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	<title>Bayern-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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		<title>Röthlinde in München (Regierungsbezirk Oberbayern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 12:34:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/roethlinde-in-muenchen-regierungsbezirk-oberbayern/">Röthlinde in München (Regierungsbezirk Oberbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Röthlinde in München (Regierungsbezirk Oberbayern)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Winter-Linde (<em>Tilia cordata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Stadtteil München-Moosach auf einer großen Wiese südwestlich des Westfriedhofs; nah bei Baldurstr. 64, am östlichen Beginn der Nederlinger Straße; Landeshauptstadt München, Regierungsbezirk Oberbayern, Bundesland Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 450 Jahre (400-500 Jahre nach Standort, Baumhistorie und -gestalt)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">6,45 m (in 1,3 m Stammhöhe, gemessen Jan. 2026)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 15 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 48.168070, O 11.515390</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">14. Oktober 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/10/15/perfekter-abschluss-der-ausrufungssaison-2026-mit-der-roethlinde-in-muenchen-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit ihren hergeleiteten etwa 450 Jahren ist die Röthlinde ein sehr beeindruckender Uraltbaum mitten im Münchener Großstadt-Ambiente, noch dazu eine Winter-Linde – die auch tatsächlich eine ist (keine der viel häufigeren Sommer-Linden, wie es sich sonst oft bei genauerer Prüfung herausstellt).</p>
<p>Die Röthlinde war eine &#8222;Zufallsbekanntschaft&#8220; (wurde nicht gemeldet): sie gehörte zur Auswahl von Bäumen einer internationalen Künstlergruppe, die das Thema &#8218;Bäume und Wasserkreislauf&#8216; durch eine Open Air-Performance an 6 ausgewählten Altbäumen in München für die Bevölkerung und Baum-Interessierte visualisieren wollten. Das Künstlerteam hatte mich 2025 dazu angefragt und gebeten, ob ich ihnen an den ausgewählten Bäumen etwas zu deren Lebensgeschichte und Besonderheiten im Wasserhaushalt erzählen könnte. Ich fand diese Aufgabe ungewöhnlich und daher spannend, kannte die Bäume allerdings vorher gar nicht. Und so trafen wir uns am 2. Und 3. Januar 2026 an der Isar und haben 2 Tage zusammen etwa 1-2 Stunden bei -10° C an jedem Baum zugebracht (und uns zwischendurch immer mal etwas aufgewärmt).</p>
<p>Dort habe ich ihnen erzählt, was ich den Bäumen ansehe, wie es ihnen geht und was sie schon erlebt haben (z.T. seit über 100 Jahren) – das Künstlerteam kam dabei sehr ins Staunen, und sie haben dies dann alles künstlerisch verarbeitet und umgesetzt. Es hat ihnen sehr große Freude bereitet, die Körpersprache der Bäume verstehen zu lernen, und mir hat es sehr gefallen, wie schnell sie sich in Bäume hineinversetzt und daraus eine anschauliche Geschichte zu jedem Baum entwickelt haben.</p>
<p>Und einer dieser ausgewählten Bäume war die Röthlinde, als letzter Kandidat auf unserer zweitägigen Tour! Da kam ich meinerseits ins Staunen über ihr Aussehen, ihr Alter und was sie alles schon erlebt hat in ihrem langen Leben. Beim Erzählen habe ich immer neue Besonderheiten des Baumes gefunden, die Künstlergruppe wollte mehr und mehr dazu hören und wir hatten zusammen viel Freude daran. Diesen ungewöhnlichen Job dort habe ich sehr genossen und kam dabei auch ins Grübeln über einen möglichen Nationalerbe-Baumkandidaten für die Großstadt München: dazu habe ich dann noch weitere mögliche Kandidaten dieser Großstadt recherchiert, und die Röthlinde hat sich klar als Favorit herausgestellt.</p>
<p>Die Aufführungen der Theater-Performance Tree River fanden dann im Juni 2026 an 4 Bäumen statt und haben großen Zuspruch erfahren. Allerdings konnte dabei die Röthlinde doch nicht mehr mit dabei sein, da ihr Standort so nah an einer vielbefahrenen Straße sich für eine solche Aufführung als ungeeignet herausstellte.</p>
<p>Und so habe ich im Frühjahr 2026 die Münchner Baumverantwortlichen also zur Röthlinde angefragt und sie ihnen als Münchner Kandidaten für einen Nationalerbe-Baum vorgeschlagen – sie waren und sind überwältigt und haben entschieden, dass sie das unbedingt wollen und begeistert sind, wenn nun auch die Landeshauptstadt München einen Nationalerbe-Baum erhält. Danach haben wir uns im Juli zum Ortstermin getroffen und dabei alles besprochen, einschließlich Terminfestlegung für die Ausrufung und wie sie ablaufen soll. Es war und ist eine große Freude für alle Beteiligten – und nun ist es also so weit, dass die Röthlinde dafür publik gemacht wird.</p>
<p>Die Linde ist mit ihrem Namen dem Maler Philipp Röth (1841 – 1921) gewidmet, der im späten 19. Jahrhundert oft unter diesem schon damals besonderen Baum gesessen und dort Landschaftsbilder und die Linde gemalt hatte. Am Baum erinnert daher eine Gedenktafel an diesen Maler der Spätromantik und des Impressionismus. Seine Naturdarstellungen beeindrucken durch ein enormes Einfühlungsvermögen für die Wiedergabe jahres- und tageszeitlicher sowie wetterbedingter Stimmungen, wobei gerade alte Bäume oft eine zentrale Bedeutung für seine Bilder hatten.</p>
<p>München hat durchaus einen sehr beachtlichen Baumbestand, um den sich auch ein großes engagiertes Team der Landeshauptstadt sehr verantwortungsbewusst kümmert. Mit Hilfe von Luftbildern und KI wurde kürzlich ermittelt, dass es etwa 1,7 Mio. öffentliche Stadtbäume in München gibt (https://www.werkstadt-muenchen.de/wiki/baeume-muenchen/), für die das Baureferat Gartenbau in der Stadtverwaltung ggf. gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde (bei Naturdenkmalen wie der Röthlinde) zuständig ist.</p>
<p>Dabei gibt es in solchen Großstädten meist nicht viele besonders alte Bäume. Diese Linde soll sogar der älteste Baum von München sein, bekannt ist zumindest kein älterer. Es könnte zwar in einer der großen alten Münchner Parkanlagen noch einen weiteren Baumveteran geben, dessen Alter man nicht genauer kennt oder nie untersucht hat – ein höheres Alter ist dort aber nicht zu erwarten.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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		<title>Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/ureibe-bei-steibis-oberstaufen-oberallgaeu-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 11:09:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/ureibe-bei-steibis-oberstaufen-oberallgaeu-bayern/">Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">bei Steibis, zum Markt Oberstaufen gehörig: Aufstieg von der Talstation der Hochgrat-Seilbahn, etwa 100 m westlich steiler Fahrweg nach Süden (für Kfz gesperrt), auf diesem bleibend kommt man nach 30-45 min Fußmarsch zur Alphütte Unterlauchalpe; von dort nochmals 300 m weiter auf dem Fahrweg folgend etwas bergauf, dort steht die Eibe links auf der Weide (Hinweistafel am Weg); wenn die Alpweide eingezäunt ist (während des Auf- und Abtriebes vom Weidevieh), bitte beachten: dann sind Rinder auf der Weide, die auf Störungen möglicherweise empfindlich reagieren. Landkreis Oberallgäu, Regierungsbezirk Schwaben; Bundesland: Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 1.100 Jahre (900-1.300, hergeleitet aus Baumgestalt, Jahrringmessungen, Standort und Historie der Weidenutzung)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">5,10 m (in 1,3 m Stammhöhe, gemessen im Okt. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 6 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.499910, O 10.051850</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">18. Juni 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/06/19/ein-hoehepunkt-der-ausrufungen-2026-die-ureibe-steibis-oberstaufen-im-oberallgaeu-bayern/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es war eine Riesen-Überraschung im Juli 2025, dass dort oben der erste glaubhaft 1.100-jährge Baum Deutschlands gefunden wurde. Zudem hat dieser Baum auch den schönen Namen Ureibe, der somit tatsächlich zutrifft – es wäre interessant zu erfahren, wie, wann und warum dieser Name zustande gekommen ist (bisher ist dazu nichts bekannt). Es ist eine weibliche Eibe, die also reichlich Samen produziert, wenn der Pollen eines männlichen Baumes sie erreicht hat.</p>
<p>Niemand weiß, wie der Baum dort auf die Almwiese gekommen ist, er wurde sicher nicht gepflanzt, sondern der Same ist vermutlich von Vögeln dorthin gebracht worden. Denn schon vor über 5.000 Jahren in der Jungsteinzeit lebte der &#8222;Mann aus dem Eis&#8220; (Ötzi, vor 35 Jahren als Mumie im Gletscher gefunden) in über 3.000 m Höhe in den Südtiroler Alpen und trug einen Eibenbogen zur Jagd bei sich, weshalb die Eibe schon damals große Bedeutung für die Menschen gehabt hatte.</p>
<p>Der Stammumfang der Ureibe beträgt 5,10 m, womit sie auch die dickste bekannte Eibe von Deutschland ist! Es ist schwierig, dieselbe Messebene mehrmals wiederzufinden, geschweige denn die von früheren Messungen anderer Personen. Daher ist aus nacheinander folgenden Messungen über längere Zeiträume keine Altersherleitung möglich, wie es bisweilen versucht wird. Es konnten aber Jahrringe an einem 11 cm langen Bohrspan aus dem Stamm untersucht werden, was eine Herausforderung war. Denn von dem Bohrspan waren 4 cm brauchbar und darin konnten 54(!) Jahrringe – nebst 6 Jahrringausfällen – gezählt werden, zusammen also 60 Jahre. Durch Umrechnung auf den Stammumfang von 5,10 m kommt man auf ein Alter von 1.100 Jahren (wegen des früher vermutlich besseren &#8222;Jugendwachstums&#8220; sind somit 900-1.300 Jahre möglich). Damit wächst diese Eibe dort in der Höhenlage &#8222;etwas tiefgekühlt&#8220; nur etwa halb so schnell wie andere Eiben im Tiefland, was absolut nachvollziehbar ist.</p>
<p>Ihr Stamm ist ein traumhaftes Monument mit Spalten, Wülsten, Beulen, Rippen, Rissen und Löchern, bestehend aus mehreren sehr unterschiedlichen Anteilen (für alte Eiben typisch), die aber alle noch miteinander verbunden sind mit einem noch weitgehend geschlossenen Stammmantel.</p>
<p>Bei den länger dauernden Recherchen zum Eigentümer dieser Eibe wurde bald klar, dass wir dort mit unserem Anliegen eines Nationalerbe-Baumes eigentlich nicht landen konnten. Denn die Eibe steht auf einer beweideten und beim ersten Besuch eingezäunten Alpwiese, wo man nicht erwarten konnte, dass Besucher des Baumes willkommen sind.</p>
<p>Beim zweiten Besuch im Juni 2025 stellte sich dann heraus, dass die Weide zur Alphütte Unterlauchalpe und damit der Weidegenossenschaft Maierhöfen gehört, welche daher für unser Anliegen zuständig war. Die Eibe ist bereits in einem Flyer zum hochinteressanten dendrologischen Lehrpfad dort oben durch die Berge verzeichnet (Flyer &#8222;Auf den Spuren alter Bäume – Die Baumveteranen von Steibis&#8220; des Fremdenverkehrsvereins Oberstaufen, online mit Websuche als pdf herunterladbar) und wird darin mit einem Alter von 600-800 Jahren und dem Namen Ureibe beschrieben.</p>
