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	<title>Eibe-Archiv - Nationalerbe-Bäume Deutschland</title>
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	<description>Für den Schutz alter Bäume in Deutschland</description>
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		<title>Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 11:09:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/ureibe-bei-steibis-oberstaufen-oberallgaeu-bayern/">Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</strong></h1></div>
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<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">bei Steibis, zum Markt Oberstaufen gehörig: Aufstieg von der Talstation der Hochgrat-Seilbahn, etwa 100 m westlich steiler Fahrweg nach Süden (für Kfz gesperrt), auf diesem bleibend kommt man nach 30-45 min Fußmarsch zur Alphütte Unterlauchalpe; von dort nochmals 300 m weiter auf dem Fahrweg folgend etwas bergauf, dort steht die Eibe links auf der Weide (Hinweistafel am Weg); wenn die Alpweide eingezäunt ist (während des Auf- und Abtriebes vom Weidevieh), bitte beachten: dann sind Rinder auf der Weide, die auf Störungen möglicherweise empfindlich reagieren. Landkreis Oberallgäu, Regierungsbezirk Schwaben; Bundesland: Bayern</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 1.100 Jahre (900-1.300, hergeleitet aus Baumgestalt, Jahrringmessungen, Standort und Historie der Weidenutzung)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">5,10 m (in 1,3 m Stammhöhe, gemessen im Okt. 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 6 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 47.499910, O 10.051850</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">18. Juni 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/06/19/ein-hoehepunkt-der-ausrufungen-2026-die-ureibe-steibis-oberstaufen-im-oberallgaeu-bayern/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es war eine Riesen-Überraschung im Juli 2025, dass dort oben der erste glaubhaft 1.100-jährge Baum Deutschlands gefunden wurde. Zudem hat dieser Baum auch den schönen Namen Ureibe, der somit tatsächlich zutrifft – es wäre interessant zu erfahren, wie, wann und warum dieser Name zustande gekommen ist (bisher ist dazu nichts bekannt). Es ist eine weibliche Eibe, die also reichlich Samen produziert, wenn der Pollen eines männlichen Baumes sie erreicht hat.</p>
<p>Niemand weiß, wie der Baum dort auf die Almwiese gekommen ist, er wurde sicher nicht gepflanzt, sondern der Same ist vermutlich von Vögeln dorthin gebracht worden. Denn schon vor über 5.000 Jahren in der Jungsteinzeit lebte der &#8222;Mann aus dem Eis&#8220; (Ötzi, vor 35 Jahren als Mumie im Gletscher gefunden) in über 3.000 m Höhe in den Südtiroler Alpen und trug einen Eibenbogen zur Jagd bei sich, weshalb die Eibe schon damals große Bedeutung für die Menschen gehabt hatte.</p>
<p>Der Stammumfang der Ureibe beträgt 5,10 m, womit sie auch die dickste bekannte Eibe von Deutschland ist! Es ist schwierig, dieselbe Messebene mehrmals wiederzufinden, geschweige denn die von früheren Messungen anderer Personen. Daher ist aus nacheinander folgenden Messungen über längere Zeiträume keine Altersherleitung möglich, wie es bisweilen versucht wird. Es konnten aber Jahrringe an einem 11 cm langen Bohrspan aus dem Stamm untersucht werden, was eine Herausforderung war. Denn von dem Bohrspan waren 4 cm brauchbar und darin konnten 54(!) Jahrringe – nebst 6 Jahrringausfällen – gezählt werden, zusammen also 60 Jahre. Durch Umrechnung auf den Stammumfang von 5,10 m kommt man auf ein Alter von 1.100 Jahren (wegen des früher vermutlich besseren &#8222;Jugendwachstums&#8220; sind somit 900-1.300 Jahre möglich). Damit wächst diese Eibe dort in der Höhenlage &#8222;etwas tiefgekühlt&#8220; nur etwa halb so schnell wie andere Eiben im Tiefland, was absolut nachvollziehbar ist.</p>
<p>Ihr Stamm ist ein traumhaftes Monument mit Spalten, Wülsten, Beulen, Rippen, Rissen und Löchern, bestehend aus mehreren sehr unterschiedlichen Anteilen (für alte Eiben typisch), die aber alle noch miteinander verbunden sind mit einem noch weitgehend geschlossenen Stammmantel.</p>
<p>Bei den länger dauernden Recherchen zum Eigentümer dieser Eibe wurde bald klar, dass wir dort mit unserem Anliegen eines Nationalerbe-Baumes eigentlich nicht landen konnten. Denn die Eibe steht auf einer beweideten und beim ersten Besuch eingezäunten Alpwiese, wo man nicht erwarten konnte, dass Besucher des Baumes willkommen sind.</p>
<p>Beim zweiten Besuch im Juni 2025 stellte sich dann heraus, dass die Weide zur Alphütte Unterlauchalpe und damit der Weidegenossenschaft Maierhöfen gehört, welche daher für unser Anliegen zuständig war. Die Eibe ist bereits in einem Flyer zum hochinteressanten dendrologischen Lehrpfad dort oben durch die Berge verzeichnet (Flyer &#8222;Auf den Spuren alter Bäume – Die Baumveteranen von Steibis&#8220; des Fremdenverkehrsvereins Oberstaufen, online mit Websuche als pdf herunterladbar) und wird darin mit einem Alter von 600-800 Jahren und dem Namen Ureibe beschrieben.</p>
<p>Die weiteren Nachforschungen bei der Weidegenossenschaft Maierhöfen ergaben dann wie erwartet zunächst Skepsis zu unserem Anliegen, aber das Thema wurde auf ihrer gerade kurz darauf erfolgten Jahresversammlung behandelt. Und da geschah das Wunder: dass die versammelten 12 Landwirte unser Anliegen vehement und begeistert unterstützen möchten und mächtig stolz darauf sind, dass ihre Eibe so geehrt werden soll und sie nun aktuell nach unserem Kenntnisstand der älteste Baum von Deutschland ist. Das hätten sie doch schon immer gewusst, und sie sind überglücklich über ihren neuen Nationalerbe-Schatz.</p>
<p>Also gab es dann im Oktober 2025 einen dritten Besuch dort (ich liebe die Berge!) zur Vorortbesprechung mit allen Beteiligten: dem Vorsitzenden der Weidegenossenschaft, Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde (UNB beim Landratsamt Oberstaufen) und den Hüttenwirten. Als Ergebnis wurde dort sogleich die Vereinbarung unterzeichnet und somit war und ist seitdem klar, dass die Ureibe ein Nationalerbe-Baum wird. Ich bin überwältigt, dass dies also wider Erwarten doch geklappt hat und werde diesen Baum jedes Jahr aufsuchen, um mit ihm zu reden (das mögen so alte Bäume und warten darauf…).</p>
<p>Mich beschäftigt noch: Eibenzweige sind für Rinder eigentlich giftig, und diese Eibe steht auf einer Weide mit Viehbeweidung. Auf meine Nachfrage wurde mir dazu mitgeteilt, dass die Rinder kaum an den Eibenzweigen fressen, offenbar also wohl von der Giftigkeit wissen &#8211; das ist sehr interessant, beruhigend und schön!</p>
