Ausrufung der „Königin vom Hasbruch“ (bei Bremen) bei bester Stimmung vollzogen

Aug. 30, 2026

Es war einfach alles perfekt: das Wetter ein schöner warmer Sommertag (ein heraufziehendes großes Regengebiet mit Gewittern wartete noch bis zum Abend mit dem dort lange ersehnten Regen in der folgenden Nacht), perfekte Organisation und Vorbereitung durch die Revierförsterei Hasbruch und das Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforstverwaltung, eine bunt gemischte Teilnehmerschar von über 100 Beteiligten und Gästen, Chor und 2 Bläsergruppen zur musikalischen Begleitung sowie mit beachtlichem Medieninteresse – z.B. war das NDR-Fernsehen über 3 Stunden dabei.

Zur Begrüßung war extra der Leiter der Niedersächsischen Landesforsten angereist und drückte als Landesforstpräsident die große Begeisterung der gesamten Forstverwaltung über diese Anerkennung ihres Wirkens in Zusammenarbeit mit Naturschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Bevölkerung am Beispiel vom Hasbruch und der Friederikeneiche aus. Die ca. 800-jährige Waldeiche hat nur durch das intensive weitsichtige Vorgehen vieler Förstergenerationen vor Ort überlebt: sie wurde daher nicht von Konkurrenzbäumen überwachsen und zum Absterben gebracht, wie es ohne Eingriffe in einem Urwald sonst meist geschieht.

Die musikalische Begrüßung übernahmen lokale Jagdhorn- und Parforcehorn-Bläser, genial passend zum Urwaldambiente. Dann gingen alle zusammen zur Uralteiche und hörten gespannt der Laudatio zum Baum mit Chorbegleitung zu. Man sah, wie sehr die Anwesenden alles beschäftigte, was zur Lebensgeschichte der Friederike erzählt wurde, und es gab danach noch zahlreiche Fragen, Hinweise und Anregungen dazu. Man merkte, wie viele Menschen dort eine emotionale Beziehung zu dieser Eiche haben – sie ist inzwischen auch deutschlandweit sehr berühmt und wird dort vor Ort liebevoll die „Königin vom Hasbruch“ genannt.

Danach gingen alle weiter gemeinsam zum vorbereiteten Platz an der nahen Jagdhütte für weitere musikalische Stücke und Grußworte vom Bürgermeister und vom Landkreis, wobei ihr großer Stolz über diesen „Urwald“ deutlich wurde, der ja auch touristisch ein Highlight für Naturliebhaber ist. Ein Vertreter der niedersächsischen forstlichen Naturwaldreservate rundete alles noch ab mit einem interessanten Vortrag zur Bedeutung alter Bäume im Wald. Dann folgte die Bewirtung der Teilnehmenden mit lokalen Spezialitäten – alles ein Hochgenuss, und die gesamte Feier dauerte über 3 Stunden!

Es war alles eine Riesenfreude, wie schön diese Veranstaltung ablief – wieder unser allergrößter Dank für die hervorragende Vorbereitung der Veranstaltung und engagierte Versorgung der Gäste.

Text und Bilder: Andreas Roloff