<p>Die weiteren Nachforschungen bei der Weidegenossenschaft Maierhöfen ergaben dann wie erwartet zunächst Skepsis zu unserem Anliegen, aber das Thema wurde auf ihrer gerade kurz darauf erfolgten Jahresversammlung behandelt. Und da geschah das Wunder: dass die versammelten 12 Landwirte unser Anliegen vehement und begeistert unterstützen möchten und mächtig stolz darauf sind, dass ihre Eibe so geehrt werden soll und sie nun aktuell nach unserem Kenntnisstand der älteste Baum von Deutschland ist. Das hätten sie doch schon immer gewusst, und sie sind überglücklich über ihren neuen Nationalerbe-Schatz.</p>
<p>Also gab es dann im Oktober 2025 einen dritten Besuch dort (ich liebe die Berge!) zur Vorortbesprechung mit allen Beteiligten: dem Vorsitzenden der Weidegenossenschaft, Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde (UNB beim Landratsamt Oberstaufen) und den Hüttenwirten. Als Ergebnis wurde dort sogleich die Vereinbarung unterzeichnet und somit war und ist seitdem klar, dass die Ureibe ein Nationalerbe-Baum wird. Ich bin überwältigt, dass dies also wider Erwarten doch geklappt hat und werde diesen Baum jedes Jahr aufsuchen, um mit ihm zu reden (das mögen so alte Bäume und warten darauf…).</p>
<p>Mich beschäftigt noch: Eibenzweige sind für Rinder eigentlich giftig, und diese Eibe steht auf einer Weide mit Viehbeweidung. Auf meine Nachfrage wurde mir dazu mitgeteilt, dass die Rinder kaum an den Eibenzweigen fressen, offenbar also wohl von der Giftigkeit wissen &#8211; das ist sehr interessant, beruhigend und schön!</p>
<p>Der Baum wächst einzeln frei auf der Weide, und nicht weit von ihm entfernt gibt es einen &#8222;Junior&#8220;-Nachkömmling, der etwa ein Drittel so alt sein könnte. Man erreicht die Ureibe mit einem etwa 30-45 min dauernden steilen Aufstieg von der Hochgratbahn-Talstation (dort auch Parkplätze) auf einem Fahrweg, bei schnellem Schritt sind es bergauf 30, bergab 20 Minuten. Man kann auch mit der Hochgrat-Seilbahn bis nah zum Gipfel fahren und zurück hinunterlaufen (über den dendrologischen Lehrpfad, der unbedingt lohnt), kommt dabei automatisch an der Eibe bei der Unterlauch-Alpe vorbei. Eine Einkehr dort mit Brotzeit ist unbedingt zu empfehlen. Zur Ausrufung wird dann auch die Baumtafel am Weg mit 2 Bänken daneben aufgestellt.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps.jpeg" title="aktuell ältester Baum von Deutschland: der Eiben-&quot;Wichtel&quot; genau im Bildzentrum (mit kleinem weißem Punkt).">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps-400x284.jpeg" alt="Ureibe bei Steibis: aktuell ältester Baum von Deutschland: der Eiben-&quot;Wichtel&quot; genau im Bildzentrum (mit kleinem weißem Punkt)." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4144" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-02-20230727_082151.jpeg" title="mit seiner Baum-&quot;Lebensgemeinschaft&quot; am Nordwesthang in fast 1.100 m Höhe (die Eibe vorne links)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-02-20230727_082151-400x284.jpeg" alt="Ureibe bei Steibis: mit seiner Baum-&quot;Lebensgemeinschaft&quot; am Nordwesthang in fast 1.100 m Höhe (die Eibe vorne links)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-02-20230727_082151.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-02-20230727_082151-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4145" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-08-IMG_20250605_161145.jpeg" title="Blick nach oben im Stamm: man sieht ihm die über 1000 Jahre wahrlich an">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-10-IMG_20250605_161304-ps.jpeg" title="wildeste Holzstrukturen im Stamm, ein unglaubliches Baum-Kunstwerk – Ehrfurcht">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-11-IMG_20250607_152751-ps.jpeg" title="der nutzbare Bohrspanbereich von 4 cm mit 54 Jahrringen (plus 6 ausgefallene): links das Jahr 2025, rechts 1965">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-12-20230727_092111-ps.jpeg" title="Wandertafel an der Hochgratbahn-Talstation mit 1000-jähriger Eibe (unterhalb der Bildmitte)">
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		<title>Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/hoflinde-gut-burgstall-rothenburg-ob-der-tauber-reg-bez-mittelfranken-landkreis-ansbach-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 10:13:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hoflinde-gut-burgstall-rothenburg-ob-der-tauber-reg-bez-mittelfranken-landkreis-ansbach-bayern/">Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gut Burgstall bei 91541 Rothenburg o.d. Tauber, privater Hof in Alleinlage (Zufahrt frei, Baum darf angesehen werden, bitte dabei das private Eigentum achten, parken im Hof ist möglich); etwa 5 km Anfahrt von Rothenburg o.d.T. nach Südwesten über Ortsteil Wildbad auf der St1022, Abfahrt links nach Burgstall (Schild), nach 200 m Rechtsknick der Zufahrt, dann nochmal etwa 500 m auf einspuriger Straße; Landkreis Ansbach, Regierungsbezirk Mittelfranken, Bundesland: Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 700 Jahre (600-800 nach Baumgestalt, Standort und Gutshistorie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,70 m (an Taille in 1,30 m Stammhöhe, gemessen Okt. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 15 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 49.353028, O 10.143819</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;"> 7. Mai 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/05/10/sehr-wuerdiges-hoffest-zur-ausrufung-der-hoflinde-burgstall-rothenburg-o-d-tauber-lkr-ansbach-mittelfranken-bayern/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn man zu dem Baum anreist, kommen sicher die meisten über das deutschlandweit für seine einmalige Architektur berühmte und attraktive Städtchen Rothenburg ob der Tauber. Dorthin reisen Touristenbusse aus ganz Deutschland und dem Ausland an, was man entsprechend auch zu jeder Jahreszeit merkt und das etwas einplanen sollte: Wenn man sich die sensationell schöne Innenstadt ganz ungestört ansehen will, ist es günstig, eine ungewöhnliche Tageszeit oder eine Woche außerhalb der Ferienmonate und der Adventswochen zu wählen. Es lohnt in jedem Falle unbedingt.</p>
<p>Zur Hoflinde Burgstall muss man dann aber wieder herausfahren aus dem Städtchen, etwa 5 km nach Südwesten (Richtung Blaufelden/Schwäbisch Hall, s. genaue Routenbeschreibung im Kasten). Dorthin wird es schnell immer einsamer, bis schließlich nur noch dieser Hof in der freien Landschaft mit Blick in die weite Ferne kommt. Die besondere Linde ist nicht zu übersehen im Hof des Gutes, und man kann nah an sie herantreten. Die Baumbesonderheit ist neben ihrer Hofbaum-Funktion und dem altertümlichen Umfeld ihr dicker Stamm mit fast 9 m Umfang und die mächtige Krone. Der Stamm besteht aus zwei Stammteilen, die zusammengehörig sind, was man an ihrer beider halbringförmigen Gestalt erkennt. Wie öfters bei so alten Bäumen sieht man diesem Baumveteran an, dass er schon viel erlebt hat: die beiden Stammfußhälften haben wilde Strukturen mit gewaltigen Innenwurzel-Stämmen. Von der Krone sind immer wieder Teile abgebrochen (meist bei Sturm und Gewittern) und mussten regeneriert werden, was für Linden aber i.d.R. kein Problem darstellt. Hier wird ein junges engagiertes Arboristen-Team aktiv werden und sich um den Baum kümmern.</p>
<p>Zur Besprechung Ende November bin ich von einem anderen Baumtermin bei Regensburg mit 3 Std. Anfahrt durch starken Dauerschneefall gefahren, die Familie hat mich sehr gespannt und freudig empfangen. Natürlich wollten sie gerne erfahren, wie wir auf ihren Hofbaum gekommen sind und das habe ich erzählt: 2 Monate zuvor hatte ich 5 Kandidaten in dieser Region von Bayern detailliert angesehen und für unser Anliegen bewertet. Ihrer war der Sieger, da er alle Bedingungen am besten erfüllte (die anderen 4 Bäume hat und wird wie immer niemand erfahren).</p>
<p>Aus der vom Eigentümer überreichten Hofchronik geht hervor, dass es das Gut seit 1142 gibt – eine Gründung des Staufers Konrad III. Man nimmt an, dass die Linde auch von damals stammt (zusammen mit einer zweiten Linde 30 m entfernt auf dem Hof, die nicht ganz so groß ist). Dies kann bei ihrem heutigen Stamm aber nicht der Fall sein, allerdings ist bei Linden häufig der Wiederaustrieb eines Vorgängerbaumes möglich. Die Entstehung und Ursache dieses Wiederaustriebes lässt sich nicht mehr herleiten, da von einem Baum vor 900 Jahren nichts mehr übrig ist. Die heutige Sommer-Linde steht günstig neben der Dachentwässerungsrinne des nahen Gebäudes und müsste daher meist gut mit Wasser versorgt worden sein und werden.</p>
<p>Die Vorfahren der heutigen Besitzer erwarben das Gut Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis in die 1990er Jahre wurde hier die älteste Zucht des Merino-Landschafes in Süddeutschland betrieben. Sämtliche heute vorhandenen Gebäude stehen unter Denkmalschutz, die beiden Linden auch.</p>
<p>Wir freuen uns sehr, hier mal wieder einen Privatbaum gefunden zu haben, der alle Bedingungen erfüllen kann und dass die Eigentümer von der hohen Auszeichnung so begeistert sind.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_2  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20251018_124135-ps.jpeg" title="die Hoflinde in herbstlicher Stimmung, belaubt noch ziemlich intakt wirkend">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20251018_124135-ps-400x284.jpeg" alt="Hoflinde Gut Burgstall: die Hoflinde in herbstlicher Stimmung, belaubt noch ziemlich intakt wirkend" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20251018_124135-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-01-IMG_20251018_124135-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4046" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-02-IMG_20251126_155352-ps1.jpeg" title="und aus dieser Perspektive auch ohne Blätter ihr großes Potenzial zeigend">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-02-IMG_20251126_155352-ps1-400x284.jpeg" alt="Hoflinde Gut Burgstall: und aus dieser Perspektive auch ohne Blätter ihr großes Potenzial zeigend" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-02-IMG_20251126_155352-ps1.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-02-IMG_20251126_155352-ps1-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4047" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-03-IMG_20251126_155133-ps.jpeg" title="Bei dieser Ansicht werden die durch Unwetter entstandenen Kronenschäden sichtbar.">
