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	<title>Niedersachsen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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	<title>Niedersachsen-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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		<title>Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Bremen (Kreis Oldenburg, Niedersachsen)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 18:56:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/friederiken-eiche-im-hasbruch-bei-bremen-kreis-oldenburg-niedersachsen/">Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Bremen (Kreis Oldenburg, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Bremen (Kreis Oldenburg, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Naturschutzgebiet Hasbruch bei Delmenhorst, Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten; nahe der Autobahn A 28 zwischen Bremen und Oldenburg (Abfahrt 18: Hude), Parkplatz an der Revierförsterei, von dort ausgeschildert etwa 15 min Fußweg zur Friederikeneiche durch das Naturschutzgebiet; Landkreis Oldenburg, Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700 &#8211; 900 J.), aus Standort, Baumgestalt, historischer Bestandesgeschichte hergeleitet)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">7,95 m (Taille in 0,6 m Stammhöhe, gemessen März 2026)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 53.070750, O 8.476500</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">27. August 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/08/30/ausrufung-der-koenigin-vom-hasbruch-bei-bremen-bei-bester-stimmung-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die besonders alte und europaweit berühmte Friederiken-Eiche wurde nun von uns als Nationalerbe-Baum ausgewählt. Sie wächst im Naturschutzgebiet (NSG) Hasbruch, welches mit seinem auf Teilflächen naturwaldartigen Zustand für die Kenntnisse der dortigen Waldgeschichte und natürlichen Waldentwicklung große Bedeutung hat und interessante Einblicke zur Lebenserwartung alter Eichen liefert.</p>
<p>Das unterbliebene Bestandesmanagement hat nämlich dazu geführt, dass dort etliche von den vielen uralten Eichen inzwischen abgestorben sind, da sie im hohen Alter immer kleiner werden (&#8222;Kronenrückzug&#8220;), in der Folge von Konkurrenzbäumen überwachsen und durch deren Beschattung schließlich zum Absterben gebracht werden können.</p>
<p>Das NSG Hasbruch ist bekannt dafür, dass dort seit etwa 150 Jahren auf Teilflächen nicht mehr in die Bestandesentwicklung eingegriffen wurde, um die natürlichen Abläufe zu erforschen und besser sichtbar zu machen. Nur bei der Friederiken-Eiche hat man eine Ausnahme gemacht und Konkurrenzbäume zurückgedrängt, so dass sie überlebt hat und von uns als Nationalerbe ausgewählt wurde. Die Niedersächsischen Landesforsten sind sehr stolz, dass sie damit nun auch einen Nationalerbe-Baum in ihren Wäldern erhalten und wir uns mit darum kümmern, dass er weiterhin eine freie Krone entwickeln und möglichst lange in Würde altern kann.</p>
<p>Die zu findenden Altersschätzungen zur Friederiken-Eiche reichen von 500 bis 1.500 Jahre, darüber staunt man. Wir haben uns daher sehr intensiv mit dem Alter dieser Eiche befasst, denn das war noch mit entscheidend, ob sie Nationalerbe-Baum werden kann bzw. soll. Wir geben ja auf unserer Website (nicht auf der Baumtafel) auch das Alter an, immer mit einer Spanne der Schätzungen basierend auf belastbaren Informationen. Der erfahrene Alteichenkenner Jeroen Pater hat die Friederiken-Eiche in seinem Buch &#8222;Riesige Eichen&#8220; ausführlich mit historischem Hintergrund und Bildmaterial beschrieben, und sie wird von ihm mit einem Alter von 500-800 Jahren eingeschätzt, maximal 700-800. </p>
<p>Wir selbst haben durch die ständigen Untersuchungen an alten Bäumen von den vielen gemeldeten Nationalerbebaum-Kandidaten inzwischen umfangreiche Erfahrungen mit der Alterseinschätzung, darunter auch an sehr vielen alten Eichen und landen so bei 700-900 Jahren für die Friederikeneiche. Dabei wird der nasse Standort berücksichtigt, der dort zu einem geringeren Zuwachs und somit zu höherem Alter führt.</p>
<p>Die vormals vielen uralten knorrigen Eichen im Hasbruch stammten ursprünglich aus einem Hutewald (seit dem 13. bis ins 19. Jahrhundert), sind also zunächst mit relativ freier Krone aufgewachsen. Das sieht man der Friederikeneiche auch heute noch eindeutig an, da sie einen im unteren Abschnitt z.T. schiefen und noch mit dicken Ästen versehenen Stamm aufweist. So könnte eine Eiche nicht aussehen, die im dichten Bestand aufgewachsen ist, da dann die unteren Äste durch Lichtmangel schnell abgestorben wären und der Stamm infolge der Konkurrenz von Nachbarbäumen gerade nach oben wächst. Das bedeutet: sie stand ihr Leben lang halbwegs frei und hatte daher eine gute Belichtung der Krone, mit der Folge eines guten Zuwachses in den ersten Jahrhunderten ihres Lebens. Auch in den Unterlagen zum Hasbruch steht, dass dies im 13. Jahrhundert ein Weide- und Hutewald des Klosters war.</p>
<p>Weiter gibt es in einem Buch von J.G. Kohl (1864: &#8222;Die alten Eichen im Oldenburgischen – Nordwestdeutsche Skizzen&#8220;, S. 7-26) auf Seite 23 in der 7. Zeile den hochinteressanten und glaubhaften Satz, dass bei der Untersuchung einer gefällten Rieseneiche im Hasbruch Jahrringe von der Stärke eines kleinen Fingers (= 10-12 mm) und welche von wenigen (= 2-4) Millimetern Stärke gegeben habe.</p>
<p>Das hört sich realistisch an und wenn man auf diese Weise 500 Jahrringe einschätzt mit </p>
<ul>
<li>100 Jahrringen von 10 mm Breite   = 100 cm </li>
<li>200 Jahrringen von 7 mm Breite     = 140 cm</li>
<li>200 Jahrringen von 3 mm Breite     <u>=   60 cm</u></li>
</ul>
<p>macht das zusammen 300 cm  x 2 = Stammdurchmesser 6,00 m aus. </p>
<p>Dann wären es allerdings bei 6 m Stammdurchmesser fast 20 m Stammumfang, was bei Eichen nicht möglich ist. Die Friederiken-Eiche hat aktuell etwa 8 m Stammumfang (was ja auch sehr beachtlich ist).</p>
<p>Will man auf das verbreitet genannte Alter der Friederikeneiche von 1.250 Jahren kommen bei 8 m Stammumfang = ca. 2,50 m Stammdurchmesser, dann hätte eine Stammhälfte 1,25 m Dicke. Darin müsste über das <strong>gesamte(!)</strong> Baumleben von den mutmaßlichen 1.250 Jahren ein <strong>mittlerer</strong> Zuwachs von nur 1 mm Jahrringbreite erfolgt sein. Das ist aus unserer Sicht ausgeschlossen: keine Eiche in Deutschland hatte über so einen langen Zeitraum einen so geringen Zuwachs, auch nicht die ältesten, sondern meist mindestens 2-5 mm. So ist z.B. die berühmte Ivenacker Methusalem-Eiche mit einem Stammumfang von 11,55 m glaubhaft 850 Jahre alt.</p>
<p>Daher gehen wir wohlwollend von etwa 800 Jahren Lebensalter (700 – 900 Jahre) der Friederikeneiche aus, was ja auch oberste Liga in Deutschland ist.</p>
<p>Als aktueller Handlungsbedarf wird derzeit das Kleinhalten von Konkurrenzbewuchs im unteren Kronenbereich erkannt und soll zeitnah und dann regelmäßig vorgenommen werden.</p>
<p>Der oft als &#8222;Urwald&#8220; bezeichnete Hasbruch ist auch weit über die Region hinaus bekannt und berühmt für seine vielen weiteren alten und z.T. skurrilen Baumgestalten, u.a. beeindruckende Hainbuchen und Rot-Buchen. Zudem sind die Prozessabläufe dort sehr gut untersucht. Ich kenne das NSG Hasbruch seit 45 Jahren und war schon 13 mal dort, u.a. um Fotos für Vorlesungen und Vorträge zu machen. Und auch als meine Mutter bis vor wenigen Jahren in ihrem hohen Lebensalter im Seniorenheim in Bremen lebte, sind wir öfters dorthin gefahren, da sie es sich ausdrücklich gewünscht hat.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/07/Gross-01-IMG_20260211_115928.jpeg" title="die Friederikeneiche, wenn man ankommt: eingezäunt zum Schutz vor herabfallenden Ästen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/07/Gross-08-P9198902-ps-Hasbruch.jpeg" title="unbedingt noch weiter im eindrucksvollen &quot;Urwald&quot; umsehen: z,B. nach imposanten Hainbuchen">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/friederiken-eiche-im-hasbruch-bei-bremen-kreis-oldenburg-niedersachsen/">Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Bremen (Kreis Oldenburg, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 18:20:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/">1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Ortsteil der Stadt Bockenem im Ambergau bei Hildesheim; im Dorf ausgeschildert und über die 3 Sträßchen Zur Linde, Unter der Linde und Zum Krug erreichbar; Bundesland: Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 1.000 Jahre (900-1.100 nach Ortshistorie, Standort und Baumgestalt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">11,90 m (an Taille in 1,05 m Stammhöhe, gemessen April 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 12 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.034184, O 10.070076</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">11. Oktober 2025  (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/10/12/erste-1000-jaehrige-linde-in-upstedt-lkr-hildesheim-mit-bewegender-inszenierung-am-baum-ausgerufen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