<p>Der Baum wächst einzeln frei auf der Weide, und nicht weit von ihm entfernt gibt es einen &#8222;Junior&#8220;-Nachkömmling, der etwa ein Drittel so alt sein könnte. Man erreicht die Ureibe mit einem etwa 30-45 min dauernden steilen Aufstieg von der Hochgratbahn-Talstation (dort auch Parkplätze) auf einem Fahrweg, bei schnellem Schritt sind es bergauf 30, bergab 20 Minuten. Man kann auch mit der Hochgrat-Seilbahn bis nah zum Gipfel fahren und zurück hinunterlaufen (über den dendrologischen Lehrpfad, der unbedingt lohnt), kommt dabei automatisch an der Eibe bei der Unterlauch-Alpe vorbei. Eine Einkehr dort mit Brotzeit ist unbedingt zu empfehlen. Zur Ausrufung wird dann auch die Baumtafel am Weg mit 2 Bänken daneben aufgestellt.</p>
<p><em>Text und Fotos: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps.jpeg" title="aktuell ältester Baum von Deutschland: der Eiben-&quot;Wichtel&quot; genau im Bildzentrum (mit kleinem weißem Punkt).">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps-400x284.jpeg" alt="Ureibe bei Steibis: aktuell ältester Baum von Deutschland: der Eiben-&quot;Wichtel&quot; genau im Bildzentrum (mit kleinem weißem Punkt)." srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-01-IMG_20250605_151344-ps-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4144" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-02-20230727_082151.jpeg" title="mit seiner Baum-&quot;Lebensgemeinschaft&quot; am Nordwesthang in fast 1.100 m Höhe (die Eibe vorne links)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/04/Gross-10-IMG_20250605_161304-ps.jpeg" title="wildeste Holzstrukturen im Stamm, ein unglaubliches Baum-Kunstwerk – Ehrfurcht">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/ureibe-bei-steibis-oberstaufen-oberallgaeu-bayern/">Ureibe bei Steibis (Oberstaufen, Oberallgäu, Bayern)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 07:47:07 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=4013</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/">Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming)</strong><strong>, </strong><strong>Brandenburg</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">vor dem Alten Schloss Baruth/Mark am Schlossplatz, gegenüber vom Haus Hauptstraße 68 auf einer großen Wiese unmittelbar vorm Schloss; auf dem 50 m-Weg vom Parkplatz an der Hauptstraße zum Schloss läuft man unweigerlich auf die Eibe zu; sie steht auf einer kleinen Erhebung links des Weges (es sind nicht die Eiben rechts vorm Schloss gemeint)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 350 Jahre (teils Wiederaustrieb einer etwa 150-jährigen Vorgängereibe, hergeleitet aus Baumgestalt, Standort und Schloss-Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">4,20 m in 0,6 m Stammhöhe (Taille oberhalb der Wurzelanläufe, gemessen August 2025)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 8 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 52.051085, O 13.505814</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">10. April 2026 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2026/04/12/toller-auftakt-der-ausrufungs-saison-2026-mit-der-schlosseibe-in-baruth-mark-brandenburg/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_1">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><div style="max-width:100%; height:300px; margin-bottom:1rem;">
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<a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das nette Städtchen Baruth in der sog. Mark Brandenburg hat einige Sehenswürdigkeiten, aber die Schlosseibe war bisher noch weitgehend unbekannt geblieben. Eine Beschreibung in der Baum-Zeitschrift &#8218;Der Eibenfreund&#8216; (Jahrgang 2022, Download über Google möglich) vom Dendrologen und Baumkenner Andreas Gomolka hatte mich auf sie aufmerksam gemacht, und ich hatte diese Eibe seitdem in &#8222;Wartestellung&#8220;. Denn er schrieb in seinem Artikel über bemerkenswerte Eiben in Brandenburg (S. 59): &#8222;Diese Eibe habe ich aufgenommen, weil ich sie außergewöhnlich schön finde.&#8220; Der Satz hat es mir damals beim Lesen angetan.</p>
<p>Und als ich im Juli 2025 auf einer Baum-Suchtour durch die südliche Mark Brandenburg dort vorbeikam, stand sie mit weiteren 5 Kandidaten im Programm und dann seitdem als Kandidat für unsere Nationalerbe-Bäume in dieser Region fest. Bereits kurz danach kam ein Ortstermin beim Bürgermeister der Stadt zustande, und er hatte zur Besprechung schon den unterschriebenen Vertrag vorbereitet (so liebe ich das!). Denn er war so überwältigt von unserem Vorhaben und die Stadt empfindet es als große Ehre, dass wir ihre Eibe ausgewählt haben.</p>
<p>So haben wir dabei auch gleich über die Ausrufungsfeier und schöne Details zu ihrem Ablauf im Frühjahr 2026 gesprochen, wofür ggf. bei schlechtem Wetter oder auch sonst für einen Teil der Zeremonie sogar das Schloss zur Verfügung stehen wird. Rundherum um die beiden Schlösser gibt es einen sehenswerten romantischen Landschaftspark (angelegt 1828) mit vielen weiteren beeindruckenden Baumsolitären. Es macht Freude, dort herumzuspazieren und seltene Baumarten zu suchen (z.B. Scharlach-Eiche und Sumpfzypresse) sowie die wunderschönen Ausblicke in die Auenlandschaft zu genießen.</p>
<p>Einige andere Eiben um das Schloss sind bereits Naturdenkmale, aber unauffällig mit dünneren Stämmen und ohne besondere Erscheinungsform, wie sie bei der Schlosseibe ausgeprägt ist.</p>
<p>Diese Eibe ist in Teilen der Wiederaustrieb eines Vorgängerbaumes, was man an ihren vielen Stämm(ch)en, dem gewaltigen Stammsockel und der darüber tief angesetzten Krone erkennt. Daher ist eine Altersschätzung hier schwierig, aber die Vorgängereibe dürfte aufgrund ihres Stammumfanges (der noch grob erkennbar ist) etwa 150 Jahre alt gewesen sein, als sie aus unbekannten Gründen abbrach oder abgesägt wurde. Die heutigen Wiederaustriebe danach sind wohl an die 200 Jahre alt. So landet man zusammen bei etwa 350 Jahren, was erstaunlich gut dem Zeitpunkt der Schlossausbau-Fertigstellung um 1670 nahekommt. Der Vorgängerbaum könnte also damals gepflanzt worden sein – eine schöne Vorstellung, aber leider durch nichts zu beweisen. Immerhin gibt es ältere Bilder vom Schlossplatz, z.B. ein Luftbild von 1938 (im historischen Stadtinventar), wo die heutige Schlosseibe schon als großer alter Baum zu erkennen ist.</p>
<p><span>Allerdings könnte die Vorgängergeschichte der Eibe auch schon bis zur Burg-Fertigstellung im 13. Jahrhundert zurückreichen (mit ggf. 2 Vorgängerbäumen!). Oder wesentlich kürzer sein, denn bei all den vielen Baumaßnahmen, die auf dem Gelände des Alten Schlosses und am Schloss selbst Jahrhunderte lang erfolgt waren, könnte die Eibe (bzw. ihr Vorgänger) auch im Weg gestanden haben und deshalb abgesägt worden sein. Es sei denn, ihr Wuchsort war schon seit damals ein heiliger Ort. Es ist also viel Spielraum für ihre Entstehungsgeschichte, und wer dazu noch etwas mehr weiß oder herausfindet, bitten wir sehr um Mitteilung oder Hinweise (z.B. auch noch ältere Bilder).</span></p>
