Gebührende Weltstadt-Ausrufung des dicksten Schnurbaumes in edlem Ambiente an der Hamburger Alster
Was länger währt, wird dafür besonders gut – die Hamburger Schnurbaum-Ausrufung war eigentlich im September 2025 geplant gewesen, aber dann fand in Baumnähe eine ziemlich einschneidende große Baumaßnahme statt, die erst abgewartet werden musste. Und das hat sich gelohnt: die stark frequentierte Fahrrad-Schnellstraße am Westufer der Außenalster wurde hinter den Schnurbaum verlegt, so dass man nun vor ihm genüsslich am Alsterufer flanieren und ihn bewundern kann. Das ist eine enorme Verbesserung seines Umfeldes mitsamt seinen Wirkungen und war bei der feierlichen Ausrufung sehr deutlich zu spüren.
Begleitet wurde die Zeremonie von feinster Jazzmusik unterm Baum, und die schöne emotionale Begrüßung hat die Hamburger 2. Bürgermeisterin und Wissenschafts-Senatorin persönlich übernommen. Danach folgten interessante Grußworte vom Abteilungsleiter der Hamburger Umweltbehörde (BUKEA), vom Bezirksamtsleiter Eimsbüttel und vom Präsidiums-Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG). Danach wurde diesmal direkt die Tafelenthüllung vorgenommen, um die so zahlreich vertretenen Medienvertreter beizeiten mit der Botschaft der erfolgten Ausrufung zu versorgen.
In der anschließenden Laudatio auf den neuesten Nationalerbe-Baum wurde auf die Besonderheiten dieser Baumart und die vielfältigen Gründe für ihre aktuelle Stadtbaumverwendung eingegangen: der Schnurbaum ist sehr resilient, kommt mit Veränderungen wie Erwärmung und Trockenstress-Zunahme sowie den vielen Stressfaktoren an Stadtstandorten gut zurecht, in seinem Herkunftsland China wird er daher bis zu 1000 Jahre alt.
Just während der Erläuterungen vom Kuratoriumsvorsitzenden zum Thema Trockenstress gab es „wie bestellt“ aus einer einzigen Regenwolke für den Schnurbaum eine kurze starke Dusche (4 min), was von vielen der Anwesenden als unterhaltsam wahrgenommen wurde. Davor und danach herrschte allerschönstes Frühlingswetter mit Sonne und Wölkchen bei angenehmsten Temperaturen. Die als jüngste Teilnehmerin der Feier (seit dem Tag zuvor 7-jährige) Frieda aus Hamburg-Poppenbüttel hatte extra für die Teilnehme schulfrei erhalten und erhielt vom Kuratoriumsvorsitzenden einen kleinen Früchtestrauß des Schnurbaums, spontan frisch vom Baum gepflückt, der noch voll hing mit reifen Früchtchen: den sog. Perlschnüren, welche zu seinem Namen geführt haben.
Danach folgte wie üblich ein längeres gemütliches Beisammensein aller etwa 150 Beteiligten und Gästen mit Bewirtung, direkt am Alsterufer mit Hamburger Spezialitäten. Was für eine Riesenfreude mit dieser würdigen Ehrung des Schnurbaumes – großer Dank an alle Mitwirkenden bei der Gestaltung und Vorbereitung der Feier, für das riesige Medieninteresse sowie an die vielen Teilnehmenden.