            <iframe loading="lazy" width="100%" height="100%" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.0376/10.0701"></iframe>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Ortschaft Upstedt wurde 850 gegründet – zur Zeit der Christianisierung, und damals pflanzte man &#8222;Marienlinden&#8220;. So gibt es die Sage, dass die heutige Upstädter Linde damals als eine solche &#8222;Marienlinde&#8220; gepflanzt wurde. Das ist aber frei erfunden und durch nichts belegbar. Hingegen heißt der Platz mit dem Lindenstandort seit etwa 1000 Jahren &#8222;Am Thie&#8220; und war daher seit damals ein wichtiger Versammlungs- und Verhandlungsort (Thing), der zudem strategische Bedeutung hatte: man kann von dort weit in die Landschaft schauen über den &#8222;Ambergau&#8220;, eine große fruchtbare Muldenebene. Weiter gibt es auch noch die Aussage, dass die Linde im Jahr 1100 in einer Urkunde erwähnt wurde und dann schon ein älterer Baum gewesen muss. In einer anderen Version zu dieser Urkunde von 1100 heißt es, dass darin die Baumpflanzung genannt wurde – was nicht sein kann, denn Baumpflanzungen wurden damals nie beurkundet. Beides ist also nicht belegt und unglaubwürdig, und es konnte trotz intensiver Recherchen auch keine solche Urkunde gefunden werden.</p>
<p>Aber dass die heutige Upstedter Linde aus dieser Zeit der Jahrtausendwende stammen kann, zeigt ihre unbeschreibliche Stammgestalt: nur aus Beulen, zu Stämmen erstarkten autarken Innenwurzeln und zwei größeren Urstammresten bestehend, die noch bis vor kurzem am Kronenansatz verbunden waren: es passen in etwa 5 m Höhe die beiden Stammteile wie Schloss und Schlüssel zusammen. Die wollen wir nun mit Zweig-Überbrückungen wieder verbinden, was eine Weile dauern wird und dann wie eine natürliche Kronensicherung funktioniert – damit gibt es gute Erfahrungen. Nach einer Baumbeschreibung von 1950 gab es damals im Stamm 3 Öffnungen und er war begehbar. Heute sind es am Stammfuß 2 völlig voneinander getrennte Stammteile, die oben noch (fast) zusammenhängen.</p>
<p>Somit ist nun also bei diesem Nationalerbe-Baum die größte bisherige Überraschung eingetreten: die Sommer-Linde in Upstedt wird von uns als etwa 1000 Jahre alter Baum eingestuft. Damit haben wir endlich den ersten glaubhaften Tausender gefunden! Die belegte Orts- und Baum-Historie der Upstedter Linde lässt diesen Schluss zu, und vor allem passt die Baumgestalt dazu. So sind wir also bei unserer intensiven Suche erstmalig fündig geworden, und wollen dies hiermit auch schnellstmöglich bekanntmachen.</p>
<p>Was diese Linde alles schon erlebt und überlebt hat, ist einfach unglaublich: am Anfang des 2. Jahrtausends war sie eine Thingstätte und wurde dann etwa im 13. Jahrhundert ein Gerichtsbaum. Während eines Rechtsstreites mit gewaltsamen Auseinandersetzungen (&#8222;Hildesheimer Stiftsfehde&#8220; 1519 – 1523) wurde fast das ganze Dorf niedergebrannt, aber die damals etwa 500-jährige Linde überlebte das Feuer wie durch ein Wunder. In den 1890er Jahren schlug ein Blitz in den Baum ein und kappte die Krone. 1932 entzündeten spielende Kinder ein Feuer im Baum und das Stamminnere brannte aus, konnte von der Feuerwehr aber noch mühsam gelöscht werden. 1959 wurde die Linde &#8222;baumchirurgisch saniert&#8220; – so nannte man Baumpflege- und -sicherungsmaßnahmen mit dem damaligen Wissensstand – und dabei wurde die Krone gekappt. 1973 brachen bei einem Sturm alle bis dahin wieder erstarkten Äste der Krone aus dem morschen Stammmantel ab. Und sie lebt immer noch!</p>
<p>Daher heißt es so treffend und schön in einer Chronik zu dieser Linde: es ist jedes Frühjahr ein unbeschreibliches Wunder, wenn und dass sie wieder austreibt! Zudem bringt sie an ihren aktuellen Wipfeltrieben der eingekürzten Krone immer noch Jahrestrieblängen von bis zu einem halben Meter zustande – weshalb sie nun auch dringend wieder behutsam eingekürzt werden muss und das weiterhin etwa alle 5 Jahre, damit sie nicht zu kopflastig über den Stammruinen darunter wird. Auch die beiden rechts und links dahinter befindlichen Bedrängerlinden müssen dabei auf dieselbe Höhe eingekürzt werden, sonst könnten sie im Lauf der nächsten 100 Jahre die Uraltlinde womöglich durch Überwachsen zum Absterben bringen – die Situation ist jetzt schon kritisch.</p>
<p>Ich kenne die Linde seit über 40 Jahren (seit meinem Forststudium in Göttingen), damals hatte ich aber noch keine Ahnung und Erfahrung mit der Altersermittlung uralter Bäume und war nur einfach sehr beeindruckt von dem Baumveteran.</p>
<p><a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-im-Text-Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch-ps.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-im-Text-Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch-ps-244x300.jpeg" width="244" height="300" alt="Ortswappen-Upstedt-Wappenbuch" class="wp-image-3890 alignleft size-medium" /></a>Bei der Vorbesprechung Anfang August wurde auch ausführlich über das Stammumfeld und den Platz am Baum diskutiert: ob da noch etwas zu optimieren ist – aber einmütig entschieden: am besten nichts verändern, denn dieser Methusalem ist ja bisher 1000 Jahre gut damit klargekommen. Es bleibt also (fast) alles wie es ist und das sieht ziemlich gut aus: Kies an der Oberfläche und ein Plattenweg einseitig hinter dem Stamm.</p>
<p>Diese Linde hat seit längerem 2 Namen: Dicke Linde und 1000-jährige Linde. Vor Ort hat man sich auf unseren Vorschlag hin für den zweiten Namen auf der Baumtafel entschieden: denn in diesem Fall trifft also das &#8218;1000-jährig&#8216; zum ersten Mal unter unseren Nationalerbe-Bäumen tatsächlich zu.</p>
<p>Im sehr alten aktuellen Ortswappen von Upstedt ist die Uraltlinde markant dargestellt, das sieht sehr treffend aus (Quelle: Wikipedia / <span>Wappenbuch Landkreis Hildesheim-Marienburg 1966).</span></p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_1  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731.jpeg" title="Wenn man ankommt, sieht man den Baum an seinem sehr würdigen Standort wie auf einer Bühne (Mitte links).">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731-400x284.jpeg" alt="Wenn man ankommt, sieht man den Baum an seinem sehr würdigen Standort wie auf einer Bühne (Mitte links)." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-01-IMG_20250718_095731-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3881" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps.jpeg" title="mit einem sehr gelungenen urtümlichen Aufgang zum &quot;Heiligen Hain&quot; unter der Uraltlinde">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps-400x284.jpeg" alt="mit einem sehr gelungenen urtümlichen Aufgang zum &quot;Heiligen Hain&quot; unter der Uraltlinde" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-02-IMG_20250805_125056-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3882" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-03-IMG_20250718_094604.jpeg" title="ein Stamm wie eine riesige Skulptur mit wilden Strukturen und ungewöhnlich weitreichenden Wurzeln">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-04-IMG_20250718_094729.jpeg" title="als hätte hier ein großer Kampf ums Überleben stattgefunden (was auch mehrmals eintrat bei diesem Methusalem)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-05-IMG_20250805_124810-ps.jpeg" title="die Wurzeln mit enormen Ausmaßen und aufregenden Strukturen, einige Innenwurzeln zu autarken Stämmen erstarkt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-07-IMG_20250718_095517.jpeg" title="oben am Kronenansatz hingen bis kurzem noch beide Stammteile zusammen, das soll nun wieder hergestellt werden">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/08/Gross-08-IMG_20250718_094720.jpeg" title="Diese Wurzel scheint Jahrhunderte lang etwas gesucht (und gefunden) zu haben.">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/1000-jaehrige-linde-in-upstedt-stadt-bockenem-bei-hildesheim-niedersachsen/">1000-jährige Linde in Upstedt (Stadt Bockenem bei Hildesheim, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Dicke Eiche Groß Schneen (bei Göttingen, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-eiche-gross-schneen-bei-goettingen-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 10:19:18 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3493</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/dicke-eiche-gross-schneen-bei-goettingen-niedersachsen/">Dicke Eiche Groß Schneen (bei Göttingen, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Dicke Eiche Groß Schneen (bei Göttingen, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572px;">Ortschaft Groß Schneen der Gemeinde Friedland, Landkreis Göttingen, ca. 12 km südlich von Göttingen mit perfekter Bus-Anbindung vom Bahnhof dort; von der Straße &#8222;An der Eiche&#8220;  aus unübersehbar steht die Eiche am Seitensträßchen Am Mühlenberg, ca. 350 m westlich der Hauptstraße (von der Durchgangsstraße L 568 von Göttingen nach Friedland und Eschwege die Abzweigung der Seitenstraße Am Dorfe nehmen); Bundesland: Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 450 Jahre (400-500, die bei Recherchen gefundenen Angaben reichen von 275 bis 1000 Jahre)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572px; height: 23px;">8,20 m in 1,3 m Stammhöhe (an der Taille, gemessen Okt. 