<p>Da sich die Eibe auf einer kleinen, aber deutlichen Erhöhung befindet, macht dies den Eindruck einer absichtlichen Pflanzung zu einem bestimmten Anlass mit langfristigem Zweck (was auch für eine längere Baum-Lebensgeschichte spricht als nur die der heute vorhandenen Wiederaustriebe).</p>
<p>Die Taille des wulstigen Stammes befindet sich in 0,6 m Stammhöhe, darüber teilt er sich in zahlreiche Stämmlinge auf. Der dadurch kurze imposante Stamm mit noch erhaltenen Teilen vom Ursprungsbaum ist aber absolut prägend für den Baum und seine Wirkung wie bei etlichen Methusalem-Eiben in England mit einem Alter von dort 1000 und mehr Jahren.</p>
<p>Bis vor 10 Jahren wurde diese Eibe gar nicht beachtet, da sie einfach – wie bei vielen älteren Eiben typisch – ein grüner &#8222;Busch&#8220; war mit rundherum tief herabhängenden immergrünen Ästen, die 365 Tage des Jahres den Stamm verdeckten. Erst durch ein erfolgtes Freischneiden der Unterkronenäste vor 10 Jahren trat ihr sensationeller Stamm dann in Erscheinung, was nun regelmäßig durch Entfernen der unteren Zweige erhalten bleiben soll. Dies ist für den Baum absolut unproblematisch, da sich diese Äste im tiefsten Schatten der darüber vorhandenen großen Krone befinden und daher vom Baum nur mit Mühe am Leben erhalten werden können. Evtl. verbrauchen sie sogar mehr Zucker als sie dort im Tiefschatten jährlich selbst produzieren können.</p>
<p>Es handelt sich hier übrigens um eine weibliche Eibe, denn die Blütengeschlechter kommen bei Eiben nur auf verschiedenen Bäumen vor. Diese Eibe produziert also jedes Jahr rote Samen mit einer fleischigen Hülle, aus der man sogar Marmelade herstellen kann (die allerdings nicht schmeckt und viel Arbeit macht). Und Vorsicht: dabei muss man unbedingt die Kerne herauslösen, da sie wie die Nadeln giftig sind!</p>
<p>Das Alte Schloss Baruth sieht neuer aus als sein Name (da es restauriert und saniert ist), und nicht weit links dahinter am Wiesenende steht das &#8222;Neue Schloss&#8220; (der Name stammt noch aus alter Zeit), welches eher zum Namen Altes Schloss passen würde, da es noch im ursprünglicheren Zustand vor sich &#8222;hinschlummert&#8220;.</p>
<p>Das Alte Schloss Baruth bei unserer Nationalerbe-Eibe wurde auf den Fundamenten einer alten Burganlage aus dem 13. Jahrhundert errichtet. <span>Deren Bodendielen waren noch so gut erhalten, dass sie dendrochronologisch (mit Hilfe ihrer Jahrringabfolge) datiert werden konnten: die Fällung der Bäume dafür war im 13. Jahrhundert erfolgt.</span> Der heutige Bau stammt in seiner Form aus der Zeit um 1670 und wurde von 2009 bis 2013 umfassend saniert. Zuvor waren darin Wohnungen untergebracht, und im darin befindlichen großen Saal wurden Kinofilme gezeigt. Heute ist das Schloss kultureller städtischer Veranstaltungsort und Treffpunkt für besondere Gelegenheiten.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_1  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_1_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-01-IMG_20250820_123119.jpeg" title="toller Anblick der Schlosseibe, wenn man ankommt (rechts dahinter das Alte Schloss, links hinten das &quot;Neue Schloss&quot;)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-01-IMG_20250820_123119-400x284.jpeg" alt="Schlosseibe in Baruth/Mark: toller Anblick der Schlosseibe, wenn man ankommt (rechts dahinter das Alte Schloss, links hinten das &quot;Neue Schloss&quot;)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-01-IMG_20250820_123119.jpeg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-01-IMG_20250820_123119-400x284.jpeg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-4005" />
					<span class="et_overlay et_pb_inline_icon" data-icon="U"></span>
				</a>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-02-IMG_20250723_092202.jpeg" title="mit der seit 2016 freigeschnittenen beeindruckenden Unterkrone…">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2026/01/Gross-06-IMG_20250820_123157.jpeg" title="wilde wulstige Strukturen des Stammes mit gewaltigen Rippen – typisch für alte Eiben">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/schlosseibe-in-baruth-mark-landkreis-teltow-flaeming-brandenburg/">Schlosseibe in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming), Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 13:00:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/">Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">im Klosterpark Schortens (Landkreis Friesland, Niedersachsen), OT Oestringfelde, Am Ginsterweg 10, beim Regionalen Umweltzentrum (RUZ): von dort geradeaus auf Fußweg weitergehen, nach 100 m rechts halten</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 450 Jahre (400-500 Jahre, hergeleitet aus Baumgestalt, Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">3,85 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Okt. 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 25 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N 53.535995, O 7.923057</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">14. Juni 2024 <span> </span><span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/06/15/stimmungsvolle-ausrufung-der-waldeibe-im-klosterpark-schortens-friesland-niedersachsen-wuerdevoll-gefeiert/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_2">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/53.536/7.9228" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dieser Baum ist hervorragend inszeniert, auch mit der dezenten, aber deutlichen Umzäunung: dahinter ist der &#8222;heilige Raum des heiligen Baumes&#8220;, der nicht betreten werden soll. Er wird noch etwas optimiert (nicht mehr quadratisch, sondern runder mit Staketenzaun). Und dann nehmen Sie sich bitte richtig Zeit, diesen unfassbar schönen Stamm anzusehen – das bekommen Sie in solcher Schönheit, Intaktheit und Vollkommenheit in Deutschland nicht oft zu sehen! Diese Eibe erinnert mich daher so intensiv an die englischen Uralteiben, von denen etliche auch so ein schönes Outfit haben (allerdings mit oft 2-3mal so dicken Stämmen). Diese Eibe hat fast die 4 m Stammumfang erreicht, in England gibt es etliche mit bis zu 13 m Stammumfang! Das kann und wird diese Eibe auch schaffen, wenn wir ihr noch 800 Jahre Zeit lassen – versprochen.</p>
<p>Das haben wir hier nun alle gemeinsam mit der Auswahl und Kür zum Nationalerbe-Baum in die Wege geleitet: Stadt, Naturschutz-Verantwortliche, Baumpfleger, Umweltbildungsexperten zusammen mit der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Der Baum steht in einem Landschaftsschutzgebiet, das ist ein für die Naherholung wichtiges Gebiet mit übergeordnetem Schutz für die dort stehenden wertvollen Bäume – wie z.B. hier die Eiben.</p>