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/02/Gross-04-IMG_20251018_122924-Rothenbg-Burgstall.jpeg" title="die beiden zusammengehörigen Stammhälften…">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hoflinde-gut-burgstall-rothenburg-ob-der-tauber-reg-bez-mittelfranken-landkreis-ansbach-bayern/">Hoflinde Gut Burgstall (Rothenburg ob der Tauber, Reg.-Bez. Mittelfranken, Landkreis Ansbach, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Wolfgangseiche Thalmassing (bei Regensburg, Bayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/wolfgangseiche-thalmassing-bei-regensburg-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2025 08:34:27 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=3674</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/wolfgangseiche-thalmassing-bei-regensburg-bayern/">Wolfgangseiche Thalmassing (bei Regensburg, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Stiel-Eiche (<em>Quercus robur</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">300 m östlich von Schloss Haus an einem Waldweg (Ende einer Zufahrtsstraße mit Parkplatz): die Wolfgangseiche vor Ort sehr gut ausgeschildert, da Wahrzeichen der Gemeinde Thalmassing im Ortsteil Neueglofsheim, Landkreis Regensburg, Regierungsbezirk Oberpfalz, Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700-850, die bei Recherchen gefundenen Angaben reichen von 400 bis 1300 Jahre)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">9,80 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Jan. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 20 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 48.901827, O 12.182629</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">21. Juni 2025 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/06/22/bombenwetter-und-stimmung-bei-der-ausrufung-der-wolfgangseiche-in-thalmassing-bei-regensburg-bayern/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir hatten bisher noch keinen Baum mit einer solchen Altersspanne der Nennungen von 400 bis 1400 Jahren, also mit 1000 Jahren Unterschied! Das ist schon ziemlich krass – und natürlich interessant, wie das möglich sein kann. Zudem gibt es so viele schöne Geschichten (je nach Baumalter), dass die hier nun nicht alle ausgebreitet werden können, man kann sie im Internet unter Wolfgangseiche nachlesen.</p>
<p>Bei dieser monumentalen Eiche ist zunächst rein äußerlich das sehr Besondere ihre eindrucksvolle Gestalt: ein extrem urtümlicher Stamm mit vielen großen und kleinen Beulen, Knollen, Rissen, Öffnungen und einem riesigen Monster-Wurzelanlauf, so dass man Probleme mit der Stammumfang-Messung hat, da fast rundherum bis über 1,3 m Höhe die Wurzelanläufe reichen. Daher variieren auch die Umfangangaben sehr, denn die &#8222;Taille&#8220; befindet sich in fast 2 m Höhe, was deutlich oberhalb der vorgegebenen Messhöhe liegt: man soll in 1,3 m Stammhöhe messen, bei Beulen darüber oder darunter oder an der Taille, falls sie unter dieser Höhe auftritt.</p>
<p>Wenn man vor dem Baum steht, braucht man erstmal eine Weile, um seine Körpersprache zu verarbeiten, und man fragt sich zwangsläufig: was muss dieser Baum schon alles erlebt haben? Und so kam und kommt man dann auf mystische Altersschätzungen und ließ sich auch schon früher schöne Geschichten dazu einfallen – die dann über Jahrhunderte immer mehr &#8222;ausgeschmückt&#8220; wurden.</p>
<p>Dass diese Eiche mit ihrer sagenhaften Gestalt dazu verleitet, kann ich sehr gut nachvollziehen – hätte auch Lust, noch eine hinzuzufügen, aber das lassen wir mal besser. Das Baumalter dieser Eiche aus verschiedenen Stammumfang-Messungen herzuleiten, die zu verschiedenen Jahren erfolgt sind, ist auch nicht hilfreich, da man schon bei mehreren zeitnahen Messungen verschiedene Ergebnisse erhält, durch den gewaltigen beuligen Stammanlauf und je nachdem in welcher Stammhöhe man misst und wo andere gemessen haben (wenn es überhaupt genau genannt oder so eingehalten wurde).</p>
<p>In die Eiche haben schon öfters Blitze eingeschlagen, sie hat bereits mehrmals gebrannt und der über 10 m fast waagerecht ausladende dicke unterste Ast liegt seit über einem Jahrhundert auf Stützen nahe dem Boden (das sieht man auch schon auf alten Zeichnungen und Fotos), ursprünglich war er freitragend und viel dicker als heute. Es wird diskutiert, wie man mit den drei heutigen Aststützen umgeht: ob sie ideal sind oder den Ast schädigen könnten oder evtl. zu störend für den ästhetischen Eindruck der Eiche sind? Man muss jedenfalls behutsam damit umgehen, da der Baum die Stützen inzwischen in seine Statik &#8222;eingebaut&#8220; hat. Und bisher hat der Ast ja die Stützmaßnahmen gut &#8222;verkraftet&#8220;, vor langer Zeit war er sogar zeitweise aufgehängt am Stamm, z.B. mit einer Leiter, dazu gibt es ein Bild im Buch &#8222;Der Heilige Wolfgang&#8220; von 1894.</p>
<p>Mehrere große Löcher im Stamm sind beim Ausbrechen großer Äste entstanden, die im dünnen Stammmantel des Baumes keinen Halt mehr fanden. Denn der Stamm ist seit jeher fast vollkommen hohl, wie meistens bei so alten Eichen.</p>
<p>Es wurden auch schon ganz nah Nachfolge-Eichen gepflanzt, was allerdings bei mir sehr gemischte Gefühle auslöst – denn derzeit ist nicht zu erwarten, dass die Methusalemeiche übermorgen abstirbt, und die Nachfolger können in fortgeschrittenem Alter das Bild der heutigen Wolfgangseiche erheblich stören (wie heute schon die beiden Ulmen daneben), da ihre phänomenale Wirkung seit Jahrhunderten auf Alleinstellung beruht.</p>
<p>Einmal im Jahr wird unter der Eiche ein Gottesdienst abgehalten – das ist sicher immer ein schönes Erlebnis.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_3  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-01-IMG_20250123_083922.jpeg" title="Anblick des Baumes bei der Ankunft, mit dem &quot;besonderen Ast&quot; heute auf 3 Stützen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-01-IMG_20250123_083922-400x284.jpeg" alt="Wolfgangseiche Thalmassing: Anblick des Baumes bei der Ankunft, mit dem &quot;besonderen Ast&quot; heute auf 3 Stützen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-01-IMG_20250123_083922.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-01-IMG_20250123_083922-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3660" />
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				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_3_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-02-IMG_20250123_083818-ps.jpeg" title="Wurzelanläufe bis über 1,50m Höhe, Beulen, Nasen, Risse, Spalten und Löcher">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-02-IMG_20250123_083818-ps-400x284.jpeg" alt="Wolfgangseiche Thalmassing: Wurzelanläufe bis über 1,50m Höhe, Beulen, Nasen, Risse, Spalten und Löcher" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-02-IMG_20250123_083818-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-02-IMG_20250123_083818-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3661" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-03-20230118_124637.jpeg" title="mit Puderschnee noch eindrucksvoller: der rückseitige Stammanlauf">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-04-20230118_125133.jpeg" title="So ein &quot;Ensemble von Macken&quot; hat keine andere Eiche in Deutschland zu bieten – ein besonders starker Charakterbaum!">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-05-IMG_20250123_084253.jpeg" title="Aussehen wie eine Vulkanlandschaft, mit fast 10 m Stammumfang">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/06/Gross-06-20230118_124530-ps.jpeg" title="Bei dem Anblick könnte man tatsächlich an eine tausendjährige Eiche glauben.">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/wolfgangseiche-thalmassing-bei-regensburg-bayern/">Wolfgangseiche Thalmassing (bei Regensburg, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Riesen-Lebensbaum (Bodensee-Stadt Lindau), Bayern</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/riesen-lebensbaum-bodensee-stadt-lindau-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 07:53:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/riesen-lebensbaum-bodensee-stadt-lindau-bayern/">Riesen-Lebensbaum (Bodensee-Stadt Lindau), Bayern</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Riesen-Lebensbaum (Bodensee-Stadt Lindau), Bayern</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Riesen-Lebensbaum (<em>Thuja plicata</em>, englisch: Western Red Cedar)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Stadt Lindau am Bodensee, bei Bregenzer Str. 2 (im Festlandsteil der Stadt am Bodensee-Ufer); zwischen dem Fernbahnhof Lindau-Reutin und der Verbindungsstraße zur Insel, im Toskanapark an seinem östlichen Ende, mit Panoramablick über den Bodensee auf die Alpen (meist schneebedeckte Bergkette bis über 2.500 m Höhe mit Säntis); Landkreis Lindau (Bodensee), Regierungsbezirk Schwaben, Bundesland Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 150 Jahre (aus Parkhistorie hergeleitet: Parkanlegung 1876 – er kann aber auch etwas jünger sein)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">5,25 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen im Juli 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 30 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.550192, O 9.694856</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">06. Juni 2025<span> </span><span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2025/06/07/wunderschoene-emotionale-ausrufung-des-lindauer-riesen-lebensbaums-am-bodensee/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_4">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dieser neue Ehrenbaum ist einer der fünf dicksten Riesen-Lebensbäume von Deutschland und noch relativ unbekannt. Sein Stamm ist sehr gut sichtbar, bei den meisten Riesen-Lebensbäumen hingegen ist er durch Äste verdeckt. Dieser Baum sieht insgesamt einfach perfekt aus, und auch das Ambiente um ihn herum ist einmalig. Er steht auf dem vor 155 Jahren aufgeschütteten Uferbereich (2,5 m über Mittelwasser) in einer kleinen Parkanlage mit Toskana-Villen, Freitreppe zum See und einem sagenhaften Blick über den Bodensee auf das Alpenpanorama. Wer hier ankommt, wird sich erstmal ein schönes Plätzchen in Baumnähe suchen (Bänke gibt es genug), um die einmalige Bodensee-Stimmung mit Blick auf die nahe Lindau-Insel zu genießen – und anschließend sind es ungefähr 15 min Fußweg bis zur Insel. Für seine Insel war Lindau schon bisher berühmt und ganzjährig sehr beliebt. Nun kommt als Attraktion noch dieser Lebensbaum als Nationalerbe hinzu.</p>
<p>Als wir mit unserem Anliegen bei den Verantwortlichen für die Lindauer Grünanlagen vorsprachen, war das Erstaunen ziemlich groß: &#8222;Was, unser Lebensbaum soll Nationalerbe werden – ist das wahr?&#8220; Auf unsere Bestätigung hin folgte große Begeisterung und Stolz, die Besonderheit dieses Baumes war wohl eine Riesen-Überraschung selbst für Stadtgrün-Insider. Aber da sich die Verantwortlichen bei den Garten- und Tiefbaubetrieben Lindau für die Grünflächenpflege um sehr viele besondere und exotische Bäume in ihrer Stadt kümmern müssen und dies auch spürbar gerne und verantwortungsbewusst tun, ist unsere Auszeichnung dieses Lebensbaumes nun auch eine besondere Anerkennung ihrer Kompetenz und ihres Engagements. Wer sich in Lindauer Gärten, Parks und Grünanlagen umsieht, entdeckt viele dendrologische Kostbarkeiten: besondere Bäume und Baumarten, viele davon schon in stattlichem Alter. Um die historische Altstadt im Topzustand kennenzulernen, benötigt man gerne 2-3 Tage, also unbedingt gleich mit einplanen, ist klar: Insel-Flair, Stadthistorie, Künstlerszene, Gaststätten &amp; Cafés, traumhafte Spazierwege in der Stadt und Radwege am Bodensee-Ufer (auch rund um den See).</p>
