Wunderschöne Ausrufung der Flehmüller-Eiche in Nordhausen mit Bundesumweltminister Schneider
Was für eine traumhafte Ausrufungsfeier von Flehmüllers Eiche in Nordhausen mit Bundesumweltminister Carsten Schneider als Ehrengast! Es war einfach alles perfekt: der ausgewählte Baum in seiner Thüringer Wunschstadt, die Stimmung am Freitag-Nachmittag, die musikalische Begleitung und anschließende Bewirtung mit lokalen und regionalen Produkten.
Nach der schönen Begrüßung des stellvertretenden Oberbürgermeisters von Nordhausen folgte als erstes das längere Grußwort vom Ehrengast Bundesminister Schneider mit wertschätzenden Ausführungen zu Thüringens Bäumen und Wäldern (die er sehr gut kennt, da dies sein Heimatbundesland ist), zu ihrer Bedeutung für viele Umweltaspekte und unser menschliches Wohlbefinden sowie ein Aufruf, sich mehr über den Zustand der Natur Gedanken zu machen und sie engagierter zu schützen. Es wurde deutlich, dass er sich in Nordhausen mit Umland sehr gut auskennt und dass er mit der Stadt sehr viel Positives verbindet. Er hatte diese Eiche mit Freude persönlich aus 4 ihm vorgeschlagenen Thüringer Kandidaten ausgewählt.
In Vertretung des Landrates sprach dann der Beigeordnete sein Grußwort, und der für das Nordhäuser Stadtgrün Verantwortliche vom Sachgebiet Umwelt und Grünordnung ging auf interessante Details zum Baumbestand von Stadt und Umland ein. Abschließend erzählte noch ein älterer Einwohner von den bis vor einiger Zeit regelmäßig jährlich stattgefundenen Eichenfesten am Baum und dass eigentlich jeder und jede Bewohner/in des zum Baum gehörigen Stadtteils eine innige Beziehung zur „Dicken Eiche“ (wie sie den Baum nennen) hat: es war und ist der wichtigste Treffpunkt am Ort – auch von Heimkommenden, die schon lange nicht mehr in Krimderode wohnen.
Dann folgten vom Kuratoriums-Leiter interessante Mitteilungen zur Eiche, z.B. zu ihrer Altersschätzung, zu Besonderheiten ihres heutigen Zustandes und Umfeldes – verbunden mit der Verwunderung, dass in diese so völlig frei stehende Eiche noch nie ein Blitz eingeschlagen hat, was sonst bei solchen exponierten Eichen regelmäßig passiert. Es könnte mit am fehlenden Grundwasseranschluss des Baumes dort oben auf dem Hochplateau liegen.
Ein besonderes Highlight auf der Feier waren die Südharzer Alphornbläser mit ihrer wunderbaren Begleitmusik und dass sich das Wetter kurz vor der Feier komplett umstellte: sich nicht wie zuvor angekündigt nachmittags ein Gewitter über die Veranstaltung ergoss, sondern stattdessen kurz vor Feierbeginn der bis dann bedeckte dunkle Himmel aufriss und ein lieblicher Sonne/Wolken-Mix bei angenehmsten Temperaturen die Festgesellschaft verwöhnte.
Alles verlief wie geplant und gewünscht, und auch der dort notwendige längere Anmarsch der Gäste zu Fuß zum Baum stellte kein Hindernis dar: es kamen fast 150 Beteiligte und Gäste zusammen und fühlten sich sichtlich wohl bei dieser Veranstaltung. Unser großer Dank wieder an alle, die das Ereignis vorbereitet und mitgestaltet haben und für das große Engagement der Stadt.
Und wir sind sehr glücklich, dass der Bundesminister extra persönlich mit seinem Team zu dieser Ausrufung angereist ist und mit seinen emotionalen Ausführungen maßgeblich mit zur Gestaltung beigetragen hat.