_133742.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/06-20211202_133742-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1788" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/07-20211202_133607.jpg" title="das Baumtrio von Süden auf der Anhöhe, rechts die Sommer-Linde">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/07-20211202_133607-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: das Baumtrio von Süden auf der Anhöhe, rechts die Sommer-Linde" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/07-20211202_133607.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/07-20211202_133607-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1789" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/08-20211202_135329.jpg" title="Gewitteraufzug vom Hainich im Süden (Hintergrund)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/08-20211202_135329-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: Gewitteraufzug vom Hainich im Süden (Hintergrund)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/08-20211202_135329.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/01/08-20211202_135329-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1790" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/09-Mallinden2a-KLAUS-HEINEMANN.jpg" title="Herbststimmung (dicke Sommer-Linde im Hintergrund, Foto: KLAUS HEINEMANN)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/09-Mallinden2a-KLAUS-HEINEMANN-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: Herbststimmung (dicke Sommer-Linde im Hintergrund, Foto: KLAUS HEINEMANN)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/09-Mallinden2a-KLAUS-HEINEMANN.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/09-Mallinden2a-KLAUS-HEINEMANN-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1834" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/10-Mallinden3-KLAUS-HEINEMANN.jpg" title="das Trio im goldenen Oktoberkleid (Foto: KLAUS HEINEMANN)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/11-NEU-IMG_20201229_092654.jpg" title="Perspektive des Nationalerbe-Baumes exakt wie folgendes Bild 12 (Foto 29.12.2020)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/12-Otto-THOMASCZEK.jpg" title="Ansicht exakt wie vorheriges Bild 11, Zustand 1915 – Baum seitdem ABSOLUT unverändert! (Aquarell OTTO TOMASCZEK, freigegeben von den Mühlhäuser Museen, Thüringen)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/12-Otto-THOMASCZEK-400x284.jpg" alt="Mahllinde Vogtei: Ansicht exakt wie vorheriges Bild 11, Zustand 1915 – Baum seitdem ABSOLUT unverändert! (Aquarell OTTO TOMASCZEK, freigegeben von den Mühlhäuser Museen, Thüringen)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/12-Otto-THOMASCZEK.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/02/12-Otto-THOMASCZEK-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-1837" />
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/mahllinde-vogtei-westthueringen/">Mahllinde (Vogtei, Westthüringen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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