<p>Riesen-Lebensbäume können bis zu 70 m hoch werden, in Deutschland erreichen sie bisher an die 40 Meter – dieser Baum ist etwa 30 m hoch. Abgestorbene Äste verbleiben beim Lebensbaum lange am Stamm, da das Holz sehr pilzresistent ist. Untere herabhängende Äste bewurzeln sich zudem, wenn sie dem Boden aufliegen, und richten sich dann am Ende auf: die sog. &#8222;Schleppenbildung&#8220; von aufrechten Nachkommen um den Mutterbaum herum. Ein dafür besonders beeindruckendes Exemplar steht nicht weit entfernt im frei zugänglichen Schlosspark Lindau-Holdereggen (1 km Fußweg = 15 min, Zugang Holdereggenstraße 21 im Stadtteil Aeschach) gleich neben der im dortigen Schloss befindlichen Musikschule.</p>
<p>Dies ist eine immergrüne Nadelbaumart mit Schuppenblättern: die sind an Haupttrieben mit abstehenden Spitzen länglicher als an Seitentrieben und haben auf dem Rücken immer eine Drüse. Die Schuppenblätter an den Seitentrieben treten als Kanten- und Flächenblätter immer paarweise um 90° versetzt auf und bedecken die deutlich zusammengedrückten Seitenzweiglein vollkommen. Sie haben unterseits auffällige weißliche Flecken mit &#8222;Schmetterlingsmuster&#8220;, sind immergrün und fallen nach etwa 3 Jahren mit den Zweiglein ab, an denen sie sitzen. Die Zapfen sind im Unterschied zu Scheinzypressen länglich, und ihre länglichen Schuppen öffnen sich nur an einem Ende, bei Scheinzypressen rundherum.</p>
<p>Das Heimatareal des Riesen-Lebensbaums ist ein Streifen entlang der nördlichen Westküste der USA (am Pazifik) und der südlichen Pazifikküste Kanadas mit den Städten Vancouver und Seattle und bis an die Westhänge der Rocky Mountains reichend. Dort kommt er einerseits direkt an der Küste vor, steigt aber auch bis über 2.000 m Seehöhe ins Gebirge. In seinem Verbreitungsgebiet ist es dort in Küstennähe im Sommer regelmäßig sehr trocken (oft monatelang ohne Niederschläge), und im Gebirge kann die Temperatur im Winter bis unter -50°C sinken. Es gibt dort etliche uralte Methusalems dieser Baumart. Den wohl ältesten im Nationalpark auf der Olympic Peninsula habe ich mehrmals aufgesucht, als wir vor 30 Jahren dort jährlich 3 Wochen ein internationales Forststudenten-Praktikum zum Kennenlernen nordamerikanischer Wälder veranstaltet haben, an dem immer auch reichlich Teilnehmer:innen der Forstwissenschaften von der TU Dresden beteiligt waren. Bei Interesse an diesem Baumgiganten bitte googeln: Kalaloch Cedar Tree (meine eigenen Bilder von damals sind leider nicht mehr brauchbar).</p>
<p>Der englische Name &#8218;Western Red Cedar&#8216; ist ein bisschen verwirrend, da es ja keine Zeder ist. Aber das Holz riecht ähnlich aromatisch und hat eine ähnlich schöne rötliche Färbung wie bei Zedern. Und es ist so dauerhaft, dass es 100 Jahre und länger ohne Pilzschutzmittel bei Verwendung im Freien hält! Daher gibt es eine unglaubliche Vielfalt seiner Holznutzungen, u.a. für Dachschindeln, Fässer, Möbel, Fenster und Türen, Gartenmöbel, Holzzäune, Kanus, Totempfähle und als Konstruktionsholz. Auch als lebende Pflanze wird der Riesen-Lebensbaum vielfältig und gerne verwendet (z.B. als sehr beliebte immergrüne und gut zu schneidende Heckenpflanze), hat allerdings den &#8222;Makel&#8220; eines Friedhofsbaumes – was aber unfair ist, denn er kann ja nichts dafür, dass man ihn so oft auf Friedhöfen sieht. Seine Anspruchslosigkeit ist einfach genial. Floristen nutzen seine Zweige zudem häufig für Gestecke, da sie so aromatisch riechen und in Vasen schön überhängen.</p>
<p>Neuerdings wird er auch in hiesigen Wäldern für die Forstwirtschaft getestet, mit bisher ziemlich guten Erfahrungen: vor allem wegen seiner hohen Schattentoleranz hält er auch im Unterstand älterer Bäume problemlos durch. Und die in höherem Alter attraktive Holznutzung wurde oben schon angesprochen.</p>
<p>An diesem Lindauer Riesen-Lebensbaum besteht derzeit kein Handlungsbedarf, aber das Befahren der Wiese, auf der er steht, soll noch effektiver unterbunden werden, da Nadelbäume sehr empfindlich auf Bodenverdichtung reagieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_14">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-01-20240319_065709-ps.jpeg" title="ästhetisch absolut perfekter alter Riesen-Lebensbaum">
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-02-IMG_20240319_174719-ps.jpeg" title="mit eindrucksvoller Stammsicht und Blick auf Lindau-Insel und den Bodensee vom Baum aus">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-02-IMG_20240319_174719-ps-400x284.jpeg" alt="Riesen-Lebensbaum Lindau: mit eindrucksvoller Stammsicht und Blick auf Lindau-Insel und den Bodensee vom Baum aus" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-02-IMG_20240319_174719-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-02-IMG_20240319_174719-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3563" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-03-20240319_065547.jpeg" title="am Horizont die schneebedeckte Alpen-Bergkette, rechts Lindau-Insel (Blick vom Parkufer)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-04-IMG_20240320_155159.jpeg" title="Frühling und Toskana-Villen (hinten in Bildmitte der Riesen-Lebensbaum und rechts ein Riesenmammutbaum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-05-IMG_20250115_132541.jpeg" title="reife Zapfen im Winter am Baum im Toskanapark">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-06-IMG_20240321_165658.jpeg" title="Blick auf den Toskanapark von Lindau-Insel aus (Lebensbaum etwas im Hintergrund rechts der Bildmitte)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-07-IMG_20250115_150559.jpeg" title="traumhafte Aussicht von der Parkpromenade zur Insel mit tiefstehender Wintersonne">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2025/04/Gross-08-20240319_065424.jpeg" title="alles Wichtige zum Toskanapark in Baumnähe beschrieben – perfekt">
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		<title>Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, Oberfranken)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/tanzlinde-effeltrich-landkreis-forchheim-oberfranken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 12:23:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tanzlinde-effeltrich-landkreis-forchheim-oberfranken/">Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, Oberfranken)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Tanzlinde Effeltrich (Landkreis Forchheim, <span>Oberfranken</span>) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">mitten im Dorf Effeltrich der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft, an der Kreuzung von Hauptstraße und Neunkirchener Straße/Lindenstraße, nahe der großen Wehrkirche; Landkreis Forchheim, Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 700 Jahre (600-800 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension, -strukturen sowie Baumhabitus, Behandlung, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">8,02 m in 0,7 m Stammhöhe (Taille, gemessen Mai 2024)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 8 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 49.659544, O 11.092795</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">10. August 2024 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/08/14/ausrufung-der-tanzlinde-effeltrich-oberfranken-als-eine-wunderbar-regionaltypische-zeremonie/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_5">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/49.6587/11.0965" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dieser besonderen Linde ist nun auch eine bisher noch sehr große freie Fläche auf der Deutschlandkarte rund um Nürnberg mit einem Nationalerbe-Baum abgedeckt. Sie befindet sich in der Tourismusregion Fränkische Schweiz, die wegen ihrer Berg- und Hügellandschaft und der vielen Burgen, Felsformationen und Höhlen berühmt und als Urlaubsziel sehr beliebt ist.</p>
<p>Die dort ausgewählte Tanzlinde erhält seit Jahrhunderten eine enorme Wertschätzung wegen ihrer kulturellen Bedeutung und ihrer sehr intakten geleiteten Krone. Geleitet nennt man dies deshalb, weil die Hauptäste seit langer Zeit auf einer Stützkonstruktion waagerecht weit nach außen geleitet werden. Entstanden ist dies durch den hohen Bastbedarf umliegender Gartenbaubetriebe, die den Baum regelmäßig geschnitten haben zur jährlichen Zweiggewinnung. Denn Linden haben einen besonders reißfesten Bast in der Rinde und eignen sich daher vorzüglich zu seiner Nutzung. Er wird verwendet zur Veredlung von Obstbäumen und Formgehölzen für Baumschulen: dabei wird ein Pfropfreis mit einer Unterlage verbunden und mit Lindenbast umwickelt, damit beide Baumteile miteinander verwachsen und die Krone dann mit Sicherheit ganz bestimmte Merkmale wie Fruchtqualität/-sorten oder z.B. eine als Straßenbaum gewünschte schlanke Kronenform aufweisen.</p>
<p>Es gibt auch die Sage, die Linde sei mit ihrer Krone umgekehrt in die Erde gepflanzt worden, was bei Linden aber baumbiologisch undenkbar ist (das kann nur bei Weiden klappen).</p>
<p>Der auffallend flache, niedrige Habitus dieser Linde wird durch zweijährigen behutsamen Rückschnitt aller immer wieder nach oben treibenden Zweige erhalten. So ist die Maßnahme mit relativ wenig Aufwand verbunden und führt zu keiner nennenswerten Schädigung des Baumes. Immerhin ist er so schon 700 Jahre alt geworden. Das hohe Alter leitet sich her aus den am Wuchsort mitten im Siedlungsbereich ziemlich problematischen Bodenverhältnissen (Bodenverdichtung und -versiegelung, wenig Wurzelraum, Trockenheit etc.), den regelmäßigen Schnittmaßnahmen (Verlust von Zweigen und Blattfläche) und starkem Besucherverkehr im Wurzelraum (Versammlungen, Feste, Märkte, Tanzveranstaltungen…). Linden sind bekannt dafür, dass sie all dies erstaunlich gut verkraften, sonst gäbe es im Stadtbereich nicht so viele Altbäume.</p>
<p>Der Stamm dieses Baumes besteht noch zu größeren Anteilen aus dem Ursprungsstamm, es handelt sich bei ihm nicht wie oft bei &#8222;tausendjährigen&#8220; Linden komplett um Wiederaustriebe. Bei diesen würde das Alter ihrer Wiederaustriebe gezählt werden, nicht das des Vorgängerbaumes, von dem die Wurzeln für die Nachkömmlinge weitergenutzt werden konnten.</p>
<p>Starke Wurzeln dieser Linde wurden schon in 40 m entfernten Hauskellern gefunden, auch die Gärten in der Nähe hat sie sicher alle &#8222;gecheckt&#8220; und in ihre Versorgung eingebaut. Zudem soll sich unter ihr auch eine kräftige Wasserader befinden.</p>
<p>Die aufwändige Stützkonstruktion aus Eichenholz für die schweren, weit ausladenden Äste muss regelmäßig kontrolliert und einfühlsam ausgebessert werden, das ist hier sehr verantwortungsvoll und fachmännisch seit langer Zeit erfolgt. Sehr gut gelöst ist die Abgrenzung des Kronenraumes mit einer niedrigen Mauer als Umrandung im Achteck, mit Hinweisschildern gegen das Beklettern des Baumes, aber ansonsten freiem Zutritt durch mehrere Mauerlücken.</p>