<p>Als ich den Baum &#8222;zufällig&#8220; auf meiner Baumsuch-Tour im äußersten Nordwesten der Republik (Ostfriesland und Friesland) gefunden hatte, konnte ich kaum fassen, dass in diesem &#8222;relativ baumfreien&#8220; Teil Deutschlands solch ein Prachtexemplar von Eibe steht. Es gibt dort insgesamt deutlich weniger alte Bäume als anderswo wegen der vielen und starken Stürme sowie durch das meist hoch anstehende Grundwasser, welches eine tiefe Verwurzelung und damit die Standsicherheit der Bäume erschwert. Dauerhaft im Wasser können nur ganz wenige Bäume problemlos wachsen, wie z.B. Weiden, Erlen und Sumpfzypressen. Eiben haben damit große Probleme, aber dafür den Vorteil, dass sie langsam wachsen und daher länger klein bleiben. Insofern ist die sehr besondere Höhe dieser Eibe von etwa 25 m außergewöhnlich, aber der Baum steht windgeschützt umgeben von vielen anderen alten Bäumen im Bestand und hat mit deren Beschattung zudem kein Problem. Denn Eiben halten selbst in hohem Alter starken Schatten aus, darin sind sie Rekordhalter.</p>
<p>Und noch etwas ist hier sehr besonders und mir gleich beim ersten Besuch dieses Baumes aufgefallen: die &#8222;Lichtspiele&#8220; der Sonne morgens und abends auf dem Stamm der Eibe. Das ist am besten ausgeprägt im Winter (weil die anderen Bäume des Bestandes dann kahl sind) und bei tiefstehender Sonne (weil die dann unter den Nachbarbäumen hindurch auf den Eibenstamm trifft). Und von jeder Stammseite und jedes Mal, wenn man kommt, ist es ein anderes Schauspiel – einfach phantastisch! Die Bilder unten sollen es zeigen…</p>
<p>Im Umfeld gibt es zudem etliche esoterische Installationen (durch das Umweltzentrum und weitere naturbegeisterte Menschen), dies verstärkt die Wirkung von Eiben und ist bei ihnen besonders ausgeprägt – es entwickelt sich daher im Umfeld von alten Eiben oft eine interessante &#8222;Szene&#8220; von Baumliebhabern. Das war mir auch schon an anderen Eibenkandidaten unter unseren Nationalerbe-Bäumen aufgefallen und ist in England mit den vielen deutlich älteren Eiben und mehr naturverbundenen Menschen noch viel stärker entwickelt. Eine weitere, fast ebenso starke und alte Eibe mit viel kürzerem Stamm befindet sich hier direkt am Umweltzentrum, und interessant: die dortige ist weiblich (entwickelt Samen), diese hier ist männlich und wird von der anderen zum Bestäuben gebraucht – sonst bringt sie keine Samen zustande.</p>
<p>Nicht weit von unserer Eibe im Klosterpark, näher am Umweltzentrum gibt es auch sehenswert den Klostergarten, mit vielen interessanten Kräutern und reichlich Veranstaltungen übers Jahr zu ihrer Nutzung. Zudem befindet sich nordwestlich angrenzend zum Sportplatz eine alte germanische Thingstätte, heute als Heiligtum bezeichnet: von einem 60 cm hohen Wall umgeben mit einer Eiche im Zentrum und rundherum 12 Linden – sehr beeindruckend und hervorragend zur Eibe passend.</p>
<p> <em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_gallery et_pb_gallery_2  et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_grid">
				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516.jpg" title="mächtiger Stamm im Bestandesdunkeln (August)">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: mächtiger Stamm im Bestandesdunkeln (August)" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/01-IMG_20230817_171516-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2994" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/02-IMG_20230817_171609.jpg" title="von jeder Seite eine andere, aber immer starke Wirkung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145.jpg" title="mit eibentypischen Stammsträngen, -rippen, -kehlen und -beulen">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: mit eibentypischen Stammsträngen, -rippen, -kehlen und -beulen" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/03-IMG_20230817_173145-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-2996" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/04-IMG_20230817_173218.jpg" title="phantastisches Lichtspiel bei Abendstimmung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/05-IMG_20230817_173232.jpg" title="mit Farbtönen, Strukturen und Schatten">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/06-IMG_20240207_154842.jpg" title="bei tiefstehender Nachmittagssonne im Februar (am 7.2. um 15:48 Uhr)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/07-IMG_20230817_171654.jpg" title="mit mächtiger eibentypisch dunkler Krone">
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				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_7"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/08-IMG_20240207_132747.jpg" title="etwa 25 m hoch">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/08-IMG_20240207_132747-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: etwa 25 m hoch" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/08-IMG_20240207_132747.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/08-IMG_20240207_132747-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3001" />
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/09-IMG_20230817_172417.jpg" title="der heilige Raum (nicht zu betreten) durch Umzäunung und Efeu geschützt">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/10-IMG_20240207_155054.jpg" title="selten bei Eiben, dass sie so im Bestand mithalten können (hinten rechts), daher auch ihr Name Waldeibe">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/11-IMG_20230817_173450.jpg" title="ganz klar ein Zeichen für eine &quot;Eibenszene&quot; hier im Klosterwald">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/11-IMG_20230817_173450-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: ganz klar ein Zeichen für eine &quot;Eibenszene&quot; hier im Klosterwald" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/11-IMG_20230817_173450.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/11-IMG_20230817_173450-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3004" />
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				</div></div><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_2_11"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/12-IMG_20240207_132300.jpg" title="hervorragend erklärte und dargestellte Geschichte, Aufgaben und Besonderheiten des interessanten Klosterparkes">
					<img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="284" src="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/12-IMG_20240207_132300-400x284.jpg" alt="Waldeibe Schortens: hervorragend erklärte und dargestellte Geschichte, Aufgaben und Besonderheiten des interessanten Klosterparkes" srcset="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/12-IMG_20240207_132300.jpg 479w, https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/12-IMG_20240207_132300-400x284.jpg 480w" sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw" class="wp-image-3005" />