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572px;">N 51.438165, O 9.924367</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">27. April 2025 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/04/28/grosse-partystimmung-zur-ausrufung-der-dicken-eiche-bei-goettingen-gross-schneen-niedersachsen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Verbreitet heißt die Dicke Eiche auf Karten und z.B. in Google Maps &#8222;1000-jährige Eiche&#8220;, aber das großzügige Aufrunden kennen wir ja schon. Bei dieser Eiche wird es allerdings etwas spannender, da sie vor 20 Jahren nach einem Gutachten mit Jahrringmessungen an einem Ast als 275-jährig altersdatiert wurde (also danach heute 295 Jahre alt wäre). Darüber gerät man allerdings sehr ins Staunen bei den Dimensionen dieser dicken Eiche. Die damalige Begutachtung habe ich mir sehr genau angesehen (ohne mich hier in Details zu verlieren) und kann dazu nur sagen: so geht es nicht – von den Jahrringen eines Astes auf das Baumalter zu schließen, ist schlicht unzulässig. Der Stamm ist natürlich hohl bei so einer alten Eiche, daher helfen die noch vorhandenen äußeren = jüngsten Stamm-Jahrringe nicht bei der Altersschätzung, weil man zum frühen Baumleben ja so nichts erfährt. Und diesen ungeheuer beeindruckenden kurzen knolligen und beuligen Stamm möchte man dafür auch nicht anbohren und damit beschädigen.</p>
<p>Dieser Baum wird auch häufig als Gerichtseiche bezeichnet: es soll dort seit dem 13. Jahrhundert eine Halsgerichtsstätte (mit Strafen wie Verstümmelung und Tod) des Amtes Friedland gewesen sein, die erst 1859 aufgehoben wurde. Es ist deshalb möglich, dass auch noch unter dieser damals etwa 275-jährigen Eiche Gericht gehalten worden ist. Im 13. Jahrhundert kann es jedoch diese Eiche noch nicht gewesen sein, da müsste es also einen Vorgängerbaum gegeben haben.</p>
<p>Die das Ortsbild prägende Stiel-Eiche ist seit 1913 als Naturdenkmal ausgewiesen – seit über 100 Jahren, was sehr bemerkenswert ist.</p>
<p>Bei unserer Eigentümersuche zur Eiche war interessant, dass zunächst Unsicherheit bestand, wem der Baum gehört: der Gemeinde oder der Kirche. Letzteres trifft zu, aber das Grundstück ist schon seit fast 100 Jahren an die Gemeinde verpachtet – nun sind die Kirchengemeinde und die Gemeinde beide hellauf darüber begeistert, dass wir gekommen sind, um den Baum zu ehren und in die höchste Baumliga Deutschlands aufzunehmen.</p>
<p>Auch interessant und schön: es gibt kaum im Ort Aufgewachsene, die nicht in ihrer Kindheit viel ihrer Freizeit an, unter, in und auf dieser Eiche verbracht haben, die ein sehr beliebter Treffpunkt war und auch heute noch ist – alle lieben sie!</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/02/Gross-01-IMG_20241016_102225-ps.jpeg" title="die Dicke Eiche Groß Schneen in voller Pracht und Herbststimmung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/02/Gross-02-IMG_20250109_120827-ps.jpeg" title="ihr besonderer Charakter von Stamm und Krone noch besser ohne Blätter wirkend">
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		<title>Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 13:00:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/">Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Klosterpark Schortens (Landkreis Friesland, Niedersachsen), OT Oestringfelde, Am Ginsterweg 10, beim Regionalen Umweltzentrum (RUZ): von dort geradeaus auf Fußweg weitergehen, nach 100 m rechts halten</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 450 Jahre (400-500 Jahre, hergeleitet aus Baumgestalt, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">3,85 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Okt. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 53.535995, O 7.923057</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">14. Juni 2024 <span> </span><span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/06/15/stimmungsvolle-ausrufung-der-waldeibe-im-klosterpark-schortens-friesland-niedersachsen-wuerdevoll-gefeiert/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/53.536/7.9228" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dieser Baum ist hervorragend inszeniert, auch mit der dezenten, aber deutlichen Umzäunung: dahinter ist der &#8222;heilige Raum des heiligen Baumes&#8220;, der nicht betreten werden soll. Er wird noch etwas optimiert (nicht mehr quadratisch, sondern runder mit Staketenzaun). Und dann nehmen Sie sich bitte richtig Zeit, diesen unfassbar schönen Stamm anzusehen – das bekommen Sie in solcher Schönheit, Intaktheit und Vollkommenheit in Deutschland nicht oft zu sehen! Diese Eibe erinnert mich daher so intensiv an die englischen Uralteiben, von denen etliche auch so ein schönes Outfit haben (allerdings mit oft 2-3mal so dicken Stämmen). Diese Eibe hat fast die 4 m Stammumfang erreicht, in England gibt es etliche mit bis zu 13 m Stammumfang! Das kann und wird diese Eibe auch schaffen, wenn wir ihr noch 800 Jahre Zeit lassen – versprochen.</p>
<p>Das haben wir hier nun alle gemeinsam mit der Auswahl und Kür zum Nationalerbe-Baum in die Wege geleitet: Stadt, Naturschutz-Verantwortliche, Baumpfleger, Umweltbildungsexperten zusammen mit der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Der Baum steht in einem Landschaftsschutzgebiet, das ist ein für die Naherholung wichtiges Gebiet mit übergeordnetem Schutz für die dort stehenden wertvollen Bäume – wie z.B. hier die Eiben.</p>
<p>Als ich den Baum &#8222;zufällig&#8220; auf meiner Baumsuch-Tour im äußersten Nordwesten der Republik (Ostfriesland und Friesland) gefunden hatte, konnte ich kaum fassen, dass in diesem &#8222;relativ baumfreien&#8220; Teil Deutschlands solch ein Prachtexemplar von Eibe steht. Es gibt dort insgesamt deutlich weniger alte Bäume als anderswo wegen der vielen und starken Stürme sowie durch das meist hoch anstehende Grundwasser, welches eine tiefe Verwurzelung und damit die Standsicherheit der Bäume erschwert. Dauerhaft im Wasser können nur ganz wenige Bäume problemlos wachsen, wie z.B. Weiden, Erlen und Sumpfzypressen. Eiben haben damit große Probleme, aber dafür den Vorteil, dass sie langsam wachsen und daher länger klein bleiben. Insofern ist die sehr besondere Höhe dieser Eibe von etwa 25 m außergewöhnlich, aber der Baum steht windgeschützt umgeben von vielen anderen alten Bäumen im Bestand und hat mit deren Beschattung zudem kein Problem. Denn Eiben halten selbst in hohem Alter starken Schatten aus, darin sind sie Rekordhalter.</p>
<p>Und noch etwas ist hier sehr besonders und mir gleich beim ersten Besuch dieses Baumes aufgefallen: die &#8222;Lichtspiele&#8220; der Sonne morgens und abends auf dem Stamm der Eibe. Das ist am besten ausgeprägt im Winter (weil die anderen Bäume des Bestandes dann kahl sind) und bei tiefstehender Sonne (weil die dann unter den Nachbarbäumen hindurch auf den Eibenstamm trifft). Und von jeder Stammseite und jedes Mal, wenn man kommt, ist es ein anderes Schauspiel – einfach phantastisch! Die Bilder unten sollen es zeigen…</p>
<p>Im Umfeld gibt es zudem etliche esoterische Installationen (durch das Umweltzentrum und weitere naturbegeisterte Menschen), dies verstärkt die Wirkung von Eiben und ist bei ihnen besonders ausgeprägt – es entwickelt sich daher im Umfeld von alten Eiben oft eine interessante &#8222;Szene&#8220; von Baumliebhabern. Das war mir auch schon an anderen Eibenkandidaten unter unseren Nationalerbe-Bäumen aufgefallen und ist in England mit den vielen deutlich älteren Eiben und mehr naturverbundenen Menschen noch viel stärker entwickelt. Eine weitere, fast ebenso starke und alte Eibe mit viel kürzerem Stamm befindet sich hier direkt am Umweltzentrum, und interessant: die dortige ist weiblich (entwickelt Samen), diese hier ist männlich und wird von der anderen zum Bestäuben gebraucht – sonst bringt sie keine Samen zustande.</p>