<p>Sehr intensiv hat sich der ehemalige Pfarrer und heute Geistlicher Rat Albert Löhr für die Linde eingesetzt, zudem hat er eine längere Abhandlung über den Baum erarbeitet. Die Linde war früher Rats- und Gerichtsort, Dorftreffpunkt und Festplatz. Höhepunkt ihrer aktuellen kulturellen Nutzung sind gelegentliche Versammlungen oder Feiern (z.B. abends mit Beleuchtung unter der Krone), musikalische Veranstaltungen, als Station der Fronleichnamsprozession im Juni (Mai) oder für Treffen von Vereinen.</p>
<p>Die Tanzlinde Effeltrich ist schon seit langem sehr verantwortungsvoll und fachlich versiert von der Gemeinde Effeltrich und vom Landratsamt Forchheim als zuständige Untere Naturschutzbehörde gepflegt und gesichert worden, das verdient unsere Hochachtung. Wir möchten bei dieser außergewöhnlichen Linde mit unserer Auszeichnung und Förderung ein Altern in Würde mit unterstützen und ihre Beachtung und ihren Schutz weiter verstärken.</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_17">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_23  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_5  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816.jpg" title="ein sehr imposanter Anblick des Baumes auf dem zentralen Dorfplatz von Effeltrich im April">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816-400x284.jpg" alt="Tanzlinde Effeltrich: ein sehr imposanter Anblick des Baumes auf dem zentralen Dorfplatz von Effeltrich im April" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/01-IMG_20240417_122816-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3173" />
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				</a>
				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_5_1"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937.jpg" title="mit mächtigem kurzen und wulstigen Stamm">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937-400x284.jpg" alt="Tanzlinde Effeltrich: mit mächtigem kurzen und wulstigen Stamm" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/02-IMG_20240417_123937-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3175" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/03-IMG_20240417_122851.jpg" title="beeindruckende Stützkonstruktion der Krone, auf welcher die weit ausladenden und schweren Äste liegen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/04-IMG_20240417_122958.jpg" title="der Stamm einfühlsam vor Beklettern geschützt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/05-IMG_20240417_123135-ps.jpg" title="gelungene Umgrenzung des Kronenbereiches durch eine achteckige Mauereinfassung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/06-IMG_20240529_114430.jpg" title="im Sommer ein gänzlich anderer Anblick mit dunkler Krone und geschütztem Unterstand darunter">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/07-IMG_20240529_112856.jpg" title="Gewirr von Stammteilen, Ästen, Wülsten, Hohlkehlen, Wiederaustrieben und Fäulebereichen im Kronenkopf">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/06/08-IMG_20240417_123634.jpg" title="gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite die eindrucksvolle Wehrkirche des Ortes">
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		<title>Zirbe/Arve am Schachen (Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Bayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/zirbe-arve-am-schachen-landkreis-garmisch-partenkirchen-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2024 07:21:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/zirbe-arve-am-schachen-landkreis-garmisch-partenkirchen-bayern/">Zirbe/Arve am Schachen (Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Zirbe am Schachen (Bayern, bei Garmisch-Partenkirchen/Schloss Elmau) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Zirbe, Arve (<em>Pinus cembra</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">auf dem Schachen in 1900 m über Meereshöhe, im Alpengarten nahe dem Schachenhaus und Königshaus, geöffnet ca. Mitte Juni bis Mitte Sept., Baum etwa 8 m vom Eingang entfernt (vom Zaun links neben Eingang aus jederzeit gut sichtbar), an darunter stehender Bank zu erkennen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 270 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">2,70 m in 1,55 m Stammhöhe (Taille, gemessen Sept. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 13 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.420680, 11.112392</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">28. Juni 2024 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/06/30/ausrufung-von-miss-cembra-der-zirbe-in-2-000m-hoehe-in-spektakulaerem-alpen-ambiente-bei-garmisch-gefeiert/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_6">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/47.4215/11.1123" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Wenn Sie in Zirben &#8222;baden&#8220; möchten: auf riesiger Fläche alles voller Zirben, eine schöner als die andere, dann sollten Sie einen Aufstieg zum Schachen planen. Nur wenige 100 m von der Grenze zu Österreich entfernt (die auf dem Grat des Wettersteingebirges verläuft), und unfassbar eindrucksvoll und malerisch vor der etwa 500 m hohen, fast senkrechten Wettersteingebirgs-Felsnordwand befindet sich der Alpengarten am Schachen. Und in unmittelbarer und weiterer Umgebung in dieser Höhenlage mit knapp 2000 m scheint einer der ganz wenigen Lieblingsorte von Zirben in Deutschland zu sein. Es gibt zwar noch ein Areal oberhalb vom Königssee beim Bergmassiv Großer Watzmann (bei Berchtesgaden), aber das Vorkommen dort ist viel schwieriger zu erreichen und es sind mehr Einzelbäume, die z.T. nur unter noch größeren Aufstiegsmühen als am Schachen zu finden sind, jedoch nicht vollflächig so viele ältere Zirben. Im Österreichischen, Schweizer und Norditalienischen Alpenraum gibt es viel mehr Zirben, weil dort deutlich größere Landesareale in einer Höhenlage um 2000 m vorhanden sind. Die Baumart steigt dabei bis auf 2.800 m ü. NN. In tieferen Lagen als 1.500 m schwächelt sie und kümmert, aus verschiedenen Ursachen: Keimungsprobleme, Konkurrenznachteile, Krankheiten u.a.</p>
<p>Dieser nun ausgewählte Baum ist zwar längere Zeit des Jahres nicht direkt zugänglich durch seinen Standort im Alpengarten, aber die Baumtafel befindet sich am Zaun und ist daher wie der Baum ganzjährig sichtbar. Zudem steht diese Zirbe dort stellvertretend für all die vielen alten Zirben im Freiland in der Umgebung: Es wachsen dort oben sogar etliche Zirben mit über 4 m Stammumfang und also einem Alter von über 400 Jahren auf den Bergwiesen, aber die Natur ist dort zu sensibel, um diese Champions hier mit genauer Position bekannt zu machen. Somit wird nun hiermit auch dieser Alpengarten gewürdigt und bekannter gemacht, was ein sehr schöner Nebeneffekt ist. Man kann vor dem etwa vierstündigen Fußmarsch bergauf (etwa 1000 m Höhenunterschied) dorthin klären, ob der Garten geöffnet ist: <a href="https://botmuc.snsb.de/alpengarten-schachen/">https://botmuc.snsb.de/alpengarten-schachen/</a>, denn das ist nur immer etwa von Mitte Juni bis Mitte September täglich von 8-17 Uhr der Fall – aus verständlichen Gründen wegen des dort oben sehr rauen Klimas etwas variabel. Man kann dort auch Gruppenführungen online bestellen.</p>
<p>Das Interessante und Schöne im Alpengarten ist auch, dass es dort aus der Höhenlage eine Zirben-Stammscheibe gibt, die zeigt dass die Zirbenstämme dort ziemlich genau 1 cm je Jahr im Umfang zunehmen, also bei 100 Jahren einen Stammumfang von einem Meter haben, was einem Durchmesser von 32 cm entspricht. Man kann die Jahrringe auf der Stammscheibe nachzählen – unsere &#8218;Miss Cembra&#8216; müsste daher also mit ihren 2,70 m Stammumfang etwa 270 Jahre alt sein.</p>
<p>Zirben, Ziebelkiefern oder Arven (das ist dasselbe) sind an ihren 5-zähligen Nadelbüscheln zu erkennen, die silbrig glänzen und sich sehr weich anfühlen. Die Baumart hat ihre natürliche Nische im Bereich der Waldgrenzen in den Alpen, weil sie nur dort allen anderen Baumarten im Konkurrenzgeschehen und Überlebenskampf (wegen der niedrigen Temperaturen) überlegen sind. Das ist ungemein faszinierend und beeindruckend, und jeder Zirbenbaum hat daher eine ganz einmalige Gestalt infolge seiner individuellen Lebens- und Überlebensgeschichte. Die Bäume können bereits bei 0°C Photosynthese betreiben und dann also Zucker produzieren, ihre Frosthärte beträgt -45°C und sogar im Sommer noch -10°C ohne Schäden – das sind Extremwerte unter den einheimischen Baumarten. Zudem kann im Winter bei Plusgraden oder Sonnenschein der auf Zweigen liegende Schnee tauen und daraus Wasser direkt über die Nadeln und Zweigoberflächen aufgenommen werden. Die hochspannende Doktorarbeit einer Innsbrucker Botanik-Wissenschaftlerin hat kürzlich gezeigt, dass das vom Schnee aufgenommene Wasser dann rückwärts durch die gesamte Krone zu den unteren Zweigen transportiert werden kann, damit diese nicht vertrocknen – der untere Stammabschnitt von und zu den Wurzeln  ist dann die meiste Zeit gefroren, so dass kein Wasser von unten aus dem Boden kommen kann. Dieser Vorgang ist von keiner anderen Baumart bekannt und fasziniert mich ungeheuer.</p>
<p>Die attraktiven blauvioletten, mit Harztropfen blitzenden Zirbenzapfen brauchen 3 Jahre bis zur Reife, sie enthalten dann die wohlschmeckenden, nahrhaften Samen, die Zirbelnüsse genannt werden. Tannenhäher (= Alpenhäher) sind Tag für Tag immerzu damit beschäftigt, sie zu knacken und zu fressen oder sie zu verstecken – die Winter sind sehr lang dort oben. Wenn Sie darauf achten (möchten), lohnt es den Alpenhähern eine Weile zuzusehen, da sie ständig und ganz besonders im Spätsommer und Herbst mit dem Verstecken der &#8222;Zirbelnüsse&#8220; beschäftigt sind. Danach vergessen sie dann immer etliche ihrer Verstecke (als wäre es beabsichtigt), und diese Samen keimen dann z.B. häufig aus vergessenen Felsritzen, was zahlreiche malerische Zirben auf Felsen zur Folge hat (Bilder 8 und 10). Neuere intensive Untersuchungen in der Schweiz haben ergeben, dass ein Tannenhäher pro Jahr zwischen 45.000 und 100.000 Zirbensamen versteckt und dabei bis zu 15 km weit fliegt – das ist einfach unglaublich. Aber es kommt noch besser: von diesen Samenmengen werden 80% wiedergefunden, auch wenn sie von den Vögeln oft unter einer Schneedecke ausgegraben werden müssen!</p>
