Toller Auftakt der Ausrufungs-Saison 2026 mit der Schlosseibe in Baruth/Mark, Brandenburg

Apr. 12, 2026

Wow, was für ein wunderbarer Beginn der Ausrufungen mit dem 56. Nationalerbe-Baum: der Schlosseibe im brandenburgischen Baruth/Mark südlich von Berlin. Nachdem es morgens während der Tafelinstallation bei Sonnenaufgang -2°C waren und mittags +2° wurden, war eigentlich eine große Regenwalze angekündigt – die löste sich aber vor der Ankunft in Baruth auf und stattdessen kam 2 Stunden vor der Ausrufung plötzlich ein Wärmeschub auf immerhin 8°C (bei Windstille, so dass es gut auszuhalten war).

Dann gab es zu Beginn der Feier nach der freudigen und interessanten Begrüßung durch den Bürgermeister die einfühlsamen Grußworte der Stadtverordneten und aus dem Bundesumweltministerium, mit starker Chorbegleitung „Alt wie ein Baum möchte ich werden…“. Diese Eibe macht ungeheuren Eindruck auf jede und jeden, das merkte man auch den etwa 80 Anwesenden an – und die überraschende, neu aufgedeckte Lebensgeschichte des Baumes wurde dann in der Laudatio live an dieser Eibe erläutert und veranschaulicht: der in der heutigen Eibe im Stammsockel versteckte, aber noch deutlich sichtbare Vorgängerbaum ist so spannend und das hat man vorher nicht bemerkt, aber es konnte dort jeder nachvollziehen und selbst erleben.

Das anschließende, von der Stadt organisierte gemütliche Beisammensein mit regionalen Leckereien fand danach im Alten Schloss unmittelbar hinter der Eibe statt, wobei man sich herrlich aufwärmen und reichlich Gedanken und Fragen zu dieser besonderen Eibe und zu alten Bäumen allgemein austauschen konnte.

Genau so war meine Wunschvorstellung von dieser Ausrufung gewesen und ich bin so stolz und glücklich, wie schön es gelaufen ist – Dank an alle Beteiligten! …und hoffentlich weiter so bei den kommenden Ausrufungen (fast im Wochentakt bis Ende Juni). Einen schöneren Job als meinen – seit 2019 und bis voraussichtlich 2029 – kann es nicht geben und ich bin so dankbar, dass ich dies nun nach Ende meiner regulären Dienstzeit erleben und moderieren darf.