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/waldeibe-in-schortens-stadt-im-landkreis-friesland-niedersachsen/">Waldeibe in Schortens (Stadt im Landkreis Friesland), Niedersachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Alte Eibe in Lebach (Landkreis Saarlouis), Saarland</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/alte-eibe-in-lebach-landkreis-saarlouis-saarland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2024 11:58:34 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2956</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/alte-eibe-in-lebach-landkreis-saarlouis-saarland/">Alte Eibe in Lebach (Landkreis Saarlouis), Saarland</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Alte Eibe in Lebach (Landkreis Saarlouis), Saarland</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 191px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572.188px;">auf dem Hofgut La Motte, Stadt Lebach, Landkreis Saarlouis; etwa 500 m südwestlich außerhalb der Ortschaft an der Straße L 336 nach Primsweiler; Zugang vom Parkplatz an der L 336: dafür wurde extra ein Fußweg  über Wiesen zur Eibe angelegt (ausgeschildert, etwa 300 m weit, anfangs kurze Strecke parallel neben der Straße), da auf dem Gut landwirtschaftliche Arbeiten erfolgen und man dort den Betrieb sonst stören würde</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 500 Jahre (400-600 Jahre, hergeleitet aus Standort und Historie)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572.188px; height: 23px;">4,20 m in 1 m Stammhöhe (Taille, gemessen Juli 2023)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">ca. 15 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 23px; width: 572.188px;">N <span>49.408455</span>, O <span>6.881674</span></td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572.188px;">20. Mai 2024 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2024/05/21/sehr-besondere-ausrufung-der-alten-eibe-in-lebach-saarland/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_code et_pb_code_3">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_code_inner"><iframe loading="lazy" src="//umap.openstreetmap.de/de/map/nationalerbe-baume_6639?scaleControl=true&#038;miniMap=true&#038;scrollWheelZoom=true&#038;zoomControl=true&#038;allowEdit=false&#038;moreControl=false&#038;searchControl=null&#038;tilelayersControl=null&#038;embedControl=null&#038;datalayersControl=false&#038;onLoadPanel=undefined&#038;captionBar=false&#038;feature=null&#038;measureControl=null#14/49.4116/6.8810" width="100%" height="300px" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><a href="https://nationalerbe-baeume.de/nationalerbe-baeume/">Zur Übersicht aller Nationalerbe-Bäume</a>
</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_5 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für das Aufsuchen der Eibe bitte unbedingt den Parkplatz an der L 336 nutzen (500 m südwestlich außerorts, Straße nach Primsweiler): der Zuweg über die Wiese auf dem eigens dafür geschaffenen Weg vom Parkplatz an der Straße ist schon ein Genuss – nach etwa 300 m erscheint die dunkelgrüne Krone, man denkt aber erstmal nicht, dass dies schon die berühmte Eibe ist. Kurz vor der Ankunft am Baum stehen eine Sitzgruppe zum Niederlassen und zwei große Hinweistafeln zur Eibe, was sehr schön gestaltet ist und das Erleben einfühlsam verstärkt. Danach erreicht man über eine kleine Bachbrücke die eingezäunte Eibe, sieht ihre gewaltige Krone und hat Zutritt durch 2 Törchen im Bretterzaun –  dann ist man &#8222;im heiligen Raum unter dem Baum&#8220; angekommen. Die spirituelle Wirkung des Baumes merkt man dort sofort.</p>
<p>Dies hat hier auch schon zur Etablierung einer &#8222;Eibenszene&#8220; geführt, mehr sag ich nicht dazu – die Ausstrahlung des Baumes ist beeindruckend, testen Sie bitte selbst. Zunächst sollte man sich 10-15 Minuten Zeit für den einmaligen Stammeindruck nehmen (dazu am besten auf den Boden setzen): ihn wirken und die Gedanken frei laufen lassen – gönnen Sie sich etwas Muße vom Alltag, dann erleben Sie hier eine Auszeit. Und Sie werden wiederkommen, da bin ich sicher… Für diese Wirkungen sind alte Eiben seit dem Altertum bekannt, in England und Irland hat sich dazu ein regelrechter Eibenkult entwickelt und bis heute erhalten. Und da er keinen Schaden anrichtet und niemandem wehtut, ist nichts dagegen einzuwenden – das können wir ruhig zulassen.</p>
<p>Diese Eibe ist einer der ältesten und bedeutendsten Bäume des Saarlandes. Es soll auch gewürdigt werden, dass sich die Eigentümerfamilie persönlich seit ganz langer Zeit sehr fürsorglich um den Baum kümmert und seine Holznutzung in früherer Zeit verhindert werden konnte.</p>
<p>Der Stamm und die Rinde von alten Eiben sind so beeindruckend durch ihre rötliche Farbe und die vielen verschiedenfarbigen Borkeschuppen. Zudem ist der Stamm über und über mit kleinen Austrieben (Zweiglein) &#8222;übersät&#8220;, die als Vorsichtsmaßnahme vom Baum bereitgehalten werden, sollte mal ein unerwarteter Schaden eintreten – typisch für Eiben: immer auf der sicheren Seite. Die Nadeln sind immergrün und bleiben 8-10 Jahre am Zweig, können also auch in warmen Winterperioden Zucker durch Photosynthese produzieren. Das wird ja jetzt immer häufiger möglich und macht die Eibe konkurrenzstärker gegenüber nur sommergrünen Laubbäumen.</p>
<p>Die Blütengeschlechter sind bei Eiben auf verschiedene Bäume verteilt, es gibt daher nur Eibenfrauen oder -männer. <span>Dies hier ist ein weiblicher Baum. </span>Bei den meisten anderen Baumarten sind beide Geschlechter auf einem Baum. So vermeidet die Eibe Inzucht, aber dafür muss der Pollen vom Wind von einem männlichen bis zu einem weiblichen Baum getragen werden. Dann gibt es an den weiblichen Bäumen fruchtähnliche Samen mit fleischigem leuchtend rotem Mantel. Alles an der Eibe bis auf den roten Samenmantel ist giftig, auch für etliche Tierarten (z.B. sind deshalb im Mittelalter viele Pferde daran gestorben, die ja als Transportmittel lebensnotwendig waren). Deshalb wurden Eiben an Fuhrwegen und Pferdekoppeln regelmäßig beseitigt. Aber das gilt längst nicht für alle Tierarten, denn z.B. Mäuse und Rehe fressen Eibennadeln besonders gerne und können Keimlinge und junge Bäume daher sogar schädigen oder beseitigen.</p>
<p>Die Giftigkeit der Eibe hat aber nicht zur Folge, dass man bei einem längeren Aufenthalt unter Eiben benommen wird, wie es gelegentlich zu hören oder zu lesen ist. Sie dünstet definitiv nichts aus, was diese Wirkung haben könnte, das habe ich wiederholt selbst getestet und gilt auch für diese uralte Eibe hier oder falls Sie welche in Ihrem Garten haben.</p>
<p>Fotos aus den 1950er und 1970er Jahren zeigen, dass die Eibe noch fast frei auf der Wiese stand, mit einer damals erstaunlich kleinen Krone – heute ist diese 23 m breit! Der Baum hat Grundwasseranschluss und daher mit seiner Riesenkrone seit längerer Zeit einen sehr guten Zuwachs. Wenn es verbreitet heißt &#8222;Eiben brauchen Schatten&#8220;, sieht man hier, dass sie sehr wohl auch mit voller Sonne zurechtkommen. Sie dürfen nur nicht plötzlich aus dem Schatten freigestellt werden, dann können die 8-10 Nadeljahrgänge verbrennen. Es kann im Extremfall sogar zum Absterben des Baumes kommen, da die verlorenen Nadeln erst nach 8 Jahren wieder vollständig ersetzt sind.</p>