<p>Wie wandert man zu den Zirben am Schachen? Am besten geht es vom Wanderparkplatz am Schloss Elmau auf dem geschotterten Fahrweg etwa 3-4 Stunden gleichmäßig bergan, und wenn es dann nach 3 Stunden beginnt ein bisschen eintönig zu werden, öffnet sich der Wald (bald hinter der Abzweigung nach links zur Wettersteinalm), und es treten immer mehr Einzelbäume in Erscheinung, darunter auch die ersten und dann immer mehr Zirben. – Alternativ kann man auch direkt von Garmisch-Partenkirchen an der Olympia-Sprungschanze starten durchs Partnachtal (falls die berühmte Klamm dort gerade nicht geöffnet ist, muss man einen Umweg über Graseck mit zusätzlichem Auf- und Abstieg in Kauf nehmen), und danach geht es dann &#8222;ohne Ende&#8220; steil bergauf mit 1.100 m Höhenunterschied, auf einem beeindruckenden Kälbersteig-Trampelpfad in Serpentinen am Steilhang. Man kommt schließlich etwa eine Stunde vor Erreichen des Ziels am Schachen auf den zuvor beschriebenen Fahrweg vom Schloss Elmau.Den Aufstieg dorthin wird man auch außerhalb der Öffnungszeiten des Alpengartens nicht bereuen, dabei nur bitte die Wege nicht verlassen, wo man sich im Naturschutzgebiet befindet. Hin und zurück kommen dann etwa 10-12 Stunden Outdoor-Bewegung zusammen, mit Einkehr im Schachenhaus und/oder in der Wettersteinalm: beide sehr empfehlenswert, wenn man schon dort oben ist – die lokalen Berg-Spezialitäten sollte man sich nicht entgehen lassen, außerdem schmeckt dort oben in der dünnen Luft einfach alles besser…</p>
<p>Zirbenholz ist trotz enger Jahrringe erstaunlich leicht und weich, da der größte Anteil aus Frühholz mit dünnen Zellwänden besteht, zur Spätholzbildung reicht dann meist die Länge der Vegetationsperiode dort oben nicht. Zirbenholz riecht zudem unverwechselbar aromatisch und wird daher z.B. für Möbel wie Betten und Gebrauchsgegenstände wie Brotdosen genutzt, man sagt ihm sehr viele positive Eigenschaften für das Wohlbefinden (gegen Stress und für gesunden Schlaf) in geschlossenen Räumen und vor allem in Wohnstuben und Schlafzimmern nach. Das Holz der Zirbe ist seit altersher sehr begehrt und die Nachfrage in neuerer Zeit so gestiegen, dass in den Alpen ein weiterer Rückgang des Bestandes befürchtet wird. In Deutschland sind daher alle Zirbenbestände dort oben streng geschützt, weshalb hier auch keine Einzelbäume vorgestellt werden.</p>
<p>In der Berghütte Schachenhaus kann man neben vielen weiteren Leckereien übrigens auch Zirbenschnaps erstehen und ihn dann abends nach dem Abstieg probieren…</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/01-IMG_20231013_111935-ps.jpg" title="Beim Aufstieg tauchen nach der Wettersteinalm die ersten Zirben auf – der Hochgenuss beginnt!">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/01-IMG_20231013_111935-ps-400x284.jpg" alt="Beim Aufstieg tauchen nach der Wettersteinalm die ersten Zirben auf – der Hochgenuss beginnt!" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/01-IMG_20231013_111935-ps.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/01-IMG_20231013_111935-ps-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2863" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/02-IMG_20231013_112130.jpg" title="Noch etwa eine Stunde Laufzeit: das Ziel mit Königshaus, Alpengarten und Schachenhütte (Bildmitte) kommt in Sicht.">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/02-IMG_20231013_112130-400x284.jpg" alt="Noch etwa eine Stunde Laufzeit: das Ziel mit Königshaus, Alpengarten und Schachenhütte (Bildmitte) kommt in Sicht." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/02-IMG_20231013_112130.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/02-IMG_20231013_112130-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2867" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/03-IMG_20231013_114001-ps.jpg" title="filigrane 5-zählige Nadelbüschel einer Zirbe vor der Wettersteinwand (Suchbild mit Alpenhäher rechts in Bildmitte in der Krone!)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/04-IMG_20231013_114758-ps.jpg" title="Bergwiesen im Oktober mit grünen Zirben, gelben Berg-Ahornen und roten Ebereschen in prächtiger Herbststimmung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/05-IMG_20231013_124830.jpg" title="der auserwählte Zirbenstar &#039;Miss Cembra&#039; im Alpengarten (Bildmitte)…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/06-IMG_20231013_122236.jpg" title="…in typischer Situation in fast 2000 m Höhe mit silbrig glänzenden Nadeln in gleißender Sonne">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/07-IMG_20231013_121353.jpg" title="markanter Stammfuß von &#039;Miss Cembra&#039; mit typisch gewaltigen Wurzelanläufen…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/08-IMG_20231013_121438-ps.jpg" title="…einer davon den Stamm weit seitlich fortsetzend, um dem Felsbrocken auszuweichen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/09-IMG_20231013_120130.jpg" title="An diesem Zaun wird die Tafel installiert – nicht ganz einfach! Hier liegen im Winter oft 2 m Schnee…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/10-IMG_20231013_115506.jpg" title="Zirbe aus Keimung in einer vergessenen Gesteinsspalte auf dem Felsbrocken">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/11-IMG_20231013_125701-ps.jpg" title="Die abgestorbene Baumunterlage zur Keimung ist längst verrottet, daher steht diese Zirbe wie auf Stelzen.">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/12-IMG_20231013_130024.jpg" title="eindrucksvolle Wettersteinwand mit Wald- und Baumgrenze hinter dem &quot;Zirben-Arboretum&quot; als Kulisse">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/12-IMG_20231013_130024-400x284.jpg" alt="eindrucksvolle Wettersteinwand mit Wald- und Baumgrenze hinter dem &quot;Zirben-Arboretum&quot; als Kulisse" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/12-IMG_20231013_130024.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/03/12-IMG_20231013_130024-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2874" />
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/zirbe-arve-am-schachen-landkreis-garmisch-partenkirchen-bayern/">Zirbe/Arve am Schachen (Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2023 06:00:22 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2676</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/">Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern) </strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">Gemeinde Wessobrunn (etwa 15 km südwestlich vom Ammersee; Landkreis Weilheim-Schongau, Oberbayern); im Ort nicht zu verfehlen, da von überall ausgeschildert: in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klostergelände; östlich vom Rathaus und Kloster, von wo ein ausgeschildeter Fußweg hinführt (5 min); oder über die Straße Tassiloweg zu erreichen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 800 Jahre (700-900 Jahre, hergeleitet aus Stammdimension und -strukturen)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">14,15 m in 0,9 m Stammhöhe (Taille, gemessen Feb. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 17 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.875806, O 11.029992</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">14. Oktober 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/10/15/30-ausrufung-der-tassilolinde-wessobrunn-bayern-als-kroenender-abschluss-der-saison-2023/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/47.8762/11.0308" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die überall geschilderte schöne Legende über die angebliche Entstehung der Tassilolinde vor 1270 Jahren mit dem Traum von Herzog Tassilo III. (sog. &#8222;Klostergründungslegende&#8220;) erspare ich mir hier, da sie frei erfunden ist, wenn auch eine interessante Geschichte. Umso weitreichender wird die Diskussion über das &#8222;legendäre&#8220; Alter dieser Linde geführt – die seriösen Angaben schwanken von 400 bis 900 Jahren. Eine längere intensive Analyse der Stammstrukturen hat mich zu dem Ergebnis gebracht: ihr Alter kann maximal 700-900 Jahre sein, ich wähle davon den Mittelwert 800 Jahre als wahrscheinlichste Angabe. Denn es gibt einen Teil des heutigen Stammes (auf seiner hangabwärts orientierten Seite), der noch urtümlichste Strukturen aufweist: Knollen, Verwirbelungen, Vermischung von jungen bis sehr alten Innenwurzeln, sowie noch einen Teil des ursprünglichen äußeren Stammmantels. Da dieser deutlich aus dem Boden herausragt und also nicht zur Wurzel gehört, schätze ich ihn als Überbleibsel des Original-Stammes und auf die genannte Altersspanne ein. Alle weiteren heutigen Stämmlinge des &#8222;Stammringes&#8220; sind viel spätere Wiederaustriebe aus der Wurzel seit etwa 300 Jahren bis heute. So spannend war eine Stammanalyse selten, und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Denn dieses Alter passt auch zum Umfang des heutigen Baumes von über 14 m.</p>
<p>Hinzu kommt nun, dass es nicht eine Winter-Linde ist (wie fast überall beschrieben), sondern in allen 7 Merkmalen eindeutig eine Sommer-Linde:</p>
<ul>
<li>Früchte mit 5 Rippen, weshalb sie sich nicht zerdrücken lassen;</li>
<li>3-4 Früchte im Blüten-/Fruchtstand (nie über 5);</li>
<li>behaarte diesjährige Jahrestriebe;</li>
<li>behaarte Blattstiele;</li>
<li>unterseits in den Hauptseitennerven-Winkeln zahlreiche helle Achselbärte;</li>
<li>Blätter unterseits deutlich behaart und rein grün (nicht blaugrün);</li>
<li>Blattgröße meist über 10 cm, bis 15 cm.</li>
</ul>
<p>Für eine Sommer-Linde ist ein Alter von über 800 Jahren und der aktuelle Stammumfang von über 14 m ohne Probleme erreichbar. Dies wäre bei Winter-Linden schwierig(er), da sie deutlich langsamer wachsen und kleiner bleiben als &#8222;ihre große Schwester&#8220;.</p>
<p>In der Historie des Klosters Wessobrunn wären zu dieser Alterseinschätzung folgende Ereignisse passend (aus www.klosterwessobrunn.de): &#8222;<em>Mit dem Ende des Nonnenklosters und durch eine gewaltige Brandkatastrophe um 1220, die Kloster und Kirche bis auf die Grundmauern vernichtete, setzte eine neue und lang anhaltende Bauperiode ein. Das neue Münster konnte jedoch erst 1285 vollendet werden.</em>&#8220; Somit könnte die Linde im Zuge der Baufortschritte im 13. Jahrhundert gepflanzt worden sein, z.B. zur Vollendung des Münsters 1285. Dann wäre sie 740 Jahre alt, was auch sehr gut zu o.g. Ausführungen zur Alterseinschätzung passen würde. Erklärungsbedürftig bleibt allerdings der Pflanzort: warum wurde sie dann nicht direkt im Klostergelände gepflanzt?</p>
<p>Die Tassilolinde ist seit 1980 Naturdenkmal. Landkreis und Freistaat Bayern (Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt) kommen in vorbildlicher Weise ihrer Verantwortung fur den Erhalt dieses Baumveteranen nach. Sie übernehmen gemeinsam mit der Gemeinde diese Aufgabe einschließlich der Finanzierung der Erhaltungsmaßnahmen. Für den Erhalt und Schutz der Tassilolinde Wessobrunn ist ihre geschützte Lage am Steilhang und die Weitsicht aller bisherigen Eigentümer bzw. Bürgermeister von Bedeutung.</p>
<p>Allerdings haben zu viele Baumfreunde in den letzten Jahren die Tassilolinde aufgesucht, daher musste ihr Umfeld in diesem Jahr umfassend neu gestaltet werden: Der Weg zum Baum wurde verlegt, und der Zutritt unter die Krone ist nun nicht mehr gestattet, um Wurzel- und Stammschäden zu vermeiden. Dies wird auch von den allermeisten Besuchern akzeptiert und hat schon positive Auswirkungen. Auch die Ausrufungsfeier wird natürlich danach ausgerichtet, denn alle wollen, dass dieser Baum ein Alter von 1000 Jahren erreicht. Gemeinde, Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt und der Landkreis sind mächtig stolz auf diesen Veteran, der nun also geadelt wird.</p>