<p>Nicht weit von unserer Eibe im Klosterpark, näher am Umweltzentrum gibt es auch sehenswert den Klostergarten, mit vielen interessanten Kräutern und reichlich Veranstaltungen übers Jahr zu ihrer Nutzung. Zudem befindet sich nordwestlich angrenzend zum Sportplatz eine alte germanische Thingstätte, heute als Heiligtum bezeichnet: von einem 60 cm hohen Wall umgeben mit einer Eiche im Zentrum und rundherum 12 Linden – sehr beeindruckend und hervorragend zur Eibe passend.</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_3  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516.jpg" title="mächtiger Stamm im Bestandesdunkeln (August)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: mächtiger Stamm im Bestandesdunkeln (August)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2994" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20230817_171609.jpg" title="von jeder Seite eine andere, aber immer starke Wirkung">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20230817_171609-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: von jeder Seite eine andere, aber immer starke Wirkung" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20230817_171609.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20230817_171609-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2995" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145.jpg" title="mit eibentypischen Stammsträngen, -rippen, -kehlen und -beulen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: mit eibentypischen Stammsträngen, -rippen, -kehlen und -beulen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2996" />
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/04-IMG_20230817_173218.jpg" title="phantastisches Lichtspiel bei Abendstimmung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/11-IMG_20230817_173450.jpg" title="ganz klar ein Zeichen für eine &quot;Eibenszene&quot; hier im Klosterwald">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/12-IMG_20240207_132300.jpg" title="hervorragend erklärte und dargestellte Geschichte, Aufgaben und Besonderheiten des interessanten Klosterparkes">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/">Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<item>
		<title>Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen (bei Gifhorn, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-hankensbuettel-isenhagen-bei-gifhorn-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2023 06:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-hankensbuettel-isenhagen-bei-gifhorn-niedersachsen/">Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen (bei Gifhorn, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen (bei Gifhorn, Niedersachsen) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887px;">Holländische Linde (<em>Tilia </em>x<em> europaea</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 887px;">Isenhagen ist ein Ortsteil von Hankensbüttel, einer Samtgemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen, am südlichen Rand der Lüneburger Heide. Der Baum steht im Klostergelände, mit freiem Zugang – am besten zu erreichen vom Parkplatz an der Abzweigung Klosterstraße/Sudendorfallee, dann etwa 200 m die Klosterstraße westlich hineingehen, und nördlich vor dem Klosterhauptgebäude mit Kirche steht der Baum, er ist nicht zu übersehen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887px;">ca. 400-500 Jahre (hergeleitet aus Umwidmungsjahr Kloster zu Damenstift: 485 Jahre)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 887px; height: 23px;">7,15 m in 0,9 m Stammhöhe (Taille, gemessen Feb. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887px;">ca. 17 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 887px;">N 52.725866, O 10.619703</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 887px;">29. September 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/09/30/traumhafte-ausrufung-der-klosterlinde-isenhagen-niedersachsen-zelebriert/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_4">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#15/52.7264/10.621" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_18  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bei intensiver Begutachtung ergab sich, dass es sich definitiv um eine Holländische Linde handelt, die Kreuzung zwischen Sommer- und Winter-Linde mit durchgehend allen Übergangsmerkmalen zwischen beiden Elternarten. Da dieser Hybrid relativ häufig und sogar die seit vielen Jahren am meisten gepflanzte Straßenbaum-Linde ist (vor allem die Sorte ‚Pallida‘, auch Kaiser-Linde genannt) – wegen all ihrer günstigen Eigenschaften dafür und gegenüber dem Klimawandel –, ist es gerade interessant, sie mit zu berücksichtigen. Im aktuellen Botanikführer des Klostergartens (Calluna-Medien 2010) wird sie vom Gartenbau-Experten Dr. Richard Fronia richtig als die Kreuzung Holländische Linde benannt, und es werden ausführlich und korrekt die Erkennungsmerkmale beschrieben. Somit passte dann alles und es wurden die weiteren Schritte bis zur Ausrufung im September besprochen sowie die Vereinbarung an die lokalen Gegebenheiten und die Klosterwünsche angepasst.</p>
<p>Hier die wichtigsten Erkennungsmerkmale der Holländischen Linde (<em>Tilia </em>x<em> europaea</em>):</p>
<table style="width: 100%; border-collapse: collapse;" border="1">
<tbody>
<tr>
<th style="width: 30%;">Blätter unterseits</th>
<td style="width: 70%;">in den Nervenwinkeln gelbliche bis weißliche Achselbärte; Nerven behaart und deutlich hervortretend</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">Blüten/Früchte je Blütenstand</th>
<td style="width: 70%;">3 bis 7</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">reife Früchte</th>
<td style="width: 70%;">bis 8 mm dick, nur undeutlich gerippt, kaum zerdrückbar</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">Jahrestriebe &amp; Blattstiele</th>
<td style="width: 70%;">behaart</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">Blütezeit</th>
<td style="width: 70%;">Ende Juni/Anfang Juli</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">Ansprüche</th>
<td style="width: 70%;">gering</td>
</tr>
<tr>
<th style="width: 30%;">Toleranzen</th>
<td style="width: 70%;">sehr trockenheitstolerant, erträgt moderate Bodenversiegelung/-verdichtung und ist schnittverträglich</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Da die Holländische Linde schneller wächst als beide Eltern, ist ausgeschlossen dass dieser Baum 1000 Jahre alt sein kann, wie verschiedentlich genannt. Dafür reicht auch ihr Stammdurchmesser bei weitem nicht aus. Ihr Alter dürfte vielmehr 400-500 Jahre betragen, womit sie eine der 5 ältesten bekannten Holländischen Linden ist. Und dazu passend findet man in der ereignisreichen Klostergeschichte ein schönes Ereignis (Tabelle aus der Kloster-Website <a href="http://www.kloster-isenhagen.de):">www.kloster-isenhagen.de):</a></p>
<table style="width: 100%; border-collapse: collapse;" border="1">
<tbody>
<tr>
<th width="11%">1243</th>
<td width="87%">Stiftung als Mönchskloster des Zisterzienserordens in Alt-Isenhagen</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1259</th>
<td width="87%">nach Brand Übersiedlung nach Marienrode</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1262</th>
<td width="87%">Klosterneubau, Nonnen ziehen ein</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1327</th>
<td width="87%">Klosterneubau in Hankensbüttel</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1336</th>
<td width="87%">Brand zerstört das Kloster</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%"><strong>1345</strong></th>
<td width="87%"><strong>Baubeginn des neuen, noch jetzt bestehenden Klosters</strong></td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1349</th>
<td width="87%">Ausbruch der Pest in Europa, Einstellung der Gewölbebauarbeiten</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1518</th>
<td width="87%">Wölbung des Ostkreuzganges durch Probst Burdian</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%">1527</th>
<td width="87%">Herzog Ernst der Bekenner führt die Reformation ein</td>
</tr>
<tr>
<th width="11%"><strong>1540</strong></th>
<td width="87%"><strong>Das Zisterzienser-Nonnenkloster wird ein evangelisches Damenstift</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dieses Ereignis: die Umwandlung des Zisterzienser-Nonnenklosters in ein evangelisches Damenstift im Jahr 1540 – könnte und müsste doch eine Baumpflanzung wert gewesen sein. Der Baubeginn 1345 ist eindeutig zu früh bei diesem Linden-Hybrid. Danach gab es längere Zeit nur Ereignisse wie die Pest, wo man keine Ehrenbäume pflanzte. Somit könnte die Linde 485 Jahre alt sein: nämlich im Jahr 1540 mit 2 Jahren Alter gepflanzt worden sein. Dabei ist berücksichtigt, dass sie die letzten Jahrzehnte eine deutlich reduzierte Krone aufweist und deshalb nur noch einen reduzierten Zuwachs zustande bringt.</p>