<p>Aber Eiben wachsen tatsächlich in der Sonne nicht besser, d.h. schneller als im Schatten – was so bei fast keiner anderen Baumart auftritt. Das liegt daran, dass sie so gut an Schatten angepasst sind und damit dauerhaft zurechtkommen (nur Buche und Tanne sind ähnlich schattentolerant). Zudem ist es unter Eibenkronen auch sehr dunkel, so dass andere Baumarten dort kaum wachsen können.</p>
<p>Unter allen mitteleuropäischen Baumarten hat die Eibe die höchste Lebenserwartung und kann 1500 Jahre alt werden, in England gibt es sogar 2000 Jahre Exemplare mit noch teilweise erhaltenem Ursprungsstamm. Das liegt daran, dass sie in besondere Weise erfolgreiche Anpassungsstrategien fürs Überleben bei Stress entwickelt hat. Auch dieser Eibe hier traue ich ohne Weiteres zu, noch über 1000 Jahre alt zu werden.</p>
<p>Dabei war ihr Holz früher im Mittelalter so begehrt für die Nutzung von Langbögen, dass sie dadurch großräumig fast ausgerottet wurde. Denn die Herstellung und Nutzung von Bögen war Jahrhunderte lang kriegsentscheidend.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/Gross-01-20220304_122229.jpeg" title="wilder, starker und wulstiger Stamm der Alten Eibe, voller Austriebe zur Absicherung">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/Gross-02-20230721_112156-ps.jpeg" title="Auf Partien ohne Austriebe sind die wunderschön rötlichen Borkestrukturen zu erkennen, mit prägnanten Wurzelanläufen.">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/Gross-03-20230721_112237.jpeg" title="Stamm des Naturdenkmals im Bereich der Astabzweigungen zur Krone immer dicker werdend">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/Gross-07-20230721_105344.jpeg" title="der sehr kreativ und einfühlsam gestaltete Wegbeginn zur Alten Eibe vom Parkplatz an der L 336 nach Primsweiler">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2024/04/Gross-08-20230721_105811.jpeg" title="kurz vor Erreichen der Eibe 2 Informationstafeln und ein schöner Rastplatz zum Innehalten, und dann kommt das &quot;Eintauchen&quot; in die Eibenwirkung!">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/alte-eibe-in-lebach-landkreis-saarlouis-saarland/">Alte Eibe in Lebach (Landkreis Saarlouis), Saarland</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 18:18:24 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://nationalerbe-baeume.de/?post_type=project&#038;p=2352</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/">Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table style="height: 192px;" border="0">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Baumart</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">Europäische Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr style="height: 48px;">
<td style="height: 49px; width: 127.812px;"><strong>Standort:</strong></td>
<td style="height: 49px; width: 572px;">Samtgemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden; direkt nordwestlich am Schloss Erbhof (dort Parkplätze), Braunschweiger Str. 1, 27321 Thedinghausen; Bundesland: Niedersachsen</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Alter:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 405 Jahre (vermutlich 1621 vierjährig gepflanzt: zur Schlossvollendung)</td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 127.812px;"><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td style="width: 572px; height: 23px;">4,82 m in 1,3 m Stammhöhe (gemessen Dez. 2022)</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>Höhe:</strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">ca. 14 m</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">N 52.961339, O 9.029814</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="height: 24px; width: 127.812px;"><b>NEB seit:</b></td>
<td style="height: 24px; width: 572px;">18. August 2023 <span> </span><span>(</span><a href="https://nationalerbe-baeume.de/2023/08/19/ausrufung-der-alten-eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-niedersachsen-erfolgreich-vollzogen/">Bericht &amp; Fotos</a><span>)</span></td>
</tr>
</tbody>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dies dürfte nicht nur die dickste öffentlich zugängliche Eibe Deutschlands sein, sondern auch eine der besonders schönen mit vollkommen intakter, ca. 21 m breiter Krone und einem gut sichtbaren starken Stamm. Die Stämme vieler Eiben solcher Ausmaße sind oft durch die herunterhängenden immergrünen Zweige bzw. ihre Nadeln verdeckt, was Eiben leider meist so unauffällig macht, dass man sie aus der Entfernung kommend oder vorbeigehend für einen großen Strauch halten kann und kaum bemerkt. Zudem ist bei dieser Eibe der Wurzelbereich schon seit Jahrzehnten durch eine vollkommen geschlossene Efeubedeckung geschützt. Dieser &#8222;heilige Raum&#8220; unter der Krone soll nun noch durch Auslegen von Findlingen rund um den Baum verstärkt und verdeutlicht werden.</p>
<p>Diese Eibe könnte daher in Zukunft Ausmaße und eine Wirkung wie die vielen uralten englischen Eiben erreichen, was natürlich noch etwas dauern wird – wenn sie weiter in demselben Maß wächst wie bisher, wäre das in 300-400 Jahren möglich. Also ist etwas Geduld angesagt… In England stehen viele bis über 1500 Jahre uralte Eiben auf Kirchhöfen und waren dadurch Jahrhunderte lang vor der Nutzung ihres Holzes geschützt. Das ist nämlich im Mittelalter äußerst begehrt gewesen z.B. für Bogenbau, womit die Engländer ja etliche strategisch entscheidende Auseinandersetzungen gewonnen haben. Auch der älteste gefundene Speer eines Neandertalers war aus Eibenholz! In Deutschland war und ist der Schutz von Eiben auf Kirchhöfen kaum gegeben, denn dort stehen hier meistens Linden oder Eichen, und so findet man kaum noch wirklich alte Eiben hierzulande.</p>
<p>Da diese Eibe eine vollkommen intakte Krone hat, sind keine Pflegearbeiten notwendig. Und weil der Gemeinde die Besonderheit dieses Baumes gar nicht so bewusst war, ist sie lange Zeit &#8222;einfach vor sich hingewachsen&#8220;. Nun kommt sie mehr ins Rampenlicht, und ab und zu werden Gäste des Ortes oder ein Hochzeitspaar ehrfürchtig vor dem Baum stehenbleiben.</p>
<p>Eiben bilden meist mehrstämmige oder tief angesetzte Kronen und können 2.000 Jahre alt werden. Auffallend an der Baumart ist ihre durch die immergrünen Nadeln relativ dunkle und oft sehr dichte Krone. Ältere Exemplare wirken daher monumental und waren früher ideale und beliebte Bäume zur Betonung von Kultstätten: den Kelten galt sie als heiliger Baum, den Germanen als Sinnbild für Ewigkeit. Beeindruckend ist zudem ihre enorme Schattentoleranz, so dass Eiben problemlos dauerhaft unter allen anderen Baumarten und Bäumen wachsen können. Wildexemplare der Eibe sind so selten, dass sie als eine von nur ganz wenigen Baumarten in Deutschland nach der Bundesartenschutz-Verordnung streng geschützt sind.</p>