<p>Damit ist auch dieser 30. Baum mit unterschriebener Vereinbarung in der Ehrengarde angekommen, und daher geht gerade ein neues Buch zu den ersten 30 Nationalerbe-Bäumen in Druck und wird im Oktober erscheinen, worin auch die Tassilolinde schon mit enthalten ist. Das Buch ist dann wieder kostenlos als pdf von unserer Website herunterzuladen.</p>
<p>Und noch ein Baum-Highlight ganz in der Nähe sollten Sie mit ansehen, falls Sie die Tassilolinde besuchen: den Paterzeller Eibenwald. Er ist ebenfalls deutschlandweit unter vielen Bauminteressierten bekannt aufgrund seiner besonderen Bestandesstruktur mit über 1000 alten und mittelalten Eiben. Diese wachsen sehenswert in einem von Wasserläufen durchzogenen Waldstück bei Paterzell und machen mit ihrer rötlichen Rinde und den dunkelgrünen Kronen mächtig Eindruck. Der Eibenwald ist etwa 5 km von der Tassilolinde entfernt, sehr gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_7_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/01-20230426_122818.jpg" title="Tassilolinde vom Hauptzuweg kommend im April 2023">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230726_085610.jpg" title="…und im Juli, mit neu angelegtem Weg und Absperrbereichen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230726_085610-400x284.jpg" alt="Tassilolinde Wessobrunn: …und im Juli, mit neu angelegtem Weg und Absperrbereichen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230726_085610.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/02-20230726_085610-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2669" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/03-20230726_091925-ps.jpg" title="monumentale Baumgestalt (von unterhalb)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/04-20230426_123202.jpg" title="Stammskulptur (von Südwest) mit aufregenden Strukturen">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/05-20230726_091719.jpg" title="Stammdurchsicht (von Nordwest)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/06-20230726_091400.jpg" title="junge Innenwurzeln im Stamminneren eines älteren Wiederaustriebs">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/07-20230426_123351.jpg" title="der urtümlichste Stammbereich (großer Stammbereich links vom alten Wiederaustrieb rechts vorne mit Innenwurzeln)">
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				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/08/08-20230726_090509.jpg" title="Teil des originalen Ursprungsstammes mit &quot;wilden&quot; Strukturen und jungen bis alten Innenwurzeln">
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				</div></div></div><div class="et_pb_gallery_pagination"></div></div><style>@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_title, .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image{max-width:83.5%;margin-left:auto!important;margin-right:auto!important;} .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img{width:100%;} }@media only screen and (min-width: 981px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (min-width: 768px) and (max-width: 980px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }@media only screen and (max-width: 767px){ .et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item{margin-bottom:5.5%!important;} }</style><style>.et_pb_gallery_7 .et_pb_gallery_item.et_pb_grid_item .et_pb_gallery_image img { object-fit: initial !important; }</style>
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/tassilolinde-wessobrunn-nahe-ammersee-oberbayern/">Tassilolinde Wessobrunn (nahe Ammersee, Oberbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weiß-Tanne bei Bayerisch Eisenstein im Nationalpark Bayerischer Wald (Landkreis Regen im Regierungsbezirk Niederbayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/weiss-tanne-bei-bayerisch-eisenstein-im-nationalpark-bayerischer-wald-landkreis-regen-im-regierungsbezirk-niederbayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 09:24:25 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2411</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/weiss-tanne-bei-bayerisch-eisenstein-im-nationalpark-bayerischer-wald-landkreis-regen-im-regierungsbezirk-niederbayern/">Weiß-Tanne bei Bayerisch Eisenstein im Nationalpark Bayerischer Wald (Landkreis Regen im Regierungsbezirk Niederbayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Weiß-Tanne bei Bayerisch Eisenstein im Nationalpark Bayerischer Wald (Landkreis Regen im Regierungsbezirk Niederbayern)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 192px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Weiß-Tanne (<em>Abies alba</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">beim Zwieslerwaldhaus, auf der Waldhaustraße von Ludwigsthal kommend, am Straßenende links abbiegen zum Parkplatz Brechhäuslau, dann noch etwa 500 m Fußweg auf dem Forstweg Richtung Schwellhäusl, dort links die Tanne 50 m vom Weg entfernt – nicht zu übersehen, da durch Bohlenweg in Szene gesetzt</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 605 Jahre (durch Jahrringzählung einer ebenfalls sehr starken Nachbartanne hergeleitet)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">6,93 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Jan. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 53 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">N 49.098683, O 13.230611</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">23. Juni 2023</td>
</tr>
</tbody>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Als erstes folgt hier die spannende und schöne Story zur Geschichte der Altersermittlung dieser Tanne: denn gleich in der Nähe stand eine ebenfalls sehr dicke Tanne und wurde vor fast 60 Jahren (1965) vom Sturm geworfen, und ihr Stammquerschnitt (eine intakte Baumscheibe, sie hatte noch alle(!) Jahrringe, war also nicht hohl im Inneren) steht im sehenswerten Waldmuseum Zwiesel. Die Jahrringzählung an dieser Nachbartanne ergab 450 Jahre, sie war 1,65 m dick. Die nun von uns auserkorene Tanne hat einen Stammdurchmesser von 2,20 m (Umfang 6,93 m), d.h. bei gleicher Jahrringentwicklung (die man berechtigt annehmen darf) wäre unser Nationalerbe-Baum damit 602 Jahre alt! Auf diese Weise erhält man eine sensationell abgesicherte Altersangabe. Und da es noch mehr dicke Tannen im Bayerischen Wald und im Schwarzwald in ähnlicher Höhenlage gibt, ist sie also auch nicht die einzige mit einem Alter von über 400 Jahren, womit die Baumart Weiß-Tanne ebenfalls zu den von uns gesuchten langlebigen Baumarten gehört – was mir gar nicht bewusst war. Somit wird diese Tanne auch stellvertretend für viele weitere Alttannen in den Bergwäldern als Nationalerbe ausgerufen und zeigt das enorme Potenzial der Weiß-Tannen.</p>
<p>Dieser Baum steht in einer alten Tannengruppe und ist die höchste, dickste und älteste dokumentierte Tanne Deutschlands! Alte Weiß-Tannen entwickeln in der Oberkrone oft ein sog. &#8222;Storchennest&#8220;, wenn der Wipfeltrieb schließlich im Höhenwachstum stockt, während die Seitenzweige noch unvermindert zur Seite wachsen – das zeigt dieser Baum allerdings trotz seiner großen Höhe derzeit nicht.</p>
<p>Weiß-Tannen gehören heute in Deutschland zu den seltensten heimischen Baumarten. Sie blühen erst spät in ihrem Leben, nämlich mit etwa 50 Jahren, und eine stärkere Blüte tritt nur alle 3-5 Jahre auf. Dabei reifen die aufrecht stehenden weiblichen Blütenstände dann im Herbst zu Tannenzapfen heran. Bei den bis zu 16 cm groß werdenden Zapfen am Baum ist zunächst bemerkenswert, dass sie nicht wie bei fast allen anderen Nadelbäumen hängen, sondern wie Kerzen auf den Zweigen stehen. Das kann richtig chic aussehen und können Sie auch bei diesem Baum erkennen (ein Fernglas hilft dabei). Und bei der Reife fallen die Samen im Herbst und Winter dann nach und nach von der Zapfenspitze beginnend aus der Krone herunter – oder richtiger beschrieben: sie segeln, denn sie haben einen Flügel, der sie zu &#8222;Schraubdrehfliegern&#8220; macht. Schließlich stehen nur noch die Spindeln der Zapfen auf den Ästen und mancher Naturfreund hat sich schon gefragt, was das denn für Spieße auf den Tannenzweigen sind. Darauf auch mal achten, wenn Sie vor dieser oder einer anderen Tanne mit Zapfen stehen.</p>
<p>Auf den Weihnachtstellern oder auf dem Waldboden können daher gar keine Tannenzapfen liegen, denn sonst hätte jemand in die Spitze der Tannenkronen klettern und die Zapfen herunterwerfen müssen – weil Tannenzapfen nie als Ganzes vom Baum fallen, im Gegensatz zu Fichten- und Kiefernzapfen, die man daher auch als Weihnachtsdeko verwenden kann.</p>
<p>Die Weiß-Tanne gehört zu den immergrünen Nadelbaumarten, das wussten Sie natürlich schon. Weniger vielleicht, dass ihre Nadeln ca. 10 Jahre alt werden, im Hochgebirge auch bis 14 Jahre. Das ist unter den heimischen Nadelbaumarten Rekord. Immergrüne Nadelbäume können in warmen Perioden auch im zeitigen Frühjahr und im Herbst Zucker produzieren, wenn Laubbäume keine Blätter tragen. Das ist ihr Konkurrenzvorteil in kühleren Regionen und Höhenlagen.</p>
<p>In der Jugend ist die Weiß-Tanne eine der schattentolerantesten Baumarten<strong>. </strong>Sie wächst dann sehr langsam, der Wipfeltrieb nur minimal. So kann sie ähnlich der Buche &#8222;in Wartestellung&#8220; (in Hoffnung auf mehr Licht) verharren und einen bis zu 150-jährigen &#8222;Schattenschlaf&#8220; halten! Wenn schließlich einer der alten Nachbarbäume fällt (oder gefällt wird), erwacht der Nachwuchs aus diesem &#8222;Schlaf&#8220; und wird vom Licht &#8222;wachgeküsst&#8220;. Allerdings verträgt die Tanne keine plötzliche Freistellung, denn es müssen erst neue Lichtnadeln gebildet werden – die Schattennadeln &#8222;verbrennen&#8220; sonst regelrecht in der plötzlichen prallen Sonne, an die sie nicht angepasst sind.</p>
<p>Zu schaffen macht der Tanne immer wieder der Verbiss durch Rot- und Rehwild bei hohen Wilddichten. Dann wird sie immer seltener. Zudem ist sie sehr immissionsempfindlich und war daher im Erzgebirge in den 1990er Jahren fast ausgestorben. Aber es ist Hoffnung angebracht: aufgrund der verbesserten Luftqualität wächst die Tanne inzwischen sogar auch dort wieder, wenn es auch noch ein langer Weg zu Altbeständen von Bergmischwäldern mit dem Trio Buchen, Tannen und Fichten sein wird.</p>
<p>Die Wurzeln der Weiß-Tanne dringen tiefer in den Boden ein als die vieler anderer Baumarten: sie entwickelt anfangs eine kräftige Pfahlwurzel, die schließlich zu einem herzförmigen Wurzelsystem führt. Wurzeln benachbarter Tannen verwachsen zudem miteinander und sorgen so für noch bessere Standsicherheit und einen Stoff- und Informationsaustausch zwischen Nachbarbäumen.</p>
<p>Das Holz der Weiß-Tanne ähnelt dem der Fichte und wird meist ähnlich genutzt. Es ist aber heller, ohne auffällige Farbunterschiede und vor allem harzfrei, was die Verwendbarkeit und Imprägnierbarkeit verbessert.</p>
