Sehr besondere Ausrufung der Dicken Eiche Endlichhofen (Rheinland-Pfalz, bei Bad Ems)

Juni 29, 2026

Aufgrund der besonderen Hitzesituation bis um die 40°C und ernsten Gewitterwarnungen in weiten Teilen des Bundesgebietes – so auch bei Koblenz – waren von den vor Ort Verantwortlichen sehr weitsichtige und wertvolle Vorbereitungen zur Ausrufungsfeier getroffen worden: mit Zeltüberdachungen und Sitzplätzen für alle Teilnehmenden. Und es kamen trotz der klimatischen Belastung über 150 Beteiligte und Gäste, das ist unglaublich. Auch die anschließende Bewirtung mit sehr besonderen regionalen Spezialitäten mitsamt Getränken reichten für diese große Anzahl – Riesendank dafür!

Die Baumfeier am Sonntag ab 10 Uhr war kombiniert mit dem 50-jährigen Jubiläum des örtlichen sehr aktiven und mitgliederstarken Posaunenchors, der zunächst den vorgeschalteten einstündigen Gottesdienst begleitete. In diesem wurde von der Pfarrerin und weiteren Beteiligten auch speziell und sehr gelungen mehrmals auf die alte Eiche eingegangen und Bezug genommen.

Danach folgte – nach einer zwischengeschalteten extra Trinkpause wie aktuell beim Fußball –  der Übergang zur Eichenfeier mit Begrüßung durch den Ortsbürgermeister. Er machte eindrucksvoll deutlich, welche prägende Rolle diese Eiche „seit Ewigkeiten“ für die kleine Gemeinde Endlichhofen hat. Es schlossen sich die Grußworte vom Landrat und vom Verbandsgemeinde-Bürgermeister an. Die wunderbare musikalische Begleitung übernahm weiterhin der Posaunenchor, mit Liedern wie „Alt wie ein Baum“.

Dann wurden vom Kuratoriumsleiter die Besonderheiten der etwa 500-jährigen Eiche vorgestellt, was auf sehr großes Interesse stieß, da der Baum für die 150 Einwohner-Gemeinschaft schon seit langer Zeit eine enorme Bedeutung im Dorfleben hat, wie auch für die Verbandsgemeinde Nastätten und den Rhein-Lahn-Kreis. Viele wichtige Beratungen, Treffen und Feiern fanden früher unter der Eiche statt, was heute nicht mehr möglich ist, damit man sie nicht verkehrssicher unter der Krone machen muss und dafür die kostbaren toten Caspar David Friedrich-Äste in der Krone absägen müsste. Bei dieser Baumvorstellung haben auch die 3 beteiligten Mitglieder des an der Eiche bereits tätigen Jungarboristen-Teams (vom Projekt ArBoR:Net des Kuratoriumsleiters) die Ergebnisse ihrer bisherigen Untersuchungen und Erfahrungen vorgestellt und sehr spannend und eindrucksvoll erzählt, was sie beim Beklettern der Eiche in der Krone erlebt und entdeckt haben. Das kam bei den anwesenden Gästen und Medien sehr gut an und hatte nachfolgend beim gemütlichen Beisammensein etliche weitere Nachfragen zur Folge, natürlich auch des anwesenden SWR-Fernsehens.

Abschließend erfolgte die Tafelenthüllung durch 2 Ehrenbürger der Gemeinde. Insgesamt verlief auch diese Feier somit wieder sehr erfolgreich, und trotz der extremen Wetter-Situation konnte alles Geplante realisiert werden. Der Sonnenuntergang bei dieser Eiche am Vorabend und ihr Aufgang zum Ausrufungstag bei der Tafelinstallation waren mal wieder sehr besondere Erlebnisse, wie die Bilder zeigen.