<p>Sehr schön und einladend ist die Rundbank um die Linde gestaltet, sie soll zeitnah erneuert werden (ist jetzt in einem etwas verwitterten Zustand), damit sie besser genutzt werden kann.</p>
<p>Die Klosterlinde ist seit 1993 Naturdenkmal und wird verbreitet auch als „Tausendjährige Linde“ bezeichnet. Der schon erwähnte phantastische 48-seitige Klostergarten-Führer vermittelt umfassend und sehr anschaulich, wie viele Jahrhunderte zurück schon die Geschichte von Klostergärten allgemein und speziell des Klostergartens Isenhagen reicht. Zudem ist die Konzeption der Gärten in dieser Klosteranlage hochinteressant dargestellt einschließlich immer wieder durchgeführter Veränderungen. Einen Eindruck, welch hochwertiges Gemüse und Früchte heute aus dem Klostergarten geerntet werden, durfte ich beim inspirierenden Mittagessen mit der Äbtissin erleben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Zur Geschichte des Klosters (von der Kloster-Website <a href="https://www.kloster-isenhagen.de/" target="_blank" rel="noopener">www.kloster-isenhagen.de</a>)</strong></p>
<p><em>Das ehemalige Zisterzienserkloster Isenhagen ist eines von sechs »Heideklöstern«, die heute evangelische Damenstifte sind. Das 1243 von Herzogin Agnes, einer Schwiegertochter Heinrichs des Löwen, gestiftete Kloster ist im ersten Jahrhundert seines Bestehens zweimal verlegt worden. Um 1345 erbaute man es dann am heutigen Standort. Kirche und Kreuzgang blieben ohne Gewölbe, was mit dem Ausbruch der Pest während der Bauzeit erklärt wird. </em></p>
<p><em>Nach der Einführung der Reformation durch den Celler Herzog Ernst den Bekenner wurde das Kloster 1540 in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Das ist es noch heute als selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die staatliche Aufsicht übt der Präsident/die Präsidentin der Klosterkammer Hannover als Niedersächsischer Landeskommissar aus.</em></p>
<p><em>Der Klostergarten – schon immer ein kulturelles Kleinod – hat 2003/2004 eine erfreuliche Aufwertung erfahren. Unter dem Dach der Klosterkammer haben Fördermittel verschiedener Institutionen eine Bestandsaufnahme der historischen Gartenstruktur und deren Ergänzung und Wiederherstellung ermöglicht. Interessierten Besuchern werden zweimal im Jahr Gartentage angeboten, im Frühsommer und im Spätsommer, an denen sie den Garten besichtigen können. </em></p>
<p><em>Das Ziel der Gartendenkmalpflege war rechtzeitig zur Baumblüte des Jahres 2004 erreicht: Der 2,5 Morgen große Klostergarten erscheint gemäß seiner ursprünglichen Konzeption aus dem Jahr 1750 als Obst- und Gemüsegarten barocker Struktur. Sein besonderes Gesicht entfaltet er im Sommer.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im oben erwähnten Gartenführer ist unerklärlich, warum im darin abgedruckten Gartenplan von 1742 alle Bäume eingezeichnet sind, aber die Linde fehlt. Möglicherweise wurden nur die Obstbäume dargestellt? Sonst wäre es merkwürdig, denn sie muss damals schon ein stattlicher Baum gewesen sein – das zeigt auch diese Postkarte von 1920:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_5">
				
				
				
				
				<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: Klosterlinde um 1920 (Postkarte) – die Stammdimension von damals erscheint sogar größer als heute"><span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1857" height="1200" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: Klosterlinde um 1920 (Postkarte) – die Stammdimension von damals erscheint sogar größer als heute" title="Klosterlinde um 1920 (Postkarte) – die Stammdimension von damals erscheint sogar größer als heute" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps.jpg 1857w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps-1280x827.jpg 1280w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps-980x633.jpg 980w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-im-Text-Klosterlinde-1920-ps-480x310.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1857px, 100vw" class="wp-image-2651" /></span></a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Klosterlinde um 1920 (Postkarte) – die Stammdimension von damals erscheint sogar größer als heute</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir freuen uns, wenn uns Repros von alten Abbildungen der Klosterlinde aus dem 18. und 19. Jahrhundert zugesandt werden, um die Entwicklung der Klosterlinde noch besser zu dokumentieren und nachvollziehen zu können.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_14">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_4  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230202_083148-ps.jpg" title="urtümliche Baumgestalt im Zugangsbereich des Klostergeländes">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230202_083148-ps-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: urtümliche Baumgestalt im Zugangsbereich des Klostergeländes" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230202_083148-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230202_083148-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2643" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230608_102656-ps.jpg" title="…direkt vor der Stiftskirche: der Baum muss hier von seinem ersten Lebensjahr an eine herausragende Bedeutung und Bestimmung gehabt haben">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230608_102656-ps-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: …direkt vor der Stiftskirche: der Baum muss hier von seinem ersten Lebensjahr an eine herausragende Bedeutung und Bestimmung gehabt haben" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230608_102656-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230608_102656-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2644" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230202_085359.jpg" title="Stammskulptur und im Hintergrund uraltes Fachwerkhaus von 1595: das Gästehaus mit sehenswert schiefer Fassade und geraden Fenstern!">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230202_085359-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: Stammskulptur und im Hintergrund uraltes Fachwerkhaus von 1595: das Gästehaus mit sehenswert schiefer Fassade und geraden Fenstern!" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230202_085359.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230202_085359-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2645" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230202_085503-ps.jpg" title="Stamm mit über 7 m Umfang an der „Taille“ (die schwierig festzulegen ist) und mehreren Stämmlingen darauf">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230202_085503-ps-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: Stamm mit über 7 m Umfang an der „Taille“ (die schwierig festzulegen ist) und mehreren Stämmlingen darauf" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230202_085503-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230202_085503-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2646" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/05-20230608_103209-ps.jpg" title="unbedingt dazu gehörig, wenn auch erneuerungsbedürftig: die Rundbank um den Stamm">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/05-20230608_103209-ps-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: unbedingt dazu gehörig, wenn auch erneuerungsbedürftig: die Rundbank um den Stamm" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/05-20230608_103209-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/05-20230608_103209-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2647" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230202_083015.jpg" title="markante Grabanlage(?) zwischen Baum und Kircheneingang (mit unbekannter Historie und Zuordnung)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230202_083015-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: markante Grabanlage(?) zwischen Baum und Kircheneingang (mit unbekannter Historie und Zuordnung)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230202_083015.