Traumhafte Ausrufung der Hofeiche Klostersee (Ostholstein)

Okt. 11, 2026

Es war ein Hochgenuss, diese Ausrufung der Hofeiche Klostersee in Ostholstein durchzuführen, alles war perfekt: die Reden, die Begleitmusik, die Stimmung der über 100 Teilnehmenden (von 3 bis über 90 Jahren), das anschließende Beisammensein und Plaudern mit lokalem Fingerfood vom Hof und aus der Umgebung sowie mit speziellen Getränken. Und dann das Wetter: an den Tagen vorher und bis zum Morgen der Ausrufung Unmengen von starken dauerhaften Regenperioden mit heftigen Windböen, und gleich nach der Ausrufung am Nachmittag ging es wieder so weiter. Aber während der Ausrufung gab es Sonne-Wölkchen und fast Windstille – danke danke, wer auch immer das schon wieder so hinbekommen hat! So dauerte die Zeremonie entspannt 1,5 Stunden, und auch die vielen Kinder der Einwohnergemeinschaft des Hofgutes hatten richtig Freude daran und hinterher ganz viele Fragen zur Eiche.

Zur Begrüßung erzählte der Leiter des Betreibervereins als Vertreter der Hofgemeinschaft, welche enorme emotionale Bedeutung die Eiche für das Wohlbefinden der Mehrgenerationen-WG seit Jahrzehnten hat: etliche der Anwesenden waren schon seit damals mit dieser Eiche aufgewachsen – und kamen jetzt z.T. von weither angereist zum Ereignis, da sie das unbedingt miterleben wollten. So war auch die ältere Baummelderin (eine frühere Mitbewohnerin) extra aus Lüneburg angereist, und freute sich riesig über die Folgen ihrer erfolgreichen Baummeldung.

Anschließend drückte die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesumweltministerium ihre Freude und Verbundenheit mit den Hofgut-Akteuren und dieser Eiche aus, die sie als Bundestagsabgeordnete des Landkreises Ostholstein schon lange kennt. Sie stellte dabei die herausragende Bedeutung der Nationalerbe-Bäume für das Bewusstwerden des großen Wertes alter Bäume für die Natur und uns Menschen dar. Auch der Vertreter des Landkreises als Untere Naturschutzbehörde und der Bürgermeister betonten ihre große Bewunderung und Begeisterung dieser Baumehrung für ihre Heimatregion. Die musikalische Begleitung übernahmen zwei Mitglieder der jüngeren Einwohner mit Geige und Cello, was wunderbar passte und auch der Eiche sehr gefiel.

Und danach folgte dann wie üblich die (etwas längere) Erzählung vom Kuratoriumsleiteiter zur Lebensgeschichte dieser Eiche, ihrer Besonderheiten und der Gründe für ihre Auswahl, was auf großes Interesse stieß und mehrmals zu spontanem begeisterten Applaus führte.

Das Ambiente im Hofpark passte perfekt zur Feier, alles war bestens herausgeputzt und vorbereitet. So haben wir nun erfolgreich den 68. Nationalerbe-Baum Deutschlands gekürt – wir sind stolz und glücklich darüber!

Text und Bilder: Andreas Roloff