<p>Die immergrünen Nadeln symbolisieren das ewige Leben. Sie bleiben ca. 8 Jahre am Zweig und sind besonders ausgeprägt an Sonne oder Schatten angepasst. Dies hat zur Folge, dass man beim Verpflanzen älterer Eiben die Himmelsrichtung der Kronenseiten einhalten muss (z.B. mit Hilfe einer Markierung an der Nordseite), damit die Schattennadeln nach dem Verpflanzen weiterhin nach Norden und die Sonnennadeln nach Süden orientiert sind. Sonst kann es zum Nadelsterben und im Extremfall sogar zum Absterben des Baumes führen – dies auch bei plötzlicher Freistellung einer Eibe aus dem Schatten, das nimmt sie sehr übel.</p>
<p>Eiben sind besonders langsamwüchsig: sowohl ihre kurzen Jahrestriebe als auch die schmalen Jahrringe führen nur allmählich zu einer größer werdenden Krone und einem dicker werdenden Stamm. Dieser ist sehr oft auffallend wulstig und rippig, wie auch bei diesem Baum mit zahlreichen Stammaustrieben. Ihre farbigen Borkeschuppen leuchten meist rötlich, zudem hat dieser Baum eine Trichterform des Stammes durch die zahlreichen steilen und tief angesetzten Äste.</p>
<p>Die Eibe ist ein Nadelbaum, der aber ähnlich Wacholder und Ginkgo keine Zapfen trägt, sondern fleischige &#8222;Beeren&#8220;: die reifen Samen leuchten im Herbst und Winter mit ihrer roten Umhüllung. Allerdings sind Eiben zweihäusig: so bezeichnet man es botanisch, wenn weibliche und männliche Blüten nur auf getrennten Bäumen vorkommen, es also nur Eibenfrauen oder -männer gibt. Dieser Baum ist eine weibliche Eibe, die sich also auch durch ihre Sämlinge ausbreiten kann.</p>
<p>Und &#8222;gleich um die Ecke&#8220; (auf der gegenüberliegenden Seite des Schlosses) gibt es noch ein weiteres Baum-Highlight vor Ort: Auf Intention des Altbürgermeisters Hans Schröder wurde 2004/2005 auf einer Fläche von 11 ha ein Baumpark angelegt als „Arboretum des Nordens“. Er zeigt eine Vielzahl von Laubbaumarten und -sorten aus der gemäßigten Klimazone. Der Bestand umfasst insgesamt 71 Baumgattungen, bestehend aus 450 Arten und Sorten. Von diesen kommen viele mit Erwärmung und häufigeren Trockenjahren gut klar und werden daher neuerdings als Klima- oder Zukunftsbäume bezeichnet. Die Bäume hier im Park sind inzwischen über 20 Jahre alt (sie wurden 2005/06 mit einem Alter von 5-10 Jahren gepflanzt) und lassen die baumarttypischen Eigenschaften besonders gut erkennen. Dieser Baumhain ist äußerst sehenswert und zudem ein wunderschöner Park mit phantastischer Erläuterungs- und Übersichtstafel sowie Flyer. Dafür sollten Sie als Bauminteressierte dann noch einen ein- bis zweistündigen schönen Spaziergang auf geschwungenen Wegen und mit Blick in die typisch norddeutsch platte Landschaft einplanen. Ich habe das schon mehrmals sehr genossen. Monatlich werden Führungen durch Schloss und Park angeboten.</p>
<p>Das Schloss Erbhof wurde 1619-21 erbaut als fürstliche Residenz des damaligen Bremer Erzbischofs Johann Friedrich, der Landesherr des Erzbistums Bremen und damit auch des Amtes Thedinghausen war. Dabei könnte auch diese Eibe gepflanzt worden sein – das ist zwar nicht sicher, aber eine schöne Vorstellung und passt gut zu ihrer Stamm- und Kronendimension. Nach wechselvoller Geschichte des Schlosses über die 4 Jahrhunderte wurde 1999 die Samtgemeinde Thedinghausen seine Eigentümerin und damit eines der überregional bedeutendsten profanen Baudenkmale. Im Jahr 2000 hat sich der Verein „Förderkreis Erbhof zu Thedinghausen e.V.“ gegründet, mit der Zielsetzung, dieses kulturelle Erbe langfristig zu erhalten. In den Jahren 2011 bis 2014 fanden umfangreiche Baumaßnahmen im Schloss statt, nach deren Abschluss es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.</p>
<p>Darin befindet sich heute die Tourist-Information und im 1. Stock des Gebäudes eine Dauerausstellung über das Schloss Erbhof mit eindrucksvollen historischen Exponaten. Besonders sehenswert ist der originalgetreu wiederhergestellte Renaissancesaal mit handgeschnitzten Fensterstöcken und bemalten Deckenbalken, in dem es kulturelle Veranstaltungen gibt und wo in historischem Ambiente geheiratet werden kann.</p>
<p>Alljährlich finden auf den Wiesen um das Schloss, auf dem Schlossplatz und im Baumpark etliche kulturelle, musikalische und sportliche Veranstaltungen und Feste statt, in jüngerer Zeit bis vor Corona auch jährliche Gartentage, die ich 2018 sogar zufällig zusammen mit meiner Mutter beim Besuch der Eibe miterleben konnte.</p>
<p><em>Text und Bilder: Andreas Roloff, TU Dresden</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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				<div  data-dbdb-image-count-separator=" of "class="et_pb_gallery_items et_post_gallery clearfix" data-per_page="12"><div class="et_pb_gallery_item et_pb_grid_item et_pb_bg_layout_light et_pb_gallery_item_4_0"><div class="et_pb_gallery_image landscape">
					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/01-20221229_092012.jpg" title="vollkommene intakte Krone, frei sichtbarer unterer Stamm – eine Eibe wie aus dem Bilderbuch">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/02-20221229_090936.jpg" title="Stamm mit typisch rötlicher Borkefarbe und Wülsten an besonders geschütztem Standort">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/03-20221229_091938.jpg" title="Trichterform des Stammes durch zahlreiche tief angesetzte steile Äste">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/04-20221229_090603.jpg" title="Blick aus Nordwest: hinter der Eibe Schloss Erbhof bei winterlichem Sonnenaufgang gegen 9 Uhr">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/05-20221229_092216-ps.jpg" title="zerzauster Stamm mit wilder Borkestrukur und rechts oben eindrucksvollen &quot;Altersfalten&quot;">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/06-P9236065-ps-NadelnSamen.jpg" title="leuchtend rote Eibensamen im Herbst, also ein weiblicher Baum">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/07-P8152174-ps.jpg" title="rotbunte Borkestreifen und -schuppen (an einer anderen Eibe)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/09-P5266213-ps1.jpg" title="Stamm der Eibe 2018 beim Thedinghauser Gartenfest im Schlossareal (im Hintergrund meine 94-jährige Mutter)">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/10-P5266220.jpg" title="für die Kinder interessante Kunst-Installation neben der Eibe beim Gartenfest 2018">
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					<a href="https://nationalerbe-baeume.de/wp-content/uploads/2023/03/12-20221229_085829.jpg" title="Vorderansicht von Schloss Erbhof, rechts hinten im Bild die Eibe">