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230202_083015-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2648" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230202_083551-1.jpg" title="eindrucksvolle Maserknollen unterschiedlichster Größe am Stamm">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230202_083551-1-400x284.jpg" alt="Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen: eindrucksvolle Maserknollen unterschiedlichster Größe am Stamm" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230202_083551-1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230202_083551-1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2649" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/08-20230608_103235.jpg" title="interessante Borkestrukturen mit Mikrohabitaten">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/klosterlinde-hankensbuettel-isenhagen-bei-gifhorn-niedersachsen/">Klosterlinde Hankensbüttel-Isenhagen (bei Gifhorn, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 18:18:24 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2352</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/">Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 192px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572px;">Samtgemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden; direkt nordwestlich am Schloss Erbhof (dort Parkplätze), Braunschweiger Str. 1, 27321 Thedinghausen; Bundesland: Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 405 Jahre (vermutlich 1621 vierjährig gepflanzt: zur Schlossvollendung)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572px; height: 23px;">4,82 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Dez. 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 14 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">N 52.961339, O 9.029814</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">18. August 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/08/19/ausrufung-der-alten-eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-niedersachsen-erfolgreich-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.9648/9.0288" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dies dürfte nicht nur die dickste öffentlich zugängliche Eibe Deutschlands sein, sondern auch eine der besonders schönen mit vollkommen intakter, ca. 21 m breiter Krone und einem gut sichtbaren starken Stamm. Die Stämme vieler Eiben solcher Ausmaße sind oft durch die herunterhängenden immergrünen Zweige bzw. ihre Nadeln verdeckt, was Eiben leider meist so unauffällig macht, dass man sie aus der Entfernung kommend oder vorbeigehend für einen großen Strauch halten kann und kaum bemerkt. Zudem ist bei dieser Eibe der Wurzelbereich schon seit Jahrzehnten durch eine vollkommen geschlossene Efeubedeckung geschützt. Dieser &#8222;heilige Raum&#8220; unter der Krone soll nun noch durch Auslegen von Findlingen rund um den Baum verstärkt und verdeutlicht werden.</p>
<p>Diese Eibe könnte daher in Zukunft Ausmaße und eine Wirkung wie die vielen uralten englischen Eiben erreichen, was natürlich noch etwas dauern wird – wenn sie weiter in demselben Maß wächst wie bisher, wäre das in 300-400 Jahren möglich. Also ist etwas Geduld angesagt… In England stehen viele bis über 1500 Jahre uralte Eiben auf Kirchhöfen und waren dadurch Jahrhunderte lang vor der Nutzung ihres Holzes geschützt. Das ist nämlich im Mittelalter äußerst begehrt gewesen z.B. für Bogenbau, womit die Engländer ja etliche strategisch entscheidende Auseinandersetzungen gewonnen haben. Auch der älteste gefundene Speer eines Neandertalers war aus Eibenholz! In Deutschland war und ist der Schutz von Eiben auf Kirchhöfen kaum gegeben, denn dort stehen hier meistens Linden oder Eichen, und so findet man kaum noch wirklich alte Eiben hierzulande.</p>
<p>Da diese Eibe eine vollkommen intakte Krone hat, sind keine Pflegearbeiten notwendig. Und weil der Gemeinde die Besonderheit dieses Baumes gar nicht so bewusst war, ist sie lange Zeit &#8222;einfach vor sich hingewachsen&#8220;. Nun kommt sie mehr ins Rampenlicht, und ab und zu werden Gäste des Ortes oder ein Hochzeitspaar ehrfürchtig vor dem Baum stehenbleiben.</p>
<p>Eiben bilden meist mehrstämmige oder tief angesetzte Kronen und können 2.000 Jahre alt werden. Auffallend an der Baumart ist ihre durch die immergrünen Nadeln relativ dunkle und oft sehr dichte Krone. Ältere Exemplare wirken daher monumental und waren früher ideale und beliebte Bäume zur Betonung von Kultstätten: den Kelten galt sie als heiliger Baum, den Germanen als Sinnbild für Ewigkeit. Beeindruckend ist zudem ihre enorme Schattentoleranz, so dass Eiben problemlos dauerhaft unter allen anderen Baumarten und Bäumen wachsen können. Wildexemplare der Eibe sind so selten, dass sie als eine von nur ganz wenigen Baumarten in Deutschland nach der Bundesartenschutz-Verordnung streng geschützt sind.</p>
<p>Die immergrünen Nadeln symbolisieren das ewige Leben. Sie bleiben ca. 8 Jahre am Zweig und sind besonders ausgeprägt an Sonne oder Schatten angepasst. Dies hat zur Folge, dass man beim Verpflanzen älterer Eiben die Himmelsrichtung der Kronenseiten einhalten muss (z.B. mit Hilfe einer Markierung an der Nordseite), damit die Schattennadeln nach dem Verpflanzen weiterhin nach Norden und die Sonnennadeln nach Süden orientiert sind. Sonst kann es zum Nadelsterben und im Extremfall sogar zum Absterben des Baumes führen – dies auch bei plötzlicher Freistellung einer Eibe aus dem Schatten, das nimmt sie sehr übel.</p>
<p>Eiben sind besonders langsamwüchsig: sowohl ihre kurzen Jahrestriebe als auch die schmalen Jahrringe führen nur allmählich zu einer größer werdenden Krone und einem dicker werdenden Stamm. Dieser ist sehr oft auffallend wulstig und rippig, wie auch bei diesem Baum mit zahlreichen Stammaustrieben. Ihre farbigen Borkeschuppen leuchten meist rötlich, zudem hat dieser Baum eine Trichterform des Stammes durch die zahlreichen steilen und tief angesetzten Äste.</p>
<p>Die Eibe ist ein Nadelbaum, der aber ähnlich Wacholder und Ginkgo keine Zapfen trägt, sondern fleischige &#8222;Beeren&#8220;: die reifen Samen leuchten im Herbst und Winter mit ihrer roten Umhüllung. Allerdings sind Eiben zweihäusig: so bezeichnet man es botanisch, wenn weibliche und männliche Blüten nur auf getrennten Bäumen vorkommen, es also nur Eibenfrauen oder -männer gibt. Dieser Baum ist eine weibliche Eibe, die sich also auch durch ihre Sämlinge ausbreiten kann.</p>
<p>Und &#8222;gleich um die Ecke&#8220; (auf der gegenüberliegenden Seite des Schlosses) gibt es noch ein weiteres Baum-Highlight vor Ort: Auf Intention des Altbürgermeisters Hans Schröder wurde 2004/2005 auf einer Fläche von 11 ha ein Baumpark angelegt als „Arboretum des Nordens“. Er zeigt eine Vielzahl von Laubbaumarten und -sorten aus der gemäßigten Klimazone. Der Bestand umfasst insgesamt 71 Baumgattungen, bestehend aus 450 Arten und Sorten. Von diesen kommen viele mit Erwärmung und häufigeren Trockenjahren gut klar und werden daher neuerdings als Klima- oder Zukunftsbäume bezeichnet. Die Bäume hier im Park sind inzwischen über 20 Jahre alt (sie wurden 2005/06 mit einem Alter von 5-10 Jahren gepflanzt) und lassen die baumarttypischen Eigenschaften besonders gut erkennen. Dieser Baumhain ist äußerst sehenswert und zudem ein wunderschöner Park mit phantastischer Erläuterungs- und Übersichtstafel sowie Flyer. Dafür sollten Sie als Bauminteressierte dann noch einen ein- bis zweistündigen schönen Spaziergang auf geschwungenen Wegen und mit Blick in die typisch norddeutsch platte Landschaft einplanen. Ich habe das schon mehrmals sehr genossen. Monatlich werden Führungen durch Schloss und Park angeboten.</p>
<p>Das Schloss Erbhof wurde 1619-21 erbaut als fürstliche Residenz des damaligen Bremer Erzbischofs Johann Friedrich, der Landesherr des Erzbistums Bremen und damit auch des Amtes Thedinghausen war. Dabei könnte auch diese Eibe gepflanzt worden sein – das ist zwar nicht sicher, aber eine schöne Vorstellung und passt gut zu ihrer Stamm- und Kronendimension. Nach wechselvoller Geschichte des Schlosses über die 4 Jahrhunderte wurde 1999 die Samtgemeinde Thedinghausen seine Eigentümerin und damit eines der überregional bedeutendsten profanen Baudenkmale. Im Jahr 2000 hat sich der Verein „Förderkreis Erbhof zu Thedinghausen e.V.“ gegründet, mit der Zielsetzung, dieses kulturelle Erbe langfristig zu erhalten. In den Jahren 2011 bis 2014 fanden umfangreiche Baumaßnahmen im Schloss statt, nach deren Abschluss es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.</p>
<p>Darin befindet sich heute die Tourist-Information und im 1. Stock des Gebäudes eine Dauerausstellung über das Schloss Erbhof mit eindrucksvollen historischen Exponaten. Besonders sehenswert ist der originalgetreu wiederhergestellte Renaissancesaal mit handgeschnitzten Fensterstöcken und bemalten Deckenbalken, in dem es kulturelle Veranstaltungen gibt und wo in historischem Ambiente geheiratet werden kann.</p>