<p>Weltweites Aufsehen erregte im Jahr 2000 die Atlantiküberquerung des Abenteurers und Menschenrechtlers Rüdiger Nehberg auf einem 17m langen, 350 Jahre alten Weißtannenstamm, den er mit Segeln und Auslegern bestückt hatte. So segelte er mit diesem Einbaum entgegen aller besseren Ratschläge erfolgreich die 2.000 Seemeilen von Mauretanien nach Brasilien, um auf die Situation der dortigen Ureinwohner aufmerksam zu machen. Das berühmt gewordene Dach der Expo-Weltausstellung in Hannover wurde aus 70 starken Weiß-Tannen hergestellt. Und das Gestühl der Dresdner Frauenkirche ist ebenfalls aus Tannenholz.</p>
<p>Weißtannenhonig ist eine ganz besondere Rarität, da die Tanne nicht regelmäßig &#8222;honigt&#8220;. Der Honig duftet intensiv aromatisch nach Tannennadeln, er kristallisiert sehr langsam und ist fast schwarz. Die Bezeichnung &#8218;Tannenhonig&#8216; darf in Deutschland tatsächlich nur für Honig von der Weiß-Tanne verwendet werden, aus anderen europäischen Ländern kann er aber auch von Fichten stammen.</p>
<p>Schon bei den alten Germanen hatte die Tanne wegen ihrer immergrünen Zweige Kult-Bedeutung als Symbol ewiger Lebenskraft, fortwährenden Wachstums und unerschöpflicher Fruchtbarkeit. Um die Wintersonnenwende wurden daher Tannenzweige auf öffentliche Plätze und vor die Häuser gelegt.</p>
<p>Nicht weit von &#8222;unserer&#8220; Tanne befindet sich bei Ludwigsthal das Nationalparkzentrum Falkenstein des Bayerischen Waldes. Der Nationalpark ist der erste und damit älteste, international anerkannte Nationalpark Deutschlands und erstreckt sich mit einer Fläche von rund 250 Quadratkilometern um die Bayerwaldberge Falkenstein, Rachel und Lusen. Er bildet zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava in der Tschechischen Republik das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas. Das Nationalparkzentrum Falkenstein mit seinem Besucherzentrum Haus zur Wildnis bietet den Gästen mit modernen, hoch interessanten Ausstellungen tiefe Einblicke in die wilde Waldnatur. Ein Besuch dort lohnt sich unbedingt, wegen vieler für Kinder besonders attraktiver Ausstellungsteile auch und gerade mit Kindern.</p>
<p>Wir bewundern das großartige Engagement der Nationalparkleitung und -verwaltung mit ihrem kompetenten Team und wünschen der Tanne und dem Nationalpark weiterhin eine gute und ebenso erfolgreiche Zukunftsentwicklung!</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20230117_153153-ps1.jpg" title="am Vorabend der Besprechung das erste Kennenlernen – eine noch dazu so intakte Riesentanne dieses Alters hatte ich bis dahin nicht für möglich gehalten">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20230118_081731-ps1.jpg" title="Und am nächsten Morgen hatte sich mein größter Wunsch erfüllt: es hatte geschneit und wurde ein Märchenwald!">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/03-20230118_075331-ps.jpg" title="…sodass die Pracht dieses Naturwunder-Baumes in der blauen Stunde vor Sonnenaufgang noch monumentaler wirkte">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/04-DSC07130-A-FRIEDRICH-c.jpg" title="die 3 baumbegeisterten Kinder der Baummelder-Familie aus der Nähe von Dresden, die im Bayerischen Wald im Urlaub diesen Baum gefunden haben – ihren nächsten Urlaub wollen sie dort zur Ausrufung verbringen! (2m-Zollstock, Foto: A. Friedrich)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/12-20230117_160147-ps.jpg" title="Der Abschied fällt schwer – aber das Wiedersehen zur Ausrufung ist ja sicher!">
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		<title>Hindenburglinde (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/hindenburglinde-landkreis-berchtesgadener-land-bayern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2022 15:11:06 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2111</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/hindenburglinde-landkreis-berchtesgadener-land-bayern/">Hindenburglinde (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_9 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Hindenburglinde (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">Sommer-Linde (<em>Tilia platyphyllos</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 48px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 48px; width: 572.844px;">in der Gemeinde Ramsau in Oberbayern (Landkreis Berchtesgadener Land), weit außerhalb des Ortskernes unübersehbar an der Alpenstraße 66 beim gleichnamigen Hotel (an der B305 nach Berchtesgaden, 13 km von dort entfernt), in 850 m über Meereshöhe</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 600-800 Jahre, nach Einschätzung 750 Jahre</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.844px; height: 23px;">10,80 m in 1,55 m Stammhöhe (Taille, gemessen Mai 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">ca. 31 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">N 47.616264, O 12.884665</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.844px;">30. September 2022 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2022/10/02/offizielle-ausrufung-der-hindenburglinde-in-ramsau-bayern-erfolgt/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_9">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/47.6152/12.8853" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Über das Pflanzjahr dieses Baumes ist nichts bekannt, wie immer bei diesen Methusalems. Sein Standort hat eine eindeutige Beziehung zum heute benachbarten &#8222;Hotel Hindenburglinde&#8220;, welches bereits vor 150 Jahren ein Bauern- und Gasthof war. Linden waren schon seit Jahrhunderten verbreitet sehr beliebte Hofbäume, wegen ihrer positiven ästhetischen und Geruchswirkungen, für ihre medizinische und Holznutzung, zur Herstellung von Lindenblütentee und -honig, und wegen ihrer schon damals bekannten Langlebigkeit und Robustheit. Die Blätter wurden als Stall-Einstreu verwendet (bei dieser Linde bis in die 1990er Jahre) oder als Viehfutter, was in der Region als Tratten bezeichnet wird, für diese Linde aber wohl nicht von Bedeutung gewesen ist. Der Baum wurde bereits in den 1850-er Jahren im Baedeker-Reiseführer erwähnt.</p>
<p>Wenn man das erste Mal vor dem Baum steht, kann man seine Dimensionen kaum glauben und denkt an eine optische Täuschung. Das schafft kein Foto auch nur annähernd wiederzugeben, was man empfindet, wenn man real vor dem Baum steht. Dafür muss man allerdings in einen der entlegensten Winkel Deutschlands fahren, und wir sind mächtig stolz, gerade dort diesen Baum gefunden und in unsere Ehrengalerie aufgenommen zu haben.</p>
<p>Der Name Hindenburglinde stammt noch aus vergangener Zeit: Nachdem Anfang der 1930er Jahre die Deutsche Alpenstraße gebaut wurde und seitdem direkt unterhalb der Großen Linde vorbeiführt, erhielt der damals schon weithin bekannte Baum 1933 seinen heutigen Namen anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Ramsau an Reichspräsident Paul von Hindenburg. Es wurde in jüngerer Zeit vor Ort diskutiert, ob nicht der Name wieder auf den ursprünglichen: &#8218;Große Linde&#8216; umbenannt werden sollte, aber man hat sich bewusst dagegen entschieden, da die Historie nicht nachträglich wieder verändert werden soll.</p>
<p>Die Krone teilt sich ab der Stammhöhe von etwa 5 Meter nach und nach in 7 Stämmlinge, die als einzelne Äste z.T. schon Altbaumgröße erreichen. Es gibt keine Sekundärkrone oder ehemalige Kappungsstellen im Kronenbereich unter 13 m Stammhöhe, was für eine so alte Linde schon sehr ungewöhnlich ist. Dabei ist interessant, wie es der Baum zu solch intakter Krone und seiner ungestörten Wüchsigkeit geschafft hat – der kühle Standort in 850 m Meereshöhe wird dazu entscheidend beigetragen haben, denn die Wasserversorgung war und ist dort immer gesichert, noch dazu mitten im Alpenraum mit sowieso höheren Niederschlägen (das nahe Berchtesgaden hat 1.870 mm Jahresniederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von nur 5°C). Zudem hat die Linde offenbar bereits seit Jahrhunderten Fürsorge erhalten und wurde bis in die jüngste Zeit feinfühlig gepflegt und gesichert. Dies soll auch so bleiben und erhält nun mit ihrer Ausrufung als Nationalerbe-Baum und durch die Beteiligung der DDG zusätzliche Beachtung und Wertschätzung.</p>
<p>Phänomenal ist auch die Kulisse um den Baum: Gebirge und Berge wohin man schaut, dabei etliche Zweitausender mit bis zu 2700 m Gipfelhöhe. Und das nahe Berchtesgaden mit dem Königssee und seinem türkisblauen Wasser, umringt von steilsten Felswänden mit mehreren hundert Metern Höhe, ist natürlich auch eine Attraktion in unmittelbarer Nähe – wie auch der Ortskern von Ramsau, wenn man ihn gefunden hat: fernab der Bundesstraße in idyllischer Tallage (Rams-Au).</p>
<p><em>Text und Bilder von Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_29">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_9  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="8"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_9_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/01-IMG_20220715_133254.jpg" title="Die Hindenburglinde, hier noch ohne Größenvergleich – der überwallte Aststummel oben im Bild hat einen Durchmesser von fast einem Meter!">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/01-IMG_20220715_133254-400x284.jpg" alt="Hindenburglinde Ramsau: Die Hindenburglinde, hier noch ohne Größenvergleich – der überwallte Aststummel oben im Bild hat einen Durchmesser von fast einem Meter!" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/01-IMG_20220715_133254.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/01-IMG_20220715_133254-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2102" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/02-IMG_20220715_133453.jpg" title="das Naturdenkmal-Schild (links oben) lässt schon eher auf die Größe des Baumes schließen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/02-IMG_20220715_133453-400x284.jpg" alt="Hindenburglinde Ramsau: das Naturdenkmal-Schild (links oben) lässt schon eher auf die Größe des Baumes schließen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/02-IMG_20220715_133453.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/02-IMG_20220715_133453-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2103" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/03-IMG_20220715_133831.jpg" title="Stammfuß mit Wurzelanläufen bis deutlich über 1 m Stammhöhe (zum Größenvergleich meine 1,70 m große Tochter)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/04-IMG_20220715_134813.jpg" title="so könnten sich ohne Berühren mehr als 30 Personen um den Stammanlauf platzieren">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/05-Grosse-Linde-1908.jpg" title="alte Ansicht des damals Große Linde genannten Baumes im Jahr 1908, also lange vor dem Bau der Alpenstraße (Fotograf unbekannt)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/06-IMG_20220715_135508.jpg" title="der Baum thront auf einer dezent eingezäunten großen Wiese unweit der B 305 (rechts im Bild zwei Personen auf der Bank)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2022/09/08-IMG_20220715_135929.jpg" title="die Verkehrssicherheit zur Straße ist durch den Abstand, durch Asteinkürzungen und Kronensicherungen gewährleistet">
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