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<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-am-schloss-erbhof-in-thedinghausen-bei-bremen-niedersachsen/">Alte Eibe am Schloss Erbhof in Thedinghausen (bei Bremen, Niedersachsen)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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		<title>Eibe Flintbek bei Kiel</title>
		<link>https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-flintbek-kiel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Richard Georgi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 11:56:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nationalerbe-baeume.de/project/eibe-flintbek-kiel/">Eibe Flintbek bei Kiel</a> erschien zuerst auf <a href="https://nationalerbe-baeume.de">Nationalerbe-Bäume Deutschland</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Eibe </strong><strong>in Flintbek bei Kiel</strong></h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Baumart</strong></td>
<td>Eibe (<em>Taxus baccata</em>)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Standort:</strong></td>
<td>etwa 70 m nördlich der Kirche auf Kirchengrund (öffentlich zugänglich); Flintbek, Kreis Rendsburg-Eckernförde bei Kiel</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alter:</strong></td>
<td>600-800 Jahre (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Stammumfang:</strong></td>
<td>3,93 m (gemessen 08.2019 in 1,3 m Stammhöhe)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Höhe:</strong></td>
<td>10 m (geschätzt), Kronenbreite 13 m (geschätzt)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>GPS-Daten: </strong></td>
<td>N 54.238319, 10.067039</td>
</tr>
<tr>
<td><b>NEB seit:</b></td>
<td>27. Oktober 2019 (<a href="https://nationalerbe-baeume.de/2019/10/30/eibe-flintbeck-dritter-nationalerbe-baum/">Bericht &amp; Fotos</a>)</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Diese Eibe ist mit einem Stammumfang von 393 cm in 1,30 m Stammhöhe eine der stärksten Deutschlands und mit einem von mir geschätzten Alter von 600-800 Jahren eine der ältesten des Landes. Es gibt dazu keine Untersuchungen mit sicheren Ergebnissen, so dass man nur aus dem Stammumfang, dem Standort und seiner Umgebung darüber eine Herleitung versuchen kann. Dabei ist bedeutsam, dass es sich beim Standort halbseitig um eine Kuppe handelt, da nicht weit vom Baum entfernt nach Norden und Westen das Gelände ziemlich steil abfällt, fast 10 m tief. Daher ist der Standort relativ trocken, und Eiben wachsen auch schon artbedingt nur langsam in die Höhe und Dicke. Nachforschungen haben ergeben, dass es sich um einen historischen Thingplatz handeln könnte, der schon vor dem Bau der Kirche 1223 bestanden hat. Dafür dürfte der Standort mit damals strategischen Funktionen auf der Kuppe interessant gewesen sein.</span></p>
<p>Auffallend an der Eibe sind ihre immergrünen, dunklen und oft dichten Kronen mit leuchtend roten Samen (nur an weiblichen Bäumen), ihre attraktive rötliche Schuppenborke am wulstigen, kehligen Stamm und ihre individuelle Wuchsform. Ältere Exemplare wirken daher oft monumental und sind seit Urzeiten ideale und beliebte Bäume zur Betonung von Kultstätten. Die Eibe ist die Baumart mit der größten Bedeutung in Esoterik und Mythologie. Den Kelten galt sie als heiliger Baum, den Germanen als Sinnbild für Ewigkeit. Beeindruckend ist zudem ihre enorme Schattentoleranz, so dass sie wie die Rot-Buche unter allen anderen Baumarten wachsen kann. Wildexemplare (meist in Wäldern) sind so selten, dass sie als eine von nur ganz wenigen Baumarten in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt ist.</p>
<p>Die Eibe ist ein Nadelbaum, der keine Zapfen trägt, sondern leuchtend rote fleischige &#8222;Beeren&#8220;: Samen mit einem fleischigem, roten Mantel. Ihre dunkelgrünen weichen Nadeln bleiben ca. 8 Jahre am Zweig und sind besonders ausgeprägt an Sonne oder Schatten angepasst. Dies hat zur Folge, dass Sie beim Verpflanzen älterer Eiben die Himmelsrichtung der Kronenseiten einhalten sollten (mit Hilfe einer Markierung z.B. an der Nordseite), damit die Schattennadeln weiterhin nach Norden und die Sonnennadeln nach Süden orientiert sind. Sonst kann es zum Nadelsterben und im Extremfall sogar zum Absterben des Baumes kommen, dies auch bei plötzlicher Freistellung aus dem Schatten.</p>
<p>Die Baumart ist zweihäusig, d.h. es gibt nur männliche oder weibliche Blüten auf einem Baum und demzufolge auch nur Eiben-Männer oder -Frauen. Die roten Samen an den weiblichen Bäumen entwickeln sich daher nur, wenn eine männliche Eibe in der Nähe steht (maximal 1 km entfernt). Die Verbreitung der Samen ist wegen des leuchtend rot gefärbten Samenmantels gesichert – Amseln, Drosseln und auch Kleinsäuger fressen ihn und scheiden den holzigen Samen unverdaut und keimfähig wieder aus. Eiben in Mauerritzen müssen vorher durch einen Vogel- oder Mäusedarm &#8222;gewandert&#8220; sein, sonst könnten sie dort nicht hingelangen.</p>
<p>Das Holz ist harzfrei und sehr dauerhaft, sogar dauerhafter als das der Eiche, erst recht aber elastischer. Deshalb wurde es früher für den Bogenbau genutzt, vor allem England hatte einen enormen Bedarf an Bögen. Die wunderschöne Färbung und die Härte – viel härter als alle anderen unserer Nadelhölzer – verschafft dem Holz zudem Bedeutung bei Kunsttischlern und für die Herstellung von Messern und Kämmen. Im Außenbereich ist es ein gesuchtes Bauholz und kann ohne Schutz im Freien verwendet werden, unbehandelte Zaunpfosten aus Eibe halten Jahrzehnte lang. Der älteste gefundene Speer eines Neandertalers bestand aus Eibenholz.</p>
<p>Wie immer in der Heilkunde ist die Giftigkeit auch bei der Eibe eine Frage der Anwendung und Dosierung. Nadelextrakte bewähren sich nämlich in der Krebsbekämpfung, weshalb man sie sogar lokal in Plantagen anbaut und schneidet. Sie wird daher sogar als Heilmittel der Zukunft bezeichnet. Außerdem ist die Eibe aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit eine sehr beliebte, langsam wachsende und dichte Heckenpflanze. Sie kann hervorragend zu interessanten Formen geschnitten werden, z.B. zu Kugeln, Kegeln und Tiersilhouetten. Ihre Schnittzweige sind ein optimales Deckreisig im Winter, da die Nadeln sehr lange am Zweig bleiben.</p>
<p>Die Eibe hat gute Eigenschaften zur Feinstaubbindung und für Lärmschutz, beides auch im Winter durch ihre immergrünen Nadeln. Die Baumart ist zum Baum des Jahres 1994 ernannt worden.</p>
<p><em>Text von Andreas Roloff, Tharandt (Auszug aus Buch &#8222;Der Charakter unserer Bäume&#8220; von Andreas Roloff, Ulmer Verlag Stuttgart, 2017)</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen</strong> (großteils erfolgt):</p>
<ul>
<li>Überprüfung der Verkehrssicherheit und Einschätzung der Lebenserwartung</li>
<li>routinemäßige Kronenpflege</li>
<li>Optimierung des Stammumfeldes</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_17">
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>Fotos</strong></h3></div>
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