<p>Alljährlich finden auf den Wiesen um das Schloss, auf dem Schlossplatz und im Baumpark etliche kulturelle, musikalische und sportliche Veranstaltungen und Feste statt, in jüngerer Zeit bis vor Corona auch jährliche Gartentage, die ich 2018 sogar zufällig zusammen mit meiner Mutter beim Besuch der Eibe miterleben konnte.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20221229_092012.jpg" title="vollkommene intakte Krone, frei sichtbarer unterer Stamm – eine Eibe wie aus dem Bilderbuch">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20221229_090936.jpg" title="Stamm mit typisch rötlicher Borkefarbe und Wülsten an besonders geschütztem Standort">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20221229_090936-400x284.jpg" alt="Eibe Thedinghausen: Stamm mit typisch rötlicher Borkefarbe und Wülsten an besonders geschütztem Standort" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20221229_090936.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20221229_090936-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2354" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/03-20221229_091938.jpg" title="Trichterform des Stammes durch zahlreiche tief angesetzte steile Äste">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/04-20221229_090603.jpg" title="Blick aus Nordwest: hinter der Eibe Schloss Erbhof bei winterlichem Sonnenaufgang gegen 9 Uhr">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/05-20221229_092216-ps.jpg" title="zerzauster Stamm mit wilder Borkestrukur und rechts oben eindrucksvollen &quot;Altersfalten&quot;">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/06-P9236065-ps-NadelnSamen.jpg" title="leuchtend rote Eibensamen im Herbst, also ein weiblicher Baum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-P8152174-ps.jpg" title="rotbunte Borkestreifen und -schuppen (an einer anderen Eibe)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/08-P9122837-ps2-Kenn.jpg" title="1500 Jahre alte Eibe an englischer Kirche (mit Stammumfang 13,30m in Kenn, Devon/GB)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/09-P5266213-ps1.jpg" title="Stamm der Eibe 2018 beim Thedinghauser Gartenfest im Schlossareal (im Hintergrund meine 94-jährige Mutter)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/10-P5266220.jpg" title="für die Kinder interessante Kunst-Installation neben der Eibe beim Gartenfest 2018">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/11-20221229_093706.jpg" title="eindrucksvolle Erläuterungstafel zum benachbarten Thedinghauser Baumpark">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/12-20221229_085829.jpg" title="Vorderansicht von Schloss Erbhof, rechts hinten im Bild die Eibe">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/">Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Tumuluslinde Evessen (Landkreis Wolfenbüttel)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/tumuluslinde-evessen-landkreis-wolfenbuettel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2022 08:22:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tumuluslinde-evessen-landkreis-wolfenbuettel/">Tumuluslinde Evessen (Landkreis Wolfenbüttel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Tumuluslinde Evessen (Landkreis Wolfenbüttel)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 572.844px;">An der L 625 (im Ort: Schöppenstedter Straße) zwischen Braunschweig und Schöppenstedt am südwestlichen Rand des Höhenzuges Elms, etwa 250 m hinter dem Ortseingang von Evessen (Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen).</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">600-800 Jahre, nach eigener Einschätzung 800 Jahre wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.844px; height: 23px;">7,10 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen August 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 14 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">N 52.188592, O 10.705367</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">15. Oktober 2022 <span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/10/16/ausrufung-der-tumuluslinde-in-evessen-niedersachsen-mit-emotionaler-feier-erfolgt/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_6">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/52.1890/10.7098" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner">Täglich fahren viele Menschen auf der L 625 durch den Ort Evessen. Diejenigen, die den direkt an der Hauptstraße befindlichen, großen Hügel mit dem Lindenbaum kennen, werden ihn vielleicht kaum noch beachten. Wer aber zum ersten Mal durch den Ort fährt, wird staunen, denn ein solches Ensemble aus altem Grabhügel (Tumulus genannt) und mächtiger alter Linde ist sehr selten. Bei diesem Tumulus handelt es sich um den laut Literatur „wohl eindrucksvollsten Grabhügel Niedersachsens“, mit etwa 6 – 7 m Höhe und etwa 34 m Durchmesser. Was er genauer verbirgt, wird man wohl nie erfahren; es sind jedenfalls keine Grabungen zugelassen worden, und dies soll auch so bleiben. Vermutet wird, dass es sich hier um einen Grabhügel handelt, der irgendwann zwischen später Steinzeit und früher Bronzezeit entstanden ist – der Tumulus soll daher zwischen etwa 2500 und 4.000 Jahre alt sein.</p>
<p>Im Volksmund wird der Hügel hier auch schlicht „dat Hoch“ genannt. Die Entstehung erklärte man sich früher mit folgender Legende: Vom Elmgebirge ist ein Riese gekommen, mit großen Lehmklumpen an den Stiefeln. Diese hat er in Evessen mit einem Lindenheister abgestreift und den Heister in den Klumpen gesteckt, wo er zum Lindenbaum wurde. Da in der Nachbarschaft bis in das 18. Jahrhundert zwei weitere, ähnlich große Grabhügel vorhanden waren, muss der Riese also wohl mehrere Lehmklumpen abgestreift haben!</p>
<p>Wie und wann auch immer sie gepflanzt worden ist, die eindrucksvolle und von der Kronenform her sehr gleichmäßig geformte Linde prägt den Hügel. Laut Literatur werden bereits im Jahr 1347 Gerichtsverhandlungen hier in Evessen genannt, und diese Vogteigerichte wurden erst 1808 aufgehoben. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde auch der Baum in diesem Zusammenhang erwähnt. Daher muss er vor 200 Jahren schon sehr stattlich gewesen sein, was gegen die in manchen Quellen genannten 400 Jahre Baumalter spricht. Wir schätzen den Baum angesichts des exponierten Standorts auf dem Hügel und mit diesem Stammumfang auf deutlich mehr als 600 Jahre ein, aufgrund der ungünstigen Wasserversorgungs-Situation auf dem Tumulus könnten es wohl 800 Jahre sein.</p>
<p>Die Linde ist schon lange Naturdenkmal: seit 1944. Es sind in früheren Zeiten zahlreiche „baumchirurgische“ und in jüngerer Zeit baumpflegerische Maßnahmen ergriffen worden, um den Baum zu erhalten. Dazu zählen Kronensicherungen und -einkürzungen, Zumauern bzw. Beton-Plombierungen mancher Höhlungsbereiche und das Verschließen größerer Öffnungen mit Draht, um zu verhindern, dass z.B. spielende Kinder ins Innere der Linde gelangen. (Das Bedürfnis, in einem hohlen Baum Feuer zu entfachen, ist vor allem in der Kindheit, und offensichtlich leider auch bei manchen Erwachsenen gegeben.)</p>
<p>In die untere Stammborke sind in früheren Zeiten etliche Nägel eingeschlagen worden, was ein volkstümlicher Brauch gegen Zahnschmerzen gewesen sein soll: Beim Einschlagen des Nagels hatte man einen Spruch aufzusagen, der bewirkte, dass der Schmerz aus dem Körper fuhr und mittels Nagel in den Baum geleitet wurde. Es wird erzählt, dass sich deswegen nie ein Zahnarzt in Evessen niedergelassen hat… Die Nägel hat der Baum dank seiner guten Vitalität bisher gut vertragen.</p>
<p><em>Text zuvor aus dem Buch &#8222;Die starken Bäume Deutschlands&#8220;, Verlag Quelle &amp; Meyer, Wiebelsheim 2020: darin diese Baumbeschreibung von Rolf Kehr (S. 130/131) – etwas aktualisiert und ergänzt</em></p>
<p>Ausführlicheres zur Baum- und Tumulus-Historie findet sich auf der Tafel am Baum (Abb. 6).</p>
<p>Die Linde wird häufig – auch in seriösen Botanik-Quellen – als Winter-Linde bezeichnet, dies trifft aber definitiv nicht zu. Denn sie hat behaarte junge Triebe und Blattstiele und Fruchtstände mit nur 3-5 Früchten, die sich reif nicht zerdrücken lassen.</p>
<p> <a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/Wappen-von-Evessen.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/Wappen-von-Evessen.png" width="222" height="262" alt="" class="wp-image-2197 alignright size-full" /></a></p>
<p>Sie überragt große Teile des Dorfareals an der Landesstraße durch ihre Position auf dem Hügel. Man fragt sich beim Anblick der sattgrünen Blätter des Baumes und seiner guten Vitalität auch nach den extrem trockenen Sommern 2018, 2019 und 2022, woher der Baum sein Wasser bezieht. Dafür kann die allgemein bekannte maximale Wurzeltiefe dieser Baumart von 2 Metern nicht ausreichen. Das Gras rundherum auf dem Hügel ist erwartungsgemäß vollkommen vertrocknet (Bilder), und viele Bäume in der Umgebung zeigen deutliche Trockenschäden.</p>
<p>Der Baum prägt auch das sehr schöne Ortswappen von Evessen.</div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_20">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220830_095448-ps1.jpg" title="Wenn man auf der Landesstraße L 625 aus Süden kommend durch Evessen fährt, thront mitten im Ort plötzlich links diese mächtige Linde auf dem 6-7 m hohen Tumulus">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220830_095448-ps1-400x284.jpg" alt="Tumuluslinde Evessen: Wenn man auf der Landesstraße L 625 aus Süden kommend durch Evessen fährt, thront mitten im Ort plötzlich links diese mächtige Linde auf dem 6-7 m hohen Tumulus" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220830_095448-ps1.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/01-20220830_095448-ps1-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2185" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-20220830_100941-ps.jpg" title="Treppchen und &quot;Portal&quot; aus 2 Weißdorn-Bäumchen weisen den Trampelpfad nach oben – sehr schön inszeniert">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-20220830_100941-ps-400x284.jpg" alt="Tumuluslinde Evessen: Treppchen und &quot;Portal&quot; aus 2 Weißdorn-Bäumchen weisen den Trampelpfad nach oben – sehr schön inszeniert" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-20220830_100941-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/02-20220830_100941-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2186" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/03-20220830_095413-ps.jpg" title="ein Koloss von Baum mit vollkommen grünen Blättern, während das Gras rundherum nach extrem langer Trockenperiode im Sommer 2022 vollständig vertrocknet ist">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/04-20220830_095754-ps.jpg" title="Blick von Südwesten vom Gässchen &quot;Am Tumulus&quot; rund um den Baum – ein &quot;heiliger Ort&quot;">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/05-20220830_095229-ps.jpg" title="urtümliche, liebevoll geschnitzte Holztafel mit Infos zum Baum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/06-20220830_100258-ps.jpg" title="Erläuterungstafel zum Baum von höchst offizieller Seite: umfassender aktueller Stand des Wissens aus Sicht der Archäologie und Denkmalpflege">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/07-20220830_100638.jpg" title="gewaltiger Stamm trotz Standortes auf der Hügelkuppe: mit 7,10 Stammumfang">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/10/08-20220830_121054-ps.jpg" title="aus Perspektive außerorts von Südwesten überragt der Baum (Bildmitte) alle sichtbaren Gebäude und Bäume, auch die Kirche">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tumuluslinde-evessen-landkreis-wolfenbuettel/">Tumuluslinde Evessen (Landkreis Wolfenbüttel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<item>
		<title>&#8222;Dicke Linde&#8220; Heede/Emsland</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/sommer-linde-heede-emsland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2019 17:11:05 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=778</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/sommer-linde-heede-emsland/">&#8222;Dicke Linde&#8220; Heede/Emsland</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>Am Ortseingang von Heede (Seitensträßchen Pinnincksallee von Hauptstraße); Lkr. Emsland, Niedersachsen</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>ca. 600-800 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>etwa 17,50 m (gemessen 12.2018 in 1,30 m Stammhöhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>24 m (geschätzt), Kronenbreite 30 m (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 52.993271, O 7.295812</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>05. Oktober 2019 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2019/10/08/linde-heede-ausrufung_veranstaltung/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_7">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#15/52.9939/7.3006"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></p> </div>
			</div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im Nordwesten Deutschlands steht einer der mächtigsten Bäume Europas, sicher aber der stärkste Baum Deutschlands – die Riesenlinde von Heede, auch als „Tausendjährige Linde“ oder „Dicke Linde“ bekannt. Mit über 17 m Stammumfang – genau lässt sich das wegen der vielen Einbuchtungen nicht ermitteln –, einer Krone von fast 30 x 30 m und einer Höhe von etwa 24 m stellt sie einen wahren Baumkoloss dar.</p>
<p>Die Geschichte dieses Baumes reicht weit in die Vergangenheit zurück. Ihr werden tausend Lebensjahre zugeschrieben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie irgendwann zur Entstehungszeit der Schärpenburg als Burglinde gepflanzt wurde. Diese wurde um 1470 als Befestigungsanlage neu errichtet; nur wenige Kilometer entfernt verläuft die niederländische Grenze. 1763, im letzten „Holländischen Krieg“, wurde die Wasserburg eingeäschert – gut möglich, dass die Linde dabei Schaden erlitt und die Krone verlor. In der Folge trieben Stämmlinge aus, von denen heute noch 9 leben und selbst wie mächtige Bäume erscheinen. Die fast 16 m² große Fläche, die sich auf dem Stumpf gebildet hat, war früher mit Holzbohlen gedeckt. Zunächst sollen hier Kanonen platziert worden sein, später wurden Gottesdienste und wahrscheinlich auch Tanzvergnügen abgehalten. Auch die Münsteraner Fürstbischöfe sollen auf dieser Stelle Bankette abgehalten haben. Noch heute ist die Linde Mittelpunkt dörflicher Veranstaltungen. Zu Fronleichnam findet unter dem Baum ein Gottesdienst mit Prozession statt; der Heeder Schützenkönig wird hier proklamiert, und so manche Trauung hat hier stattgefunden.</p>
<p>Ehrfurchtsvoll nähert man sich einem solchen Baumriesen. Kein Bild mag die Größe und Ruhe widergeben, die solch ein Baumwesen ausstrahlt; es vermittelt uns einen Hauch von Ewigkeit. Die Heeder Linde erscheint noch völlig gesund, der Stamm ist wohl nicht hohl, ganz ungewöhnlich für eine Linde, die schon über 500 Jahre hat vorübergehen sehen. Man nahm an, die Linde sei gar nicht ein einziger Baum, sondern aus einer Büschelpflanzung mehrerer junger Setzlinge entstanden. Von den stärksten Stämmlingen gewonnene Triebe wurden im Labor untersucht – alle stimmten genetisch überein! Damit war der Beweis erbracht, dass es sich tatsächlich um einen Baum handelt.</p>
<p>Der Baum ist wesentlicher Bestandteil im Wappen des Dorfes. Einige Dorfveranstaltungen in Heede, die immer noch unter dem Baum stattfinden, zeugen von der innigen Verbundenheit der Dorfgemeinschaft mit der Linde. Sie wird sicher noch viele Jahrhunderte weiter gedeihen und die Reisenden in Erstaunen versetzen, die zum ersten Mal an ihrem mächtigen Stamm stehen.</p>
<p><em>Text von Eike Jablonski, Kruchten (Auszug aus Baumgeschichte im Buch &#8222;Die starken Bäume Deutschlands – 111 faszinierende Naturerben und ihre Geschichten&#8220;, Hrsg. Andreas Roloff, Quelle &amp; Meyer Verlag Wiebelsheim, 2020):</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes</li>
<li>umfangreiche, feinfühlige Einkürzungen der Ständer-Teilkronen zur Reduzierung der Kopflastigkeit und des damit verbundenen hohen Risikos des Abbrechens einzelner Ständer</li>
<li>Abstützung von 2 Ständern mit Fäulen an ihrer Basis zur Verhinderung ihres Abbrechens</li>
<li>vollständiger Ersatz und Optimierung der größtenteils nicht mehr funktionsfähigen Kronensicherungen (Verbindung der Ständer miteinander durch dynamische Kronensicherungen)</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_23">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_31  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_7  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_7_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Heede_Foto6.jpg" title="&quot;Dicke Linde” Heede: Heede begrüßt seine Gäaste">
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2019/09/K1600_Heede_Foto1.jpg" title="Riesiger Stamm (mit DDG-Präsident E. Jablonski)">
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				</a>
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				</a>
				</div></div></div><div class="et_pb_gallery_pagination"></div></div><style>@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }</style><style>.et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img { object-fit: initial !important; }</style>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Videos</strong></h3></div>
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			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Video der Sanierungsmaßnahmen an der &#8222;Dicken Linde &#8220; Heede/Emsland (mit freundlicher Genehmigung des Autors <span>Jürgen Unger).</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/sommer-linde-heede-emsland/">&#8222;Dicke Linde&#8220; Heede/Emsland</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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